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FReitag, 22.6.2018 97. Jahrgang | Nr. 25

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Madagaskar: Riehener Hilfswerk ermöglicht Staumauer für Reisanbau Seite 7

Landifest: Viele Kinder, gute Stimmung und ein spontaner Konzertersatz

Sport: Gute Leichtathleten des TV Riehen in Tenero, Therwil und Basel Seiten 14/15

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Musikkultur Abgesagtes Beizen-Livekonzert wird im Singeisenhof doppelt nachgeholt

EiNWOHNErrAt Parkplatz-Posse

Von Klägern und Musikliebhabern

rs. Die Riehener Politik ärgert sich über eine Baumassnahme des Kan- tons, der die Gemeinde rund 70 tem- poräre Parkplätze auf der Nebenfahr- bahn der Aeusseren Baselstrasse kosten wird. Bisher konnten Sie bei Grossanlässen vor allem auf dem Sportplatz Grendelmatte und der St. Franziskuskirche benutzt werden – es geht umzehn bis zwanzig Anlässe pro Jahr. Schon oft haben auf der Grendel- matte grosse Schwingfeste, nationale Leichtathletikmeisterschaften oder spezielle Fussballspiele mit jeweils weit über tausend Leuten stattgefun- den. Der Turnverein Riehen sieht sei- ne Grossveranstaltungen, mit denen er dank viel ehrenamtlicher Arbeit seiner Mitglieder einen wichtigen Teil seiner Einnahmen generiert, in Ge- fahr. In seiner Antwort auf eine Inter- pellation von Peter Mark (SVP) bestä- tigte Gemeinderat Daniel Hettich am Mittwoch vor dem Einwohnerrat, dass das kantonale Bau- und Ver- kehrsdepartement trotz Intervention der Gemeinde im Zusammenhang mit der laufenden Sanierung und Er- neuerung der Aeusseren Baselstrasse nicht auf den Bau eines neuen Zauns zwischen Tramtrassee und Fahrbahn verzichten werde. Dadurch wird die Nebenfahrbahn, die vor allem als Veloweg dient, rund einen halbenMe- ter schmaler, was das Parkieren zu- künftig verunmöglicht. Damit wird nach Darstellung des Gemeinderats ein Versprechen gebro- chen, das der damalige Projektleiter zum Zeitpunkt der Planauflage ge- macht habe. Von Anfang an habe die Gemeinde den Kanton auf die Wich- tigkeit dieser temporären zusätzli- chen Parkplätze hingewiesen. Weil man die Zusage gehabt habe, dass die Anliegen der Gemeinde berücksich- tigt würden, habe man damals aber auf eine formelle Einsprache verzich- tet. Gegenwärtig kläre man kurz- und längerfristige Möglichkeiten für Er- satzparkplätze ab. Peter Mark rügte das lasche Vorgehen der Riehener Be- hörden und forderte diese auf, recht- lich gegen den Kanton vorzugehen. Die Gemeinde habe sich vom Kanton über den Tisch ziehen lassen. Haupttraktandum der letzten Sit- zung vor den Sommerferienwar tradi- tionell der Geschäftsbericht 2017 des Gemeinderates, der auch den Rech- nungsabschluss enthält. Die Rech- nung 2017 der Gemeinde Riehen schliesst bei einem Aufwand von 110,49 Millionen mit einem Über- schuss von 4,66Millionen Franken ab. Nach ausführlicher Diskussion wurde der Bericht zur Kenntnis genommen und die Rechnung genehmigt.

Reklameteil Gültig auch auf Hemdenabos 20% Auf alle Artikel Alle Filialen Die Konzertreihe von Sonja Tschopp, die dem beschauli- chen Riehen ein wenig mehr musikalisches Leben einhau- chen soll, geht vorerst weiter. Von viel Arbeit ist im baseldeutschen Song die Rede und davon, dassman im- mer mehr unter Druck gerät. «Drum mein ich als, s wär wirgglig s Bescht, flippsch ab und zue mol us. Mit Fründe bau e gmietligs Fescht, wär Feschter baut, kunnt druss – prost!» So singt der legendäre Sir Francis und so sieht es auch Sonja Tschopp aus Riehen, die im Januar ihre Konzertreihe im Restau- rant Schweizerhaus startete, um mit monatlichen Live-Konzerten wieder mehr Schwung nach Riehen zu bringen (siehe RZ13 vom29.3.18, «Früher war in den Riehener Beizen viel mehr los»). Lärmklage führte zur Absage Fünf Monate des Jahres sind um und fünf Konzerte haben erfolgreich stattgefunden. Das Schweizerhaus sei knallvoll gewesen und zum Glück habe man ab dem dritten Konzert in einen grösseren Nebenraum auswei- chen können, sagt Tschopp. Doch das sechste Konzert der Blues- und Latin- Band French Connection, das für den 1. Juni geplant war, stand unter einem schlechten Stern. Eine Lärmklage, die via Fachstelle Lärmschutz des Amts für Umwelt und Energie (AUE) Basel- Stadt zu ihr drang, veranlasste die Or- ganisatorin der Beizenkonzerte, das Konzert abzusagen. Da sie sich bauli- che Massnahmen für eine Lärmisola- tion nicht leisten könne und zudem gar nicht klar sei, ob der Besitzer der Liegenschaft überhaupt damit ein- verstanden wäre, wollte sie nicht das Risiko eingehen, dass aufgrund einer erneuten Lärmklage die Polizei auf- tauche. Auch um der Wirtin des Schweizerhauses keine Schwierigkei- ten zu bereiten. Über den Umgang mit Lärmkla- gen sagt Matthias Nabholz, Leiter des AUE Basel-Stadt, dass sogenannte Feierabendkonzerte bis 22 Uhr im Kanton möglich seien, solange die An- wohnerschaft einverstanden sei. Wenn aber ein Kläger komme, müsse man der Sache nachgehen (siehe Tele- basel News vom 13. Juni 2018). Sonja Tschopp findet es schade, dass die Per- son, die reklamiert hat – sie weiss nicht, um wen es sich handelt –, nicht direkt zu ihr gekommen sei. «Man Michèle Faller

Sonja Tschopp im Singeisenhof. Sie freut sich, dass das Konzert vom 6. Juli dort stattfinden kann.

Foto: Michèle Faller

Gartenwirtschaft des Schweizerhau- ses sowie im Café Piazza gebe es auch noch Platz. Unterstützung der Gemeinde «Von der Gemeinde Riehen bin ich sehr unterstützt worden», freut sich die begeisterte Konzertveranstalterin. «Ich solle bloss nicht aufhören – es sei toll, wenn jemand etwas organisiere.» Das bestätigt Patrick Breitenstein, Abtei- lungsleiter Publikums- und Behörden- dienste der Gemeinde Riehen: «Die Leu- te, die sich engagieren und von sich aus einen Anlass organisieren, sind enorm wichtig.» Daher unterstütze die Gemein- de den Anlass und konnte dafür die All- mendbewilligung erteilen. Die Gemein- de unterstützt Anlässe von Privaten, die den öffentlichen Raum in einem der bei- den Zentren beleben, gerne mit logisti- scher Unterstützung –im aktuellen Fall mit dem zur Verfügung gestellten Zelt.

«Für Riehen ist es wichtig, dass etwas geht», sagt Tschopp, «gerade für ältere Menschen.» Sie berichtet von Leuten, die mit dem Rollator kommen oder von 90-Jährigen, die zur Musik, die sie von früher kennen, tanzen. «Das ist für mich auch ein tolles Erlebnis: die Leute zu be- obachten und zu sehen, wie sie sich freu- en.» Willkommen seien restlos alle, und damit es sich auch jeder leisten könne, gebe es statt eines fixen Eintrittspreises eine Kollekte. Für die kommenden Konzerte ab August, die Sonja Tschopp bereits ge- plant hat, überlegt die engagierte Mu- sikliebhaberin an Alternativen herum. Als eine Möglichkeit sieht sie das Res- taurant «schlipf@work» an der Bahn- hofstrasse, doch Abklärungen stehen noch aus. Was aber feststeht: In zwei Wochen werden Sir Francis und French Connection im Singeisenhof für Stim- mung sorgen.

kann doch zuerst zusammen reden und versuchen, alles auf einen Nen- ner zu kriegen.» Trotz Absage des Juni-Konzerts war eins für Sonja Tschopp klar: «Das Konzert vom 6. Juli mit Sir Francis sa- ge ich nicht ab, und wenn es vor dem Gemeindehaus stattfinden muss!», sagt sie lachend. Genau dort wird es nun zwar nicht über die Bühne gehen, aber ganz in der Nähe, nämlich im Singeisenhof. Und daran ist die Ge- meinde Riehen massgeblich beteiligt, die sich dafür eingesetzt hat, einen Ersatzort für dieses Konzert zu fin- den. Das freut Tschopp sehr, zumal sie auch French Connection für den Termin gewinnen konnte und die bei- den Bands nun gemeinsam von 18 bis 22 Uhr auftreten. Es seien schon 100 Reservationen bei ihr eingegangen. Die Gemeinde stelle ein Zelt für 120 Personen zur Verfügung und in der

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SoMMeRFeSt Zwei Tage Unterhaltung, Spass und Information für Gross und Klein

Hopp-Schwiiz- Kalbsburger im Schweizer Kreuz, Brötli dazu offeriert

Sonderschulheim «Zur Hoffnung» lädt zum Feiern ein

Unbestrittener Höhepunkt des Samstagsprogramms ist ganz be- stimmt die von den Kindern selbst produzierte und inszenierte «TV- Show», die von 18 Uhr bis 19.30 Uhr in der Caféteria über die Bühne gehen wird (der Eintritt ist frei). Festwirt- schaft und Cocktail-Bar sind von 14 Uhr bis 23 Uhr geöffnet, in der Cock- tail-Bar gibt es wiederum Live-Musik bis zum Festende. Auch am Samstag werden zwei Führungen durch das Heimgelände angeboten. Diese dauern je eine Stun- de und starten um 17 Uhr und um 19.30 Uhr.

ren lassen. In den verschiedenen Gebäuden auf dem grosszügigen Ge- lände gibt es vor allem imTherapiebe- reich viel Interessantes zu sehen. Am Samstag beginnt der Festbe- trieb bereits um 14 Uhr und dann gibt es neben denMarktständen auch viele Spielstände, die zum Mitmachen an- regen. Eine der Hauptattraktionen ist sicher das Ponyreiten. Weil für die Schülerinnen und Schüler eine Reit- therapie angeboten wid, leben Ponys auf dem Schulgelände. Zum Spiel- programm gehören auch Carrera- bahnfahren, Verkleiden, Hüpfburg, Schminken und mehr.

rs. Bereits heute Freitag ab 16 Uhr herrscht auf demGelände des Sonder- schulheims «Zur Hoffnung» Festbe- trieb. Um 16.30 Uhr tritt Linard Bar- dill auf und um 18.30 Uhr folgt der offizielle Festakt. Den braucht es dies- mal in besonderer Weise, denn die traditionsreiche Institition erhält ei- nen neuen Namen: «Schul- und För- derzentrumWenkenstrasse». Sozusa- gen als Taufpate auftreten wird dabei Regierungsrat Conradin Cramer. Am Freitag gibt es bis 23 Uhr auch Live-Musik in der Cocktail-Bar und wer möchte, kann sich um 20 Uhr durch die Heimräumlichkeiten füh-

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