MAPA_KW24_2019

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Pratteln

Freitag, 14. Juni 2019 – Nr. 24

Leserbriefe Die Schöpfung ist männlich

Politik Viel Einsatz für den Regenwald

Die darin enthaltende Formulie- rung: «Der im Perimeter wohn- hafte Fahrgast wird von zu Hause abgeholt und bis an die nächst ge- legene ÖV-Haltestelle (Lindli/ Schloss)gefahrenundumgekehrt.» Das kann doch nicht wahr sein und ist nicht praktikabel. Wenn ich also an den Bahnhof oder an die Tramendstation fahren will, muss ich damit ein zweites Verkehrs- mittelbenutzen,wokeinAnschluss gewährleistet ist. Daskannsonichtstehenbleiben. Ich habe daher sofort beim zustän- digenGemeinderat interveniert mit der Forderung, dass die Worte «die nächst gelegene» gestrichenwerden müssen und ersetzt werden mit «an eine ÖV-Haltestelle» (mit Strei- chung derWorte «Lindli/Schloss»). Damit wird der ÖV-Verkehr in keiner Weise konkurrenziert, denn die zusätzliche Strecke ist nicht subventioniert, der Fahrgast be- zahlt ja den Differenzbetrag. Alles andere ist nicht praktikabel und die Vorlage kann gleich beerdigt wer- den. Ich habe den Gemeinderat ge- beten, diesenÄnderungsantrag von sich aus einzubringen. Ansonsten wäre ich zutiefst enttäuscht und unzufrieden. Liebe mögliche Nutzer, es geht jetzt also um die Wurst. Ich bitte euch am 24. Juni zu dieser ent- scheidenden Sitzung zu erschei- nen und damit euer Interesse zu dokumentieren. 19 Uhr, Dorf- turnhalle! Walter Biegger Leserbriefe Geben Sie immer Ihren vollstän- digen Namen und die vollstän- dige Adresse an. Kennzeichnen Sie Ihr Schreiben als «Leser- brief». Die maximale Länge eines Leserbriefes beträgt 1300 Zeichen inklusive Leerschläge. In unserer Lokalzeitung sollte sich der Inhalt auf ein lokales Thema beziehen. Wir veröffent- lichen keine offenen Briefe. Schicken Sie Ihren Leserbrief via E-Mail (Word-Datei oder Mailtext) an redaktion@prattle- ranzeiger.ch oder als Brief an: Prattler Anzeiger, Greifengasse 11, 4058 Basel. Es gibt keinen Anspruch auf (vollständige) Publikation von Leserbriefen. Wir sind bestrebt, alle Leser- briefe abzudrucken, und kürzen diese, wenn es aus Platzgründen nötig ist, mit der entsprechenden Sorgfalt. Redaktionsschluss ist jeweils montags, 12 Uhr.

teln erhalten bei ihrer Anmeldung von der Gemeinde eine Broschüre mit allen Informationen über Ver- eine und Institutionen an Ort. Vereine bieten die besten Möglich- keiten für eine erfolgreiche Integra- tion interessierter Leute. Ich wage zu behaupten, dass man überall willkommenist.IchhabeinPratteln mit dem Quartierverein Längi und der Laienbühne zwei Vereine an vorderster Front aus der Taufe ge- hoben, jeweilspolitischundkonfes- sionell neutral, undwar immer stolz darauf, das ganze Spektrum in den Reihen vertreten zu haben, von links bis rechts, In- oder Ausländer. Aber den ersten Schritt muss man eben schon tun! Walter Biegger, Pratteln Zu Salina Raurica: Pseudo-Versprechen Als Architektur und Planung für den Menschen kann dieses Projekt nicht bezeichnet werden. Mit ver- alteten «Pseudo-Versprechen» kann diese Forderung nicht unter- schlagen werden. Eine soziale Durchmischung muss als Illusion bezeichnet werden. Die erweiterte Grünzone ist gut, muss aber mit einer neuen Planung neu umgesetzt werden, die Mensch und Natur entspricht Ein grosses Biotop ge- spiesen mit Regenwasser aus dem Quartier mit einem offenen Was- serlauf gestaltet und bepflanzt und offen in den Rhein geführt, trägt Wohnqualität bei. (Zit. Bafu 2/19 Wasserspeicher in Opfikon) Die Wohnprojekte sind mit einer über- holten Planung, statt Betonblöcken mit neuen Wohnquartieren zu er- stellenmit Kitas, Kindergärten und Schulen zu planen. Das Angebot mit Werkstätten, Gärten, Aufent- haltsräumen et cetera sind zu er- stellen, gegen eine Verarmung der Quartiere. Der Lärmschutz gegen die neue Kantonsstrasse und die auf dem Damm verkehrenden Güterzüge der Gotthardlinie ist nicht vorhan- den und muss prioritär eingeplant werden. Betonwohnblöcke in das Land gesetzt sind eine veraltete Vorstellung von Architektur und Wohnwert, die der Gemeinde enorme Kosten verursachen wer- den.  Robert Degen, Pratteln Neues zum Thema Ruf-Taxi Am 24. Juni kommt nun die be- treffende Vorlage zur definitiven Beschlussfassung vor den Einwoh- nerrat. Ich habe diese Vorlage einer Prüfung unterzogen und bin in einem Punkt gar nicht zufrieden.

In Pratteln wird viel geplant. Gi- gantische städtebauliche Projekte werden entwickelt. «Nachhaltig, zukunftsorientiert, identitätsstif- tend»war an der Infoveranstaltung «Pratteln Mitte» aufzuschnappen. Die Projekte «Zentrale» und «Bre- della» bieten grosseMöglichkeiten. Bei der sorgfältigen Ausarbeitung habe ich Bedenken. Es fehlen jegliche Bemühungen für den bewussten Umgangmit der sprachlichen Gleichstellung der Geschlechter. Zwar war von der Logis Suisse AG Frau Duttli Der- ron als Projektleiterin anwesend und mit einem kurzen Referat präsent, trotzdem hörten wir den ganzen Abend ausschliesslich von «Architekten, Planern, Soziologen …», welche an unserer Zukunft arbeiten. In der Broschüre über «Bredella» ist zu lesen von «Fuss- gängern, Anwohnern, Nutzern». Einzige Ausnahme vom generi- schen Maskulin bilden die «Be- wohnerinnen und Mitbürgerin- nen». Und beim Projekt «Bredella» ist nicht ein Hinweis auf die Mit- arbeit von Frauen zu finden. Eine gendergerechte Sprachemuss nicht schwerfällig und umständlich sein. Es gibt viele Möglichkeiten verschiedengeschlechtliche For- men zu verwenden, Begriffe zu umschreiben, zu neutralisieren. Aber es braucht eine Auseinander- setzung mit dem Thema plus Krea- tivität. Die Sprache kann und muss sich verändern. Und eine nachhal- tige Planung muss von Frauen mit- gedacht und mitgetragen werden. Claudia Braun Bühler, Pratteln Den ersten Schritt machen GedankenzurVeranstaltung«Dia- log Kultur» vom 7. Juni 2019 Die Fragestellung war: Wer macht in Pratteln Kultur und wie macht mansie sichtbar?AuchdieFragedes kulturellen Austausches und der Durchmischung der Kulturen waren Themen. Die erste Frage ist für jede und jeden, der sich für Kultur interessiert, eigentlich keine Frage, sofern man sich wirklich interessiert. Kulturelle Veranstal- tungen werden in den Medien pub- liziert und sind keine geschlossenen Anlässe. Man kann hingehen, wenn man will. Eine andere Frage ist die, des kulturellen Austausches und der Durchmischung der Kulturen. Hier ist erst mal jede und jeder Einzelne gefordert. Alle Zuzüger nach Prat-

Das Sammelteam des Lokalkomitees Pratteln. 

Foto zVg

Das Lokalkomitee Pratteln der Konzernverantwortungsinitiative hat sich am 1. Juni erfolgreich am nationalen Sammeltag für einen Protestbrief an den Schweizer Konzern Interholco (Baar, ZG) beteiligt. Der Konzern schlägt für Tropenhölzer Strassen in den intak- ten Regenwald und gefährdet den vom Aussterben bedrohten Flach- landgorilla. Wilderer können ein- facher in vorher nur sehr schwer zugängliche Gebiete gelangen und entlang der Strassen entstehen schneller und häufiger Feuer, die zu Waldbränden führen. Der Einsatz hat sich gelohnt. Die Passanten und Passantinnen waren sehr interessiert und es wurden spannende Gespräche geführt. Dieser Fall ist eines der Beispiele, warumsichdieKonzernverantwor- tungsinitative dafür einsetzt, dass Menschenrechte und Umwelt- schutz auch im Ausland respektiert werden. Petra Ramseier für das Lokalkomitee der Konzernverantwortungsinitiative Ringkombi, Sujet 1, 55x90mm

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