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Wissen

Wenn überhaupt ... sehen sehen unsere Hunde am liebsten Sendungen mit Hunden und anderen Tieren in Bewegung

Wie viel Bildschirmzeit ist gut für Tiere? Bislang waren es nur Anekdoten und witzige Clips in den sozialen Medien, in denen Hunde oder Katzen auf bewegte Bilder reagierten. Doch jetzt erforschten Wissenschaftler endlich mal systematisch den Medienkonsum unserer Tiere

TEXT: Claus M. Schmidt

O b sie wollen oder nicht – unsere Ob nebenbei im Kreise ihrer Menschen oder mit Interesse. Bei Hunden ist die Zustimmung für das mediale Angebot nach Erhebungen von Verbänden durchaus geteilt: Der Hälfte aller Hunde gehen zweidimensionale Bewegtbilder am Schwanz vorbei. Dank der wunderbaren Fähigkeit des Hundeohrs, alles ausblenden zu können, was Bello nicht interessiert, schützt dieser natürliche Filter ihn und seinen Schlaf vor unnützer Ablenkung. Haustiere erfahren im Schnitt täglich eine halbe Stunde Bildschirmzeit.

Doch wie sieht es bei den Hunden aus, die sich deutlich für das Medienangebot interessieren? Die den Bildschirm anbellen, beschnuppern, mit Wedeln begrüßen oder gar dahinter nachschau- en, wo um Himmels Willen der andere steckt … Was weckt Interesse? Lane Montgomery und ihre Kollegen von der Au- burn Universität in Alabama konnten die stattliche Zahl von 453 Hunden mit ihren Frauchen und Herrchen zur Mitarbeit an ihrer Studie gewinnen. Teilnehmer hatten einen Fragebogen auszufül- len. Reagiert der Hund mit Aufmerksamkeit oder

»Auf Bellen oder Wolfs- geheul reagierten fast alle Teilnehmer.«

64 Ein Herz für Tiere / Oktober 2025

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