TÜV Prüfbericht Plafondringe

TÜV Rheinland Industrie Service GmbH

Am Grauen Stein •

D-51105 Köln

Betriebsort

TÜV Rheinland Industrie Service GmbH  D-51101 Köln

Räder Busch GmbH

Werkstoffprüflabor TÜV Rheinland Industrie Service GmbH Am Grauen Stein 51105 Köln

Elbestr. 19

47800 Krefeld

Kunden-Nr

Prüfbericht-Nr.: 11_036_A

Prüfdatum: 14.04.2011

Bescheinigung über die Prüfung von Plafondringen mit kurzer Lasche

Hiermit wird oben benanntem Kunden bescheinigt, daß die Versuche im Prüflabor des TÜV Rheinland auf die Prüfobjekte anzuwenden sind. Der Versuch ergab die die nachfolgend aufgeführten Ergebnisse. Anwendung nach Betriebsanleitung: Der Plafondring dient ausschließlich zur Abhängung von Bühnendecken (Plafonds), hergestellt aus Theaterlatten(Stärke 23mm) und darf nur im Innenbereich verwendet werden. Durch die kleine Bohrung wird der Plafondring zunächst mit einer Holzschraube am Plafond in der entsprechenden Ausrichtung fixiert. Danach wird mit einer starken Schraube durch die große Bohrung einer selbstsichernden Mutter und einer Unterlagscheibe unter der Mutter der Plafondring mit dem zu hebenden Teil verbunden. Montiert wird der Plafondring seitlich am Plafond, dass die kleine Bohrung zum Boden zeigt und der Ring zur Decke. Eine Verwendung in Schräglage ist nicht zulässig. Es ist ausschließlich Belastung auf Zug erlaubt.

Gegen die Verwendung der Ringe ist im Einsatzbereich der BGV C1 (Bühnen und Studios) und BGI 810-3 (Lasten über Personen) unter den Vorgaben der vorliegenden Betriebsanleitung und Einhaltung der angegebenen max. Lasten (Tabelle Seite 4) keine sicherheitstechnischen Bedenken.

Prüfaufbau: Der Aufbau bestand aus:

- Planfondring: Durchmesser innen = 45 mm, Stärke 9 mm, St 37-2 - Haltelasche: Länge = 70 mm, Breite = 20 mm, Stärke = 2 mm , St 37-2 - Bühnenholz: Länge 300 mm, Breite = 70 mm, Stärke = 23 mm - Schlossschraube: M8x35 (DIN 603, Zugfestigkeit 4.6) und Mutter M8 (DIN 439) mit Unterlegscheibe 8 (DIN 522A)

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11_036_A_Prüfbericht Plafondringe-001.doc

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Die Prüfmuster wurden zur Simulation der Zugbelastung in die Zerreißmaschine eingespannt. Das Holz wurde die Hebebänder gleichmäßig im oberen Bereich eingespannt, der Ring wurde in einem Schäkel befestigt. Der Aufbau wurde entsprechend der Bedienungsanleitung durchgeführt. Ergänzend wurden einige Prüfmuster direkt (ohne Bühnenholz) eingespannt.

Die Prüfmuster waren trocken, metallisch blank und ungefettet. Der Aufbau wurde entsprechend der Betriebsanleitung druchgeführt. Die Prüfung wurde an folgender Maschine durchgeführt:

Bauart:

hydraulische Zerreißmaschine Fabrik-Nr.:

8 100

Hersteller:

Heidkamp

Nutzlast: Bereich:

12.000 kg

Typ:

RHS 12

150 mm

Baujahr:

98

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Prüfergebnis:

Versuchsreihe

Holz (kN)

Lasche (kN)

Ring (kN)

1 2 3 4

0,18

1,53 1,48

- -

0,3

0,36

-

1,29

0,3 0,3

1,63

- -

Mittelwert

1,5

Die in der Tabelle ausgewiesenen Kräfte sind die senkrecht eingeleiteten Maximalkräfte, welche bei Versagen der Bauteile ermittelt wurden. Die Messung wurde nach Versagen der Lasche beendet. In der dritten Versuchsreihe versagte der Ring vor der Lasche. Die Bruchstelle entstand an der Schweißnaht des Rings. Die verschiedenen Versagenskriterien sind in folgender Tabelle dokumentiert.

Bilder mit verschiednen Versagenskriterien

Aufbiegen der Lasche

Ausbruch Holz

Aufreißen der Schweißnaht des Rings

Ausbruch Holz

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Damit ergibt sich eine max. Tragfähigkeit im Bereich Bühnen und Studios in Anlehnung an die BGI 810-3

Gewählt wird der Betriebskoeffizent von 8 in Anlehnung an die Tabelle „andere Metallteile“. Es wird davon ausgegangen das die Ringe nicht als Einzelaufhängepunkte genutzt werden. Anwendung der Ringe.

Eigensichere Ausführung mit Betriebskoeffizient 8

Konstruktion mit redundanter Ausführung (das Versagen eines Aufhängepunktes führt Konstruktionsbedingt nicht zum Absturz der Last) mit Betriebskoeffizient 4

max. Last je Ring bei Aufhängung in Holz

40 N

80 N

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Zusätzliche Hinweise zu Verbesserung der Sicherheit:

Allgemeine Angaben:

• Einsatz unter welchen Umgebungsbedingungen (z. B. –20°C bis 60°C) • Kennzeichnung der Ringe / Lasche in Bezug auf die max. Tragfähigkeit

• Ablegereife mit in die Bedienungsanleitung aufnehmen (Verschleiß,- und Prüfkriterien für den Verwender).

Geschäftsfeld Förder- und Maschinentechnik, Aufzüge Köln, 10. Mai 2011

Ermächtigter Sachverständige nach BGV C1

i.V. Dipl.-Ing. Laenger

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