RZ_KW08_2017

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24. FEbRuaR 2017

Riehener Zeitung DI E WOCHENZE I TUNG FÜR R I EHEN UND BETT INGEN

96. Jahrgang | Nr. 8 Grossauflage

Redaktion und Inserate: Riehener Zeitung AG Schopfgässchen 8 , Postfach 198 , 4125 Riehen 1 Telefon 061 645 10 00 , Fax 061 645 10 10 www.riehener-zeitung.ch Erscheint jeden Freitag Preis: Fr. 2.– , Abo Fr. 80.– jährlich

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Bratwurst- Festival die Zwiebelsauce dazu ist offeriert Zwar sehe Paragraf 68 des Polizei- gesetzes grundsätzlich die Möglich- keit vor, dass der Regierungsrat poli- zeiliche AufgabendurchVertrag andie Landgemeinden übertragen könnte. Die Gemeinde könnte die gewünsch- ten zusätzlichen polizeilichen Leis- tungen auch beim Kanton «einkau- fen». Gemäss einer groben Schätzung des Kantons würde dies für die Ge- meinde allerdings eine einmalige In- vestition von rund 3,5 Millionen Fran- ken und jährliche Personalkosten von rund 2 Millionen Franken nach sich ziehen. Der Bericht liegt nun bei der Sachkommission Publikumsdienste, Behörden und Finanzen (SPBF). Sicherheitsinitiave kommt ins Parlament rs. Der Gemeinderat hat dem Parla- ment seinen Bericht zur Sicherheits- initiative vorgelegt, verzichtet dabei auf einen Gegenvorschlag und emp- fiehlt, die Initiative dem Volk mit Empfehlung auf Ablehnung zur Ab- stimmung vorzulegen. Die Initiative verlangt, dass sich der Gemeinderat mit allen ihm zur Verfügung stehen- den Mitteln dafür einsetzt, dass die Kantonspolizei im Dorfzentrum Rie- hens eine Polizeiwache betreibt, die rund um die Uhr mit mindestens drei Leuten besetzt ist, über einen eigenen Streifenwagen verfügt und rund um die Uhr von Riehen aus zu Einsätzen in Riehen ausrücken kann. Der Gemeinderat hält fest, dass die Kantonspolizei inRiehen nachwie vor einen Polizeiposten betreibe, der von Montag bis Samstag zu Bürozeiten geöffnet sei. Die Reorganisation mit dem von der Clarawache aus organi- sierten Patrouillendienst mit einem für Riehen reservierten Fahrzeug habe für Riehen keine Verschlechte- rung gebracht. Die Präsenz der Kan- tonspolizei auf Riehener Strassen sei seit der Systemanpassung sogar leicht gestiegen. Der Gemeinderat bezeichnet die Initiative als untaugliches Mittel. Der Polizeiposten Riehen werde vomKan- ton betrieben und dieser allein ent- scheide, ob er in Riehen eine Polizei- wache oder einen Polizeiposten betreibe. Die Gemeinde verfüge über keinerlei Kompetenzen und dass sich der Kanton zu einer Änderung bereit- erkläre, sei unwahrscheinlich ange- sichts der abgeschlossenen Reorgani- sation der Kantonspolizei.

ENERGIE Info-Abend von Sun21 und Gemeinde Riehen zum Thema Gebäudesanierung Gut saniert ist nachhaltig günstiger

Eine Gebäudesanierung berge fast immer ein Energiespar- potenzial von fünfzig Prozent und Neubauten könnten mehr Energie erzeugen als sie benöti- gen, war an einem Info-Abend im Bürgersaal zu erfahren. Heutzutage sei es möglich, Häuser zu bauen, die nicht nur wenig Energie be- nötigen würden, sondern die sogar mehr Energie produzierten, als sie verbrauchen würden. Um so weit zu kommen, müsse man aber zuerst in- vestieren, sagte Gemeinderat Guido Vogel am vergangenen Freitagabend anlässlich eines gut besuchten Infor- mationsabends imBürgersaal des Ge- meindehauses. Erst danach zahle sich der Minderverbrauch an Energie in tieferen Kosten aus. Rund 180 Personen waren gekom- men, um sich über Energiesparpoten- ziale und deren Finanzierung zu in- formieren. Eingeladen hatten die Gemeinde Riehen und die Organisati- on Sun21. Ganz zu Beginn hatte Sun21-Präsident Roger Ruch kurz ins Thema eingeführt und ein Lichtbild eines Bruchhauses gezeigt – so wohne zum Glück niemand mehr in Riehen, fügte er schmunzelnd hinzu. Gebäude als Gesamtsystem IWB-Energieberater Edmond Ei- ger betonte, man müsse ein Gebäude als Gesamtsystem begreifen. Für die Behaglichkeit sei nicht nur die Raum- temperatur entscheidend, sondern vor allem auch das Verhältnis der Raumtemperatur zur Oberflächen- temperatur, die Luftgeschwindigkeit und die Luftfeuchtigkeit. Der Unter- schied zwischen Raumtemperatur und Oberflächentemperatur solle nicht mehr als zwei bis drei Grad Cel- sius betragen – sonst fühle man sich nicht wohl und werde verleitet, die Raumtemperatur höher als nötig ein- zustellen. Hohe Temperaturunter- schiede führten zu Luftbewegungen, Rolf Spriessler-Brander

Sun21-Präsident Roger Ruch begrüsst das Publikum im Bürgersaal des Ge- meindehauses. die als Zugluft unangenehm wahrge- nommen würden. Eine um ein Grad höhere Raumtemperatur führe zu ei- nemEnergiemehrverbrauch von rund sechs Prozent. Die Heizung sollte man bei der Optimierung eines Gebäudes erst am Schluss anschauen. Zuerst gelte es, alle anderen Energiesparpotenziale auszuschöpfen. Bei Türen und Fens- tern lasse sich ein Sparpotenzial von 5 bis 10 Prozent erreichen, mit Isolati- on von Dach und Estrich eines von 10 bis 20 Prozent, mit der Isolation der Kellerdecke 5 bis 10 Prozent, mit der Isolation der Fassade beziehungswei- se der Gebäudehülle 10 bis 20 Prozent. Wichtig sei, dass die Heizung in ihrer Dimension auf das Gebäude abge- stimmt sei, denn eine zu gross konzi- pierte Heizung arbeite wenig effizient und brauche viel mehr Energie als nö- tig. DieWahl des Energieträgers hänge in hohemMass von der jeweiligen Ge- bäudesituation ab – von der Gebäude- grösse etwa oder von der Art des Da- ches. Fast immer liessen sich durch eine energetische Sanierung mindes- tens fünfzig Prozent des Energieauf- wandes einsparen – und entsprechend

Die Aufnahme einer Wärmebildkamera zeigt die unterschiedliche Wärmeabstrahlung von verschiedenen Gebäuden – und damit den Wärme- verlust, den eine gute Isolation verhindern kann. Fotos: Rolf Spriessler-Brander

tiefer seien danach natürlich die Ener- giekosten beim Betrieb des Hauses. Edmond Eiger machte auf die Möglichkeiten aufmerksam, auf dem eigenen Gebäude Fotovoltaikanlagen zu installieren, und empfahl, die pro- duzierte Energie für den zeitversetz- ten Verbrauch in Batterien zu spei- chern. Mit der Erstellung eines Ge- bäudeenergieausweises der Kantone (GEAK) bestehe dieMöglichkeit, jedes Gebäude energetisch zu analysieren und so die Grundlagen für mögliche Sanierungsprojekte zu erhalten. Die IWB bieten Gebäudeeigentümern umfangreiche Informationen und Beratungsdienste an (www.iwb.ch, «Energielösungen»). Energiegesetz ab Oktober Die Energie-Ingenieurin Anna- Kathrin Düring vom Amt für Umwelt und Energie Basel-Stadt (AUE) sprach über das frisch revidierte Basel-Städ- ter Energiegesetz, das per 1. Oktober 2017 in Kraft treten werde und dessen Verordnungen noch in Bearbeitung seien. Klar sei, dass mit dem neuen Gesetz die energetischen Anforde- rungen an Neubauten inklusive Auf-

und Anbauten an bestehende Gebäu- de bedeutend steigen würden und dass künftig ein Teil der elektrischen Energie selber produziert werden müsse. Künftig sei per Gesetz «wenn technisch möglich und finanziell ver- tretbar» auf erneuerbare Energie zu setzen und Elektroheizungen seien künftig nicht mehr zugelassen, da der Energieverlust zu gross sei. Wie künftig die Förderung ener- gieeffizienter Massnahmen ausge- staltet sein werde, sei noch nicht klar, aber es stehe jetzt wie in Zukunft in Basel-Stadt ein grosser Fördertopf zur Verfügung, so Düring. Roger Ruch fügte an, bisher sei es möglich, bei einer Top-Sanierung bis zu dreissig Prozent der Gesamtinvestition über Fördergelder zurückzuerhalten. Katja Cueni von der Basler Kanto- nalbank sprach über Möglichkeiten der Finanzierung und der Steuerer- sparnis und der Riehener Architekt Clemens Merkle von BrüderlinMerkle Architekten stellte einige Projekte aus der Praxis vor, vom energieoptimier- ten Einfamilienhaus über die sanier- te Genossenschaftssiedlung bis zum Neubauprojekt im Kleinbasel.

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