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Birsfelder Anzeiger

Freitag, 6. Dezember 2019 – Nr. 49

Nun strahlt wieder die Weihnachtsbeleuchtung in Birsfelden Advent

Kolumne Der Baum

Unlängst wurde beim Abbruch eines zur Bauruine verfallenen Hauses eine «schützenswerte» Linde gefällt. Nur wusste fast niemand, dass dieser Baum ge­ schützt war. Was jedoch einen Birsfelder nicht daran hinderte, lauthalsundheftigzuprotestieren. Ich stellte mir daher die Fra­ gen: Was macht einen Baum schützenswert? Gibt es Krite­ rien? Falls ja, warum stand kein Schilddavor,sowieesananderen Orten üblich ist?Wer überwacht den geschützten Baum und prüft regelmässig seinen Gesundheits­ zustand? Ich weiss, für den er­ zürnten Profi sind das laienhafte Fragen. Daher frage ich mich weiter: Waren die in den letzten Jahren in Birsfelden gefällten Bäume nicht auch schützens­ wert? Wohl kaum, gebe ich mir die Antwort selbst, sonst hätten die Baumschützer lauthals auf­ schreien müssen. Bei den beiden Neubauten an der Lärchengar­ tenstrasse prangte auf dem Bau­ plakat ein mächtiger Baum. Er wurdesang-undklanglosgefällt. Ach ja, da sind noch die über tausend Bäume im Hardwald, die aus Sicherheitsgründen ge­ fällt und ersetzt werden müssen. Auch Bäume müssen sterben. Darumwerdenimmerwiederneue gepflanzt. So geschehen bei der katholischen Kirche. Wer hat es bemerkt, wer hat applaudiert? Spontan kam mir das Lied Alex­ andras von 1968 in den Sinn: Mein Freund der Baum ist tot. Er fiel im frühen Morgenrot. Bald wächst ein Haus aus Glas und Steinen, dortwomanihnhatabgeschlagen baldwerdengraueMauernragen, dort wo er liegt imSonnenschein. VielleichtwirdeseinWundergeben ichwerde heimlich darauf warten vielleicht blüht vor demHaus ein Garten und er erwacht zu neuem Leben. Doch ist er dann noch schwach und klein undwennauchviele Jahrengehen er wird nie mehr derselbe sein. Zum Schluss noch dies: Der Mensch leidet, weil er Dinge zu besitzen oder zu behalten be­ gehrt, die ihrer Natur nach ver­ gänglich sind. Buddha Von Alex Gasser

Die BirsfelderWeihnachtsbeleuchtungwurde amvergangenen FreitagmitMusik, Gesang, Russenzopf, Punsch und leider auch viel Regen begrüsst. Fotos Claus Perrig

Zwei Kinderchöre und die Musikgesellschaft eröffneten den Advent. Etwas hatte die Wetterfee missver­ standen am Anlass zur festlichen Einschaltung der Weihnachtsbe­ leuchtung. Sie hätte den Regen ab­ schalten sollen und nur die himm­ lischen Sternenlichter einschalten. So war es denn kühl und es regnete. Dafür war aber wider Erwarten die Adventsbeleuchtung bereits einge­ schaltet. «Ich habe letztes Jahr verspro­ chen, dass wir warten werden, bis alle da sind und wir gemeinsam das Einschalten erleben können. Aber da habe ich den Mund wohl etwas zu voll genommen», zeigte sich Gemeindepräsident Christof Hiltmann leicht zer­ knirscht. «Doch aus technischen Gründen war dies nicht möglich und es hätte zudem auch viel ge­ kostet. Dieses Geld haben wir deshalb besser in Punsch, Russen­ zopf und Weihnachtsstollen ge­ steckt», sagte er zur Freude des Publikums, das tapfer allen Unbill trotzte. «Wesentlich an diesem Anlass ist ohnehin der Gemein­ schaftsgedanke», so Hiltmann. Er wünschte allen eine schöne Ad­ ventszeit und hoffte, allerdings vergeblich, dass die Kinderchöre und die Blasmusik den Regen vertreiben würden. Kinder singen Adventslieder Vom nassen Wetter und den tech­ nischen Unwägbarkeiten liessen sich unbekümmert die Kinder und Jugendlichen nicht abschrecken. Voller Begeisterung und mit ad­ ventlicher Freude liessen die Singing’Kids und der Schulchor Kirchmatt ihre Lieder ertönen und manchMami und Papi oder gar die

Die Kinder trotzten dem Regen und sangen frohe Lieder.

Grosseltern versuchten mitzusum­ men. Als Dank erhielten die Kinder ein feines Schoggiweggli und heis- sen Kinderpunsch. Sabine Denner, Präsidentin des GewerbevereinsBirsfelden, dankte in ihren Begrüssungsworten allen Einwohnern und Einwohnerinnen von Birsfelden und insbesondere der Gemeinde: «Sie hilft uns immer grosszügig beim Einrichten dieses traditionellen Anlasses», der immer am letzten Freitag vor dem ersten Advent stattfindet. «Zu verdanken ist die festliche Beleuch­ tung Sponsoren, vielen Gewerbe­ treibenden, aber auch Einzelperso­ nen», wie sich die Präsidentin dankbar zeigte. Zur musikalischenUmrahmung war auch das Musikkorps Birsfel­ den aufmarschiert und verschö­ nerte den stimmigen Anlass im Advent als Vorbote auf die weih­ nächtliche Zeit. Weil sich der himmlische Segen in Form von Regen nicht einfach so wie eine Weihnachtsbeleuchtung abstellen oder einschalten liess, begab sich das immer weniger werdende Pub­ likum schon bald nachHause in die warme Stube. Claus Perrig

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