RZ_KW06_2019

Riehener Zeitung 

Freitag, 8. Februar 2019

Nr. 6

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Nationalratswahlen mit Riehener EVPlern rz. Die Mitglieder der EVP Basel-Stadt haben neben drei Kandidierenden aus Basel auch die Riehener Rebecca Stan- kowski und Thomas Widmer-Huber für die Nationalratswahlen im Herbst nominiert. Stankowski ist Co-Präsi- dentin der EVP Riehen-Bettingen, Schulrätin und arbeitet für einen Verband von Hilfswerken. Widmer- Huber, Spitalpfarrer sowie Gemein- schafts- und Fachstellenleiter der Offenen Tür, ist Einwohnerrat und vertritt die EVP seit Kurzem auch im Grossen Rat. Während in der Politik die rechten und linken Pole besondere Aufmerksamkeit auf sich lenkten, ste- he die EVP als Partei der Mitte für christlich geprägte Werte und eine zu- kunftsorientierte Sachpolitik, schreibt die Partei in der Medienmitteilung. rz. Das Staatliche Hochbauamt Frei- burg plant die Erneuerung der Zoll- wärterkabinen der Zollanlage Grenz­ acher Horn in Grenzach-Wyhlen. Laut einer Mitteilung wird zur Montage der neuen Dachkonstruktion in der Zeit von Samstag, 16. Februar, 17 Uhr bis Sonntag, 17. Februar, 20 Uhr die Fahr- bahn am Grenzübergang Grenzacher Horn einseitig gesperrt. Auf der offe- nen Spur wird der Verkehr in beiden Richtungen fliessen und lediglich während der Montagearbeiten zeit- weise für rund 30 Minuten gesperrt. Die Sperrung beschränkt sich auf den Bereich des Grenzüberganges, angrenzende Einmündungen werden nicht beeinflusst. Umbau der Zollanlage Grenzacher Horn Genossenschaftliches Wohnen boomt rz. Im Kanton Basel-Stadt wurden im vergangenen Jahr 807 Neubauwoh- nungen erstellt. Die Wohnungspro- duktion übertraf damit den Vorjah- reswert (369) um mehr als das Doppelte. Diese Zahlen gehen aus der Wohnbaustatistik des Statistischen Amtes hervor. Zwei von drei Neubauwohnungen wurden in Grossbasel erstellt (67%), 29 Prozent in Kleinbasel und vier Pro- zent in Riehen und Bettingen. 36 Pro- zent der Neubauwohnungen weisen drei Zimmer auf. Bei 26 Prozent han- delt es sich um Zweizimmer- und bei 25 Prozent um Vierzimmerwohnun- gen. Der Rest verteilt sich auf Woh- nungen mit einem (7%), mit fünf (5%) sowie auf solche mit mindestens sechs (2%) Zimmern. Auffällig ist der hohe Anteil der Genossenschaftswohnungen an den Neubauwohnungen. Sowar im letzten Jahr jede fünfte neu erstellte Woh- nung eine Genossenschaftswohnung; im Jahr 2017war es gar jede dritteNeu- bauwohnung. Dies vor allem auch dank der gezielten Abgabe des Kan- tons von Land im Baurecht. Allein auf Boden des Kantons wurden in den letzten Jahren rund 300 neue Genos- senschaftswohnungen fertiggestellt und bezogen, weitere 1200 befinden sich derzeit in Bau oder Planung.

WASSERVERSORGUNG Projekt für den Ersatz des Reservoirs Wenkenköpfli

Reservoir an der Mohrhaldenstrasse geplant Das alte Wasserreservoir Wenkenköpfli soll durch ein neues Reservoir an der Mohrhaldenstrasse ersetzt werden; in einem Studienauftrag wurde nun dafür ein Planer gefunden

Rolf Spriessler-Brander

rs. Am Wochenende vom 23./24. Feb- ruar – am Samstag auf Weiler Seite in der Nähe des Hadid-Baus sowie am Sonntag beim Eisweiher in Riehen – besteht für die Bevölkerung die Gele- genheit, das neue Rangerteam im Landschaftspark Wiese kennenzuler- nen. Jeweils zwischen 10 und 16 Uhr sind Hauptranger Yannick Bucher so- wie die Ranger-Teammitglieder Mar- tha Koelbing und Raphael Böhm vor Ort, beantworten Fragen, haben In- formationsmaterial dabei und laden jeweils um 10.30 Uhr und um 14 Uhr zu etwa einstündigen Führungen ein. Dreijähriges Pilotprojekt Es ist der Auftakt zu einer vorerst einmal auf drei Jahre angesetzten «Pro- bezeit». Im Rahmen eines Pilotpro- jekts, finanziert vom Kanton Basel- Stadt sowie von der Gemeinde Riehen und der Stadt Weil am Rhein, wird getestet, ob sich der Rangerdienst in der Praxis bewährt. Ziel ist es, Park­ besucher nicht nur auf eventuelles Fehlverhalten aufmerksam zu ma- chen, sondern vor allem auch, über die Qualitäten, Möglichkeiten und Sehenswürdigkeiten des Landschafts- parks zu informieren und auch bei eventuellen Nutzungskonflikten zu vermitteln, denn der Landschaftspark Wiese ist ja nicht nur Erholungs- und Freizeitort für die Bevölkerung, er bietet auch Naturräume für Tiere und Pflanzen und dient der Trinkwasser- produktion sowie der Land- und Forst- wirtschaft. Am Freitag vergangener Woche wurde das Rangerteam mit einer klei- nen Feier und im Rahmen auch einer Die IWB haben bezüglich der künfti- gen Sicherstellung der Wasserversor- gung in Riehen ein Problem. Das be- stehende Reservoir Wenkenköpfli oberhalb des Wenkenparks am Wen- kenmattweg mit Baujahr 1918 ent- spricht nicht mehr den heutigen bau- lichen, technischen und hygienischen Standards und muss deshalb ersetzt werden. Zusammen mit dem Reser- voir Nordhalde versorgt das heutige Reservoir Wenkenköpfli die «rote Zone» innerhalb der Riehener Trink- wasserversorgung mit rund 8500 Per- sonen und wird von den Pumpstatio- nen Wenkenhof und Schützenrainweg gespiesen. Neuer Standort nötig Wie aus dem Bericht zu einem Stu- dienauftrag für ein neues Reservoir- Projekt hervorgeht, war der Ersatz des Reservoirs Wenkenköpfli am heuti- gen Standort nicht möglich. Weil das alte Reservoir inBetrieb bleibenmuss, bis das neue funktionstüchtig ist, wäre dort zu wenig Platz vorhanden gewesen und für die neuen Zuleitun- gen hätten ausserdem rund 3000 Qua- dratmeter Waldfläche gerodet werden müssen. Auf der Suche nach einem Ersatzstandort, der sich geologisch und von seiner Höhe her eignet und sich darüber hinaus auf einem Land- stück befindet, das auch verfügbar ist, ist man inzwischen fündig geworden. Es handelt sich um ein Grundstück an der Mohrhaldenstrasse unterhalb des Linsbergs an der Grenze zu Bet- tingen, das rund 300 Meter östlich des heutigen Reservoirs Wenkenköpli ge- legen ist. Die zwei betreffenden Par- zellen befinden sich imBesitz der Ein- wohnergemeinde Riehen. Um zu einem konkreten Projekt- vorschlag zu kommen, wurde in den vergangenen Monaten ein Studien-

Visualisierung des Siegerprojekts für ein neues Wasserreservoir, zu sehen ist das geplante oberirdische Gebäude an der Mohrhaldenstrasse. Abbildung: zVg

auftragsverfahren durchgeführt. Es wurden vier ausgewählte Wettbe- werber aus den Fachgebieten Archi- tektur und Landschaftsplanung aus- gewählt und, zusammen mit je einem selbst gewählten Partner aus dem je- weils anderen Fachbereich, aufgefor- dert, einen Vorschlag einzureichen. Am Wettbewerbsverfahren teilge- nommen haben Brandenberger Kloter Architektenplaner mit Hänggi Basler Landschaftsarchitektur, BRYUM Büro für urbane Intervention und Land- schaftsarchitektur mit Scheibler & Villard Architekten, META Land- schaftsarchitektur mit SAGA Salomé Gutscher Architektur sowie Vécsey Schmidt Architekten GmbH BSA SIA mit westpol Landschaftsarchitektur.

baumreihen sollen durch Neupflan- zungen ergänzt werden. Ein Jahr Bauzeit Das Beurteilungsgremium schlägt noch diverse Anpassungen vor. Im Lauf dieses Jahres wird nun auf der Basis des Siegerprojekts ein Vor- und ein Bauprojekt ausgearbeitet, sodass Anfang 2020 die Baueingabe erfol- gen kann. Kommt es zu keinen Ein- sprachen, die die Realisierung ver- zögern würden, könnte gegen Ende 2020 mit den Bauarbeiten begonnen werden und so wäre die Inbetrieb- nahme des neuen Reservoirs bis Ende 2021 möglich. Die reine Bauzeit für das Reservoir wird auf ein Jahr veranschlagt.

Das Rennen gemacht hat das Wettbewerbsprojekt der Basler Büros META Landschaftsarchitektur und SAGA Architektur, das schonend mit der bestehenden Landschaft um- geht. Ein weiteres Wettbewerbspro- jekt hatte die Jury in seinem Erschei- nungsbild ebenfalls überzeugt, es hätte aber unverhältnismässig gros­ se Erdbewegungen nötig gemacht, wie es im Bericht heisst. Im Siegerprojekt sind die Trink- wasserkammern so unterirdisch an- geordnet, dass die heutige Gelände- topografie erhalten bleibt. Geplant ist als Servicegebäude ein quadrati- scher Bau mit einer Seitenlänge von 7,20 Metern längs der Mohrhalden- strasse. Bereits bestehende Obst-

LANDSCHAFTSPARK WIESE Neues Ranger-Trio offiziell ins Amt eingesetzt Ein Wochenende des offenen Parks

Reklameteil

9.-23. Februar 2019

Das neue Rangerteam des Landschaftsparks Wiese mit Martha Koelbing, Yannick Bucher und Raphael Böhm bei der Amtseinsetzung auf dem Riehener Eisweiher. Foto: Rolf Spriessler-Brander

Tickets: charivari.ch | 061 266 1000

Medieninformation offiziell ins Amt eingesetzt. Yannick Bucher, Martha Koelbing und Raphael Böhm, die be- reits ihre neuen Dienstkleider trugen, erhielten je einen Badge mit ihren Na- men und stellten sich und ihre Ausrüs-

tung, mit der sie im Landschaftspark unterwegs sein werden, vor. Gemein- derätin Christine Kaufmann hoffte da- rauf, dass sich der Rangerdienst so be- währen werde, dass man ihn sich in drei Jahren gar nicht mehr wegwün-

schen möge und damit längerfristig fortführen werde, und Monika Linder- Guamaccia von der Internationalen Bauausstellung Basel IBA gab einen kurzen Überblick über die langsam in die Endphase gehenden IBA-Projekte.

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