Ein Herz für Tiere

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Ganz ohne Panzer Sowohl die Blaue Ozeanschnecke (Glaucus Atlan- ticus) als auch Chromodoris Willani sind Nackt- schnecken – auch, wenn sie etwas glamouröser aussehen als die uns wohl vertrauten Nackt- schnecken im Garten. Schutzlos ohne Panzer sind die zwei Schnecken auf andere „Sicherungs- systeme“ angewiesen. Das ist bei beiden zum einen das Gift im Körper und zum anderen ihre blaue Färbung, die eine gute Tarnung im Ozean darstellt.

Der Weg nach oben Die Blaue Ozeanschnecken (Bild im Kreis auf Seite 74) hat seitliche Ausstülpungen, die ein bisschen wie Gliedmaßen aus- sehen. Sie werden Cerata genannt und geben der Schnecke Auftrieb. Zusätzlich dazu kann sie auch Luftblasen schlucken und in einem speziellen Sack in ihrem Magen verstauen. Die Blaue Ozeanschne- cke treibt dann mit dem Bauch nach oben an der Wasseroberfläche.

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Viele Sensoren Chromodoris Willani lebt nicht an der Oberfläche, sondern auf dem Grund des Ozeans. Sie ist auf felsigem Untergrund oder Korallenriffen anzutreffen. Sie verfügt über ein komplexes System aus Sensoren, um ihre Umwelt wahrzuneh- men: Fühler, Kiemen und Riecher (Na- senkanülen).

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Es sind noch Fragen offen Auffällig ist die Färbung von Chromodoris Willani, nämlich die schwarzen Streifen auf dem Körper und die Fähigkeit, ihre Farbe von einem hellen, fast durchsichtigen bis zu einem satten, dunklen Blau zu verändern. Dient das der Tarnung? Oder der Kommunikation? Die Forschung ist dran!

September 2025 / Ein Herz für Tiere 75

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