DIE INTERCITY-LOK Baureihe 103
103 113 im klassischen Farbkleid des Trans-Europ-Express. Foto: thofi2/Fotolia.de
A ls 1965 die ersten Vorserienloks dieser Baureihe fertig gestellt wurden, galt noch das alte Nummernschema. Sie hatten deshalb die Baureihenbezeichnung E 03. Mit Beginn der EDV-Nomenklatur im Jahr mutierte die Baureihe zur 103. Im selben Jahr wurden die ersten Serienmaschinen in Dienst gestellt. Die Vorserie wurde von Henschel und Siemens-Schuckert (SSW) gebaut. Später wurden auch andere Hersteller einbezogen. Die Bundesbahn setzte die 103 vor Schnellzügen ein, vor allem ab 1971 im Intercity-Verkehr. Aber auch vor dem prestigehaften TEE und dem berühmten „Rheingold“ fand die 103 ein Betätigungsfeld. Der sehr anspruchsvolle Dienst führte zu einem schnellen Verschleiß der Loks. In den 1980ern übernahm die neue Baureihe 120 viele Aufgaben der 103. Ab 1996 löste die 101 die meisten noch verbliebenen 103er ab. Wegen der Entscheidung der DB für Triebwagen-ICE ist die 103 bis heute die leistungsstärkste deutsche Lok im Planeinsatz aller Zeiten. Vier Exemplare stehen bis heute als Reserve bereit. Die Lieblingslok einer Generation von Eisenbahnfreunden, die heute im besten Alter sind, fuhr als Erste eine Reisegeschwindig- keit von 200 km/h.
TECHNISCHE DATEN Baureihe 103 Länge über Puffer: 19.500 mm Achsfolge: Co’Co’ Treibraddurchmesser: 1.250 mm Dienstgewicht: 114 t Maximale Radsatzlast: 19,3 t Antriebsart: Gummiring- Kardan-Antrieb (Siemens) Motor: 12-poliger Reihen- schlussmotor Leistung: 6 x 1.180 kW Stromsystem: 15kV/16,7Hz Indienststellung: 1971–1974 Stückzahl: 149 Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h
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DIE GESCHICHTE – VON DER E10 300 ZUM ICE V
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