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Blut? Nein, danke Wenn Flughunde sich zum Schlafen gemütlich in ihre Flügel wickeln, sehen sie schon ein bisschen aus wie kleine Vampire in ihrem Um- hang. Blut können Flughunde aber gar nicht leiden, sie sind reine Vegetarier und stehen auf Süßes (Obst und Nektar). Übrigens: Es gibt tatsächlich weitere Fledertiere (eine eige- ne Unterfamilie), die „Fruchtvampire“ heißen. Dazu zählt etwa das Tierchen mit dem ver- rückten Namen „Schokoladen-Fruchtzwerg“.

Kleine Hunde-Gesichter Typisch für Flughunde sind die Gesichter mit den spitzen Schnauzen und den Kulleraugen (während Fledermäuse meist platte Nasen und kleine Augen haben). Die Bezeichung im Deut- schen, Flughund, wurde eben wegen dieser hundeartigen Schnauze gewählt. Die Nahrung von Flughunden besteht aus Früchten, Nektar, Blüten und Pollen. Das weiche Obst schlürfen und die Samen ausspucken – so werden von ihnen also neue Bäume gepflanzt.

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Großer Beitrag Wenn Flughunde sich an Obstbäumen gütlich tun, bleiben jede Menge Pollen an ihrem Fell hängen. Und genau die tragen sie wie Bienen weiter und leisten einen wichtigen Beitrag zur Bestäubung. Wie groß dieser Beitrag ist, haben Forscher beziffert: Sie gehen davon aus, dass sich etwa 40 Prozent der Urwaldbäume in Ozeanien, Asien, Australien und Afrika dank des Flughund-Einsatzes vermehren!

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Lärmende Schwärme Trotz ihrer unbestrittenen Nützlichkeit sind Menschen nicht selten ziemlich genervt von den so niedlich aussehenden Tieren. Der Grund dafür (wie so oft bei Nachbarschafts-Streitigkeiten): Lärmbelästigung. Wenn riesige Schwärme von Flughunden in der Däm- merung auffliegen oder im Morgengrauen landen, dann geht das definitiv nicht geräuschlos vonstatten.

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