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Schlüsselerlebnis Material: ein großes Buch, Winkel, zwei

Diese Bastelei hat einen Haken – oder besser: gleich vier Haken. Und das ist auch gut so! Denn auf diese Weise hängen Schlüssel stets dort, wo sie hingehören. Auf der Fläche darüber lassen sich zudem Kleinigkeiten wie das Handy, der Einkaufszettel oder ein Stift ablegen.

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Schrauben mit flachen Köpfen und zwei passende Schraubenmuttern, Kleister, doppelseitiges Klebeband, mehrere Schraubhaken

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Anleitungen: Jedes Projekt wird Step-by-Step mit bebilderten Anleitungen erklärt. So können die Werke einfach nachgearbeitet werden.

1. Den Umschlag vom Buch abtrennen. Die zu- sammenhängenden Seiten in drei etwa gleich große Portionen aufteilen und diese jeweils mit einer Dokumentenklammer zusammenhalten. Den Winkel um das Buch legen und von außen die Stellen zum Bohren markieren. Dann in die Buchseiten-Portionen, die sich vorn und hinten am Buchblock befinden, je ein Loch bohren, in die mittleren Buchseiten hingegen nicht. 2. Den Winkel wieder um das Buch legen, je eine Schraube durch die zuvor gebohrten Löcher schieben und diese durch die anderen Seiten mit Loch führen. Mit den Schrauben und Muttern befestigen.

3. Nun den nicht durchbohrten, mittleren Teil etwa mittig teilen, sodass die Schrauben und die Muttern dahinter verschwinden. Alle Buch- seiten mit Kleister bestreichen, das Ganze mit Wäscheklammern fixieren und trocknen lassen. Den Buchumschlag mit doppelseitigem Klebe- band versehen und um das präparierte Buchin- nere kleben. 4. An der Oberseite rechts und links am Rand je ein Loch hineinbohren, um das Schlüsselbrett später an der Wand zu befestigen. Zuletzt an der Unterseite vier Schraubhaken eindrehen.

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Kreise aufzeichnen Wer keinen Zirkel hat, kann genauso gut einen beliebigen runden Gegenstand in der gewünschten Größe als Schablone nutzen, zum Beispiel eine kleine Schüssel, eine Tasse oder einen Deckel. Klebereste entfernen Ob auf einem Buchdeckel noch Reste des Preisschilds haften oder einem der Flüssigkleber ausge- rutscht ist: Mit Nagellackentferner verschwinden die Spuren im Nu. Einfach auf ein Wattepad geben und damit die jeweilige Stelle vorsichtig abwischen. Das funktioniert im Übrigen auch gut mit Klebe- rückständen auf Hartplastikfolie, die in diesem Buch bei einigen Projekten zum Einsatz kommt. Basteln mit Buchseiten Buchseiten können wirklich tückisch sein: Selbst wenn es in einem Buch nur eine grausame, tieftrau- rige oder erotische Szene gibt, befindet sich diese garantiert auf den Seiten, mit denen man eben ein schönes Projekt fertiggestellt hat. Insbesondere, wenn das DIY als Geschenk gedacht ist, sollte man besser zweimal hinschauen, um später ein Präsent mit unverfänglichem Aufdruck zu überrei- chen.

Welche Werkzeuge braucht es?

Als wichtigste Hilfsmittel haben sich bei den meisten Projekten ein Lineal und ein scharfes Messer erwiesen. Am besten funktioniert hier ein Teppichmesser mit frischer Klinge. Wenn es darum geht, ganze Bücher mit Löchern zu versehen, gibt es spezielle Papierbohrer: Diese kommen normalerwei- se bei professionellen Papierbohrmaschinen zum Einsatz, funktionieren aber auch, wenn man sie in eine normale Bohrmaschine oder einen Akkuschrauber einspannt. Zum Bohren sollte man das je- weilige Buch gut fixieren, dann entstehen sauber ausgeschnittene Löcher. Wer sich nicht extra einen ganzen Satz Papierbohrer in verschiedenen Größen zulegen will, kann aber mit einem Holzbohrer gute Ergebnisse erzielen. Gerade an Stellen, die später ohnehin nicht mehr sichtbar sind, macht es nichts, wenn etwas ausgefranste Ränder zurückbleiben. Für wenige Seiten oder Buchdeckel ist eine Lochzange recht praktisch, da sich hier die jeweilige Lochgröße einstellen lässt. Um den Tisch nicht zu ruinieren, ist eine Schneideunterlage von Vorteil, etwa eine einfache Korkplat- te. Um frisch geklebte Stellen zu fixieren, bis sie getrocknet sind, braucht es manchmal Dokumen - tenklammern. Zur Not gehen aber auch einfache Wäscheklammern. Welchen Kleber man verwendet, hängt ganz vom jeweiligen Projekt ab. Um Bücher rundum zu ver- schließen, eignet sich Tapetenkleister. Ansonsten sollte man Klebefilm, Flüssigkleber und doppelsei - tiges Klebeband bereithalten. Bei hartnäckigen Fällen helfen Montageklebeband oder Heißkleber. Was das Thema Farbe anbelangt, ist Umdenken angesagt: Gerade für größere Flächen eignet sich gewöhnliche Wandfarbe. Diese lässt sich schnell und einfach mit einem breiten Pinsel auftragen, deckt zuverlässig und stabilisiert das Ganze zusätzlich. Für Feinheiten sind Acrylfarben gut.

Auf die Technik kommt es an: Bevor es an die Projekte geht, erklärt die Autorin wichtige Tipps rund um das Bearbeiten des entsprechenden Recycling- Materials. Für sicheres Gelingen!

Tipps zum Bearbeiten

Buch aushöhlen Das Buchinnere so herauszuschneiden, dass rundum noch ein dünner Rand stehen bleibt, kann recht mühsam sein. Am einfachsten ist es, sich von vorne nach hinten durchzuarbeiten: Dafür auf der ersten Seite rundum einen nicht zu schmalen Rand einzeichnen, ein Lineal anlegen und mit dem Messer daran entlangschneiden. Dann das Lineal beiseitelegen und entlang der Markierung so tief wie möglich in die darunter liegenden Seiten hineinschneiden. Die Ecken mit der Schere ausschneiden. Buchrücken abtrennen Bücher mit Softcover sind dafür eher ungeeignet, da hier der Rücken fest mit dem Buchblock verklebt ist. Bei Hardcover-Büchern lässt sich der Rücken leicht abtrennen, indem man bei dem zugeschlagenen Buch vorne und hinten mit dem Messer die sogenannte Deckelfalz entlang- schneidet, also die Falz zwischen Buchdeckel und -rücken. Vorlagen auf eine Buchseite ausdrucken Am einfachsten lässt sich eine Vorlage wie folgt auf eine Buchseite drucken: einfach eine Buchseite mittig auf ein DIN-A4-Papier legen und an den Rändern mit Klebefilm daran befestigen. Das so präparierte Papier ins Papierfach des Kopierers legen, die Vorlage auf die Glasfläche legen und loskopieren.

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Inspiration: Moodbilder zeigen die Vielfalt der Projekte in ihrer ganzen Pracht.

Dekoratives

für Wände

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