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D er britische Maler Stanley Spencer soll einmal gesagt haben: „Wo immer sich eine Katze niederlässt, wird sich das Glück einfinden.“ Katzenfreunde werden diesem Spruch wahrscheinlich begeistert zu- stimmen – schließlich gibt es kein schöneres Gefühl, als eine schnurrende Samtpfote auf dem Schoß zu kraulen, oder? Von alters her werden diverse Lebewesen als Glücksboten verehrt. Während die alten Ägypter in einem kleinen schwarzen Käfer, dem Heiligen Pillendreher, eine Verkörperung des Sonnenkreislaufs und des ewigen Lebens sahen, war für die Germanen das Wildschwein ein Symbol der Stärke und Fruchtbarkeit. Hil- disvini, altnordisch für „Kampfschwein“, war in der nordischen Mythologie ein Eber, der der Fruchtbarkeitsgöttin Freya als Reittier diente.

Aphrodite, die griechische Göttin der Liebe, wurde dagegen mit Tauben in Verbindung gebracht – die weißen Vögel stehen bis heute für Frieden und Treue. Kommen Sie mit uns auf eine Reise durch Zeit und Raum, bei der wir dem Ursprung verschiedener tierischer Glückssymbole auf den Grund gehen. Warum verschenken wir zu Neujahr Marzipanschweinchen? Und warum werden in Japan tausende Origami-Kraniche gefaltet? Diesen und anderen spannenden Fra- gen wollen wir im folgenden Artikel nachgehen und dabei mehr über unsere vierbeinigen Ge- fährten erfahren. Dabei kommt natürlich auch das wichtige Thema Tierschutz nicht zu kurz: Denn wer so viel Glück, Freude und Wohlstand verheißt, hat selbst ein Leben in Würde ver- dient, oder?

»Wo immer sich eine Katze niederlässt, wird sich das Glück einfinden.«

Das Schwein

„Schwein gehabt“, rufen wir erfreut aus, wenn ein Unterfangen geglückt ist. Aber wa- rum eigentlich? Bereits in der Antike sahen Griechen und Römer in dem Borstentier ein Symbol für Wohlstand und Reichtum – denn wer über viele Schweine verfügte, musste keinen Hunger fürchten. Die Tiere sind ge- nügsam, brauchen kein teures Futter und sind bereits mit sechs Monaten geschlechts- reif. Ein echter Glücksfall für ihre Halter! Bei den Germanen wiederum war das en Germanen wiederum war das wein ein Sinnbild kriegerischer Stärke chtbarkeit. So wurde das Schwein e Jahrhunderte zu Wildschwein ein Sinnbild kriegerischer Stärke und Fruchtbarkeit. So wurde das Schwein

Der Marienkäfer

Ein einzelner Siebenpunkt-Marien- käfer kann pro Tag bis zu 150 Blatt- läuse vertilgen. Kein Wunder, dass diese hübsch gemusterten Insekten bei Landwirten als natürliche Schäd- lingsbekämpfer äußerst beliebt sind! Früher glaubten die Bauern sogar, die Gottesmutter Maria persönlich hätte kann pro läuse vertilgen diese hübsch g bei Landwirten lingsbekämpfe Früher glaubte Gottesmutter M

diesen nützlichen Helfer geschickt – was dem Tier seinen deutschen Namen „Marienkäfer“ einbrachte. Heute zieren die fliegenden Him- melsboten Briefmarken, Tassen und Glückwunschkarten und lassen in schokoladiger Form die Herzen aller Naschkatzen höherschlagen. g

über die Jahrhunderte zu einem der beliebtesten westlichen Glückssym- bole, das als Sparschwein den Reichtum mehren und als Marzipanschweinchen zu Silvester Glück im neuen Jahr bringen soll. der beliebtesten hen Glückssym- as als Sparschwein chtum mehren und zipanschweinchen ster Glück im neuen ngen soll.

Oktober 2025 / Ein Herz für Tiere 17

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