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Titelthema

Der Karpfen

Karpfen panische Wort Koi

Das japanische Wort Koi bedeutet ganz einfach Karpfen. Schließ- lich handelt es sich bei den bunt gefärbten, prestigeträchtigen Fischen aus Asien um eine Zuchtform des bekannten Süßwas- serfisches. In Japan wird der Koi mit Kraft, Wohlstand und einem langen Leben in Verbindung gebracht und als Zierfisch in Teichen gehalten. Am 5. Mai, dem Kindertag, werden im ganzen Land traditionelle Koi-Fahnen gehisst. Bei uns kommt Karpfen als Spei- sefisch gerne zu Weihnachten oder Silvester auf den Tisch. Und wer eine besonders schöne Schuppe des Silvester-Karpfens ins Portemonnaie legt, dem soll im neuen Jahr ein Geldsegen ins Haus stehen, besagt ein alter Volksglaube. stehen, besagt ein a

Der Skarabäus Dem kleinen, unscheinbaren Heiligen Pillendreher kam im alten Ägypten eine wichtige Rolle zu. Der Käfer verkörperte den Kreislauf der Sonne, das Leben und die Auferstehung und wurde in Form von Amuletten Verstorbenen mit ins Grab gegeben. Diese sogenann- ten Skarabäen, altgriechisch für Glückskäfer, sind auch bildlich in Tempeln sowie in Grabkammern im Tal der Könige verewigt. Ihr Ruf als Schutzsymbol stammt wahrscheinlich von der Annahme, dass die Käfer das nahende Nil- hochwasser vorausahnen konnten. Wenn sich die Insekten vom Wasser wegbewegten und in die Häuser der Menschen krabbelten, wusste man, dass das er- sehnte Hochwasser bald die Felder überschwemmen und dadurch fruchtbar machen würde.

Die Taube Di

Lange bevor sie als „Ratten der Lüfte“ geschmäht wurden, galten Tauben als anmutige Hoffnungsträger. In der Bibel schickt Noah nach der Sintflut von seiner Arche aus eine Taube los – und als diese mit einem Ölzweig im Schnabel zurückkehrt, weiß er, dass die Katastrophe vorüber und Gott den Menschen nicht mehr gram ist. So wurde die weiße Taube schließlich zum Friedenssymbol. Da Tauben monogam zusammenleben, stehen sie außerdem für Liebe und Treue. Aus diesem Grund ist es eine beliebte Tradition, auf Hochzeiten weiße Tauben fliegen zu lassen. Allerdings ist diese Pro- zedur für die sensiblen Vögel oft mit viel Stress verbunden: Sie müssen stundenlang in kleinen Transportboxen ausharren und finden nach ihrer „Freilassung“ häufig nicht mehr nach Hause. Daher wird dieser ver- meintlich romantische Brauch von vielen Tierschützern inzwischen als tierschutzwid- rig abgelehnt. Lan ges anm sch Arc

20 Ein Herz für Tiere / Oktober 2025

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