Sehr dünn
Untergewicht
Idealgewicht
Übergewicht
Fettleibig
nur etwas schneller oder weiter gehen. Auch Schwimmen im kalten Wasser lässt Übergewicht schmelzen. Als Faust- regel gilt, dass ein Hund in einer Woche rund ein bis zwei Prozent seines Kör- pergewichts verlieren sollte. Bei einem 20 Kilogramm schweren Hund sind das also 200 bis 400 Gramm. Je nachdem, wie viel Ihr Hund abnehmen muss, kann das Abspecken also ein paar Mo- nate dauern. Werden Sie dann nicht ungeduldig. Konsequenz Hat Ihr Hund das Wunschgewicht er- reicht, sollten Sie das Diätfutter noch eine Zeitlang weiter füttern oder es anfangs im Verhältnis 50 zu 50 mit nor- malem Futter mischen. Wenn Sie später wieder ganz auf Normalfutter umstei- gen, widerstehen Sie dem Impuls, ihm mal hier, mal da Leckerlis zuzustecken. Gegen echte (!) Ausnahmen von der Re- gel ist aber nichts einzuwenden. Denken Sie immer daran, dass ein Normalgewicht Ihrem Hund nur Gutes tut. Die Gefahr von Krankheiten, die aufgrund von Übergewicht entstehen können, ist somit viel geringer.
Ein gesundes Maß Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung Ihres Vierbeiners
kulatur abgebaut. Außerdem sind die verlorenen Kilo durch den Jo-Jo-Effekt umso schneller wieder drauf. Auch die gewohnte Nahrungsmenge zu halbie- ren, ist keine gute Idee. Denn langfristig gesehen führt das zur Unterversorgung mit Eiweiß, Mineralien und Vitaminen. Ernährungsexperten empfehlen daher eine Diät mit kalorienreduziertem Spe- zialfutter, weil es alle wichtigen Nähr- stoffe enthält. Außerdem quellen die beigefügten Ballaststoffe im Magen auf, sodass der Hund das Gefühl hat, satt zu sein. Am besten arbeiten Sie mit Ihrem Tierarzt ein individuelles Gewichts- abnahmeprogramm aus. Er kennt die gesundheitlichen Schwachstellen Ihres Hundes und kann abklären, ob vielleicht eine Krankheit (z.B. Morbus Cushing) hinter dem Übergewicht steckt. Bewegung Sollten Sie selber kochen oder barfen oder wenn Ihr Hund trotz diverser Diät- versuche einfach nicht abnehmen will, kann auch eine Rationsberechnung sinnvoll sein. Fragen Sie hierzu Ihren Tierarzt oder einen Ernährungsberater für Hunde. Sie werden Ihnen mit Rat zur Seite stehen. Viel Bewegung kann das Abnehmen unterstützen. Ist das Übergewicht sehr groß, sollten Sie aus Rücksicht auf die Gelenke aber nicht joggen, sondern
krankhafter Fettleibigkeit (Adipositas). Wenn Sie testen wollen, ob Ihr Hund zu dick ist, streichen Sie mit der Hand über die Rippen. Sie sollten im Idealfall leicht tastbar sein. Außerdem sollte er vor der Hüfte eine Taille haben und von der Seite aus betrachtet eine etwas an- steigende Bauchlinie aufweisen. Stoffwechsel Da Welpen und Junghunde nicht in die Breite gehen, sondern zunächst vor allem in die Höhe schießen, bleibt bei ihnen nur die Waage als Gradmesser. Bei Rassehunden können Sie sich am Idealgewicht des Standards orientieren, beim Mischling ist das Gewicht des gleichgeschlechtlichen Elternteils ein gewisser Orientierungs-Maßstab für das zu erwartende Endgewicht. Da sie sich nicht mehr so viel bewe- gen und der Stoffwechsel langsamer wird, neigen Oldies besonders leicht zu Übergewicht. Sie sollten also frühzeitig auf energiereduziertes Seniorfutter umsteigen. Auch kastrierte Tiere sind gefährdet, weil sich das Fressverhalten ändert. Gewöhnen Sie den Hund mög- lichst schon vor der Operation an ener- giereduzierte Nahrung, so ersparen Sie dem Tier unnötigen Stress. Muss Ihr Hund abspecken, setzen Sie ihn keinesfalls auf Nulldiät. Außer den Fettreserven wird nämlich auch Mus-
Außer Puste Atemnot ist nur ein Problem, das durch Übergewicht entstehen kann
September 2025 / Ein Herz für Tiere 33
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