In Hütten wie diesen lebten einst die Sklaven auf der McLeod Plantation.
S purensuche zwischen Skla- venerbe, kulturellem Stolz und blühendem Handwerk: Die Sonne steht hoch über Charleston und das Meer glitzert, während sich der kleine Reisebus in Bewegung setzt. Am Steuer sitzt Tourguide Al Miller, ein älte- rer Afroamerikaner mit ruhiger Stimme und wachem Blick. Seit fast vier Jahr- zehnten bringt er Besucher zu Orten, an denen die Geschichte der schwarzen Be- völkerung lebendig wird, deren Wurzeln bis nach Westafrika reichen. Von Downtown … „Charleston war einmal die reichste Stadt Amerikas – auf dem Rücken der Sklaven“, erklärt Miller, während er seinen Bus durch das Stadtzentrum lenkt. An den Fenstern ziehen rote Ziegelhäuser, klas- sizistische Villen mit schmiedeeisernen Balkonen und Vorgärten mit blühenden
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Charleston Auf afroamerikanischen Pfaden
Charleston vom Wasser aus gesehen
Azaleen vorbei. Fast 1500 Gebäude aus dem 18. und 19. Jahrhundert haben in Charleston die Zeit überdauert – stumme Zeugen einer Epoche, deren Glanz durch Sklavenarbeit geschaffen wurde.
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