Tierschutz
Freund auf vier Pfoten Moderatorin Laura Wontorra geht mit Mischling Milo durchs Leben
Laura Wontorra: „Eine Verbindung voller Liebe“
potenzielle Halter bzw. Halterinnen, sich gegenseitig kennenzulernen und zu be- schnuppern. Ich war selbst schon zwei Mal vor Ort und finde, man bekommt direkt ein Gefühl füreinander. Natürlich spürt man manchmal die Vergangenheit der Hunde, aber ich finde es einfach total wichtig, diesen Hunden trotzdem eine Chance zu geben! Warum hast du dich damals für Milo entschieden? Bei Milo hat einfach von Anfang an die Chemie gestimmt. Man hat gemerkt, dass er zu Beginn ein bisschen zurückhaltend war, aber gleichzeitig so viel Vertrauen ausgestrahlt hat. Ich hatte direkt das Gefühl, dass wir super zusammenpassen und er mein Gefährte auf vier Pfoten ist. Wie würdest du seinen Charakter beschreiben? Milo ist ein unglaublich zutraulicher und offener Hund. Er liebt den Kontakt zu Menschen und findet schnell Vertrauen, egal ob bei Freunden oder bei Men- schen, die er noch nicht kennt. Und alle lieben ihn! Er begleitet mich auch auf
Moderatorin, Hundeliebhaberin und PURINA Markenbotschafterin Laura Wontorra hat vor vier Jahren den Misch- lingsrüden Milo bei sich aufgenommen. Ein Herz für Tiere: Warum hast du dich dazu entschlossen, einen Hund aus dem Tierheim aufzunehmen? Laura Wontorra: In unserer Familie haben wir schon immer Hunde aus dem Tier- schutz aufgenommen. Für mich stand von Anfang an fest, dass ich einem Tier eine zweite Chance auf ein liebevolles Zu- hause schenken möchte. Diese Entschei- dung habe ich ganz bewusst getroffen, wohlwissend, dass dafür wichtige Voraus- setzungen erfüllt sein müssen. Manche Menschen haben Vorbehalte gegenüber Hunden aus dem Tierheim … Ja, viele Menschen zögern, ob sie einem Tierschutzhund ein Zuhause geben oder doch lieber zum Züchter gehen sollen. Deshalb habe ich mich gefreut, gemein- sam mit PURINA die Initiative „Bark Date“ zu unterstützen. Das Format bietet die Möglichkeit für Hunde und
beruflichen Reisen ganz entspannt und ist dabei immer neugierig und aufge- schlossen – mein Best Buddy, auf den ich mich überall verlassen kann. Würdest du anderen Tierfreunden empfehlen, ein Tier aus dem Tier- heim zu adoptieren? Die Eingewöhnung und Erziehung von Tierschutzhunden kann manchmal heraus- fordernder sein als bei einem Welpen vom Züchter. Diese Tiere bringen oft traumatische Erfahrungen mit sich, des- halb braucht es vor allem Geduld und Zeit, um ihr Vertrauen zu gewinnen. Es ist wichtig, sich dieser Verantwortung bewusst zu sein, um Enttäuschungen zu vermeiden. Doch wenn man es schafft, ihr Herz zu öffnen, entsteht eine Ver- bindung voller Liebe – eine Bindung, die einfach einzigartig und unersetzlich ist.
ist. Es ist wichtig, dass wir gemeinsam mehr Bewusstsein schaffen.“ Hilfe für die Helfer Die Gründe, sein Haustier im Tierheim abzu- geben, sind vielfältig. 67 Prozent nennen persönliche oder gesundheitliche Umstände, 66 Prozent Verhaltensprobleme der Vierbeiner. Überforderung, Zeitmangel und finanzielle Belastung folgen dicht darauf. Doch nicht nur durch die gestiegene Anzahl der abgegebenen Tiere hat sich die Lage in den Tierheimen ver- schärft, auch die Vermittlung gestaltet sich im- mer schwieriger. Fast die Hälfte der befragten Einrichtungen gibt an, dass die Verantwortung einer Tieradoption häufig unterschätzt wird. Neben Konflikten mit bereits im Haushalt lebenden Fellnasen scheitern viele Vermitt- lungen daran, dass es den Adoptierenden an
Vorbereitung und Erfahrung mangelte. Die Studie zeigt deutlich: Deutsche Tierheime brauchen Hilfe – und zwar auf vielen Ebenen. 77 Prozent benötigen finanzielle Unterstützung, 71 Prozent leiden unter Platzmangel, 62 Prozent beklagen Personalmangel. Zudem fehlt es oft an freiwilligen Helfenden und Sachspenden. Benedikt Schaumann, Corporate Communica- tions Director bei PURINA, erklärt vor diesem
Viele Wege Tierheime kann man durch Spenden, Ehrenamt oder eine Adoption unterstützen
24 Ein Herz für Tiere / Oktober 2025
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