ASIEN-PAZIFIK
INDIEN Intelligentere Stadtkonzepte durch Smart Mobility
SINGAPUR Wirtschaft startet optimistisch ins neue Jahr Singapurs Bruttoinlandsprodukt erreichte 2021 bereits im dritten Quartal 99,9 Prozent des Vor- pandemieniveaus von Ende 2019. Die Daten des Wirt- schaftsministeriums (Ministry of Trade and Industry; MTI) zeigen, dass der ursprünglich schon für 2020 angekündigte Rebound eingetroffen ist. Für 2022 wird ein moderater Anstieg der Wirtschaftsleistung zwischen 3 Prozent und 5 Prozent erwartet. Die Industrieproduktion des Stadtstaates ist aus- gesprochen robust: Im Jahr 2021 wuchs sie um 12,8 Prozent. Die konstante Nachfrage nach Hightechpro- dukten „made in Singapore“ – wie Halbleiter und auf Halbleitern basierende Elektronikprodukte – sowie nach Präzisionsgeräten kurbelt zudem den Export an. Nach dem verarbeitenden Sektor zeigt die Informations- und Kommunikationstechnologiebranche die besten Pers- pektiven. Singapur wird weiter an seinen Vaccinated Travel Lanes festhalten. Damit bietet der Stadtstaat für das Jahr 2022 gute Geschäftsreisemöglichkeiten unter den fortbestehen- den Pandemiebedingungen. GTAI/IHK
SÜDKOREA EU erkennt hohes Datenschutzniveau an
D ie 2015 gestartete „Smart Cities Mis- sion“ der Regierung sollte bis Ende 2021 abgeschlossen sein. Durch die Corona-Pande- mie konnten bis Dezember 2021 erst knapp die Hälfte der geplanten Projekte fertig gestellt werden. Die 100 für das Programm ausgewähl- ten Städte und Kommunen haben nun noch bis Juni 2023 Zeit, ihre verbliebenen Smart- City-Vorhaben abzuschließen. Vor allem im Bereich Smart Mobility planen die Städte noch eine ganze Reihe von Vorhaben. Neben der Wasser- und Stromversorgung stellt vor allem der Personentransport die Kommunen vor wachsende Herausforderungen. Intelligente Verkehrssysteme sollen künf- tig dabei helfen, die rasch steigende Zahl von Fahrzeugen besser zu steuern sowie den öffentlichen Nah- und Autoverkehr nachhaltiger zu gestalten. Beispielsweise sollen bei den Passagierdiensten kontakt- lose Bezahl- und Ticketsysteme eingesetzt werden. Der Verkehrsfluss in den chronisch verstopften Städten soll durch intelligente Managementsysteme verbessert und der Schadstoffausstoß der Fahrzeuge verringert werden. GTAI/IHK
Am 17. Dezember 2021 hat die Europäische Kommis- sion den Angemessenheitsbeschluss für den Transfer von personenbezogenen Daten nach Südkorea angenom- men. Damit bekennen sich beide Seiten zu einem hohen Niveau des Datenschutzes. Genehmigungserfordernisse bestehen für die Übermittlung von personenbezogenen Daten aus der Europäischen Union (EU) nach Südkorea nicht mehr, da dieses Drittland nun ein angemessenes Schutzniveau bietet. Verschiedene Garantien hinsichtlich des Datenschutzes wurden zusätzlich vereinbart. Drei Jahre nach seiner Annahme soll die erste Über- prüfung des Angemessenheitsbeschlusses erfolgen. Der Beschluss findet Anwendung seit dem 17. Dezember 2021. GTAI/IHK Die Europäischen Kommission veröffentlichte auf ihrer Homepage den Angemessenheitsbeschluss (Englisch) unter:
ec.europa.eu/info/files/decision-adequate-protection- personal-data-republic-korea-annexes_de
In einigen Städten wie Delhi sind bereits Smartcards für das Metronetz im Einsatz.
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INDIEN Vorreiterrolle bei grünem Wasserstoff angestrebt
erzeugt werden. Darüber hinaus will sich das Land als internationaler Produktions- und Exporthub für grünen Wasserstoff etablieren. Um diese Ziele zu erreichen, sind Anreize für ein Engage- ment des Privatsektors in der Wasserstoffwirtschaft, aber auch verbindliche Vorgaben für den Einsatz von grünem Wasserstoff unter anderem in der Chemie- und Stahlindus- trie geplant. Im öffentlichen Nah- und im Straßenschwer- lastverkehr könnte er ebenfalls als alternativer Treibstoff zum Einsatz kommen. Vor allem das wachsende Engagement des Privatsektors
deutet darauf hin, dass ein neuer Industriezweig entste- hen könnte. Hier besteht laut CEEW (Council on Energy, Environment and Water) ein Investitionspotenzial von 44 Milliarden US-Dollar bis 2030. Reliance Industries will beispielsweise bis 2035 klima- neutral sein und investiert in den nächsten drei Jahren umgerechnet 10 Milliarden US-Dollar in Maßnahmen zur CO 2 -Reduktion. Auch indische Öl- und Gas- konzerne wie beispielsweise der staatliche Gaskonzern GAIL wollen in die Produktion von grünem Wasserstoff ein- steigen. GTAI/IHK
Indiens Wasserstoffwirt- schaft steht noch ganz am Anfang. Sowohl die indische Regierung als auch der Privat- sektor wollen grünen Wasser- stoff als künftigen Bestandteil im heimischen Energiemix eta- blieren. Indiens jährlicher Bedarf von etwa 6 Millionen Tonnen wird zurzeit noch ausschließlich mit grauem Wasserstoff gedeckt. Bis 2050 könnte der Verbrauch auf bis zu 28 Millionen Tonnen steigen. Der vor allem von der chemischen, petrochemischen und der Stahlindustrie benötigte Wasserstoff soll bis
44 MRD US$ ist das geschätzte Investitions- potential für die Wasserstoffwirt - schaft bis 2030 in Indien.
dahin zu 75 Prozent aus Solar- und Windenergie
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IHKGlobal Business 02/2022
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