Messerschmitt Online Blick ins Buch

Höhen und Tiefen 17

Von links: Woldemar Voigt Hermann Wurster Fritz Wendel Karl Baur Wendelin Trenkle

Fritz Wendel (1915–1975) · Der wohl be- kannteste Flugzeugführer der Messerschmitt- Werke ist Friedrich »Fritz« Wendel. Ehemals Fluglehrer bei der Luftwaffe war er von 1936 bis 1945 mit der Erprobung sämtlicher Mus- ter betraut. Mit dem Rennflugzeug Me 209 holte er 1939 den absoluten Geschwindig- keits-Weltrekord nach Deutschland und zu Messerschmitt. Wendel war es auch, der 1942 die Me 262 zum Erstflug allein mit Strahl- triebwerken abheben ließ. Karl „Karle“ Baur (1911–1963) · Flugkapitän und Diplom-Ingenieur Karl Baur flog von 1940 bis 1945 als Erprobungspilot praktisch alle Typen und war ab 1942 Cheftestpilot bei Mes- serschmitt. So führte er etwa Ende 1942 den Erstflug mit der viermotorigen Me 264 durch. Heinrich „Heini“ Dittmar (1911–1960) · Der begnadete Segelflieger Heini Dittmar ging 1939 zusammen mit Alexander Lippisch zu Messerschmitt und wirkte bei der Entstehung der Me 163 mit. 1941 erreichte er als erster Pilot 1000 km/h – ein inoffizieller Geschwin- digkeits-Weltrekord. Wendelin Trenkle (1912–1998) · Nach seiner Tätigkeit als Fluglehrer in der Luftwaffe fing Wendelin Trenkle 1937 in Augsburg als Ein- flieger an und wurde anschließend Chefpilot im neuen Werk Regensburg. Ab 1942 flog Trenkle als Flugkapitän Tausende Maschinen ein, allen voran Bf 109. Bei Kriegsende wies sein Flugbuch 9000 Flugstunden auf Messer- schmitt-Flugzeugen aus. Wolfgang Degel · 1933 zu Messerschmitt gestoßen, arbeitete sich Wolfgang Degel stetig hoch und brachte es zum Entwicklungsleiter der Me 262.

bert Lusser als Projektleiter an. Er war an allen Entwicklungen bis 1945 maßgeblich beteiligt. Walter Rethel (1892–1977) · Diplom-Ingeni- eur Walter Rethel wechselte 1938 von Arado zu BFW und übernahm die Leitung des Kon- struktionsbüros von Richard Bauer. Ludwig Bölkow (1912–2003) · Nach seinem Studium an der Technischen Hochschule Charlottenburg begann Ludwig Bölkow 1939 bei Messerschmitt im Projektbüro in Augs- burg und war an der Entwicklung der Me 210 und Me 262 beteiligt. Ab 1943 überarbeitete das Entwicklungsbüro in den WNF unter seiner Leitung die Bf 109 G zur Bf 109 K. Riclef Schomerus (1909–1945) · Riclef Scho- merus war von 1933 an bei Messerschmitt als Leiter der Abteilung Aerodynamik im Projektbüro beschäftigt. 1945 sollte er Japan bei der Lizenzproduktion der Me 163 und Me 263 unterstützen, verscholl aber mit den Bauunterlagen auf der U-Boot-Fahrt nach Japan. Hermann Wurster (1907–1985) · Doktor- Ingenieur Hermann Wurster blickte bei sei- nem Eintritt in die BFW 1936 bereits auf eine lange und anspruchsvolle Karriere bei der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt als Chefkonstrukteur und den Luftwaffen-Erpro- bungsstellen Rechlin und Travemünde als Testpilot zurück. 1937 gelang ihm mit der Rekordmaschine Bf 109 V13 ein neuer Ge- schwindigkeits-Weltrekord für Landflugzeuge und war bis 1942 Chefeinflieger bei Messer- schmitt. Ab 1943 leitete Wurster die Entwick- lungsarbeiten an der Flugabwehrrakete „En- zian“ auf Basis der Me 163.

Made with FlippingBook flipbook maker