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Ratgeber Kleintier

Nicht alleine halten Garnelen fühlen sich nur in größeren Gruppen wohl

befreien. Hervorzuheben sind hierbei vor allem Blasen-, Posthorn-, Renn- und Geweihschnecken. Turmdeckelschne- cken fressen dagegen vornehmlich Fut- terreste und abgestorbene Pflanzenteile, während Raubschnecken ihrem Namen alle Ehre machen: Sollten sich beispiels- weise Blasen- oder Posthornschnecken zu sehr vermehren, können sie für eine Reduzierung der Population sorgen. Das ist bei Geweih- und Rennschnecken nicht notwendig, denn sie können sich aufgrund von fehlendem Brackwasser im Aquarium nicht fortpflanzen. Dem- entsprechend ist beim Kauf dieser Arten zu bedenken, wie viele Tiere man halten

Die Qualität macht‘s Garnelen brauchen eine gleichbleibend gute Wasserqualität

horn. Auch hier entstehen immer neue Farben, auch wenn diese noch nicht an die Auswahl von Garnelen heranrei- chen. Aber auch hier gibt es rote, gelbe, braune und schwarze Arten sowie Strei- fen, Scheckungen und bizarre Muster. Gemeinsam mit Garnelen stellen sie eine bunte Putzkolonne dar, die sich in jedem Aquarium sehen lassen kann. Schnecken ernähren sich, ebenso wie Garnelen, hauptsächlich von Algen, abgestorbenen Pflanzenteilen und üb- riggebliebenem Fischfutter. Es handelt sich bei ihnen um Allesfresser, die gerne stundenlang die Scheiben von Algen

gentliche Wasserwechsel, um stets eine gute Wasserqualität vorzufinden. Schnecken mit Stil Nicht nur bei Garnelen hat sich in den letzten Jahren viel getan, auch die Züchtung hübscher Schnecken lässt sich sehen! Diese hat nicht weniger spektakuläre Namen hervorgebracht wie zum Beispiel die Anthrazit-Stahl- helmschnecke, die Deadpool und Big Stripe Rennschnecke, sowie die Yoda und Pink Lady Schnecke. Manche sind rund, andere länglich, mit Geweihen, extrem spitz oder rund wie ein Post-

Hübsche Vielfalt Auch bei der Zucht von Schnecken hat sich einiges getan

möchte, während andere sich im Laufe der Zeit automatisch vermehren. Mit oder ohne Fische? Garnelen und Schnecken sind so hübsch, dass es keineswegs notwendig ist, diese zusammen mit Fischen zu hal- ten. Kleine Aquarien lassen sich wun- derschön einrichten und bieten mit die- sen vielfältigen Arten einen beeindru- ckenden Anblick. Es genügt ein Becken mit 20 Litern, wobei es einfacher ist, eine gleichbleibende Wasserqualität bei 40 bis 60 Litern zu erreichen. Nicht zu vergessen ist, dass sie genügend Futter bekommen. Ein frisch eingerichtetes Aquarium bietet kaum Algen, und ohne sonstige Bewohner gibt es kein Fisch- futter. Es bedarf daher eines speziellen Garnelen- und Schneckenfutters. Gern genommen werden Futtertabletten für Welse sowie spezielle Algenblätter oder Gemüse in Form von Gurken, Zucchini und Spinat. So lässt sich sicherstellen, dass die Tiere alle Nährstoffe erhalten und sich prächtig entwickeln können.

Garnelen richtig einsetzen

Garnelen sind empfindlich gegenüber plötzlichen Änderungen der Was- serwerte. Neu gekaufte Tiere sollten daher nicht einfach ins Aquarium gegeben werden. Öffnen Sie den Ver- packungsbeutel und lassen Sie ihn 20 Minuten im Aquarium schwimmen. Nachdem die Temperatur angeglichen ist, können sie schrittweise Wasser in den Beutel füllen. Nach zirka einer Stunde können Sie die Tiere behutsam mit einem kleinen Kescher einfangen und einsetzen.

38 Ein Herz für Tiere / Oktober 2025

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