BiBo-KW31-2022

BOTTMINGEN

3

4. AUGUST 2022 | NR. 31

Neue Band spielt «zweite Strophe» der Nationalhymne Die Band «Spruchrif» rockt die Bundesfeier am 1. August in Bottmingen und Gemeinderat Sascha Kuhn spricht als jüngster Redner zu den Festgästen.

César Barriel, Robi D’Agostini, Thomas Hochstrasser und Adrian Heid freuen sich auf ihren ersten Auftritt in Bottmingen: Bisher spielten sie mit ihrer Mundartrock-Band «Spruchrif» am 1. August in ihrer Heimat- gemeinde Sissach; dieses Jahr hatten sie die Veranstalter in Bottmingen zur Bundesfeier eingeladen. Das Feuerwerkverbot aufgrund der Wald- brandgefahr versetzte in Bottmingen niemanden in Aufregung: «Wir haben seit Jahren kein Feuerwerk mehr», erklärt Gemeindepräsidentin Mélanie Krapp-Boeglin: «Wir haben beschlossen, das Geld lieber für Darbietungen auszugeben.» Davon profitieren heuer «Spruchrif», de- nen die Atmosphäre rund um das schmucke Schulhaus Hämisgarten gut gefällt. Humorvolle und nachdenkliche Festansprache Ansonsten bleibt beim Konzept nach Corona alles wie vor Corona: Der Musikverein Bottmingen konzertiert; als einer der wechselnden Bott- minger Vereine bewirtet der Chor «Xang & Fun»; und die Kinder springen am Bungee-Salto-Trampolin auf dem Fussballfeld der Schul- anlage vom Nachmittag bis elf Uhr nachts, wegen des grossen An- drangs vier statt der üblichen fünf Minuten. Der Lampionumzug der Kinder setzt sich in der Dämmerung in Bewegung auf kleiner Route durchs Dorf, begleitet vom Klang von Piccoloflöten. Die Festansprache darf allerdings der bisher vermutlich jüngste Red- ner in Bottmingen halten: der 25-jährige Gemeinderat Sascha Kuhn. Ge- wählt 2020, ist dies heuer auch seine erste Bundesfeier im Amt. Er ist, wie er selbst Auskunft gibt, von seinen Gemeinderatskollegen «netterweise» vorgeschlagen worden. Nonchalant berichtet Kuhn von der Herausforde- rung, eine Erster-August-Rede zu halten, «die Sie idealerweise noch nicht zigmal gehört haben». Er orientiere sich deshalb an den Punk- ten,die die Onlinezeitung republik.ch aus 170 Bundesratsreden zum 1.August seit 1935 für die «perfekte Rede» zusammengetragen hat. Dazu gehört laut Kuhn augenzwinkernd die Anrede «Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger» sowie die Verwendung der lokalen Sprache. Wichtigster Punkt sei aber nach wie vor «die Botschaft», bemerkt Kuhn humorvoll.

Der Musikverein Bottmingen hatte wie gewohnt seinen Auftritt bei der Bundesfeier. Fotos: Boris Burkhardt

Mitglieder des Chors «Xang & Fun» sorgten für die niveauvolle Be- wirtung der Festgäste.

cken. Er fordere die Politik auf, einer nachhaltigen Zukunft zum Nutzen «unangenehme Entscheide zu treffen und unser klassisches Verständnis von Wachstum neu zu definieren». Aber auch jeden Einzelnen fordere er auf, «wieder vermehrt an die Gemeinschaft und die Zukunft unserer Enkel und Urenkel zu denken und eigene Interessen zurückzusetzen». Die Nationalhymne durften dieses Jahr «Spruchrif» intonieren, wo- bei die Gemeinde Bottmingen den Gästen und potenziellen Sängern seit rund fünf Jahren neben der ersten Strophe des Schweizerpsalms als «zweite Strophe» den modernen Text der Schweizerischen Gemeinnüt- zigen Gesellschaft (SGG) präsentiert, der auf der Präambel der Bundes- verfassung basiert und 2015 als Siegerbeitrag des SGG-Wettbewerbs als «neue Strophe der Nationalhymne» präsentiert wurde. Die SGG empfahl daraufhin den Gemeinden, auch den neuen Text zu singen. Für «Spruchrif» ist der Text allerdings neu; und Barriel klingt vor dem Auf- tritt fast etwas aufgeregt, wie die Gäste den Text aufnehmen werden.  Boris Burkhardt Der 25-jährige Gemeinderat Sascha Kuhn hielt an der ersten Bundes- feier im Amt die Festrede (rechts Gemeinderat Christian Caderas, hinten Gemeindepräsidentin Mélanie Krapp-Boeglin).

Die Band «Spruchrif» hatte ihren ersten Auftritt in Bottmingen. Dort sorgten die Sissacher zum ersten Mal für gute Unterhaltung. Die Musiker spielten unter anderem die Nationalhyme.

Ernst mahnt er seine Mit-Bott- minger, die Fokussierung auf das wirtschaftliche Wachstum zu hin- terfragen: «Natürlich ist es schön, eine noch grössere Wohnung zu haben, ein zweites Auto zu kaufen, und noch einmal mehr Ferien zu machen (Da nehme ich mich auch gar nicht davon aus!): Unsere Grundbedürfnisse sind aber schon längst gedeckt.» Stattdessen soll- ten die Menschen in der westli- chen Welt und insbesondere in der Schweiz ihre Energie in den Erhalt von Ressourcen, Lebensqualität und von individuellem Glück ste-

Für die kleinen Gäste bei der Bundesfeier war der Lampionumzug einer der Höhepunkte. Fotos: Isabelle Saladin

VEREINE

und Dorffesten war enorm, er organi- sierte alles bis ins Detail und brachte auch noch die notwendigen Materialien und Werkzeuge mit. Was Roland im Ver- laufe der Jahre alles auf die Beine gestellt und organisiert hat, darüber könnte man ein Buch schreiben. Er wurde viel zu früh aus seinem ak- tiven Leben gerissen. Roland hat unsere Rebzunft geliebt und dementsprechend auch, nebst seiner Familie, sehr viel Zeit in diese für ihn interessante und span- nende Freizeitbeschäftigung investiert. Wir verlieren mit Roland einen extrem sympathischen Freund. Ich spreche sei- ner Frau Marianne und der gesamten Familie im Namen der Zunftfamilie unser herzliches Beileid aus. Der Zunftmeister: Franz Wunderer

ANZEIGE

REBZUNFT BOTTMINGEN

Wenn die Kraft zu Ende geht, ist es kein Sterben, sondern Erlösung

Abschied von Roland Strub

Traurig nehmen wir Abschied von meinem lieben Gatten, unserem geliebten Papi, Schwiegervater, Grosspapi, Bruder, Schwiegersohn, Schwager, Onkel und Götti Roland Strub-König 5. Dezember 1946 – 25. Juli 2022 Nach schwerer Krankheit wurde er von seinem Leiden erlöst und durfte friedlich einschlafen. Wir sind dankbar für die schöne Zeit, die wir mit ihm verbringen durften und werden ihn als liebevollen, hilfsbereiten Menschen in Erinnerung behalten. Marianne Strub-König Simon und Nicole Strub mit Lukas Andreas und Denise Strub mit Lina und Mara Liliane Bergundthal-Strub und Verwandte Urnenbeisetzung im engsten Familienkreis. Die Trauerfeier findet am Freitag, 5. August 2022, um 14.00 Uhr in der reformierten Kirche in Bottmingen statt. Anstelle von Blumenspenden gedenke man der Stiftung Kinderkrebsfor- schung Schweiz, IBAN CH92 0900 0000 4500 9876 3, Vermerk: Roland Strub Traueradresse: Marianne Strub, Kreuzackerhägli 10, 4103 Bottmingen

und in Bewegung bringen. Mit Humor gab er uns seine klaren Anweisungen, zeigte die Übungen vor, wies auf ihre Wirkung hin, aber auch auf allfällige Ge- fahren. Als Vorstandsmitglied war er Teamplayer, talentierter Organisator und die Zuverlässigkeit selbst. Im Sommer vor einem Jahr wurde er Opfer einer heimtückischen Krankheit. Er kämpfte dagegen an, nahm, so weit es ging, an unseren Anlässen teil…doch die Krankheit war stärker, so dass er letzte Woche von uns ging. Dankbar blicken wir zurück auf die vielen schönen, gemeinsamen Stunden mit unserem Turnkameraden Roland. Männerriege Bottmingen

MÄNNERRIEGE BOTTMINGEN

Unser Ehrenmitglied Roland Strub ist von uns gegangen Traurig nehmen wir Abschied von unse- rem Turnkameraden Roland Strub. Roland war über 50 Jahre im Turnver- ein Bottmingen engagiert. In den letzten Jahren war er als Leiter der Männerriege aktiv. Mit grossem Elan, vielen guten Ideen, vertieften Sachkenntnissen und akribisch gut vorbereiteten Turnstunden konnte er uns, ältere Männer, begeistern

Unser langjähriger Rebmeister und Eh- renmitglied, Roland Strub, ist am Mon- tagabend vom 25. Juli 2022, im Alter von 75 Jahren gestorben. Offiziell ist er im Jahre 1986 in unsere Zunft eingetreten. Seit dem Jahre 2005 amtete er als Reb- meister und war für alle Arbeiten im Reb- berg verantwortlich. Er verlangte exak- tes Arbeiten, was er selber auch immer vorlebte. Er hatte eine hohe Sozialkom- petenz und einen guten menschlichen Zugang zu allen Zünftlern und HelferIn- nen. Seine Hilfsbereitschaft bei Anlässen

Das Schönste, was ein Mensch hinterlassen kann, ist ein Lächeln im Gesicht derjenigen, die an ihn denken. Theodor Fontane

Die Gemeinde-Webseite www.bottmingen.ch

Made with FlippingBook - professional solution for displaying marketing and sales documents online