Ein Herz für Tiere

Sieben Fakten

Blau wie der Ozean Blaue Tiere sind ziemlich selten. In den Weiten und Tiefen der Meere gibt es allerdings zwei wunderschöne, leuchtend blaue Schnecken. Beide verfügen über ganz besondere Fähigkeiten und zeichnen sich durch eine einzigartige Optik aus

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Zwei blaue Schnecken Die Blaue Ozeanschnecke (oben im Kreis) wird auch Blauer Drache genannt. Sie ist drei bis fünf Zentimeter lang und lebt in uferfernen Bereichen warmer Meere (Südafrika, Europa, Australien, Mosambik). Die zweite blaue Schnecke (großes Bild) ist unter ihrem wissenschaftlichen Namen Chromodoris Willani bekannt und kommt im west- lichen Pazifischen Ozean vor. Sie wird bis zu fünf Zentimeter lang.

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Wer ist giftig? Beide! Chromodoris Willani kann ein gif- tiges Sekret über die Haut absondern. Die Blaue Ozeanschnecke kommt ungiftig zur Welt, ernährt sich dann aber von giftigen Quallen. Sie lagert die Nesselzellen ihrer Nahrung in ihren Hautauswüchsen ein und wird somit für Fressfeinde zu einer gefährlich-giftigen Beute. Wie die Schne- cke es anstellt, sich dabei nicht selbst zu vergiften, ist noch nicht geklärt.

Seltene Färbung Die beiden Ozeanschnecken sind schon allei- ne wegen ihrer Farbe etwas Besonderes. Blau gefärbte Tiere sind nämlich eine Seltenheit, vor allem eine Färbung mit echten, blauen Farbpigmenten. Viele Tiere, die blau erschei- nen, tun das auf Grund von besonderen Ober- flächenstrukturen, die das Licht auf eine be- stimmte Weise brechen (z.B. Schmetterlinge, Vögel). Sie sind also gar nicht „echt blau“.

74 Ein Herz für Tiere / September 2025

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