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ERÖFFNUNG Lokale Produzenten sind das Herzstück des Stadtbuur-Ladens in Riehen

Der lokale Marktladen im Dorf Am Dienstag, 5. Mai, öffnet der Stadtbuur-Laden an der Wettsteinstrasse 6 seine Tore –

mit vorwiegend landwirt- schaftlichen Produkten lokaler Produzenten.

Rolf Spriessler

Obst von Riehener Obstplantagen, Milch, Eier, Gemüse, Brot, Fleisch oder auch Blumen von Riehener und Bettinger Bauernbetrieben, lokal her- gestellte Konfitüre, Honig aus Riehen, Riehener Wein und Schnaps – all das gibt es. Erhältlich war das bisher auf ganz unterschiedliche Weise – in Hof- läden, an Selbstbedienungsständen, online, am regelmässig oder tempo- rär aufgestellten Marktstand oder ganz direkt vor Ort. Am kommenden Dienstag nun öffnet an der Wettstein- strasse 6, direkt beim Parkplatz hinter dem Riehener Gemeindehaus, ein neuer Laden, der ganz verschiedene Angebote zusammenfasst und damit zur Drehscheibe und zum Schaufens- ter lokaler Kleinproduzenten werden möchte. Produzenten im Mittelpunkt «Wir wollen eine Art Marktladen für lokale Produkte sein», formuliert es Joel Frischknecht, der sich mit Da- vid Gerber die Geschäftsführung der Kollektivgesellschaft «Stadtbuur» teilt. Der neue Laden soll nicht Kon- kurrenz für die lokalen Anbieter sein, sondern helfen, die lokalen Produzen- ten zu unterstützen und ihnen neue Kundschaft zu verschaffen. «Wir sind auch jederzeit offen für weitere lokale Produzenten», erklärt Joel Frisch- knecht. Diese könnten sich gerne melden, damit man ins Gespräch komme. «Wir werden unser Angebot laufend erweitern und den Kunden- wünschen anpassen», ergänzt David Gerber, «und wir werden unserer Kundschaft die verschiedenen Liefe- ranten vorstellen, auch zum Beispiel auf die Existenz von Hof läden hin- weisen und so versuchen, lokale Pro- dukte lokal bekannt zu machen und zu verkaufen.» DavidGerber ist der Bruder von Pa- trick Gerber, der den Bettinger Dorf- bauernhof in zweiter Generation führt, und er wird dort auch nach wie vor in Teilzeit tätig sein. Joel Frisch- knecht ist David Gerbers Schwager – die beiden Ehefrauen sind Schwes-

Im Stadtbuur-Laden erwarten David Gerber (links) und Joel Frischknecht mit ihrem Team ab kommendem Dienstag ihre Kundschaft.

Foto: Rolf Spriessler

tern. Die beiden Ehepaare sowie Esther Zenger, Elena Wiesli und Joël Rohner gehören zumStadtbuur-Team, das nun während gut einem halben Jahr ein Konzept entwickelt hat. Als die Idee bereits geboren und konkre­ tisiert war, wurden die Liegenschafts- besitzer des Ladenlokals an der Wett- steinstrasse 6, das sowieso gerade freistand, auf die Stadtbuur-Leute aufmerksam und boten ihnen ihren Standort an, weil sie sich mit der Idee identifizieren konnten. Und so kam eins zum anderen. Der Stadtbuur-Laden startet mit folgenden Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch und Freitag 8.30 bis 12 Uhr und 14 bis 18 Uhr, Donnerstag 8.30 bis 12 Uhr und Samstag 8 bis 16 Uhr. Am Sonntag und Montag ist der Laden geschlossen. Am Dienstag, Mittwoch und Freitag gibt es ab Mittag frisches Brot (einmal von der Bettinger Dorf-

Eier. Gemüse gibt es von verschiede- nen Betrieben aus beiden Basel. Der Hof Fischer am Leimgrubenweg lie- fert verschiedene gebrannte Wasser und eventuell später auch Heu, Stroh und Holz. Der Bettinger Dorfbauern- hof ist neben dem schon erwähnten Rindf leisch und Brot mit Obst – vor allem Äpfeln und Zwetschgen – ver­ treten. Der Bauernhof auf der Chri­ schona liefert Kürbisse. Der Bäumli- hof ist mit Sonnenblumen und eventuell auch weiteren Blumen mit von der Partie. Die Riehenerin Hanne- lore Leder produziert unter dem Na- men «Frucht-Werk» Konfitüre, Gelee, Sirup und Senf. Honig aus Riehen gibt es vom Imker Ahmed Tosun. Riehener Weine schliesslich gibt es von Urs Rinklins Weingut im Schlipf, vom Weingut der Gemeinde Riehen unter Pächter Hanspeter Ziereisen und Winzer Silas Weiss sowie vom Badi-

schen «Kalkbödele» unter der Leitung der in Riehen wohnenden Sonja Ma- this Stich. Ausserdem produziert und vertreibt das Stadtbuur-Team eigene Konfitüre oder gedörrte Früchte. Als weitere Spezialitäten aus Basel hinzu kommen Milchprodukte wie Käse, Joghurt und Quark von Mylk sowie Körbe, Tofu, Läckerli und Bier. Gemüse gibt es von verschiedenen Betrieben aus beiden Basel. Aus dem Baselbiet im Angebot stehen Brot, Süssmost, Fisch und Erdbeeren. Zu den ausgewählten Produkten aus anderen Landesteilen gehören Lein- samen, Mohnsamen und Fleischspe- zialitäten. Auf ein Eröffnungsfest verzichtet das Stadtbuur-Team angesichts der speziellen Umstände vorerst. Der neue Laden ist ab dem kommenden Dienstag ganz einfach regulär ge­ öffnet.

bäuerin Heidi Gerber und zweimal aus Muttenz). Am Freitag gibt es je- weils Fisch aus dem Baselbiet. Fri- sches Rindf leisch (aus Bettingen), Lammf leisch (aus Duggingen) und Schweinef leisch (aus Füllinsdorf ) gibt es je nach Verfügbarkeit der Be- triebe auf Ankündigung. Verschiede- ne Fleischspezialitäten eines be- freundeten Metzgers in Schaffhausen gehören zum permanenten Angebot. Vielfältiges Angebot mit Optionen Aus Riehen und Bettingen sind ganz verschiedene Partner mit von der Partie. Augenfällig ist, dass der Rohmilchautomat, der seit einigen Monaten vor dem Bey an der Basel- strasse stand, neu beim Stadtbuur- Laden platziert sein wird. Der Maien- bühlhof liefert ausser Milch auch Kartoffeln und, je nach Verfügbarkeit,

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CORONAVIRUS Kantonale Statistik zu den bisher an Covid-19 erkrankten Menschen

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Infektionen bei 51- bis 60-Jährigen am häufigsten rz. Ende vergangener Woche hat das Basler Gesundheitsdepartement sta- tistische Angaben zu den bisher an Covid-19 erkrankten Menschen im Kanton Basel-Stadt gemacht. Die meis- ten der bislang 946 bestätigten Infek­ tionen gab es demnach in der Alters- gruppe zwischen 51 und 60 Jahren, gefolgt von den 31- bis 40-Jährigen. Ob- wohl die Altersgruppe ab 61 klar weni- ger Infektionen aufwies, waren sie überdurchschnittlich stark von den Todesfällen betroffen: Sämtliche der 49 Todesfälle (bis Redaktionsschluss) traten ab diesem Alterssegment auf, die meisten Todesfälle zwischen 81 und 90 Jahren. 5,4 Prozent der erkrank- ten Frauen und 4,2 Prozent der er- krankten Männer erlagen laut dem Gesundheitsdepartement dem Virus. Bei 39 Prozent der Infizierten ist die Ansteckungsquelle unbekannt; von den benennbaren Quellen steckten sich die Kantonsbewohner am häu- figsten im familiären Umfeld oder in Institutionen an. Auch das urbane Um- feld kam zum Tragen: «Unsere Zahlen zeigen klar, dass es mehr Infektionen in der Stadt gab als in Riehen oder Bet- tingen. Je ländlicher das Umfeld, desto weniger Infektionen», lässt sich Kan- tonsarzt Thomas Steffen zitieren.

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Der wichtigste Schutz sei das wei- ter konsequente Einhalten der Ver- haltens- und Hygienemassnahmen, stellt das Basler Gesundheitsdepar- tement klar. Trotz der Lockerungen der national verordneten Massnah- men von Anfang Woche sei es noch zu früh, um Entwarnung geben zu können. Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger ruft deshalb alle Bewoh- nerinnen und Bewohner des Kantons Basel-Stadt auf, sich weiter an die Verhaltens- und Hygienemassnah- men, insbesondere das Distanzhal- ten und das regelmässige Hände­ waschen, zu halten.

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