MAPA_KW47_2020

Freitag, 20. November 2020 – Nr. 47 31

Muttenz

Gemeindeversammlung

§12 Gestaltung

nicht im Quartierplan-Perimeter erstellten Autoabstellplätze sind in unmittelbarer Nähe zum Quartier- plan-Areal zur Verfügung zu stel- len und zum Zeitpunkt der Bauge- suchseingabe mittels Dienstbarkeit grundbuchlich zu sichern. 8 Es sind mindestens Abstellflächen für 1715 Zweiräder nachzuweisen. Die Erstellung der Zweiradabstell- flächen erfolgt in Etappen. Mit der Realisierung des Berufsbildungs- zentrums BL sind in einer ersten Etappe mindestens Abstellflächen für 858 Zweiräder bereitzustellen. Bei einem Leerstand von unter 10% der bereits realisierten Zweirad­ abstellflächen ist jeweilsdienächste Ausbauetappe zu erstellen. 9 Der Bedarf an Zweiradabstell- flächen nach §10 Abs. 8 QPR ist auf dem Quartierplan-Areal an­ zuordnen. Dabei darf maximal 1 / 3 des Bedarfs in den Bereichen Grünraum und Grünzug angeord- net werden. 10 Die Lage und Dimensionierung, die Gestaltung der Erschliessungs- flächen, Zufahrten und Plätze sowie die Anordnung von Zweiradabstell­ anlagen sind im Rahmen des ersten Baugesuchverfahrens über das ganze Areal nachzuweisen. D Gestaltung der Bauten, der Terrasse und des Aussenraums §11 Gestaltung der Hauptbauten 1 Für die architektonische Gestal- tung der Bauten in den Bauberei- chen A, B, C und D sind Projekt- wettbewerbe unter Einbezug des Aussenraums durchzuführen. 2 Die Anordnung der Hauptbauten zueinander erfolgt in einem ortho- gonalen Grundmuster. 3 Hauptbauten sind als Flach- dachbauten auszubilden. Attika- geschosse sind nur in den Bau- bereichen B und C zulässig. Das Attikageschoss muss allseitig einen minimalen Rücksprung von 45° ausgehend vom Dachrand des darunterliegenden Geschosses auf- weisen. Bei Auf- und Nebenbauten ist die Dachform frei. 4 Flachdächer der Hauptbauten sind zu begrünen (extensiv und mit einheimischer Saatmischung). Ausgenommen sind Flächen, die als Terrassen genutzt werden und/oder von Gebäudeinfrastruktur- und von Energieversorgungsanlagen beansprucht werden. 5 Das Anbringen von Reklamen und Beschriftungen richtet sich nach ei- nem Gesamtkonzept, welches der Zustimmung des Gemeinderates bedarf.

jektierung bei der Gestaltung des Aussenraums mit den Zweirad­ anlagen sowie der Terrasse zu. §15 Etappierung 1 Die Realisierung kann als Einheit oder in Etappen erfolgen. Sofern die Quartierplan-Überbauung in Etappen realisiert wird, sind die dazugehörenden Anlagen und Ein- richtungen wie Zufahrten, Wege, Abstellplätze, Einrichtungen für Sport- und Aufenthaltsnutzungen, Ver- und Entsorgungsanlagen usw. so auszulegen, dass der Bedarf der jeweiligen Etappe gedeckt ist und die spätere Realisierung der weite- ren Schulbauten, Sporteinrichtun- gen oder Erweiterungen gewähr- leistet bleibt. und Abweichungen 1 In Abwägung öffentlicher und privater Interessen sowie in Wür- digung der besonderen Umstände des Einzelfalls kann die Baube- willigungsbehörde auf Antrag des Gemeinderates Ausnahmen von diesen Quartierplanvorschriften gewähren. 2 Für die Gewährung von Aus- nahmen ist Voraussetzung, dass kein Widerspruch zum Zweck und den Zielsetzungen der Quar- tierplanung gemäss §1 QPR vor- liegt. Die durch den Quartierplan (Situation und Schnitte 1:1000) definierte Gesamtkonzeption be- treffend Bebauung, Aussenraum und Erschliessung darf durch die Ausnahmen nicht beeinträchtigt werden. Wesentliche Änderungen vom städtebaulichen Konzept, vom architektonischen Erscheinungs- bild, von der Umgebungsgestaltung oder der Erschliessung dürfen nur aufgrund einerMutation derQuar- tierplanvorschriften erfolgen. 3 Abweichungen von den Quartier- planvorschriften durch bauliche oder gestalterische Einzelmassnah- men, die entweder für: a) das architektonische Erschei- nungsbild, oder b) das städtebauliche Konzept, oder §16 Ausnahmen von präjudizieller Bedeutung sind, dürfen nur aufgrund eines Ge- samtkonzeptes bewilligt werden. Dieses Gesamtkonzept bedarf, mit Absprache der zuständigen kanto- nalen Instanzen, der Genehmigung des Gemeinderates und ist für alle weiteren gleichartigen Abweichun- gen richtungsweisend. Es ist integ- rierender Bestandteil des entspre- chenden Baugesuchs und ist mit diesem öffentlich aufzulegen. c) die Erschliessung, oder d) die Anlieferung, oder e) für Abstellplätze, oder f) die Umgebungsgestaltung

Tramhaltestelle «Zum Park». Der Grünzug ist als attraktiv gestaltete Grünanlage und mit einer durchge- hend öffentlichen Fuss- und Zwei- radwegverbindung zu gestalten. Der Grünzug ist in der gesamten Ausdehnung auf einer Breite von mindestens 20.0 m zu realisieren (Versätze sind zulässig). Im Grün- zug können ungedeckte Zweirad­ abstellanlagen erstellt werden. Die Erstellung von gedeckten Zweirad­ abstellanlagen sowie von anderen Nebenbauten und Autoabstellplät- zen ist nicht zulässig. 6 Für die Bepflanzung gilt Folgen- des: a) Für die Bepflanzung sind stand- ortgerechte Arten zu verwenden. Eine Bepflanzung mit Arten, die zu den invasiven Neophyten ge- zählt werden, ist nicht zulässig. b) Die Bepflanzung ist fachgerecht zu pflegen. Allfällige Ersatz- pflanzungen sind rechtzeitig vorzunehmen. c) In den Bereichen Grünraum und Grünzug sind nach land- schaftsarchitektonischen und ökologischenÜberlegungen ent- sprechende Gestaltung und Be- pflanzung vorzunehmen, dabei ist der Erhalt der bestehenden Bäume anzustreben. d) Die bestehenden Grünflächen und Baumpflanzungen entlang der Gründenstrasse sind zu er- halten. 7 Aufschüttungen, Abgrabungen, Fluchttreppen oder Rampen am Sockelgeschoss sind zulässig. Im Grünzug ist jedoch dessen Min- destbreite gemäss §13 Abs. 5 QPR zu gewährleisten. 9 Die in den jeweiligen Bereichen zulässigen Nebenbauten müssen an zweckmässigen Standorten an- geordnet werden und müssen sich im Aussenraum integrieren. 10 Aussenraumbeleuchtungen sind so zu konzipieren, dass sie die Umgebung nicht übermässig be- einträchtigen. Die Beleuchtungs­ anlagen sind auf das Notwendige zu beschränken. E Schluss­ bestimmungen §14 Gemeinderätliche Mitsprache 1 Der Gemeinderat ist bei sämtli- chen Projektwettbewerben gemäss §11 Abs. 1 QPR im Beurteilungs- gremium vertreten. 2 Dem Gemeinderat steht ein Mit- spracherecht im Rahmen der Pro- jektierung bei der Gestaltung und Farbgebung sowie Materialisie- rung der Bauten zu, soweit diese nach aussen in Erscheinung treten. 3 Dem Gemeinderat steht ein Mit- spracherecht im Rahmen der Pro-

des Sockelgeschosses und der Terrasse

1 Die Fassade des Sockelgeschosses ist attraktiv zu gestalten unter Be- rücksichtigung der daran anschlies- senden Aussenraumbereiche. 2 Die Terrasse bildet den Raum zwischen den Hauptbauten und den Zugangsbereich für die dar- auf ausgerichteten Hauptbauten. Entsprechend den Funktionen der Terrasse ist diese mit hoher Aufent- haltsqualität auszubilden. 3 Auf der Terrasse sind Öffnungen (Lichthöfe) und Bauteile zur Be- lichtung von Nutzungen im Sockel­ geschoss zulässig. 4 Auf der Terrasse sind im Flächen- umfang nach §4 Abs. 1 QPR ein­ geschossige bzw. maximal 7.0 m hohe Aufbauten zulässig. §13 Nutzung und Gestaltung des Aussenraums 1 Die Gliederung des Aussenraumes ist im Quartierplan (Situation und Schnitte 1:1000) festgelegt und um- 2 Der Bereich Freifläche ist als ge- staltete Fläche mit Aufenthalts­ qualität auszubilden. Zulässig ist die Erstellung von Erschliessungs- flächen, Aufenthaltseinrichtungen, mobilen Verpflegungseinrichtun- gen, gedeckten und ungedeck- ten Zweiradabstellflächen sowie Autoabstellplätzen gemäss §10. Es ist auf ökologische Ausgleichs- flächen und eine hohe Qualität der Grüngestaltung zu achten. Dabei sind mindestens 20% des Bereichs Freifläche als Grünfläche mit Be- pflanzungnacheinemeinheitlichen Konzept zu gestalten. Es sindmind. 60 Bäume vorzusehen. 3 Der im Bereich Freifläche speziell ausgewiesene Vorplatz ist als hoch- wertig gestalteter Adressierungs- raum der Schulnutzung bzw. als Hauptzugang zur Terrasse auszu- bilden. Auf dem Vorplatz sind nur ungedeckte Zweiradabstellanlagen sowie Bepflanzungen zulässig. 4 Der Bereich Grünraum bildet den begrünten Aussenraum der Schulanlage. Zulässig sind Auf- enthaltseinrichtungen, Aussensitz- plätze der Mensa sowie temporäre Bauten für schulische Zwecke. Im Weiteren ist eine Aussentreppe für den Zugang zur Terrasse zulässig. Nicht zulässig sind Nebenbauten, Autoabstellplätze und gedeckte Zweiradabstellanlagen. 5 Der Bereich Grünzug dient der ökologischen Vernetzung und bil- det einen Bestandteil der begrünten Verbindungmit Fuss- undZweirad- weg von der Kriegackerstrasse zur fasst folgende Bereiche: a) Bereich Freifläche; b) Bereich Grünraum; c) Bereich Grünzug.

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