MAPA_KW47_2020

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Pratteln

Freitag, 20. November 2020 – Nr. 47

VomWeinbau- zum Industrieort auf 316 Seiten Heimatkunde

Nachrichten Regierung beantragt Neubau Fröschmatt PA. Die Schulanlage Fröschmatt in Pratteln ist bisher auf 27 Klassen ausgelegt.Entsprechend den Prog- nosen über die Bevölkerungsent- wicklung im Raum Rheintal– Hülften sei in den kommenden zehn Jahren mit einem Anstieg der Klassenzahlen zu rechnen, das teilte der Kanton am Mittwoch mit. Die bestehende Schulanlage sei zudem sanierungsbedürftig. Deshalb beantragt der Regie- rungsrat dem Landrat eine einma- lige Ausgabe von 7,2 Millionen Franken für die Projektierung des Neubaus «Sek I Pratteln Schulan- lage Fröschmatt». Die Schulanlage Fröschmatt in Pratteln besteht aus insgesamt sechs Gebäudetrakten aus den Jah- ren 1955 und 1973. Die Schulan- lagen in Muttenz und Birsfelden werden ebenfalls ausgelastet sein. Gemäss dem Beschluss des Re- gierungsrats von 2018 wird die Sekundarschulanlage Fröschmatt in Pratteln künftig auf eine An- lagengrösse mit 36 Klassen aus- gelegt und muss baulich vergrös- sert werden. Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie wurden ver- schiedene Lösungsansätze zur De- ckung des Raum- und Sanierungs- bedarfs geprüft. Für die Variante Neubau wurde der grösste Nutz- wert nachgewiesen. Die Bau- und Umweltschutzdi- rektion hat im Auftrag des Regie- rungsrats den räumlichen Ände- rungs- sowie den Sanierungsbe- darf für das Projekt «Bauliche Massnahmen Sekundarschulkreis Rheintal» ermittelt. Das Projekt für einen Neubau in Pratteln wurde in die Mehrjahresplanung des Hochbauamtes aufgenom- men.

Die Historiker Matthias Manz und René Salathé haben ihr Werk vollbracht: Das neue Prattler Buch ist seit heute imVerkauf.

Von Tamara Steingruber

«Pratteln an der Schwelle zur Mo- derne» heisst das Buch, dass seit heute Freitag, 20. November, im Handel erhältlich ist. Die Vernis- sage, welche am Mittwoch hätte stattfinden sollen, konnte ange- sichts der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Trotzdem ist die Freude gross bei den HistorikernMatthias Manz und René Salathe. Die beiden waren etwa ein Jahr mit dem Werk beschäftigt. Die von den Lehrern Johannes Buess und JohannesMar- tin sowie von Pfarrer Karl Sartorius verfassten Beschreibungen von Pratteln haben sie im Wortlaut ab- gedruckt und kommentiert. Das 316-seitige Buch befasst sich mit Prattelns Wandel vom Weinbau- zum Industrieort zwischen 1863 und 1904. Erläuterungen von fünf Autoren und einer Autorin zu den Themen Brauchtum, Geschichte, Kirche, Landwirtschaft, Wald und Wirtschaft erleichtern das Ver- ständnis für die damalige Zeit. Die drei Zeitzeugen sehen ihre Ge- meinde ganz unterschiedlich: Buess und Sartorius eher nüchtern und distanziert, Martin dagegen sub- jektiv und engagiert. Die Texte lie- fern eine Fülle an Details über das Leben der Prattlerinnen und Pratt- ler. Beschrieben werden beispiels- weise die Verbesserung des Stras-

Das neue Prattler Buch bietet einige Extras wie Ausklappseiten und eine Karte aus früheren Zeiten zur Orientierung. Foto Bernadette Schoeffel

sennetzes und der Bau der Eisen- bahn, die Nutzung des Waldes und Innovationen in der Viehzucht, im Gewerbe und in der Telekommuni- kation. Es wird aufgezählt, wer alles ausgewandert ist und wer an körperlichen, geistigen und seeli- schen Behinderungen litt. Und wir erfahren viel über kirchliche Sekten und die Wahrnehmung der Juden, über den Ausbau der Schulen und den Kampf um die Schulpflicht, aber auch über die Kleidung der Frauen und Männer und über den lokalen Brauch «Butz». Das Buch regt zum Nachdenken und Weiter- forschen an über die Veränderung der Gesellschaft in einer nicht allzu fernen Vergangenheit. Die Produktionskosten für das Buch wurden zu zwei Dritteln vom Kanton übernommen und einen Drittel übernahm die Bürgerge- meinde Pratteln. Auch Doris Mar-

tin, die Urenkelin von Johannes Martin, und ihre Familie beteilig- ten sich finanziell. In Pratteln erhältlich Erhältlich ist das Buch für 27 Fran- ken imBuchhandel und beimVerlag des Kantons Baselland in Liestal (verlag@bl.ch oder 061 552 60 20). Obwohl Pratteln selbst keine Buch- handlung mehr hat, kann das Buch imDorf erworbenwerden. EineVer- kaufsstelle ist Bader Print an der Hauptstrasse 16. Das Geschäft ist montags bis freitags, von 9 bis 12 Uhr geöffnet. Auch beim Museum im Bürgerhaus an der Hauptstrasse 29 liegen Exemplare zum Verkauf auf. Die Öffnungszei- ten dort sind am Mittwoch, Freitag und Samstag, jeweils von 14 bis 17 Uhr. Der Weihnachtsbaumverkauf am 19. Dezember wird ebenfalls für den Verkauf des Buches genutzt.

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