MAPA_KW47_2020

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Muttenz

Freitag, 20. November 2020 – Nr. 47

Gemeindeversammlung

Anhang zu Traktandum 4

Quartierplanreglement «Chriegacher 1»

A Allgemeines Erlass

B Art und Mass der Nutzung §3 Art der Nutzung

§8 Geschossdefinitionen 1 Als Sockelgeschoss gilt das Ge- schoss unterhalb des Niveaus der Terrasse. 2 Zu den Vollgeschossen zählen alle Geschosse in den Hauptbauten mit Zugang abNiveau der Terrasse und die darüber liegenden Geschosse. §9 Energieeffizienz 1 Der kommunale Energiesachplan ist bei der Planung und Projektie- rung als Planungsgrundlage zu be- rücksichtigen. Der Wärmebedarf ist durch den Anschluss an den Wärmeverbund Polyfeld zu de- cken. 2 Die Bauten müssen die energeti- schenAnforderungen an dieGebäu- dehülle erfüllen, wie sie im MIN- ERGIE-P-Standard für Neubauten undMINERGIE für Erneuerungen (Sanierungen) gefordert sind. Es sind mindestens die gesetzlichen Anforderungen einzuhalten und Parkierung 1 Der Hauptzugang erfolgt über den im Quartierplan (Situation und Schnitte 1:1000) definierten Vorplatz an der Kriegackerstrasse. 2 Die Gebäudehauptzugänge der Hauptbauten erfolgen über die Terrasse. Die Terrasse wird in der Haupterschliessung durch den Vorplatz sowie in Ergänzung dazu durch weitere Zugangsrampen und Aussentreppen erschlossen. 3 Die Durchwegung und die Zu- gänglichkeit zur Terrasse sind hin- dernisfrei zu gewährleisten. 4 Die Hauptzufahrt für die Anliefe- rung sowie für Ausnahmefahrten (Feuerwehr, Sanität etc.) erfolgt über die Kriegackerstrasse. In be- gründeten Fällen oder bei einer baulichen Etappierung können An- lieferungen auch entlang der Ler- chenstrasse erfolgen. Die Anliefer- zufahrten müssen sich gestalterisch in den Aussenraum integrieren. 5 Im Grünzug ist nach §13 Abs. 5 QPR eine öffentliche Fuss- und Veloverkehrsverbindung einzu- richten. §10 Erschliessung 6 Der Bedarf an Autoabstellplätzen und Zweiradabstellflächen richtet sich nach dem Verkehrsgutachten Quartierplan Kriegacker West, Fi- nalversion 1.2 vom 22. November 2017 der Firma Rapp Trans AG. 7 Für die Nutzung des Quartier- plan-Areals sind maximal 130 Autoabstellplätze zulässig, davon sind mindestens 10 Autoabstell- plätze mit Ladeinfrastrukturen für Elektrofahrzeuge vorzusehen. Die

gen und Fahnenmasten sowie eine Überhöhung von Fassadenreini- gungsanlagen undDachausstiegen. 5 Als Nebenbauten (eingeschossig) gelten Entsorgungseinrichtun- gen, im Zusammenhang mit der Schulnutzung stehende Einrich- tungen (Treibhäuser und dgl.), gedeckte Zweiradabstellanlagen, abgestützte Überdachungen sowie kleine Verpflegungseinrichtun- gen. Umfang und Zulässigkeit von Nebenbauten richten sich nach den Bestimmungen gemäss §4 und §13 QPR. Nicht als Nebenbauten zäh- len von den Hauptbauten frei aus- kragende Vordächer sowie über- dachte Zugänge zur Terrasse und aussenliegende Fluchttreppen. 6 Für befristete Schulprojekte sind temporäre Bauten im Aussenraum (Freifläche, Vorplatz, Grünraum, exkl. Grünzug) sowie auf der Ter- rasse zulässig. Für die Erstellung von temporären Bauten dürfen Ge- hölze weder entfernt noch beein- trächtigt werden. Die BGF der tem- porären Bauten darf max. 50 m² je Baute betragen. Temporäre Bauten sind jeweils auf 12 Monate Stand- zeit (inkl. Auf- und Abbau) befris- tet. §7 Bruttogeschossfläche 1 Das Mass der baulichen Nutzung definiert sich mit der Bruttoge- schossfläche (BGF). 2 Die Berechnung der BGF ist wie folgt definiert: a) BGF vonHauptbauten der Bau- bereiche A–D Anzurechnen sind alle Flächen der Vollgeschosse gemäss § 8 Abs. 2 (inkl. Umfassungsmau- ern). b) BGF für Sockelgeschoss Anzurechnen ist die Sockelge- schossfläche gemäss §8 Abs. 1 (inkl. Umfassungsmauern), da- runter liegende Geschossflächen (Untergeschosse) werden nicht zur BGF angerechnet. Ange- rechnet werden zudem Räume, welche sich in der Höhe über das Sockelgeschoss und das Untergeschoss erstrecken (zwei- geschosshohe Räume im Unter- geschoss). c) BGF von eingeschossigen Auf- bauten auf der Terrasse Anzurechnen sind alle Ge- schossflächen auf gleichem oder über dem Niveau der fertigen Sockelgeschossdecke (inkl. Um- fassungsmauern). d) BGF von Nebenbauten Anzurechnen sind die umwan- deten oder gedeckten Flächen.

Die Einwohnergemeinde Muttenz erlässt gestützt auf §§2–7 und §§37 ff. des Raumplanungs- und Baugesetzes (RBG) vom 8. Januar 1998 die Quartierplanvorschriften «Chriegacher 1». Diese Quartier- planvorschriften bestehen aus dem Quartierplanreglement (QPR) und dem Quartierplan (Situation und Schnitte 1:1000). Massgebende übergeordnete Gesetzgebungen sind zu beachten und werden in diesem Quartier- planreglement nicht speziell er- wähnt. der Quartierplanung 1 Der Quartierplan «Chrieg­ acher 1» bezweckt die Herstellung der planungsrechtlichen Voraus- setzungen zur Realisierung einer Überbauung für Schulnutzungen und Sportanlagen unter Berück- sichtigung der Zielsetzungen ge- mäss §1 Abs. 2 QPR. §1 Zweck und Ziele 2 Mit dieser Quartierplanung wer- den imWesentlichen folgende Ziele verfolgt: a) Sicherstellung einer schulischen Nutzung des Areals inkl. Sport- anlagen; b) Sicherstellung einer Bebauungs- und Aussenraumkonzeption auf der Grundlage des Mas- terplans Polyfeld Muttenz und eines städtebaulichen Gesamt- konzeptes; c) Sicherstellung eines Grünzuges mit öffentlicher Langsamver- kehrsverbindung zwischen der Gründenstrasse und der Krieg­ ackerstrasse; d) SicherstellungNutzung fürHeiz- zentrale Wärmeverbund Poly- feld; e) Sicherstellung einer gutenAreal- erschliessung, Anlieferung und Abstellplätze für Zweiräder; f) Sicherstellung attraktiver Aus- senräume mit hoher Aufent- haltsqualität und nachhaltigen, architektonisch hochstehenden Neubauten auf der Basis von Projektwettbewerben; g) Förderung der Biodiversität und der ökologischen Vernetzung im Siedlungsraum mit naturnaher Umgebungsgestaltung. der Quartierplanung 1 Die Quartierplanvorschriften gel- ten für das Areal innerhalb des Quartierplan-Perimeters. §2 Geltungsbereich

1 Für das Quartierplan-Areal gilt die Nutzung für öffentliche Werke und Anlagen nach §24 RBG mit folgender Zweckbestimmung: a) Schulnutzung und zur Schulnut- zung gehörende Sporteinrich- tungen (Anlagen und Plätze), b) mit der Schulnutzung verträg- liche Nebennutzungen und bil- dungsbezogene Institutionen, c) Heizzentrale des Wärmever- bunds Polyfeld. §4 Mass der Nutzung 1 Das Mass der baulichen Nutzung ist wie folgt begrenzt: a) BGF für Baubereiche A–D (Hauptbauten) 45’000 m² b) BGF für Baubereich Sockelgeschoss 14’500 m² c) BGF für eingeschossige Aufbauten auf der Terrasse 1’000 m² d) BGF für Nebenbauten im Aussenraum 2’000 m² e) BGF für temporäre Bauten 500 m² §5 Lärmschutz 1 Für das Quartierplan-Areal gilt die Lärm-Empfindlichkeitsstufe (ES) II. C Allgemeine Bestimmungen §6 Haupt-, Neben- und temporäre Bauten 1 Die Baubereiche im Quartierplan begrenzen Lage, Grundfläche und Höhe der Hauptbauten sowie des Sockelgeschosses. 2 Die Definition der Baubereichs- höhe erfolgt mittels Meereskoten (m ü.M.). 3 Bei Hauptbauten gilt als Mess- punkt für die Gebäudehöhe die Oberkante des fertigen Dachran- des. Beim Sockelgeschoss gilt als Messpunkt die fertigeBodenfläche. 4 Bei gebäudetechnischen Einrich- tungen auf der Dachfläche von Hauptbauten ist die Fassade allseitig bis auf die maximale Höhe solcher Einrichtungen fortzuführen. In diesem Falle gilt der Abschluss der Fassadenmehrhöhe als Messpunkt der Gebäudehöhe. Bei Einrichtun- gen auf Attikageschossen gilt dies nur für die Fassaden des Attika- geschosses. Davon ausgenommen sind der Kamin der Heizzentrale, Mobilfunkantennen, Sirenenanla-

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