24 GUTE KÜCHE
BACKHANDWERK
Brot, das ist viel mehr als nur ein Snack für Zwischendurch. Ob kräftiges Voll- korn- oder mildes Weizenbrot – so vielseitig das Angebot, so komplex ist auch der Geschmack. Kommen Sie mit auf eine kleine Reise in die Bäckerstube, wo der Ofen seit jeher einen wohligen Duft verströmt. Brot – ein Allrounder vom Bäcker nebenan
Laib Brot weit mehr herauf als nur ein Bild aus Kind- heitstagen. Wer Brot hat, der muss nicht Hunger lei- den. Wessen Brot man isst, dessen Lied muss man auch singen. Wer sich beschei- den gibt, der backt besser erstmal kleine Brötchen. Und stellen Sie sich mal vor: Wie langweilig wäre das Leben, wenn sich nie- mand der brotlosen Kunst widmen würde? Brot, das ist etwas Grund- legendes, Bodenständi- ges, ohne viel Tamtam und Chichi. Wer es hat, hat Glück: Ohne Brot ist man in Schwierigkeiten. Da drängt sich doch die Frage auf: Worin liegt eigentlich das Besondere? Kräftig oder lieber mild im Geschmack? Zunächst ein paar Zah- len: 1.548.000 Tonnen Brot gingen im Jahr 2024 über deutsche Verkaufstheken. Knapp 28 Prozent davon war Toastbrot, ein Vier- tel Misch- sowie 14 Pro- zent Brot mit Körnern und Saaten. Auf Vollkorn-, Schwarz- und Weizenbrot kamen jeweils rund 8 Pro- zent, Roggen- und Din- kelbrot belegten mit jeweils knapp 5 Prozent die letzten
Brotvolle Kunst Es gibt Sinneseindrücke, die hallen ein Leben lang nach. Das erlösende Trö- ten der Pausenklingel in der Grundschule. Das Zwi- cken in den Augen, wenn die Sonne im Frühling zum ersten Mal wieder rich- tig blendet. Oder aber der beinahe erschlagende Duft von heißem Brot, das der Bäcker von Gegenüber ge- rade aus dem Ofen geholt hat. Überhaupt: Wenn es
einen erinnerungswürdigen Ort aus der Kindheit gibt, auf den sich jeder einigen kann, dann ist es vielleicht sogar die Backstube. Die transparenten Töpfchen mit Leckmuscheln, Gum- mibärchen, Brauseklötzen; die quietschbunten, völlig überzuckerten Trinkpäck- chen; die Auslagefenster mit Schweinohren, Berli- nern, Amerikanern. Und über allem der schwere Dampf der frischgebacke- nen Brötchen und Brote. In
der Erinnerung hört man Erwachsene derweil von eigentümlichen Begriffen sprechen: Grau-, Schwarz-, Weißbrot, Roggen, Gerster, Vollkorn. Was das wohl al- les bedeuten mag? Wie lange der letzte Besuch in der heimischen Backstu- be auch her ist – der Ge- ruch von knusprigem Brot liegt noch genauso in der Nase wie die Glöckchen über der Eingangstür in den Ohren klingeln. Da- bei beschwört ein frischer
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