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FREITAG, 25.10.2019 98.Jahrgang | Nr.43

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NATIONALRATSWAHLEN Die Grünliberale Katja Christ schafft überraschend die Wahl und übernimmt den Sitz des abgewählten SVP-Politikers Sebastian Frehner Riehener Rochade im Nationalrat

Dank geschickter Listenver- bindungen holt die Grünlibe- rale Katja Christ zulasten der SVP den fünften Basler Sitz in der grossen Kammer. Die Enttäuschung über das mässige Ab- schneiden bei der Regierungsratser- satzwahl hielt nicht lange an. Um halb acht Uhr am letzten Sonntagabend durfte sich Katja Christ über den Einzug in den Nationalrat freuen. Und dies, ob- wohl die Grünliberale mit 3816 Stim- men nur gut halb so viele wie Sebastian Frehner von der SVP erhielt (7344). Die Listenverbindungen gaben einmal mehr den Ausschlag: Diesmal profitiert die GLP, Leidtragende ist die SVP. «Dass die Grünliberalen mit einer intakten Chance in denWahlkampf zie- hen, war ja seit Bekanntgabe der Listen- verbindungen bekannt», erklärt Katja Christ. Als sich dann abgezeichnet ha- be, dass Grüne und Grünliberale natio- nal massiv zulegen würden, sei diese Chance natürlich gewachsen. In wel- chemAusmass sich dieWählerstimmen schliesslich verschieben würden, habe niemand im Detail gewusst. Nur des- halbkönnemanvoneiner kleinenÜber- raschung sprechen. Doch Christ will ihren Wahlerfolg nicht nur auf die ge- schickten Listenverbindungen zurück- führen. Die GLP habe einen authenti- schen,geradlinigenundsympathischen Wahlkampf mit glaubhaften Persön- lichkeiten geführt. Zudem überzeuge das Parteiprogrammeine immer breite- re Bevölkerung. Chancenreiche Kandidatur Dezidiert weist die Riehener Politi- kerin die These zurück, ihre Regie- rungsratskandidatur sei letztendlich nur ein «Vehikel» gewesen, um ihren Bekanntheitsgrad zu steigern und die Chancenauf eineWahl indenNational- rat zu erhöhen. «Die Nationalratslisten waren bereits gefüllt und die Fotos ge- macht, als der Rücktritt von Eva Herzog bekannt gegebenwurde. Eine Kandida- tur für die Exekutive schien uns chan- cenreich, da ich das notwendige beruf- liche und politische Profil vorweisen konnte und somit eine ernsthafte Geg- nerin von Tanja Soland hätte sein kön- nen», sagt KatjaChrist. Da sie als Partei- präsidentin die Nationalratswahlen für genauso wichtig eingestuft habe, seien dort ihre Stimmen nötig gewesen, um die Chancen intakt zu halten. Sie habe jedoch ihren ersten Listenplatz abgege- ben und sich auf den dritten Platz set- zen lassen. Was man von ihr in Bern erwarten könne? «Wenn ich etwas mache, dann mache ich es richtig», lautet Christs Antwort. Sie habe immer alles gegeben und das dürfe man von ihr weiterhin erwarten. Sie habe einen Auftrag zu er- füllen und die Wählenden sollten nicht enttäuscht werden. Ihr Fokus sei bisher auf ökologischen und wirtschaftlichen Themen sowie auf der Gleichstellung, der Vereinbarkeit von Familie und Be- ruf sowiederBildunggelegen. Obsiedie gleichen Schwerpunkte in Bern setzen könne oder sichneue Themenfelder öff- neten, werde sich zeigen, betont die Grünliberale. Ganz sicher wolle sie Ba- sel-Stadt und die Region Nordwest- schweiz in Bern vertreten: «Ich bin überzeugt, dass es für den Wirtschafts- standort Basel-Stadt einen starken Auf- tritt, DurchsetzungsvermögenundVer- handlungsgeschick braucht. Wir sind ein Pharma-, Forschungs- und Univer- Loris Vernarelli

sitätsstandort, eine Verkehrsdrehschei- be und eine Kulturstadt. Wir brauchen starke Stimmen in Bern!» Das Zeitmanagement wird für die Neugewählte künftig ein wichtiger Zeitfaktor sein. Sie ist nicht nur Partei- präsidentin der GLP Basel-Stadt, Vor- standsmitgliedderGLPSchweiz,Gross- und Einwohnerrätin, sondern auch Partnerin in einer Anwaltskanzlei und Mutter von zwei Kindern. Da stellt sich dieFrage, obAbstrichenötig sind. Inder kurzen Zeit seit den Wahlen hat Katja Christ diesbezüglich noch keine defini- tiven Entscheide gefällt. Doch eines ist klar: «Neben dem Nationalratsmandat will ich weiter in der Anwaltskanzlei tä- tig sein.» Auch werde sie versuchen, in irgendeiner Form das Präsidium der Kantonalpartei vorerst weiterzufüh- ren. Ob und ab wann sie die beiden an- deren Mandate abgeben wolle, werde man sehen. Desaströse Wahltaktik Wie so oft nach Wahlen ist des einen Freuddes anderenLeid.Dasneunte Jahr als Nationalrat wird für Sebastian Freh- ner gleichzeitig das letzte sein. Der SVP- Politiker wirkt gefasst, als er die Gründe für seine Abwahl analysiert. Dass der Trend in der Gesamtschweiz in Rich- tung grün und links gegangen sei, habe seiner Partei bestimmt nicht geholfen. Zudemseien viele SVP-Sympathisanten nicht an die Urne gegangen. Und schliesslich komme nochdie desaströse Wahltaktik der anderen bürgerlichen Parteien hinzu: «Hätte es eine Listen- verbindungmit der SVPgegeben, hätten wir den Sitz im bürgerlichen Lager hal- ten können. Deshalb geht mit Katja Christ jemand aus dem Mitte-Links- Lager nach Bern, die nur halb so viele Stimmen geholt hat wie ich.» Weil auch Christoph Eymann eher dem links-libe- ralen Spektrum zuzurechnen sei, sei das bürgerliche Basel in Bern nun nicht mehr vertreten, betont Frehner. DerUnternehmer ist überzeugt, dass die Querelen der letzten Monate inner- halb der SVP Basel-Stadt nicht match- entscheidend gewesen seien, geschadet hätten sie aber wohl schon ein wenig. Seit Edi Rutschmann die Partei über- nommen habe, sei jedoch Ruhe einge- kehrt. «Er ist ein sehr guter Präsident, dermeinevolleUnterstützunghat», sagt SebastianFrehner, derwieRutschmann in Riehen zu Hause ist. Auch wegen des neuen, ruhigeren Kurses habe er mit höchstens einem bis zwei Prozent Ver- lust für seine Partei gerechnet, aber si- cher nicht mit fünf Prozent. Sein per- sönliches Abschneiden stuft er mit «nicht schlecht» ein. Er habe sehr viele Stimmen von anderen Listen erhalten.

Die gewählten Mitglieder des Nationalrats (v.l.): Christoph Eymann (LDP), Katja Christ (GLP), Sibel Arslan (GB), Eva Herzog (SP) und Beat Jans (SP). Foto: Pino Covino

Der ehemalige Präsident der SVP Basel-Stadt habe in den letzten neun Jahren«sehr gerneundmit viel Einsatz» seine Partei und den Kanton Basel- Stadt in Bern vertreten. Es sei eine Er- fahrung, die er jedem Politiker gönne, denn das Nationalratsmandat sei so etwaswiedieKrönungeiner ganzenPo- litkarriere. Ein ganz normaler Bürger Die Frage, ob er sich weiterhin poli- tisch engagieren werde, beispielsweise in Riehen, verneint Sebastian Frehner entschieden. Er sei genug lange in der Öffentlichkeit gewesen und strebe kein öffentliches Amt mehr an. Nach einem derart langenpolitischen Leben freue er sich sehr darauf, wieder ein ganz nor- maler Bürger zu sein, was auch seine Vorteile habe. Selbstverständlich werde er als einfaches Parteimitglied weiter- hin in der SVP aktiv sein und helfen, wenn es ihn brauche. Denn: «Ich habe meiner Partei sehr viel zu verdanken.»

So haben die Landgemeinden gewählt Nationalratswahlen Riehen: SP 23,8%, LDP 18,3%, SVP 18%, Grüne 6,3%, FDP 6,2%, CVP 6%, GLP 5,5%, EVP 4,9%, BDP 0,3%. Übrige: 10,7%. Wahlbeteiligung: 54,4% Bettingen: SVP 17,4%, SP 15,4%, CVP 10,2%, FDP 9,9%, Grüne 5,7%, GLP 5,1%, BDP 0,2%. Übrige 36,1%. Wahlbeteiligung: 60,7% Ständeratswahl Riehen: Eva Herzog 3768 Stimmen, Patricia von Falkenstein 2307, Gianna Hablützel-Bürki 850, Eric Weber 165, Marc Meyer 80, Vereinzelte 68, Leere 50. Wahlbeteiligung: 55,9% Bettingen: Patricia von Falkenstein 197 Stimmen, Eva Herzog 183, Gianna Hablützel-Bürki 55, Eric Weber 6, Marc Meyer 3, Vereinzelte 1, Leere 1. Wahl- beteiligung: 61,8% Regierungsratsersatzwahl Riehen: Nadine Gautschi 2772 Stimmen, Tanja Soland 2410, Katja Christ 1351, Eric Weber 375, Vereinzelte 139, Leere 122. Wahlbeteiligung: 55% Bettingen: Nadine Gautschi 231 Stimmen, Tanja Soland 106, Katja Christ 77, Eric Weber 19, Vereinzelte 8, Leere 3. Wahlbeteiligung: 61,5%

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