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mit zwei wählbaren Drehpunkten. Durch Umste- cken der Bolzen in der Werkstatt wird die maxima- le Achslast von 20 t auf 18 t verringert und die Lok ist damit auf Strecken mit schwächerem Oberbau einsatzfähig. Feintuning ist über die Schrauben und Kontermuttern an den Federge- hängen möglich, die jede Blattfeder einzeln in be- grenztem Spielraum vorspannen oder entlasten können. Neben den asymmetrischen Zylinderkräften können sich auch aus dem Anlauf der Spurkränze in den Kurven quer zur Fahrtrichtung wirkende Kräfte ergeben. Diese Kräfte begünstigen das
Schlingern (eine waagerechte Drehbewegung der ganzen Lok um ihren Mittelpunkt) und das Wan- ken (eine Kippbewegung der Lok zu den beiden Seiten hin). Quer angeordnete Ausgleichshebel ohne Verbindung zum Lokrahmen verteilen Last- stöße zwischen der linken und rechten Lokseite und verringern so die Neigung der Lok zu Wank- und Schlingerbewegungen. Die Berechnung von Federn und Radlasten er- folgt über die Modellierung der so genannten Un- terstützungspunkte. Das können einzelne Lager, der Drehpunkt eines Längsausgleichshebels oder die Mitte eines Querausgleichshebels sein. Bei
Die preußische T3 weist obenliegende Tragfedern und Ausgleichshebel für die Treibachsen auf. Die Anord- nung ergibt sich aus dem als Wasserkasten dienen- den Rahmen, der zwischen den Rädern keinen Frei- raum lässt. Aufnahme an Lok 28 der Südwestdeut- schen Landesverkehrs- GmbH (SWEG) in Lahr am 4. November 2023.
Das System der Abfederung für die Treib- und Kuppelachsen und die Nachlaufachse der Baureihe 01: Blau = Tragfedern, Grün = Ausgleichhebel, Rot = Fixpunkte am Lokrahmen.
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