MAPA_KW47_2020

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Muttenz

Freitag, 20. November 2020 – Nr. 47

Sport

Der neue Hotspot bei jungen

Radsport

Bike-Fans und Top-Fahrern Der Pumptrack Muttenz hat sich innerhalb von kürzester Zeit zum beliebten Treffpunkt gemausert.

Von Alan Heckel

Wenn man am Pumptrack am Grendelweg vorbeispaziert, sieht man zu jeder Tageszeit Kinder und Jugendliche, die mit ihren Zweirä- dern ihre Fahrkünste testen und Spass haben. Praktisch ohne jegli- che Anlaufzeit ist der Parcours zu einem festen Bestandteil im Be- wusstsein der Muttenzer Nach- wuchsbiker geworden. «Ich habe schon mehrfach Kinder sagen hö- ren: ‹Treffen wir uns am Pump- track!›», staunt selbst Debbie Gil- gen. Die Präsidentin des Vereins Pumptrack Muttenz scheint ob dieser Tatsache ein wenig über- rascht, freut sich aber, dass der Rundkurs solchen Anklang findet. Spezielle Bowl ImFebruar 2019 hatten sich Gilgen und andere bike-affine Eltern von Kindern aus Muttenz zusammen- geschlossen und den Verein gegrün- det, um sich abzusichern. Dann be- gann die Sponsorensuche, am Tag nach dem Lockdown hatte man zwei Drittel des erforderlichen Be- trags zusammen, der Rest konnte in den nachfolgenden Wochen und Monaten per Crowdfunding gesam- melt werden. Dannwurde die Firma Velosolutions mit dem Bau beauf- tragt, in den Herbstferien war der

Ein Profi in Muttenz: Nils Landenberger zeigt auf dem Pumptrack, was er drauf hat.  Foto Andy Miraka

Neue Lieblingsbeschäftigung: Die Kinder nutzen den Pumptrack jede freie Minute.  Foto Verein Pumptrack Muttenz

Pumptrack schliesslich nach drei Wochen Bauzeit «bezugsbereit». Die Länge des Kurses war durch die Fläche des Grundstücks sozusa- gen vorgegeben. In einem anderen Bereich konnte dagegen der Kreati- vität freien Lauf gelassen werden. «Velosolutions baut jedesMal einen anderen Kurs», erklärt Debbie Gil- gen und erzählt, dass der Pumptrack in Muttenz offenbar den richtigen Nerv in der Bike-Community ge- troffen hat: «Die Bowl macht diesen Kurs speziell.» Diese lockte bereits einige Top-Fahrer nach Muttenz, welche den Gempentrail absolvie- ren und noch etwas pumpenwollen. «Der Pumptrack ist ein echter Hot- spot geworden», so Gilgen. Kein Abfallkübel Die Präsidentin weiss, wovon sie spricht, schliesslich sind sie oder an-

Konflikten sei es nie gekommen, ver- sichert Gilgen und fügt hinzu: «Wer Tricks üben will, kommt ohnehin zu Randzeiten.» Die erste Bilanz nach ein paar Wochen fällt bei der Präsidentin grundsätzlich positiv aus: «Wenn ich sehe, mit welcher Freude die Kin- der den Pumptrack nutzen, hat sich der ganze Aufwand gelohnt!» Um die negativen Begleiterscheinungen will sich der Vorstand so schnell wie möglich kümmern. Der Verein Pumptrack Muttenz bleibt übrigens weiterhin bestehen. Wegen Corona konnten bisher nicht wirklich viele Anlässe durchgeführt werden, für die Zeit danach hat man aber einiges vor: «Wir haben 180 Mitglieder. Ihnen möchten wir monatlich etwas bieten. Es ist unser grosser Wunsch, dass sich eine Vereinskultur entwi- ckelt», sagt Debbie Gilgen.

dere Vorstandsmitglieder praktisch täglich vor Ort, um den Abfall ein- zusammeln, weil (noch?) kein Kübel vorhanden ist. Mit der Gemeinde, mit der man «im ständigen Ge- spräch» ist, will man bald eine Lö- sung in dieser Sache suchen. Auch deshalb, weil es das Budget des Ver- eins Pumptrack Muttenz sprengen würde, wenn dieser die Abfallent- sorgung selbst berappen müsste. Daneben ist es auch der «Lärm», der dem Vereinsvorstand ein wenig Kopfzerbrechen bereitet. Debbie Gilgen bestätigt, dass sich einige Leute deswegen beklagt haben, kann es aber nicht wirklich nachvollzie- hen. «Das Fahren selbst macht null Lärm und wie man sich daran stören kann, wenn Kinder miteinander re- den, verstehe ich nicht …» Zwar wird der Pumptrack ab und zu von vielen Kindern beansprucht, aber zu

Saisonunterbruch bis Ende Jahr

Tischtennis NLA Herren

Die Chancengleichheit ist derzeit nicht gewährleistet.

Nun haben Anfang November die Verantwortlichen der NLA-­ Teams in mehreren Videokonferen- zen dennoch beschlossen, die Meis- terschaft bis Ende Dezember zu unterbrechen, wobei die bisherigen Resultate gewertet werden. Haupt- grund dafür ist die Tatsache, dass die Chancengleichheit nicht mehr gewährleistet ist. Weil trotz national gültiger Massnahmen die Kantone die Möglichkeiten haben, striktere Vorgaben durchzusetzen. Während in einigen Kantonen die Hallen ge- schlossen sind, kann in anderen un- eingeschränkt trainiert werden. Ergänzend dazu muss aber auch erwähnt werden, dass nicht alle

sofort fortgesetzt werden, drohen die Spieltermine knapp zu werden. «Wir werden uns ein anderes Meis- terschaftssystem überlegen müs- sen», glaubt Michel Tschanz.

Clubs auf Schweizer Akteure set- zen. «Unser Team besteht aus vier eigenen Spielern, andere Vereine lassen für jeden Spieltag Ausländer einfliegen», erklärtMichel Tschanz, Präsident von Rio-Star Muttenz. Je nach Herkunftsland gelten unter- schiedliche (Quarantäne-)Regeln für die ausländischen Profis, was einen fairen sportlichen Wettbe- werb zusätzlich erschwert. Ob der Unterbruch länger als nur bis Ende Jahr dauert, entschei- det sich wohl am 5. Dezember, wenn der STT-Zentralvorstand und die NLA das weitere Vorgehen besprechen. Sollte der Meister- schaftsbetrieb im neuen Jahr nicht

MA. Als der Bundesrat in seiner Pressekonferenz vom 28. Oktober Massnahmen für den Sport imZuge der Eindämmung der Corona-Pan- demie beschloss, entschied der Zen- tralvorstand von Swiss Table Tennis (STT), mit Ausnahme der NLA vor- läufig sämtlichen Spielbetrieb ein- zustellen. Vier Runden wurden ins- gesamt ausgetragen, wobei nicht alle Mannschaften diese Anzahl Spiele absolvieren konnten respek- tive wollten.

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