Prozessmanagement und Internes Kontrollsystem

PZM & IKS

Prozessmanagement – PZM Internes Kontrollsystem - IKS

Dienstliche Ausbildung Modul 2 - Verwaltungsmanagement

Mag. Eva-Maria Engelsberger & Dr. Michael Gollackner, Organisationsentwicklung, Landesamtsdirektion

Nov 2025

PZM

Spielregeln

Umgang mit Ton: Mikro nur „ein“, wenn wir sprechen

Umgang mit Bild: Bitte die Kamera immer „ein“

Umgang mit Fragen: Fragen bitte direkt stellen – Chat wird nur nach Aufforderung bzw. Hinweis gelesen

Umgang mit Namen: Bitte den richtigen, wenn möglich voll ausgeschriebenen Namen verwenden

PZM

Warm-up Umfragen und Zielsetzung  Wieviel Erfahrung habt Ihr bereits mit PZM und IKS gesammelt?  Was sind Eure Erwartungen für den heutigen Kurs?

Ziel dieses Seminars ist, …

… den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen Überblick über das Thema Prozessmanagement - PZM und Internes Kontrollsystem - IKS im Land Salzburg zu geben.

PZM & IKS

Agenda

 Grundlagen Prozessmanagement  Viflow in der Anwendung

 PAUSE

 Internes Kontrollsystem (IKS)  Risko-Kontroll-Matrix

 Abschlussrunde: Wiederholungsfragen

ZielsetzungPZM & IKS in der Landesverwaltung PZM & IKS

 Optimierung und Standardisierung von Verwaltungsabläufen (lfd. Prozessverbesserung – was können wir noch besser machen?)

 Internes Kontrollsystem (IKS) zur Risikoerfassung und Steuerung

 Verbesserung der Art und Weise unserer Zusammenarbeit (Berücksichtigung einer ganzheitlichen Sichtweise)

 Verbesserung der Serviceorientierung und Qualität

 Beitrag zum Wissensmanagement

 Erhöhung der Transparenz durch Dokumentation der Prozesse und Risiken

 PZM und IKS ist ein Steuerungs- und Führungsinstrument

 Gewährleistung von Prozess-Compliance durch die Integration von IKS

PZM & IKS

Prozessmanagement im Land Salzburg  2022 wurde ein einheitliches PZM -System im Land Salzburg eingeführt  das interne Kontrollsystem ( IKS ) wurde dabei im PZM mit integriert und wird nun durch die Risiko-Kontroll-Matrix ( RKM ) abgebildet  zur Digitalisierung und Visualisierung gibt es die Softwarelösung „ viflow “  in jeder Dienststelle gibt es sogenannte „ Prozessmanager*innen “, die mit viflow arbeiten und sind die erste/n Ansprechpartner für MA in der DSt  die gezeichneten Prozesse inkl. RKM stehen allen MA zur Einsicht zur Verfügung; ein entsprechender link sollte in jedem OHB (Organisations- handbuch) hinterlegt sein

 Weitere Informationen im Intranet: Prozessmanagement & IKS (salzburg.gv.at)

PZM & IKS

IKS = Internes Kontrollsystem

 bereits seit 2013 in strukturierter Art und Weise im Land Salzburg etabliert

 Definition: „Ein IKS ist ein in die Arbeits- und Betriebsabläufe der Landes- verwaltung eingebetteter rollierender Prozess, der von den Führungskräften und Mitarbeiter*innen durchgeführt wird, um …  bestehende Risiken zu erfassen, zu steuern und  mit ausreichender Gewähr sicherstellen zu können, dass im Rahmen der Erfüllung der Aufgabenstellung die Ziele erreicht werden .“ -> Grundsätze des Internen Kontrollsystems - Confluence (salzburg.gv.at)  Kernstück im IKS: Risiko-Kontroll-Matrix (RKM) -> klare Dokumentation der Prozessrisiken und Kontrollaktivitäten  IKS gewährleistet höhere Sicherheit durch mehr Transparenz der Abläufe.  IKS trägt zur Vermeidung von Missbrauch und Fehlern bei und kann Schwachstellen verhindern bzw. aufdecken.

PZM

Was ist ein Prozess und wozu Prozessmanagement?  Ein Prozess ist eine klar definierte Verkettung von Aktivitäten bzw. Tätigkeiten. Dabei sind die einhergehende Zuständigkeiten/ Verantwortungen einer oder mehrerer Organisationseinheiten, mit dem Fokus auf das Erzielen eines Ergebnisses, zu berücksichtigen.

Output

Input

 Prozessmanagement ist ein Werkzeug bzw. ein integriertes System aus Führung, Organisation und Controlling und unterstützt die Steuerung und Optimierung von Abläufen.  Prozesse und PZMgt berücksichtigt dabei die Bedürfnisse von Bürger*innen, Kund*innen sowie anderer Interessensgruppen und dient dazu, die strategischen und operativen Ziele der Organisation besser zu erreichen.

Rollen im Prozessmanagement !!! PZM & IKS  Prozessmanager*in = Expert*in im Prozessmanagement (verfügt über viflow-Lizenz) er/sie koordiniert und unterstützt die Umsetzung des PZMgt in der DSt  Prozesseigner*in , idR DSt-L (AL, BH, LAD) = trägt die strategische Gesamtverantwortung inkl. Ergebnisverantwortung, er/sie gibt Zweck, Leitwerte, Richtlinien und Änderungsbedarfe vor  Prozessverantwortliche*r (RL, GL) = ist für die Definition und kontinuierliche Weiterentwicklung (Prozessoptimierung), sowie Prozesscontrolling verantwortlich; idR hat er/sie keine inhaltliche Durchführungszuständigkeit  Durchführungsverantwortliche*r (Fachexperte, SB…)

LAD

Stab

AL/BH

RL/GL

EXP

MA

MA

= er/sie sind für die Umsetzung des Prozesses bzw. Teilprozesses verantwortlich es handelt sich hierbei um die fachliche operative Umsetzung des/der Prozesse  Prozessmitarbeiter*innen = sie unterstützen die/den Duchführungsverantwortliche/n bei der operativen Umsetzung im Prozess, sie haben idR das umfassende Wissen über die praktischen Abläufe im Detail MA

Verantwortlichkeiten im IKS

IKS = interne Kontrollsystem

 Landesamtsdirektor = gibt allgemeine Richtlinien gem. GeOAvor

LAD

 Dienststellenleitung = Gesamtverantwortung für die konkrete Ausgestaltung und Umsetzung gem. § 9 Abs. 1 GeOA, § 5 Abs. 1 BH-GO  Referats- und Gruppenleitung = iS der Prozessverantwortlichkeit auch für die Definition und Weiterentwicklung der Prozesse + IKS im Zuständigkeitsbereich verantwortlich  Mitarbeitende = ist im jeweiligen Tätigkeitsbereich maßgeblich an der praktischen Umsetzung betroffen und mitverantwortlich  IKS-Ansprechpartner = unterstützt DST-Leitung und RL/GL, IKS-Koordination, sollte durch Prozessmanager ausgeübt werden  Interne Revision = erbringt unabhängige Prüfungs- und Beratungsleistung

Stab

IR

AL/BH

RL/GL

EXP

MA

MA

MA

PZM & IKS

Begriff: Prozesslandkarte

 … gibt einen ersten Überblick in die grundsätzliche Struktur  … zeigt eine Übersicht der modellierten Prozesse  … auf unterschiedlichen Ebenen zBAbteilung/Referate/Themenbereiche …

Musterbeispiele

PZM & IKS

Welche Prozessarten unterscheiden wir?

… dienen der Gestaltung der Organisation, der strategischen Unternehmensführung sowie der Planung, Kontrolle und Steuerung der wert- schöpfenden und der unterstützenden Prozesse. … dienen zur direkten Erstellung, Bereitstellung von Produkten und Dienstleistungen für die

Management- bzw. Führungsprozesse

Steuerung – Strategie und Führung

Kern-, Leistungs-, Schlüsselprozesse

Leistungserbringung/ Wertschöpfung Produktion, Dienstleistung,

Bürger*innen / Kund*innen. zB Bescheid, Förderung …

… dienen der Unterstützung zur Umsetzung der Management- wie auch Kernprozesse, sie haben keinen direkt Nutzen f Bürger*innen / Kund*innen. zB back-office

Unterstützungs- bzw. Supportprozesse

Ermöglichen die Kernprozesse und gewährleisten die Leistungserbringung

Achtung – Kontextbrille!

PZM & IKS

Prozess-Erhebung und Prozess-Zyklus

„vom IST-Prozess zum SOLL-Prozess zum neuen IST-Prozess“

Erhebung

Optimierung

Implementierung

Steuerung

 IST - Prozesse analysieren  Optimierungspotential identifizieren  Leitwerte definieren  SOLL – Prozess- beschreibungen erstellen

 Nutzung der Prozesse  Durchführung Prozess- controlling - PDCA

 Kernprozesse identifizieren  IST - Prozesse darstellen

 Prozesse und

Werkzeuge anpassen

 Prozessänderung implementieren  Prozesse an Nutzer übergeben  Prozesscontrolling aufsetzen

PZM & IKS

Prozess- ERHEBUNG

Prozess- OPTIMIERUNG

Start, erste Schritt – IST!

KVP, vom IST > SOLL > neue IST !

Überlegungen zur Prozessoptimierungen starten mit der Analyse des IST- (Kosten, Zeiten, Beteiligte, Risiko, Kunden-feedback …)

Die Bildkartenmethode , ein mögliches Werkzeug zur Erhebung und Dokumentation des IST-Prozesses.

Mögliche Optimierungen sind:

Überleit- ung „Swimm -lines “

PZM

Prozesserhebung IST-Prozess

Input / Output (Anlass?)

Aktivität (WAS?)

Rolle / OrgEinheit / Person (WER?)

Werkzeug (WOMIT?)

Antragsformular

Protokollieren

Kanzlei

Elisa

Wichtig: Keine Bewertung!

PZM & IKS

… Dokumentation des aktuellen Status; wie läuft der Prozess derzeit, welche Schritte, Schnittstellen, Werkzeuge … sind im Einsatz Methodik: Interview, Dokumentenanalyse, WS… … Weiterentwicklung des erhobenen IST- Prozesses; was kann verbessert, effektiver, effizienter gemacht werden, gibt es neue Entwicklungen, Werkzeuge, … Methodik: Interview, Dokumentenanalyse, WS… … Prozessänderung werden umgesetzt, Nutzer geschult, begleitende Prozesscontrolling … Methodik: PDCA – plan, do, check, act … weiterentwickelte Prozess wird gelebt und praktiziert, begleitende Prozesscontrolling … Methodik: PDCA – plan, do, check, act

Prozess- ERHEBUNG

Start, erste Schritt – IST!

Prozess- OPTIMIERUNG

KVP, vom IST > SOLL > neue IST !

Prozess- IMPLEMENTIERUNG

„Neues kommt ins System“ !

Prozess- STEUERUNG Umsetzung !

PZM

Einführung viflow

viflow

Was ist viflow und wie kann ich die Prozesse unserer Dienststelle aufrufen?

 Viflow ist die Software mit der Prozesse im Land Salzburg gezeichnet werden.

 Jeder gezeichnete und von der DSt frei gegebenen Prozess ist im web-browser unter einem eigenen Dienststellen-Link aufrufbar!

 Link sollte in jedem OHB (Organisationshandbuch) hinterlegt sein.  Ansprechpartner*in = Prozessmanager*in der Dienststelle!

Beispiel

viflow

viflow

Navigation im Prozess inkl. Downloads und Risiko-Kontrollmatrix

viflow

Navigation im Prozess inkl. Downloads und Risiko-Kontrollmatrix

 Die Risiko-Kontrollmatrix ist immer zum Prozess einzeln verknüpft und in einer Excel-Datei downloadbar. Zu finden ist die Datei jeweils auf dem Prozess auf dem A4-Blatt-Icon.  Anmerkung: um die RKM lesen zu können, bedarf es natürlich der Zugangsberechtigung zum verlinkten Laufwerk.

IKS

Internes Kontrollsystem – IKS

IKS = interne Kontrollsystem

Sicherzustellende Ziele des IKS

 Sicherung der Vermögenswerte vor Verlust, Missbrauch und Schaden  Sicherstellung ordnungsge- mäßer, ethischer, wirtschaft- licher, effizienter und wirksamer Abläufe  Einhaltung der Gesetze und geltende Rechtsnormen

 Erreichung der Prozess- und Organisationsziele  Zuverlässigkeit von betrieblichen Informationen, insbesondere Zuverlässigkeit des Rechnungs- wesens  Erfüllung der Rechenschafts- pflicht

PZM & IKS

IKS-Brille

-> nach Fertigstellung Sollprozess:

Kontrollaktivi- täten / Maßnahmen

Risiko-Kontroll- Matrix

Risikoidentifikation

Risiskobewertung

Bewertung der Risiken nach:  Schadenausmaß  Eintrittswahrschein- lichkeit

Befüllung Excel-Vorlage:

 Welche Risiken bei den einzelnen Prozessschritten können die Zielerreichung gefährden?  Können diese Risiken direkt beeinflusst werden?

 Aktivitäten um Risiken zu minimieren /eliminieren

 Dokumentation der identifizierten Risiken  Bewertung der Risiken  Maßnahmen  Verantwortlichkeiten, Frequenz

IKS

Risikoidentifikation:

Risikoidentifikation

 Ziel der Risikoidentifikation: Risiken erkennen, welche die Erreichung der Organisationsziele gefährden

 Prozessrisiken : stehen in direktem Zusammenhang mit Aktivitäten im Prozess + direkte Einflussnahme möglich -> Kontrollaktivitäten / Maßnahmen

 Bei welcher Aktivität im Prozess kann ein Prozessrisiko entstehen?

IKS

Vorgangsweise Risikoidentifikation:

 Voraussetzung: Sollprozess muss fertig sein

 Analyse der einzelnen Prozessschritte auf mögliche Risiken

Methoden zur Risikoidentifikation: 1. Brainstorming im Team: Gemeinsam Prozessschritte diskutieren und überlegen wo Risiken bzw. Fehlerquellen sein können 2. Schwachstellenanalyse: welche Schwachstellen gibt es im Prozess die die Zielerreichung gefährden 3. Analyse historischer Daten: Analyse vergangener Fälle wo es Fehler, Probleme gab 4. Interviews: Feedback von Vorgesetzten, Experten und Kollegen/innen einholen

IKS

Vorgangsweise Risikoidentifikation:

 Mögliche Fragestellungen zur Identifikation der Risiken:

? Was kann falsch laufen, dass das Prozessziel nicht erreicht wird?

? Bei welchen Prozessschritten treten häufig Fehler, Beschwerden auf?

? Bei welcher Aktivität besteht die Möglichkeit zur Manipulation?

? Gibt es Stellen im Prozess an denen Funktionstrennung umgesetzt werden soll?

? Gibt es unvereinbare Funktionen bzw. Befangenheit oder Interessenskonflikte, die eine Funktionstrennung oder Vier-Augen-Prinzip erforderlich machen?

IKS

Vorgangsweise Risikoidentifikation:

 Mögliche Fragestellungen zur Identifikation der Risiken:

? Was kann falsch laufen, dass das Prozessziel nicht erreicht wird?

? Bei welchen Prozessschritten treten häufig Fehler, Beschwerden auf?

? Bei welcher Aktivität besteht die Möglichkeit zur Manipulation?

? Gibt es Stellen im Prozess an denen Funktionstrennung umgesetzt werden soll?

? Gibt es unvereinbare Funktionen bzw. Befangenheit oder Interessenskonflikte, die eine Funktionstrennung oder Vier-Augen-Prinzip erforderlich machen?

IKS

Risikobewertung:

Risiskobewertung

Risikoidentifikation

 Bewertung der Risiken: -> aufgrund der Erfahrung der Mitarbeiter/innen

 Instrument zur Bewertung: -> Risiko-Kontroll-Matrix (Excel Vorlage)

 Bewertungsdimensionen: Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadensausmaß (mit Skala sehr gering bis sehr hoch) => ergibt Risikobewertung

IKS

Kontrollaktivitäten:

Kontrollaktivi- täten / Maßnahmen

Risiskobewertung

Risikoidentifikation

 Kontrollaktivitäten sind Tätigkeiten (z.B.: Funktionstrennung, 4 Augen- prinzip, Soll/Ist Vergleiche, IT-Maßnahmen…) , die ergriffen werden, um identifizierte Risiken in einem Prozess zu minimieren bzw. im besten Fall zu beseitigen

 Sollen in einem angemessenen Verhältnis zum vermeidbaren Risiko stehen

 Dokumentation der Durchführung (Wer, Was, Wie)

IKS

Kontrollaktivi- täten / Maßnahmen

Risiko-Kontroll- Matrix (RKM)

Risikoidentifikation

Risiskobewertung

Download Risikokontrollmatrix = RKM (Excel Vorlage) im Intranet

Kernstück des IKS -> RKM wird im viflow bei Prozess angehängt

PZM & IKS

Informationen im Intranet …

PZM/IKS

Wiederholungsfragen zu IKS

 Definition Interne Kontrolle?

 Welche Ziele hat der Einsatz von Internen Kontrollsystemen?

 Bausteine des Internen Kontrollsystems?

 Was versteht man unter Prozessrisiko?

 Was ist das Kernstück von IKS und wie ist es aufgebaut?

PZM

Wiederholungsfragen zum PZMgt

 Welche Ziele verfolgt das Prozessmanagement in der Salzburger Landesverwaltung?

 Welche Prozessarten unterscheiden wir? Benenne je ein Beispiel für die jeweilige Prozessart.

 Welche Rollen gibt es im Prozessmanagement? Was sind deren Verantwortungen und Aufgaben?

 Was ist eine Prozesslandkarte?

 Was ist eine Prozessoptimierung? Beschreibe ein Beispiele für eine Prozessoptimierung

PZM IKS

Danke für die Aufmerksamkeit!

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