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Wie das Shropshire-Schaf zum Christbaum kam Weihnachten geht nicht ohne Tannenbaum. Neben der Fichte als Klassiker baut das Forstre- vier Schauenburg zunehmend Nordmanntannen an. Dabei helfen 70 Shropshire-Schafe tatkräftig mit.

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Firmen, Schulen und Institutionen können ab sofort ihren Weih- nachtsbaum aus dem Forstrevier Schauenburg bestellen. Darüber hinaus werden die Bäume zu fol- genden Terminen verkauft: BG Muttenz, www.bg-muttenz.ch Kirchplatz Sankt Arbogast Muttenz 19.12. bis 23.12., 11 bis 17 Uhr BG Pratteln, www.bg-pratteln.ch Schmittiplatz Pratteln 19.12., 9 bis 12 und 13.30 bis 16 Uhr Hof Ebnet 9 14.12 bis 18.12., 16 bis 18 Uhr

Noch wenige Wochen, dann stehen sie wieder in Stuben, Altersheimen und vor Firmeneingängen: die Weihnachtsbäu- me, die auf vier Hektaren des Forstre- viers Schauenburg heranwachsen. Tra- ditionellerweise sind es Fichten, die nach fünf Jahren geschnitten werden und al- lerorts für Christbaumzauber sorgen. Etwas länger, acht bis zehn Jahre, dauert es bei der Nordmanntanne, bis sie reif für den Weihnachtsschnitt ist. «Wir set- zen jedes Jahr 1500 Jungbäume», so Revierförster Markus Eichenberger. Im Gegensatz zur typischen Weihnachts- fichte reagiert derNadelbaumaus Skan- dinavien empfindlicher auf die Boden- qualität. «Wichtig ist ein lehmarmer Untergrund, der zudem frei von jegli- chen Düngerrückständen sein muss», betont Eichenberger. Ein Zaun rund um die Anbaufläche schützt vor Rehen, die sonst die Triebe der Nadelbäume ab- knabbern. Schafe im Einsatz für die Tanne Eine weitere Herausforderung für die Jungtannen ist der Kampf mit dem wu- chernden Gras um genügend Sonnen-

Das Shropshire-Schaf und die Weihnachtstannen ergänzen sich ideal. 

Foto zVg

genug, düngen die Shropshire-Schafe gleich auch noch den Boden. Kurze Transportwege Stolz unterstreicht Eichenberger die ökologische Produktionsweise seiner Nadelbäume, die nur durch den wert- vollen Beitrag der Shropshire-Schafe möglich ist: «Unsere Nordmanntanne ist ein besonders umweltverträglicher Weihnachtsbaum: Dank der Schafe können wir auf synthetische Mittel wie Dünger und Pestizide verzichten und setzen auf eine natürliche Art der Schädlingsbekämpfung.» Auch sind die Transportwege kurz: «Jährlich verkaufen wir zirka 1200 Christbäume auf den Dorfplätzen der Region, davon

licht. Das Forstrevier hat eine unkonven- tionelle Lösung gefunden: 70 Shropshire- Schafe aus der Nachbarsgemeinde Muttenz verbringen die Sommermona- te auf der Weide und fressen das Gras, das sich zwischen den Nadelbäumen breit macht. In der Regel interessieren sich Schafe für so ziemlich alles. Die spezielle Schafsgattung aus England hingegen verschmäht die schönen Nordmanntannen. Zudem trampeln dieTiere über dasGelände und verstop- fen so ganz nebenbei die Löcher der Mäusegänge. Ihre Bewohner tun sich gerne an den Wurzeln der Weihnachts- bäume gütlich, suchen aufgrund der dauernden Störung aber das Weite. Als wäre dies nicht schon beeindruckend

BG Frenkendorf www.bg-frenkendorf.ch Dorfplatz Frenkendorf 16.12., 18 bis 20 Uhr 19.12., 8.30 bis 11 Uhr

sind einDrittel Fichten und zwei Drittel Nordmanntannen», erklärt Eichenber- ger. Die Symbiose von Flora und Fauna freut auch viele Spaziergängerinnen und Spaziergänger, die im Sommer das partnerschaftliche Nebeneinander von Schaf und Tanne bewundern können. Falls pandemiebedingt einöffentlicher Verkauf nicht möglich ist, informieren Sie sich bitte auf der jeweiligenWebsi- te über die Bezugsmöglichkeiten.

Wärme aus dem eigenen Wald Seit einem Jahr liefert die Heiz- zentrale im Muttenzer Margel- acker dieWärme für Schulhaus undTurnhallen. EinAusbau zur Versorgung des Quartiers folgt. Nur ein Teil des imWald geschlagenen Holzes kann für Bau und Möbel ver- wendet werden. Rund die Hälfte wird als Energieholz genutzt. Schon seit Jahren liefert das Forstrevier Schauen- burg Schnitzel ins Basler Holzkraft- werk. «Doch noch besser ist es, wenn unsereEnergielokal fürWärmesorgt», sagt Revierförster Markus Eichenber- ger. Ein Beispiel für eine solche direkte Verwertung ist die neue Heizzentrale auf Basis von Holzschnitzeln, welche die ADEV Energiegenossenschaft 2019 im Schulhaus Margelacker in Muttenz installierte.

ist geplant, das aktuell noch wachsen- de Wohnquartier einzubeziehen und die Siedlungen mit Energie aus loka- lem Holz statt Erdöl zu versorgen. Wird die produzierte Wärmeleistung verdreifacht, kann das Forstrevier Schauenburg auch diesen Bedarf an Holzschnitzeln problemlos bereitstel- len – dank kurzen Wegen besonders ökologisch.

Ihr Kontakt Forstrevier Schauenburg Hof Ebnet 9 4133 Pratteln

Regionales Holz versorgt neu die Schule Margelacker in Muttenz mit Wärme.  Foto zVg

dieser die Schnitzel produziert und liefert.» Dreifache Leistung möglich Die Holzfeuerung versorgt nicht nur die Schulanlage, sondern mit einem Fernwärmenetz auch das benachbarte Coop-Tagungszentrum. Mittelfristig

materials. Pro Jahr sind 2000 Kubik- meter Holzschnitzel nötig, wobei die Entschädigung des Forstreviers von der Menge der erzeugten Kilo- wattstunden abhängt. «Wir lassen das Energieholz ein halbes Jahr im Wald trocknen, avisieren bei Bedarf den Logistiker und veranlassen, dass

Tel. 061 821 44 53 Mob. 079 344 65 12

Revierförster Markus Eichenberger m.eichenberger@bg-pratteln.ch

Lieferung und Entsorgung in einem Das Forstrevier ist zuständig für die kontinuierliche Lieferung des Brenn-

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