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FREITAG, 15.9.2017 96. Jahrgang | Nr. 37

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ZÜGLETE Diese Woche ist das Alterspflegeheim Humanitas vom Altbau an der Inzlingerstrasse in den Neubau an der Rauracherstrasse gezogen

Ein logistisches Meisterwerk der Superlative

Helene und Herbert Blumer auf dem Balkon ihrer Wohnung ob dem Autal mit dem schönen Ausblick im Hinter- grund – sie haben gepackt und freuen sich auf die Rückkehr in ihr «altes» Quartier.

Else Waldner (ganz rechts) kurz nach der Ankunft im neuen Humanitas im Gespräch mit Direktorin Stefanie Bollag. Fotos: Rolf Spriessler-Brander

Diese Woche ist das Alterspfle- geheim Humanitas mit allen Bewohnenden und ihrem Mobiliar und allen Mitarbei- tenden aus dem Altbau im Autal in den Neubau auf dem Rüchlig gezogen. Ich klopfe an die Türe von Helene und Herbert Blumer. Sie wohnen seit rund eineinhalb Jahren im Humanitas, ge- niessen den schönen Blick in die Natur und weit über Basel hinweg. Und doch können sie es kaumerwarten, ins neue Humanitas zu zügeln. Die ersten Transporte, zum Bei- spiel des Klaviers vom Käffeli, haben schon vor ein paar Tagen stattgefun- den. Heute sind die ersten Bewohne- rinnen und Bewohner dran, mit ihren persönlichen Möbeln und all ihrem Hab und Gut. Drei Tage, von Dienstag Rolf Spriessler-Brander

Da sassen die Alten in einer Reihe dort. Das mag für die damalige Generation gestimmt haben. Aber heute bewegt man sich auch im Alter», erzählt sie. Die innere Freude der Direktorin Für ihr Alter ist Else Waldner be- merkenswert fit. «Das liegt sicher auch daran, dass Sie von Anfang an bei unse- rem Molke 7-Fitnessprogramm mitge- macht haben», sagt Direktorin Stefanie Bollag, die soeben wieder aufgetaucht ist, mit einem Schmunzeln. Für Stefanie Bollag ist es ein stres- siger, aber auch ein sehr erfüllender Moment. Sie hat beim Neubau Vieles mitgestaltet, das «Konzept der guten Orte»massgeblichmitentwickelt. Nun ist sie gespannt auf die ersten Tage am neuen Ort. Dass ein ganzes Alterspflegeheim zügelt, ist eine spezielle Geschichte, für alle Beteiligten. Auf jeden Fall ist es eine bewundernswerte logistische Leistung. Hier ist es ein Umzug vom Grünen ins Quartier. In ein Zuhause, das ganz bewusst den Kontakt zur Quartierbevölkerung sucht. In weni- gen Wochen öffnet das öffentliche Restaurant. Man darf gespannt sein, wie sich das «neue» Humanitas am neuen Ort entwickeln wird.

mehr», sagt er, und man merkt, dass ihm etwas bange wird. Am Dorffest hat er die Blaukreuzmusik gerade wie- der spielen hören. Blumers gefällt es, wenn etwas läuft. Sie sind praktisch jeden Tag un- terwegs, kennen eine Menge Leute und unternehmen viel. Für sie ist der Umzug in den Neubau mitten im Quartier ein Glücksfall, ganz nah an der S-Bahn-Station und umgeben von mehreren Bushaltestellen. Auch Rosmarie Metzler, die ich zu- fällig in der Eingangshalle des Neu- baus treffe, hat sich sehr auf den Um- zug gefreut. Hier fühlt sie sich geborgen, hier ist ihr Freundeskreis zu Hause. Meine ehemalige Nachbarin vom Keltenweg fühlt sich im Quartier wohl und freut sich schon auf die nächste Saison des AHa-Theaters im Andreashaus. Sie ist ein Beispiel dafür, wie gut es tun kann, imangestammten Quartier bleiben zu dürfen, auch im hohen Alter, wenn man auf die eine oder andere Hilfe angewiesen ist. «Hätte nicht sein müssen» Auch die 96-jährige Else Waldner hat die Fahrt vomAutal ins Niederholz schon hinter sich. Ja, die Fahrt sei gut gewesen, sagt sie. Aber diesen Umzug hätte es für sie nicht gebraucht. «Ich

bis Donnerstag, dauert der Umzug der Bewohnerinnen und Bewohner. Sie werden dabei vom Heimpersonal lie- bevoll begleitet, vom Zivilschutz chauffiert und von einem verständ- nisvollen Zügelteam unterstützt, das die ganzen Transporte mit bewun- dernswerter Ruhe vorbereitet und durchführt. Rückkehr ins Niederholz «Ja, wir haben unsere neuen Zim- mer schon gesehen. Wir waren am Tag der offenen Tür dort. Es hatte so viele Leute, dass wir kaum hineingekom- men sind. Aber es gefällt uns sehr gut», sagt Helene Blumer. Und freut sich auf die Rückkehr ins Niederholzquartier. «Wir haben vorher lange In den Neumatten gewohnt. In der Nummer eins, ganz hinten beim Kehrplatz», er- zählt Herbert Blumer, erwähnt seinen Bruder, der Alphorn spielt und bei der Blaukreuzmusik ist, bei der er lange mitgeholfen hat, beim Aufstellen und Zusammenräumen. «Ich hoffe, dass sie es schaffen. Sie haben keine Jungen

war sehr zufrieden im Autal. Ich mag die Stille, schätze Matten, Bäume, die Natur», sagt sie. Sie liest gerne Bücher – vorzugsweiseBiografien – undmacht Häkelarbeiten, das tue den Händen gut. Und erinnert sich an ihren Schul- weg. «Da haben wir dann Dinge gesagt und getan, für die wir zu Hause eine aufs Maul bekommen hätten. Der Schulweg, der war ganz wichtig für uns», sagt sie mit schelmisch funkeln- den Augen. Aufgewachsen ist sie in Stettlen bei Bern. Und Brienz, wo ihr Grossvater Vorsteher der Holzbildhau- erschule war, das war für sie die Welt. Dort war sie immer in den Ferien. Sie wolle nicht meckern. Sie habe den Umzug akzeptiert und sei bereit, sich nochmals auf Neues einzulassen. «Ich nehme es, wie es kommt, ohne gross darüber nachzudenken.» Was aus heutiger Sicht vielleicht desillusioniert oder deprimiert wirken mag, zeugt bei Else Waldner von einer grossen Zuversicht und inneren Ruhe. Sie schätzt es, im Alter nicht mehr zu müssen und auch einmal einfach sein zu dürfen und dabei die nötige Unter- stützung und Sicherheit zu erhalten. Und sie schätzt die Offenheit der heu- tigen Altersheime. «Altersheim, das war für uns früher das Schloss Worb.

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