IJAB Jahresbericht 2021

JUGEND für Europa Verbindungen zwischen Deutschland und Europa schaffen

JUGEND für Europa ist Vermittler der Idee eines zukunftsgewandten sozialen Europas. Im Jugend­ bereich stellt JUGEND für Europa Verbindungen her zwischen Europa und Deutschland sowie zwi- schen Praxis, Politik und Forschung. JUGEND für Europa bietet eine Plattform für Akteurinnen und Akteure im Jugendbereich und junge Menschen in Deutschland und Europa, die Lernerfahrungen durch grenzüberschreitende Mobilität ermöglicht, zur Weiterentwicklung der europäischen Jugend- arbeit und Jugendpolitik beiträgt und europäische Impulse in die deutsche Kinder- und Jugendhilfe bringt.

Die neuen Programmgenerationen in Zeiten von Brexit, Coronapandemie und Flutkatastrophe Mit dem Abkommen zwischen der EU und dem Ver - einigten Königreich war klar: Der Brexit ist vollzogen, Großbritannien und Nordirland werden ab 2021 nicht mehr an Erasmus+ und Europäischem Solidaritätskorps (ESK) teilnehmen. Der EU-Austritt warf in der Trägerland - schaft Fragen auf, wie die Zusammenarbeit zukünftig aussehen würde und welche Folgen er in den neuen Generationen der EU-Jugendprogramme 2021–2027 hätte. Alle Projekte, die bereits bis Ende 2020 über die EU-Programme Erasmus+ JUGEND IN AKTION und ESK bewilligt worden waren, konnten unter erheblichem Mehraufwand weiterhin wie geplant umgesetzt werden – auch wenn sie erst 2021 oder später durchgeführt wur - den. Nur bei Erasmus+ kann das Vereinigte Königreich in der neuen Programmgeneration als Drittland behandelt werden. Der Brexit und seine Folgen wurden noch von der Coro - napandemie überlagert. Reisebeschränkungen und der enge Rahmen der Corona-Auflagen für Einrichtungen und Fachkräfte erschwerten die bereits unsichere Lage weiter. Projekte mussten in den virtuellen Raum ver- legt oder verschoben werden oder gar ganz ausfallen. JUGEND für Europa setzte die Beratung telefonisch und per E-Mail aus dem Home-Office fort.

Unter diesen Vorzeichen wurden im Mai 2021 die neuen Programmgenerationen von Erasmus+ und ESK offiziell verabschiedet. Dank einer vorzeitigen Antragsmöglich - keit konnten Projektanträge zwar relativ kurzfristig, aber noch vor dem tatsächlichen offiziellen Programm - beschluss eingereicht werden. JUGEND für Europa hatte auf seinen Webseiten bereits die gesicherten Informatio - nen zu den neuen Programmen aufbereitet und so einen guten Überblick über künftige Fördermöglichkeiten und Antragswege geboten. Des Weiteren führte JUGEND für Europa eine Online-Kampagne mit zahlreichen Infor - mations- und Vertiefungsworkshops und eine zentrale Launching-Veranstaltung für die neuen Programm - generationen durch. Nach der Flutkatastrophe in mehreren Regionen in Deutschland wurden für Projekte, die direkt betroffen waren oder einen Hilfsbeitrag leisten wollten, Möglich - keiten der Unterstützung von Hilfs- und Wiederaufbau - maßnahmen geschaffen. Organisationen konnten das Tätigkeitsspektrum ihrer Projekte entsprechend anpassen und bei JUGEND für Europa eine Verlängerung der Projekt - laufzeit und außergewöhnliche Kosten beantragen. Trotz des späten Programmstarts, der technischen Herausforderungen sowie der Fortwirkungen der Coro - napandemie und der damit verbundenen geringen Nachfrage in beiden Antragsrunden, gelang es JUGEND für Europa, die neuen Formate und Antragsverfahren zu etablieren und zu profilieren, neue Antragsteller*innen zu gewinnen und die Antragstellenden zur Umsetzung der horizontalen Prioritäten in den neuen Generatio- nen der EU-Jugendprogramme zu unterstützen und zu qualifizieren.

JUGEND für Europa

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