Molkereimeisterin Katharina Eckert mit ihrem Rauchkäse, …
Das „Brauhaus Faust“, 1654 gegründet, nimmt sich die Freiheit zu sagen: Das Bier bleibt hier. „Unsere zwanzig Bierspe- zialitäten könnten wir nicht in gleicher Qualität produzieren, wenn wir überre- gional vertreiben würden“, sagt Cornelius Faust, einer der ersten Bier-Sommeliers Deutschlands. „Die Biere reifen schließ- lich sechs Wochen lang in unserem 30 Meter tiefen Sandsteinkeller.“ Für eine Großbrauerei wäre das unmöglich. Explosion im Mund „Bei uns ist die Welt noch in Ordnung“, sagt „Destilleum“-Besitzer Michael Mayer und schwärmt von seiner Heimat, die ja nicht nur am Main, sondern auch zwischen Odenwald und Spessart liegt. „Wir haben ein hervorragendes Klima für unsere Obstbäume!“ Es wachsen Äpfel und Zwetschgen, Quitte, Vogelbeere und die Elsbeere, die etwas dunkler als die Vogelbeere ist und sehr säuerlich. Mayer macht daraus den besten und einen der teuersten Brände in Deutschland. Durch den Bundesehrenpreis ist er der höchstdekorierte Schnapsbrenner der Republik. Und die Elsbeere ist sein Top-Produkt für 400 Euro das 0,5-Liter- Fläschchen: Ein paar Tropfen auf der Zunge erzeugen geradezu eine Explosion von Aromen im Mund. Aber auch seine anderen Brände sind ein Hochgenuss – und bezahlbar …
Bier-Käse-Verkostung „,Ich habe nichts gegen Winzer, aber geben müsste es sie nicht‘, pflegte mein Opa zu sagen“, erzählt Bier-Sommelier Cornelius Faust, schmunzelt dabei und überrascht mit einer Bier-Käse-Verkostung, in der sich zeigt, dass der von Molkereimeisterin Katharina Eckert vom Marktsteinhof kom- mende Ziegen-Camembert bestens mit dem Eisbock kann und sich ihr Rauchkäse harmonisch mit dem Weizen gibt.
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… der bestens mit dem Weizen der Brau- erei Faust harmoniert
Michael Mayer, der höchstdekorierte Schnappsbrenner der Republik
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