Wirtschaftspolitische Grundlagen

13.11.2025

Dienstliche Ausbildung

Wirtschaftspolitische Grundlagen

Eva Blaschke-Eibl, MA | Abteilung 1

Stand November 2025

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Aufbau und Ziele

I.

Grundlagen Wirtschaftspolitik/ Volkswirtschaftslehre

II. Wirtschaftspolitik des Landes Salzburg III. Förderwesen

Ziele des heutigen Seminars: - Grundverständnis für Wirtschaftspolitik bzw. für wirtschaftspolitische Zusammenhänge zu schaffen - Hauptbereiche/Instrumente/Maßnahmen der Wirtschaftspolitik

Prüfung: Multiple-Choice-Test (Fragenkatalog)

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I. Grundlagen Wirtschaftspolitik

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Volkswirtschaft/Volkswirtschaftslehre

 Alle privaten Haushalte, Unternehmen sowie Einrichtungen des Staates bilden zusammen die Volkswirtschaft.  Zur Volkswirtschaft gehören alle, die Güter erzeugen (produzieren), verteilen und verbrauchen (konsumieren).

 Merkmale: gemeinsame Währung und ein gemeinsames Wirtschaftssystem

 Die Volkswirtschaftslehre ist eine wirtschaftswissenschaftliche Disziplin , die sich mit dem ökonomischen Handeln befasst - Zusammenspiel zwischen Unternehmen, Banken, Privathaushalten, Staat.

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Was ist „Wirtschaft“?

Wirtschaft ist ein Sammelbegriff für die Produktion und Herstellung, Kauf und Verkauf, die Verteilung und den Verbrauch von Gütern und Dienstleistungen.

Ziel ist es , dass alle die Güter und Dienstleistungen kaufen können, die gebraucht werden - Bedürfnisbefriedigung .

Wirtschaft = Gesamtheit aller Einrichtungenund Handlungen, die der planvollen Deckung der Nachfrage dienen.

Unternehmen, private Haushalte, öffentliche Haushalte (Staaten, Länder, Gemeinden, EU)

Produktion, Werbung, Vertrieb, Beschaffung, etc.

Ein bestimmtes Wirtschaftssystem

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Markt, Nachfrage & Angebot – Was steckt dahinter?

Begriff

Erklärung

Beispiel

Ort, an dem Angebot und Nachfrage für Güter/Dienstleistungen zusammentreffen

Supermarkt, Online-Plattform, Flohmarkt

Markt

Gütermenge, die Konsument:innen zu einem bestimmten Preis kaufen wollen Menge an Gütern/Dienstleistungen, die Erzeuger:innen zu einem bestimmten Preis verkaufen wollen

„Wie viele Semmeln kaufen Sie heute?“

Quelle: Land Salzburg, Supermarkt

Nachfrage

„Wie viele Semmeln backt der Bäcker?“

Angebot

Quelle: Land Salzburg, Flohmarkt Corona

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Marktformen – Wer bestimmt den Markt?

Marktform

Was bedeutet das?

Beispiele

Bahn, Post, Energieversorger

Monopol

Ein Anbieter, keine echte Konkurrenz.

Wenige Anbieter. Es gibt Konkurrenz, aber sie ist begrenzt.

Mobilfunkanbieter,

Oligopol

Flugzeugindustrie

Viele Anbieter, viele Nachfrager – Wettbewerb pur!

Bäckereien,

Polypol

Restaurants

Aufgabe: Sie müssen tanken. Es gibt aber nur wenige Tankstellen. Was glauben Sie: Wie wirkt sich diese Marktform auf den Preis , die Auswahl und die Innovationskraft aus?

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Wie kann der Staat eingreifen?

 Wettbewerb fördern: zB durch Zulassung von neuen Anbietern  Subventionen und Anreize  Regulierung  Kartellrecht (Bundeswettbewerbsbehörde)

Ziele BWB: Sicherung des Wettbewerbs, Bewusstseinsbildung, Internationaler Austausch

 Öffentliches Eigentum: zB Öffentliche Spitäler, Sozialer Wohnungsbau  Transparenz und Informationspflichten

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Warum ist ein Marktgleichgewicht wichtig?  Ein Marktgleichgewicht entsteht, wenn Angebot und Nachfrage genau übereinstimmen.  Gleichgewicht = Schnittpunkt von Angebots- und Nachfragekurve.

Was passiert, wenn das Gleichgewicht gestört wird? Angebotsüberschuss: Es gibt zu viele Produkte am Markt, die nicht verkauft werden.

Nachfrageüberschuss: Es gibt zu wenige Produkte für alle, die kaufen wollen.

Quelle: FAZ, online

Wie reagiert der Markt? Marktmechanismus  Preise sinken, wenn zu viel angeboten wird.  Preise steigen, wenn zu wenig angeboten wird. So pendelt sich der Markt immer wieder ins Gleichgewicht ein!

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Was bedeutet Marktversagen?

Marktversagen bezeichnet eine Situation, in der der Markt nicht zustande kommt.

Externe Effekte: Die unsichtbaren Kosten  Firmen verursachen Kosten für andere, zahlen sie aber nicht selbst.

 Beispiel: Eine Fabrik stößt Schadstoffe aus, die Luft wird verschmutzt. Die Umwelt und die Gesundheit der Bevölkerung leiden – diese Kosten tauchen im Produktpreis nicht auf.

Monopolmacht: Kein Wettbewerb, hohe Preise  Ein Anbieter kontrolliert den Markt und kann die Preise bestimmen.  Beispiel: Nur ein lokaler Anbieter für Internet: Kunden haben keine Wahl. Öffentliche Güter  Alle profitieren, aber niemand zahlt freiwillig – also kümmert sich der Staat.  Beispiel: Straßenbeleuchtung: Jeder hat Licht, aber keiner zahlt extra dafür. Lösung:Der Staat stellt sie bereit, sonst gäbe es sie nicht.

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Bei Marktversagen greift der Staat regulierend ein:

Ziel ist es, Nachteile von Anbietern oder Verbrauchern zu verhindern bzw. aus volkswirtschaftlicher Sicht bessere Ergebnisse zu erzielen.

 Externe Effekte: Einführung von Umweltsteuern (CO2-Steuer, Grenzwerte und Vorschriften für Emissionen, Subventionen für saubere Technologien.  Covid19 Arbeitsmarkt: Kurzarbeit  Finanzmarktkrise 2007: Der Marktmechanismus auf dem Geld- und Finanzmärkten funktionierte nicht mehr. Staatlicher Eingriff mit Garantien, Beteiligungen an Banken, finanzielle Hilfe für Kreditinstitute  Öffentliche Güter werden ohne Gegenleistung (Preis) konsumiert (Straßenbeleuchtung, Landessicherheit, Bildung). Lösung: Die öffentlichen Güter werden über Steuern finanziert.

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Wirtschaftspolitik

Wirtschaftspolitik = Alle Maßnahmen öffentlicher Entscheidungsträger zur Gestaltung des Wirtschaftslebens vor dem Hintergrund sich ändernder Zielvorstellungen.

Wie viel Einfluss sollen die öffentlichen Entscheidungsträger auf die Wirtschaft überhaupt ausüben?

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Drei große Wirtschaftssysteme – Wer entscheidet was?

Wirtschaftssystem

Beispiel Wer trifft die Entscheidungen?

Ehemalige DDR, Nordkorea

Planwirtschaft

Der Staat plant alles zentral

Unternehmen & Haushalte, Angebot & Nachfrage regeln alles

Freie Marktwirtschaft

Früher USA

Markt + Staat sorgt für Ausgleich

Soziale Marktwirtschaft

Deutschland, Österreich

Aufgabe: In welchem System gibt es staatlich festgelegte Preise? Wo gibt es Sozialversicherungen und Mindestlöhne? Wo entscheidet der Markt ganz allein?

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Planwirtschaft: Der Staat entscheidet alles

Merkmale: - Staat plant und lenkt gesamte Wirtschaft - Produktionsmittel sind Staatseigentum - Preise werden vom Staat festgelegt - Kein freier Markt, zentrale Vorgaben

Ziele: - Soziale Gleichheit - Versorgungssicherheit

Vorteile

Nachteile

- Stabile Preise - Gerechtigkeit

- Nahezu keine Arbeitslosigkeit - Stabile Preise - Gerechte Verteilung - Versorgung mit Grundgütern

-Kaum Leistungsanreize - Wenig Innovation -Versorgungsengpässe möglich - Bürokratie - Keine freie Berufswahl

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Freie Marktwirtschaft

Merkmale: -Angebot & Nachfrage bestimmen Preise - Produktionsmittel sind in Privatbesitz - Staat greift kaum ein - Wettbewerb

Ziele: - Wirtschaftliche Effizienz - Individuelle Freiheit - Wohlstand durch Wettbewerb

Vorteile

Nachteile

- Hohe Produktvielfalt - Innovation & Fortschritt

- Gefahr großer sozialer Ungleichheit - Keine soziale Absicherung -Wirtschaftskrisen möglich

- Selbstbestimmung - Leistungsanreize

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Soziale Marktwirtschaft

Merkmale:  Kombination aus Markt und sozialem Ausgleich  Staat greift regulierend ein (zB Sozialversicherungen, Mindestlohn)  Privateigentum dominiert, aber mit staatlicher Kontrolle

Ziele:  Wirtschaftliche Effizienz  Soziale Gerechtigkeit  Chancengleichheit

Vorteile

Nachteile

Wirtschaftswachstum & Innovation Soziale Absicherung Ausgleich zwischen Arm und Reich Freiheit und Sicherheit

Staatliche Eingriffe verursachen Kosten (Steuern/Abgaben) Soziale Probleme nicht völlig gelöst Bürokratie

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Ökosoziale Marktwirtschaft

Weiterentwicklung der Sozialen Marktwirtschaft Neben wirtschaftlichen und sozialen Zielen spielen auch Umweltschutz und nachhaltiges Wirtschaften eine zentrale Rolle

 Ziel ist es, Wohlstand, soziale Sicherheit und eine intakte Umwelt für jetzige und zukünftige Generationen zu verbinden.

Wo gibt es die Ökosoziale Marktwirtschaft?

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Gliederung der Wirtschaftspolitik

Ziele/Magisches Viereck:

Arten der Wirtschaftspolitik:  Ordnungspolitik (Wettbewerbspolitik)  Strukturpolitik (Infrastrukturpolitik, regionale und sektorale Strukturpolitik – Beispiel Europäische Strukturpolitik/Strukturfonds)  Prozesspolitik (Arbeitsmarktpolitik, Finanzpolitik, Fiskalpolitik, Geldpolitik, Handelspolitik, Konjunkturpolitik

Quelle: Kronberger 2017: 52f

Magisches Viereck; Quelle Wikipedia

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Wirtschaftspolitik-Ziele: Bundeshaushaltsgesetz Österreich

In Österreich sind die Ziele im Bundeshaushaltsgesetz wie folgt verankert (§ 2 Abs 3): Dem Erfordernis des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichtes ist durch Vorkehrungen Rechnung zu tragen, die auf ein  ausgewogenes Wirtschaftswachstum,  Preisstabilität,  eine in hohem Maße wettbewerbsfähige soziale Marktwirtschaft,  Vollbeschäftigung  und sozialen Fortschritt  sowie ein hohes Maß an Umweltschutz und  Verbesserung der Umweltqualität abzielen.

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Wirtschaftspolitik-Ziele: Salzburger Landesregierung Auszug aus dem Arbeitsübereinkommen:

 Kapitel Wirtschaft: Eine hohe Kaufkraft , niedrige Arbeitslosenzahlen und ein hoher Lebensstandard zeichnen Salzburg aus. Diese Spitzenposition wollen wir in den nächsten Jahren weiter ausbauen. Dabei soll eine besonders unternehmerfreundliche Politik und Verwaltung, die immer auch die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Blick hat , zur wirtschaftlichen Dynamik wesentlich beitragen.  Kapitel Arbeit: …. dass die Salzburgerinnen und Salzburger die beste Ausbildung bekommen und möglichst alle Erwerbsfähigen in den Beschäftigungsprozess aufgenommen werden können.

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Akteure in der Wirtschaftspolitik

Produzenten und ihre Interessensvertretungen (Unternehmerverbände, Wirtschaftskammer, Industriellenvereinigung, Landwirtschaftskammer)

EU, Bund, Länder, Gemeinden

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und ihre Interessensvertretungen

Konsumenten und ihre Interessensvertretungen (zB Konsumentenschutz, Autofahrerklubs)

(Gewerkschaften, Arbeiterkammer)

Medien

Wissenschaft

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Geldpolitik Das vorrangige Ziel der Geldpolitik ist Preisstabilität.

 Preisstabilität: Die Preise für Waren und Dienstleistungen steigen nur wenig, dh, das Geld bleibt verlässlich!  Inflation: Anhaltender Wertverlust des Geldes durch steigende Preise.

Warum ist ein stabiles Preisniveau so wichtig?  Geld kann nur dann als Tauschmittel , Wertaufbewahrung und Recheneinheit funktionieren, wenn die Preise stabil bleiben.  Schützt vor Kaufkraftverlust, schafft Vertrauen in die Währung  Wichtige Grundlage für eine wettbewerbsfähige, soziale Marktwirtschaft undausgewogenes Wirtschaftswachstum.

Quelle: Land Salzburg/Neumayr Celum

Wie wird Preisstabilität gemessen?

 Indikator ist die Inflationsrate  Ziel der EZB: Mittelfristig etwa 2 % Inflation pro Jahr

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Wie wird Inflation gemessen?

Berechnung der Inflation erfolgt mit dem Verbraucherpreisindex (VPI):  Der VPI misst, wie sich die Preise für typische Alltagsprodukte und Dienstleistungen verändern .  Grundlage ist ein „Warenkorb“ mit Dingen, die ein durchschnittlicher Haushalt kauft: Lebensmittel, Miete, Öffis, Kleidung, Handy, Strom, usw.  Jeden Monat werden die Preise für alle Produkte im Warenkorb erhoben.  Vergleich mit dem Vorjahr: Steigen die Preise insgesamt, spricht man von Inflation.

Quelle: Statistik Austria, November 2025

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Was sind die Ursachen für Inflation?  Geldmengeninflation: Zu viel Geld im Umlauf – Preise steigen, weil mehr Geld auf gleich viele Güter trifft.  Nachfrageinflation: Nachfrage ist größer als das Angebot – Unternehmen erhöhen die Preise.  Kosteninflation: Steigende Produktionskosten (z.B. Löhne, Rohstoffe) – Firmen geben Kosten an Kunden weiter.  Importierte Inflation: Teurere Importe (z.B. Öl, Gas) – höhere Preise auch bei uns.  Gewinninflation: Firmen mit Marktmacht erhöhen Preise, um mehr Gewinn zu machen.  Inflationserwartungen: Alle rechnen mit steigenden Preisen – und handeln entsprechend (z.B. höhere Lohnforderungen, Preise werden gleich erhöht). Quelle: Land Salzburg/Neumayr Celum

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Geldpolitik

 Umsetzung der Geldpolitik erfolgt über die nationalen Zentralbanken und der Europäischen Zentralbank (EZB) .  Für Zentralbanken ist es wichtig, Deflation wie auch hohe Inflation zu vermeiden. Preissteigerung = Inflation (mehr Geld für dieselben Güter notwendig) Preisrückgang = Deflation (weniger Geld für dieselben Güter notwendig)  Das wichtigste Instrument der Geldpolitik ist der Leitzins .  Der Hauptrefinanzierungssatz (oberster Kreditzins) liegt aktuell bei 2,15 Prozent.

Quelle: www.finanzrechner.at/online 2025

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Arbeitsmarktpolitik

Ziel ist Vollbeschäftigung.

Formen der Arbeitslosigkeit:  Friktionelle Arbeitslosigkeit (Such- oder Fluktuationsarbeitslosigkeit)  Saisonale Arbeitslosigkeit (zB Tourismus, Bauwirtschaft)  Konjunkturelle Arbeitslosigkeit (gesamtwirtschaftliche Nachfrage geht zurück)  Strukturelle Arbeitslosigkeit (Anforderungen des Arbeitsmarktes stimmen nicht mit den Interessen/Fähigkeiten der Arbeitskräfte überein)

Warum ist es wichtig, die Formen der Arbeitslosigkeit zu unterscheiden ?

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Instrumente der Arbeitsmarktpolitik Passive Arbeitsmarktpolitik  Vermittlungstätigkeit (Arbeitsmarktservice)  Beratung bei der Berufswahl  Soziale Absicherung der Arbeitslosen (Arbeitslosengeld, Notstandshilfe)

Aktive Arbeitsmarktpolitik  Berufsausbildung

 Weiterbildung  Förderungen

Institutionen am Arbeitsmarkt: Arbeitsmarktservice, Sozialpartner, Land, Bund, etc.

Indikator: Arbeitslosenquote, Erwerbsquote

Berechnung Nationale Arbeitslosenquote: Registrierte Arbeitslose/Arbeitskräftepotential x 100 Arbeitskräftepotential = Arbeitslose + unselbstständig Beschäftigte

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Arbeitsmarktpolitik: Zahlen

Quelle: Landesstatistik Salzburg 2025

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Aktive Arbeitsmarktpolitik: Land Salzburg (1)

 Abteilung 1, Referat 20101 Regionalentwicklung und EU-Regionalpolitik  Budget 2025: 4,9 Mio €

Ziele:  Berufs- und Bildungsorientierung stärken  Höher- und Weiterqualifizierung und lebensbegleitendes Lernen forcieren  Weiterentwicklung und Attraktivierung der Lehrausbildung  Fortführung und strategischere Ausrichtung von MINT-Salzburg  Positionierung Salzburgs als attraktiven Arbeits- und Ausbildungsstandort (Talents Attraction Management)  Setzung von differenzierten Maßnahmen, um die Erwerbsbeteiligung der in Salzburg lebenden Personen zu steigern

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Aktive Arbeitsmarktpolitik: Land Salzburg (2)

Maßnahmen:  Qualifizierung: Salzburger Bildungsscheck, Arbeitsplatznahe Qualifizierung (AQUA),  Werkmeisterprüfungsgebühr  Berufsorientierung: BIM, Talente-Check, Berufs- und Studienorientierung, Mädchenberatung, sozialpädagogische Betreuung, Joker, fairMatching  Frauen: Beratungs-und Qualifizierungsangebote  Lehre: überbetriebliche Ausbildung (ÜBA), Projekt lehrlingsfreundlichstes Bundesland  MINT: MINT-Projekte

 Stiftungen: Implacement, Outplacement  Akquise von Fachkräften aus Drittstaaten

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Wachstumspolitik (1)

Wirtschaftswachstum ist ein zentrales, langfristiges ökonomisches Ziel einer Volkswirtschaft.

Wirtschaftswachstum heißt, dass in einem Land mehr Güter und Dienstleistungen produziert werden . Dadurch steigt das Bruttoinlandsprodukt.

Positive Effekte des Wirtschaftswachstums:  Erhöhte Bedürfnisbefriedigung (bessere Versorgung mit Gütern, mehr Auswahl)  Mehr Arbeitsplätze  Höhere Staatseinnahmen dadurch kann der Staat mehr investieren  Steigender Wohlstand (Einkommen und Lebensstandard steigen)  Technologischer Fortschritt (durch Innovation)  Erleichterung des Strukturwandels

Quelle: Kornberger 2017: 247

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Wachstumspolitik (2)

Was kann der Staat tun?  Infrastruktur ausbauen: Straßen, Schienen, Breitband  Investitionen fördern: Unternehmen erhalten Förderungen, damit sie mehr investieren und neue Arbeitsplätze schaffen können.  Innovation unterstützen (F&E): Forschung und Entwicklung werden gefördert, damit neue Produkte und Technologien entstehen.  Bildung & Qualifizierung stärken  Fiskalpolitik: zB durch Steuersenkungen oder höhere staatliche Ausgaben, um die Wirtschaft anzukurbeln.  Regulierung: Durch Gesetze und Regeln kann der Staat faire Bedingungen für alle schaffen und Innovationen ermöglichen.

Gibt es eigentlich Grenzen des Wachstums?

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Wachstumspolitik (3) Was passiert, wenn die Wirtschaft immer weiter wächst?  steigender Ressourcen- und Energiebedarf  mehr Emissionen  mehr Abfall  mehr Umweltbelastungen → Ökologische und soziale Krisen werden wahrscheinlicher

Qualitatives Wachstum als nachhaltige Lösung  Die Wirtschaft soll wachsen, ohne die Umwelt zu belasten!  Das nennt man Entkopplung von Wachstum und Umweltbelastung.  Forschung & innovative Technologien helfen dabei, Ressourcen zu schonen und Emissionen zu senken. Beispiele: - Ci co/Upcycling von Beton (aus Alt wird Neu) - Projekt Flughafen 4.0: Untersuchung und Optimierung von Mobilitätsströmen – weniger Stau, weniger Emissionen.

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Wachstumspolitik (4)

Das Bruttoinlandsprodukt BIP gilt als Indikator für den wirtschaftlichen Erfolg oder Misserfolg und die Leistungsfähigkeit eines Landes. Das BIP gibt Auskunft darüber, welcher Wert an Gütern und Dienstleistungen innerhalb eines Jahres durch eine Volkswirtschaft innerhalb ihrer nationalen Grenzen erwirtschaftet wird ). Eine Erhöhung des Bruttoinlandsproduktes kann auf zwei Faktoren zurückgeführt werden: 1. höhere Menge an produzierten Gütern bzw. Dienstleistungen 2. höhere Preise

Nominales BIP: Gibt die Wertschöpfung zu aktuellen Marktpreisen an (beeinflusst durch Inflation/Deflation). Reales BIP: Alle produzierten Güter bzw. Dienstleistungen werden zu Preisen eines bestimmten Basisjahres bewertet (preisbereinigt).

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Wachstumspolitik (5)

Vereinfachtes Beispiel zur Berechnung der Wertschöpfung

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Wirtschaftswachstum: BIP (6)

Ist das BIP als Wohlstandsindikator noch zeitgemäß?

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Wirtschaftswachstum: BIP (6)

Das BIP als Wohlstandsindikator  Einfach und international vergleichbar.  Ein steigendes BIP signalisiert oft mehr Jobs, höhere Einkommen und mehr Konsum.

Kritik am BIP  Das BIP sagt nichts darüber aus, wie gerecht der Wohlstand verteilt ist.  Kein Maß für Lebensqualität: Gesundheit, Bildung, Freizeit, Umweltqualität oder Zufriedenheit werden nicht erfasst.  Umweltschäden werden nicht abgezogen: Umweltzerstörung und Ressourcenverbrauch erhöhen kurzfristig das BIP, senken aber langfristig den Wohlstand.  Unbezahlte Arbeit fehlt: Hausarbeit, Ehrenamt oder Pflege werden nicht berücksichtigt, obwohl sie wichtig für die Gesellschaft sind. Dh, die Wirtschaftspolitik sollte nicht nur auf Wirtschaftswachstum (BIP) ausgerichtet sein, sondern auch soziale Gerechtigkeit, Umwelt- und Lebensqualität gezielt berücksichtigen.

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Konjunkturpolitik/Stabilitätspolitik (1)

Konjunkturpolitik wird immer dann betrieben, wenn Schwankungen in der Wirtschaft offenkundig werden.

 Konjunktur beschreibt die wirtschaftliche Lage eines Landes .

 Konjunkturzyklus beschreibt das wellenförmige Auf und Ab der Wirtschaftsaktivität.

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Konjunkturpolitik/Stabilitätspolitik (2)

Phasen Konjunkturzyklus:

 Aufschwung: steigende Nachfrage - steigende Produktion - sinkende Arbeitslosigkeit - steigende Preise - steigende Löhne - steigende Investitionen  Boom/Hochkonjunktur: Kapazitäten sind aufgrund der starken Nachfrage voll ausgelastet -Arbeitskräfte und Produktionsmittel werden langsam knapp. Steigende Preise (Inflation). Es folgt eine Marktsättigung.  Abschwung/Rezession: Wachstum der Wirtschaft ist zu Ende bzw. schrumpft (sinkende Produktionen und Gewinne). BIP sinkt. Sinkende Nachfrage – sinkende Produktion – steigende Arbeitslosigkeit – sinkende Investitionen.  Depression/Konjunkturtief: Tiefpunkt der Wirtschaft, geringe Nachfrage, geringe Produktion, hohe Arbeitslosigkeit.

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Konjunkturpolitik/Stabilitätspolitik (3)

Instrumente der Konjunkturpolitik:

Fiskalpolitik (Steuerung über Staatsausgaben): Ziel: Steigerung der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage  Steuersenkung bzw. -anhebung, um die Konsumgüternachfrage zu beeinflussen  Kompensation privater Nachfrage durch Staatsnachfrage  Erhöhung/Senkung staatlicher sozialer Leistungen: verändern das verfügbare Einkommen und wirken sich dadurch auf den Konsum aus  Subventionen und Förderungen für Betriebe

Geldpolitik (siehe Folien Geldpolitik)

Arbeitsmarktpolitik (zB Kurzarbeit)

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Übung Beschreiben Sie die Richtung der Entwicklung (steigend oder fallend) bzw. den Höchst- oder Tiefstand in den jeweiligen Phasen

Aufschwung

Hochkonjunktur

Rezession

Depression

BIP

Preisniveau

Arbeitslosigkeit

Quelle: Österreichische Nationalbank, online

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Lösung

Aufschwung

Hochkonjunktur

Rezession

Depression

BIP

steigend

Höchststand

fallend

Tiefststand

Preisniveau

steigend

Höchststand

fallend

Tiefststand

Arbeitslosigkeit

fallend

Tiefststand

steigend

Höchststand

Quelle: Österreichische Nationalbank, online

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Außenwirtschaftliches Gleichgewicht und Handelspolitik Außenwirtschaftliches Gleichgewicht bedeutet, dass die Importe und Exporte eines Landes – also der Austausch von Waren, Dienstleistungen und Kapital mit dem Ausland – langfristig ausgeglichen sind .

Ziel: außenwirtschaftliches Gleichgewicht sichern oder wiederherstellen.

Exportvolumen Salzburg: 2023 exportierte Salzburg Waren im Wert von 13,98 Milliarden Euro. Das entspricht einem Anstieg von 3,5 % gegenüber dem Vorjahr. Im 1. Halbjahr 2024 sanken die Exporte Salzburgs allerdings um 7,9 %. Mehr als 40 % aller Einfuhren nach Salzburg kommen aus Deutschland; Deutschland ist auch für die Exporte Salzburgs der bedeutendste Partner.

Wichtigste Exportbranchen: Maschinenbau und Maschinen, Chemische Industrie, Metallverarbeitung, Lebensmittel und Getränke, Holz- und Papierindustrie,

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Außenwirtschaftliches Gleichgewicht und Handelspolitik: Instrumente • Zölle: Ein Staat erhebt eine Abgabe auf importierte Waren. Beispiel: USA und China • Importkontingente: Es darf nur eine bestimmte Menge oder ein bestimmter Wert eines Produkts ins Land importiert werden. • Exportsubventionen: Der Staat fördert Unternehmen, wenn sie ihre Waren ins Ausland verkaufen (um die Handelsbilanz zu verbessern, Exporte wettbewerbsfähig halten). • Handelsabkommen: Zwei oder mehr Länder vereinbaren, den Handel zu erleichtern. Aktuelles Handelsabkommen zwischen USA und Großbritannien. • Importverbote/Embargos • Technische Handelshemmnisse: Vorschriften oder Standards, die Produkte erfüllen müssen, um eingeführt werden zu dürfen.

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Wirtschaftspolitik: Zusammenfassung

Als Wirtschaftspolitik werden alle Maßnahmen und Aktivitäten des Staates bezeichnet, die das Ziel haben, das Wirtschaftsleben zu steuern, zu beeinflussen und zu ordnen . Grundlage der Wirtschaftspolitik ist die Wirtschaftsordnung des Staates . In Österreich ist das die ökosoziale Marktwirtschaft . Die Ziele der Wirtschaftspolitik sind unter anderem, dass der Wohlstand wächst. Die Menschen sollen Arbeit haben und die Löhne müssen ausreichend hoch sein, damit die Menschen die Güter, die angeboten werden, auch kaufen können. Wirtschaftspolitik sollte auch dafür sorgen, dass es keine Konflikte mit den Volkswirtschaften anderer Länder gibt.

Quelle: Gerd Schneider/Christiane Toyka-Seid 2018

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Grenzen der nationalen Wirtschaftspolitik

Durch die europäische Integration wird der Handlungsspielraum der nationalen Wirtschaftspolitik eingeschränkt:  In vielen Bereichen (Agrar, Fischerei oder Außenhandel) wird bereits eine gemeinsame europäische Wirtschaftspolitik betrieben.  Neben diesen supranationalen Einflüssen unterliegt die Wirtschaftspolitik auch Zwängen, die aus der Globalisierung erwachsen.

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Schwerpunkte der Europäischen Wirtschaftspolitik

 Schaffung eines gemeinsamen Marktes  freier Waren-, Dienstleistungs-, Personen- und Kapitalverkehr  Wirtschafts- und Währungsunion  Gemeinsame Agrarpolitik  Regional- und Strukturpolitik: – Leitgedanke: Die Europäische Union fördert mit einer Reihe von Maßnahmen verschiedene Bereiche des gesellschaftlichen Lebens ihrer Mitgliedsländer und assoziierten Staaten. Neben dem Rahmenprogramm Horizon Europe (2021-27, 95,5 Mrd. € für 27+ Länder) unterstützen die Strukturfonds und weitere Programme Forschung und Innovation sowie regionale Entwicklung, Klimaschutz und Bildung mit 392 Mrd. insgesamt. – Ziele: Konvergenz, Abbau der Entwicklungsunterschiede zwischen den Regionen, Wirtschaftlicher, sozialer und territorialer Zusammenhalt in der EU, regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung – Instrumente = „Strukturfonds“ Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) Europäischer Sozialfonds (ESF) ELER/ LAEDER – Unterstützung der Entwicklung im ländlichen Raum

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Europäische Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU)

Als Europäische Wirtschafts- und Währungsunion wird eine Vereinbarung zwischen den EU- Mitgliedstaaten bezeichnet , sich ab dem 1. Juli 1990 durch die Umsetzung bestimmter wirtschafts- und währungspolitischer Regelungen in einem dreistufigen Prozess enger aneinander zu binden. Das Hauptziel der EWWU- Regelungen ist die Ergänzung des Europäischen Binnenmarkts durch eine gemeinsame

Währung mit hoher Preisniveaustabilität .

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II. Wirtschaftspolitik des Landes Salzburg

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Akteure in der SBG Wirtschaftspolitik

 Landtag  Landesregierung: Landeshauptmann-Stv. Mag. Stefan Schnöll  Amt der SBG Landesregierung: Abteilung 1 für Wirtschaft, Tourismus und Gemeinden  Gemeinden (kommunale Infrastruktur)  Magistrat Salzburg: Wirtschaftsservice Salzburg  Sozialpartner: Wirtschaftskammer Salzburg, Arbeiterkammer Salzburg  Sonstige Einrichtungen/Serviceeinrichtungen für Wirtschaft und Forschung  Innovation Salzburg GmbH  Salzburg Research  SalzburgerLandTourismus GmbH (SLTG)  Tourismus Salzburg GmbH

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Salzburg in Zahlen

Wirtschaftsleistung & Arbeitsmarkt  Bruttoinlandsprodukt (BIP) Salzburg 2023: ca. 36,29 Mrd. € nominell  BIP pro Einhwohner nominell 2023: 63.700

 Arbeitslosenquote März 2025: 4,5 % (Österreich: 7,4 %)  Beschäftigte: 271.461 unselbständig Erwerbstätige

Tourismus  Tourismusjahr 2023/2024: 29,8 Mio. Nächtigungen, 8 Mio. Gäste  Nächtigungen Winter 2024/25: 11,6 Mio.  Wichtigste Herkunftsländer: Deutschland (40,2 %), Österreich (21,1 %), Niederlande (11 %)

Insolvenzen (1. Quartal 2025)  Unternehmensinsolvenzen: 120 Fälle (+36,4 %)  Privatinsolvenzen: 100 Fälle (+6,3 %)

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Salzburger Wirtschaft in Zahlen

Quelle: WKO, Unternehmen 31.10.2020

Wirtschaftssektoren  Primärer Sektor (Gewinnung von Rohstoffen): Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Fischerei, Bodenschätze  Sekundärer Sektor (Ver- und Bearbeitung von Rohstoffen): Industrie, Handwerk, Baugewerbe, Energiewirtschaft, Wasserversorgung  Tertiärer Sektor (Dienstleistungen): Ärzte, Banken, Handel, Versicherungen, Tourismus,…

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Standortstrategie 2035

Zentralen Herausforderungen und Chancen:

 Demographie und gesellschaftliche Transformation - Auswirkungen auf Arbeitsmarkt und Raumstruktur - Gesellschaftliche Transformation so verstehen, dass sie in Vorteile verwandelt werden

(attraktive Lebensbedingungen, neue innovative Arbeitsformen, etc.) - Ziel: Unternehmen und Standort fit & anpassungsfähiger machen.

 Digitale Transformation - Digitalisierung verändert alles – vom Handwerksbetrieb bis zum Hightech-Start-up! - Maßnahmen: Unternehmen & Regionen digital unterstützen, Digitale Skills für alle stärken!

 Klimawandel und ökologische Transformation – Salzburg will Vorreiter bei Klimaschutz & Nachhaltigkeit sein!

– Beispiele: Mehr Öffis & nachhaltige Mobilität für Pendler:innen, Bioökonomie & Kreislaufwirtschaft fördern, Unternehmen beim Ressourcenmanagement unterstützen

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Standortstrategie 2035

Salzburg 2035: Bester Platz für Wirtschaft, Arbeit und Leben, Smart & green

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Standortstrategie 2035

Strategische Stoßrichtungen

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Aktuelle Förderprogramme

Unternehmensgründung: Jungunternehmerförderung, Start-up Salzburg

Unternehmensaktivitäten  Digitalisierungsoffensive  Wachstumsprogramm für Kleinbetriebe  Kooperationen/Netzwerke  Arbeitswelt 4.0  Lebensmittel-Nahversorgung  Betriebliche Photovoltaik-Anlagen  Umweltinvestitionen in Kleinbetriebe  Tourismusoffensive

Forschung & Entwicklung

Arbeitsmarktförderung (zB Bildungsscheck)

Filmförderung

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III. Förderwesen

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Subventionen: Definition, Arten und Ziele

 Subventionen/Förderungen sind Zuschüsse aus öffentlichen Mitteln an Unternehmen, Wirtschaftszweige oder auch private Haushalte, die an keine direkte Gegenleistung gebunden sind.  Mit den Subventionen soll ein bestimmtes Verhalten gefördert werden : Investitionen, Weiterbildung, F&E, Digitalisierung, Energiesparen, etc.  Subventionen sind ein Instrument der Wirtschaftspolitik (Fiskalpolitik).  Förderarten  Direktzuschuss oder Barzuschuss  Geförderte Kredite, Zinsenzuschüsse  Garantie und Haftung (zB COVID-19 Haftungen)  Risikokapital und Beteiligungen  Berichterstattungspflichten von gewährten Subventionen  EU: SANI, SARI, TAM

 Bund: Transparenzdatenbank  Land Salzburg: Transferbericht

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Risikomanagement Förderwesen Abt. 1

Prozessintegrierte Maßnahmen/IKS-Grundsätze (gültig für alle Prozesse):  Transparenz–Prinzip: Die genauen Abläufe sowie Verantwortlichkeiten müssen in den einzelnen Prozessbeschreibungen geregelt werden.  Funktionstrennung: Entscheidungen, Bewilligungen sowie finanzwirtschaftliche Transaktionen dürfen nicht durch ein und dieselbe Person getroffen werden.  Kontrollautomatik: In allen spezifischen Softwarelösungen der Abteilung sollen nach Möglichkeit systemische Kontrollen integriert werden (zB bei FIS-Produktvorlage max. Förderobergrenze).  Vier-Augen-Prinzip  Prinzip der minimalen Rechte: Rollenbasierte Berechtigungen gem. Stellenbeschreibungen in allen Systemen sowie Berechtigungen gem. Berechtigungskonzept für IT-Anwendungen und das Schließsystem.  Dokumentation der Kontrollen: Sämtliche durchgeführten Kontrollen (gem. Vorgaben in den Richtlinien, Gesetzen) müssen nachvollziehbar dokumentiert werden. In den jeweiligen Prozessbeschreibungen bzw. IKS-Matrixen ist festzuhalten, in welcher Form, Art und Umfang die Kontrollen dokumentiert werden müssen.  Archivierung und Nachvollziehbarkeit: Sämtliche entscheidungsrelevanten Unterlagen und Dokumente müssen in den jeweiligen IT-Anwendungen BISS, ELISA, GAF-Software oder FIS vollständig und nachvollziehbar dokumentiert werden.

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Förderprozess inkl. IKS-Elemente

Der typische Förderprozess besteht aus fünf Phasen

Antrags- einreichung

Förder- entscheidung

Förder- auszahlung

Ablage/Daten- speicherung

Antragsprüfung

Risiken: - Fehlende

Risiken: - Förderbedingunge n nicht oder unzureichend erfüllt - Falsche Beurteilung der förderfähigen Kosten - Zahlung an falschen Empfänger IKS-Elemente - 6-Augen-Prinzip (SB prüft Verwendungsnach weis, Freigabe durch RL, Auszahlung durch LBH)

Aufbewahrungsfristen gem. Skartierordnung und gesetzliche Vorgaben (Löschkonzept gem. Datenschutz/persone nbezogene Daten)

Risiken: - Fehlende,

Förderwürdigkeit

unvollständige, falsche Angaben - Doppelter Antrag IKS-Elemente - Richtlinie - Sonderfälle werden abgestimmt - Standard-Prüfliste - Standard- Dokumentation

- Falsche

Einreichung erfolgt bestenfalls über eGov

Förderbemessung

IKS-Elemente - Richtlinien - 4-Augen-Prinzip (SB macht

IKS-Elemente: Standardisiertes Antragsformular mit Pflichtangaben (Abgleich Förderbedingungen gem. Richtlinie)

Fördervorschlag, RL Entscheider)

- Eigene

Produktvorlagen in der Fördersoftware

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Förderungsvereinb arung

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Vielen DANK!

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Prüfungsfragen 1. Was versteht man unter Wirtschaft? 2. Was wird unter Wirtschaftspolitik verstanden? 3. Wann liegt ein Marktgleichgewicht vor? 4. Welche Wirtschaftssysteme gibt es? 5. Welches Wirtschaftssystem gibt es in Österreich? 6. Wer zählt zu den Akteuren der Wirtschaftspolitik?

7. Was sind die Ziele der Wirtschaftspolitik (Magisches Viereck)? 8. Zwischen welchen Arten von Arbeitslosigkeit wird unterschieden? 9. Was gehört zur aktiven Arbeitsmarktpolitik? 10. Was versteht man unter passiver Arbeitsmarktpolitik? 11. Wie setzt sich das Arbeitskräftepotential zusammen? 12.Wie wird das Wirtschaftswachstum gemessen? 13. Auf welche Faktoren kann eine Erhöhung des BIP zurückgeführt werden? 14. Was versteht man unter Konjunkturzyklus? 15. Was versteht man unter Fiskalpolitik? 16. In welcher Form nimmt die EZB Einfluss auf die Wirtschaftspolitik? 17. Wie wird die Inflation berechnet? 18. Welche Wirtschaftssektoren gibt es? 19. Nennen Sie die strategischen Stoßrichtungen der Standortstrategie 2035? 20. Was versteht man unter einer Subvention? 21. Ein Instrument der Wirtschaftspolitik sind Förderungen. Welche Phasen gehören zum idealen Förderprozess?

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Datenquellen

 Bild Frühstücksliebe, Löckerwirt www.salzburgerLand.com: https://www.salzburgerland.com/de/magazin/15-koestliche- adressen-zum-brunchen-fruehstuecken-im-salzburgerland/  Duden Wirtschaft von A bis Z: Grundlagenwissen für Schule und Studium, Beruf und Alltag. 6. Aufl. Mannheim: Bibliographisches Institut 2016. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2016.  Wirtschaftskammer, http://portal.wko.at/wk/dok_detail_html.wk?AngID=1&DocID=541615&StID=261199  Statistik Austria http://portal.wko.at/wk/dok_detail_html.wk?AngID=1&DocID=541615&StID=261199  Eurostat http://epp.eurostat.ec.europa.eu/portal/page?_pageid=1090,30070682,1090_33076576&_dad=portal&_schema=PORTAL  Landesstatistik Salzburg, www.salzburg.gv.at/themen/se/statistik.htm  Landesstatistik Salzburg, Arbeitsmarkt Land Salzburg Herbst 2023  Arbeitsmarktservice http://www.ams.at/sbg/ueber_ams/14172.html  AK Wien, https://awblog.at/magisches-vieleck-wohlstandsorientierter-wirtschafspolitik  BDO, EU-Beihilfenrecht in Theorie und Praxis  Wirtschaftskammer, WKO Statistik Salzburg 2021, Mitgliederstatistik-2021, online www.wko.at/service/sbg/zahlen-daten- fakten/Mitgliederstatistik-2021.pdf  Wirtschaftskammer, Unternehmen nach Bundesländern 31.10.2020, GK_AZ.pdf (wko.at)  Frankfurter Allgemeine, Warum gibt es Angebot und Nachfrage, 18.11.2022, www.faz.net/aktuell/wirtschaft/warum-gibt-es- angebot-und-nachfrage-1408908.html  Gerd Schneider/Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2018  Kronberger, Ralf: Österreichische Wirtschaftspolitik. Eine anwendungsorientierte Einführung. Wien, facultas 2017  Wdr 2023 online: https://www1.wdr.de/nachrichten/inflation-wie-lange-steigen-preise-noch-100.html

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