MAPA_KW47_2020

Freitag, 20. November 2020 – Nr. 47 15

Muttenz

Parteien SP Muttenz für Wind- kraftanlagen Aufgrund der momentanen Corona- situation hat der Vorstand der SP Muttenz entschieden, die Sektions- versammlung am 10. November on- line durchzuführen. Alle anwesen- den Mitglieder haben sich für die Windkraftanlage ausgesprochen. Der Entscheid fiel einstimmig. Die SP Muttenz sagt Ja zu den Windkraftwerken und befürwortet die Bestrebungen, alternative Ener- gieformen zu fördern. Wichtig ist uns aber auch eine Umweltverträg- lichkeitsprüfung. Als SP werden wir bei der Realisierung auch ein Augen- merk auf weitere Anliegen wie Si- cherheit der Grundwasserversor- gung, Schutz von Fauna und Flora und Aufhebung des Robispielplatzes legen. SP Muttenz, André Ackermann und Ursula Vetter-Dettwiler Leserbriefe Rütihard aus dem Konzessionsgebiet! In den Zeiten der Pandemie erleben wir denWert einer funktionierenden Gemeinschaft, sind auf Entscheide unserer Verantwortlichen angewie- sen, aber auch auf ihre offene Kom- munikation über die uns unmittelbar betreffenden Angelegenheiten. Der GemeinderatMuttenz hat sich für die aktuelle Legislatur Leitwerte und Handlungsprinzipien gegeben, an die es zu erinnern gilt. Für den Bereich der Ökologie: «Siedlungs- und Landschaftsraum sollen für alle lebenswert gestaltet werden. Der Ge- meinderat achtet darauf, dass die heutige räumliche Entwicklung auch zukünftigen Generationen noch at- traktive Gestaltungs-, Spiel- und Le- bensräume überlässt. Der Wert des Naherholungsraums ist erkannt und bleibt erhalten.» Im Bereich Umwelt und Sicherheit steht an erster Stelle: «Siedlungs- und Landschaftsräume werden weiterhin gesichert und im Sinne einer hohen Lebensqualität auf- gewertet.» Nach der Sistierung des Salzabbauprojekts auf der Rütihard für 20 Jahre ist daran zu erinnern, dass von einer – auch späteren – Rea- lisierung nicht nur die Bürger, sondern alle Einwohner vonMuttenz betrof- fenwären. Auf die geologischen und hydrologischen Gefahren ist hinge- wiesen, diejenigen für unseren Nah- erholungsraum sind evident. Daher ein Appell an unsere Gemeinderäte: Verschaffen Sie in der Anhörung zur Frage des Konzessionsgebiets den eigenen Leitprinzipien Geltung! Die Rütihard raus aus dem Konzessions- gebiet! Silja Hillegaart, Muttenz

Anno dazumal: Gestern und heute Kantine Freidorf

Patengemeinde Corona-Infektionen in Meschendorf Leider wurden fünf Personen im Dorf mit Covid-19 angesteckt. Zwei davon sind ältere Frauen und diese sind bekanntlich besonders gefähr- det. DieMenschen in Rumänien, und speziell die arme Bevölkerung auf demLande, haben kaum eine Chance auf gute medizinische Versorgung, wie man sie hier in der Schweiz kennt. Es bleibt nur zu hoffen, dass es nicht zu weiteren Ansteckungen kommt, was natürlich in einem solch kleinen Dorf sehr schnell möglich ist. Ganz generell ist die Situation für unsere Meschendorfer Freunde in diesem Corona-Jahr sehr schwer, weiss Philipp Herzog von der Aktion pro Meschendorf. Die strengen Schutzmassnahmen der Regierung verunmöglicht es vielen, ein Einkom- men zu erzielen und Hilfestellungen wie Kurzarbeit oder sonstige finan- zielle Unterstützungen, so wie es sie bei uns gibt, sind kaum vorhanden. «Da wir von Muttenz aus in die- sem Jahr nicht nach Meschendorf reisen konnten, umHilfe vor Ort zu leisten, haben wir uns entschlossen, 35 Pakete mit Kleidern, Schuhen und Lebensmitteln für die Ärmsten im Dorf, mit der Post zu schicken», so Herzog weiter. Auch werden alle Kinder im Dorf zu Weihnachten ein Päckchen bekommen, sodass sie doch etwas Freude undWärme empfangen. Zusätzlich konnte mit der Eröffnung eines Euro-Kontos im 20 Kilometer entfernten Rupea sichergestellt wer- den, dass der Fonds für den Schulbus, der Krankenfonds und der Fonds für die Jugendlichen, welche nach der obligatorischen Schulzeit weiter zur Schule gehen, über genügendMittel verfügen. Die Meschendorfer sind zurzeit sehr auf Hilfe angewiesen und jetzt kommt auch schon bald der kalte Winter! Die Aktion proMeschendorf macht weiter und wer dabei helfen will, findet die Postschecknummer auf der Homepage www.meschen- dorf.ch. Am diesjährigen Herbst- markt wird die Aktion proMeschen- dorf nicht vertreten sein. PhilippHer- zog bedankt sich für Spenden und wünscht allesGute. «Bliibe Si gsund!» Philipp Herzog, Aktion proMeschendorf

Vorgestern: Kantine von der St. Jakobstrasse aus, 25. Dezember 1919, Siedlungsgenossenschaft Freidorf.  Staatsarchiv Baselland, 8.3.2.3.036

Gestern: Das Gebäude von SE aus aufgenommen, um 1950. Im Hintergrund die 1949 erstellten Einfamilienhäuser «auf der Schanz».

Foto Hansruedi Meier, Frenkendorf

Heute: Gleicher Standort 2020, links Coop-Center Freidorf.

Foto Hanspeter Meier

Beim Bau des Freidorfes wurde für die Arbeiter auf der Süd-Seite der St. Jakobs-Strasse eine Kantine eingerichtet. Schon ab 1920 diente sie in einemTeil als Ladenlokal und als Schule, im anderen Teil der Kantine. Dies war besonders wichtig, da schon am 15. Oktober 1920 die erste Siedlerfamilie ins Musterhaus 81 einziehen konnte. Weil das Quartier um das Käppeli damals weit abgelegen vom Dorfkern war, nannte man es im Volksmund Mandschurei. 1976 wurde auf dem Platz der ehemaligen Kantine das Coop-Center Freidorf gebaut. Gleichzeitig wurde die Coop-Filiale St. Jakobsstrasse 130 gegenüber der Tramhaltestelle Käppeli geschlossen. Helen Liebendörfer und Hanspeter Meier in Zusammenarbeit mit den Museen Muttenz

Anzeige

Ein Dorf. Eine Karte. Viele Möglichkeiten

Weitere Einzelheiten unter www.heimatkunde-muttenz.ch

Made with FlippingBook - professional solution for displaying marketing and sales documents online