die Besucher vor Eisbären zu schützen. „Falls ein Bär auftaucht, bitte nicht rennen“, warnt Burke und fügt hinzu: „Wir wissen, wie wir sie vertreiben.“ Nötig ist es an diesem Tag nicht. Die Bären bleiben fern. Auf der Suche nach Eisbären Auf die Spuren der Landraubtiere machen wir uns auch am nächsten Tag in einem Geländefahrzeug mit gewaltigen Reifen, die so hoch sind wie ein Auto. Tun- dra Buggy nennt sich das Fahrzeug, mit dem uns der Touranbieter Frontiers North Adventures auf einer Tagestour durch die Tundra fährt. Der Fahrer Jim Bald- win drückt mächtig aufs Gaspedal. „Haltet Euch fest, ab jetzt geht es ziemlich auf und ab“, warnt er.
Ein Eisbär kühlt sich im Wasser der Hudson Bay.
gen. Doch das tun wir natürlich nicht, sondern starren unverdrossen durch unsere Ferngläser.
Dann auf einmal taucht er auf. In der Ferne am Ufer machen wir im flachen Wasser einen weißen Punkt aus. „Ein Eisbär, ein Eisbär“, ruft unser Guide – und tat- sächlich. Zwischen ein paar Felsen liegt in einer Bucht ein Bär im Wasser. Der riesige Säuger wirkt ganz cool und entspannt. Als wir uns mit dem Boot vorsichtig nähern, hebt er ab und zu den Kopf, schüttelt sein Fell und schaut zu uns herüber. Doch der Eisbär hat kein Interesse an uns. Er lässt sei- nen mächtigen Körper wieder abgleiten in die kühlen- de Hudson Bay, wendet sich ab und döst weiter vor sich hin. Wir dagegen können unser Glück kaum fassen. Der Eisbär ist nur etwa hundert Meter von unserem Boot entfernt. Objektive fahren aus, Kameras klicken, Smart- phones filmen. Wow. Ein wahrhaftiger Eisbär!
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Sommerblüte in Churchill
Baldwin hält Wort. Stundenlang geht es über Stock und Stein mitten durch den Permafrost, durch Schlammlöcher und Moore, vorbei an Weiden mit arktischen Wildblumen: pinkfarbenem Feuerbusch, gelben Arnika, roten Bärentrauben. Über uns fliegen Adler und Schneegänse, ab und zu huscht ein Fuchs vorbei. In einem Gebüsch steht ein Rentier und sucht nach Moosen. Eisbären? Wieder Fehlanzeige. Zurück aufs Wasser Auf unserer letzten Ausfahrt mit einem Zodiac- Schlauchboot verlassen wir die Flussmündung von Churchill in Richtung offenes Meer. Die Sonne brennt und die Haut schwitzt im gar nicht so kalten Polar. Am liebsten würden wir unsere engen Schwimmwesten abstreifen und ins kühle Nass der Hudson Bay sprin-
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