RZ_KW21_2020

AZA 4125 Riehen 1

Buchen Sie jetzt Ihr Inserat auf der Front

Riehener Zeitung DI E WOCHENZE I TUNG FÜR R I EHEN UND BETT INGEN

Kleiner Preis – grosse Wirkung! Ihr Frontinserat Aboausgabe Fr. 550.– Grossauflage Fr. 700.–

FREITAG, 22.5.2020 99. Jahrgang | Nr. 21

REDAKTION UND INSERATE: Riehener Zeitung AG Schopfgässchen 8 , Postfach 198 , 4125 Riehen 1 Telefon 061 645 10 00 , Fax 061 645 10 10 www.riehener-zeitung.ch Erscheint jeden Freitag Preis: Fr. 2.– , Abo Fr. 80.– jährlich

Rehe: Abschussbewilligung auf Friedhof am Hörnli steht noch aus SEITE 2

Fussball: Alle Teams von Amicitia Riehen sind wieder im Trainingsmodus SEITE 3

Natur: Feuersalamander sind nicht nur wegen ihrer Färbung faszinierend SEITE 8

ST. FRANZISKUS Die Theologin Dorothee Becker übernimmt ab November die Leitung der römisch-katholischen Pfarrei in Riehen

Diesmal kein Pfarrer, sondern eine Gemeindeleiterin

Mit der Wahl Dorothee Beckers hat sich die Pfarr- wahlkommission der Pfarrei St. Franziskus für einen neuen Weg innerhalb des Pastoralraums Basel-Stadt entschieden.

Loris Vernarelli

Dreieinhalb Jahre nach dem Abschied von Pfarrer Rolf Stöcklin und manch Irrungen und Wirrungen danach hat die römisch-katholische Pfarrei St. Franziskus Riehen-Bettingen endlich wieder einen Gemeindeleiter. Oder bes- ser gesagt: eine Gemeindeleiterin. Wie die Pfarrwahlkommission letzteWoche bekannt gab, übernimmt die 56-jährige Dorothee Becker die vakante Stelle für den Rest der Amtszeit 2019–2023 im Vollzeitpensum. Die deutsche Staats- angehörige, die seit knapp 13 Jahren Seelsorgerin in der Basler Pfarrei Hei- liggeist ist, wird ihr Amt im kommen- den November antreten. «Es war die Anfrage der Bistums­ leitung, die mich dazu bewogen hat, mich auf die Stelle in Riehen zu be­ werben», erklärt Dorothee Becker auf Anfrage. Es habe sie sehr gefreut, als sowohl die Pfarrwahlkommission als auch der neue Pfarreirat von St. Fran- ziskus positiv auf ihre Bewerbung reagiert hätten. Sie habe den Ein- druck, dass vor allem letzteres Gremi- um die Geschehnisse rund um den Rückzug der Kandidatur des desig- nierten Pfarrers im Januar 2019 gerne zurücklassen und mit einer neuen Leitung bewusst in die Zukunft gehen möchte. Und genau darin sieht die Theologin eine grosse Chance: «Mit- einander die Zukunft gestalten und neue Wege finden, damit die Pfarrei St. Franziskus eine lebendige Pfarrei für alle Altersgruppen sein kann.» «Brücken bauen und im Miteinander Lösungen finden» Darin liegt laut Dorothee Becker auch die grosse Herausforderung: Gerade, wenn aus den Geschehnissen vor anderthalb Jahren noch nicht verheilte Verletzungen vorhanden seien, sei Behutsamkeit angebracht. Sie möchte als von aussen kommende Person versuchen, sich zu engagieren, zuzuhören und Menschen wieder zusammenzubringen. «Brücken bau- en und im Miteinander Lösungen finden», fasst die neue Gemeinde­ leiterin zusammen. Ihr sei bewusst, dass es für die Pfarrei St. Franziskus

etwas Neues sei, in Zukunft mit einer Gemeindeleiterin unterwegs zu sein. Doch sei ihr in den Tagen seit der Veröffentlichung ihrer Wahl viel Wohlwollen und Freude entgegenge- kommen. Das erhöhe ihre Freude auf den Neuanfang. «Dadurch, dass ich seit 15 Jahren in Basel arbeite und lebe, sind mir die hiesigen kirchlichen Strukturen ver- traut. Ausserdem habe ich ein grosses Netz an Kontakten und bin seit fünf Jahren in Heiliggeist in der Pfarrei­ leitung tätig», nennt Becker einige Vorteile, die aus ihrer Sicht auch der Pfarrei St. Franziskus zugutekommen können. Sich mit Menschen zu ver­ netzen und diese miteinander, sei ihr immer wieder ein Anliegen. Sie denke über Grenzen hinaus und habe keine Angst vor neuen Ideen. Diese mit an- deren weiterzuentwickeln und in die Wirklichkeit umzusetzen, das tue sie in Heiliggeist bereits. Die Theologin nennt als Beispiele das Gebet am Donnerstag und die Junia-Initiative, bei denen sie Mitinitiantin ist. Mit dieser Offenheit möchte Doro- thee Becker in Riehen «Ideen aufneh- men, die vielleicht schon da sind und zugleich das hüten und bewahren, was sich bewährt hat und für dieMen- schen wertvoll ist». Deshalb freue sie sich auf die Zusammenarbeit mit einem Team, dessen Mitglieder zum Teil schon lange in der Pfarrei wirkten, Dorothee Becker nimmt eine neue Herausforderung an.  Foto: zVg

Die Pfarrei St. Franziskus geht neue Wege: Ab Ende Jahr wird sie erstmals von einer Theologin geführt. Auch für den gesamten Pastoralraum Basel-Stadt ist es ein Novum. Foto: Nathalie Reichel

mit den Verhältnissen vertraut seien und von den Gläubigen geschätzt würden. «Das wird mir den Einstieg sicher erleichtern.» An einmal Begon- nenem bleibe sie dran und führe es zum Ende, fährt die Seelsorgerin fort. Zudemversuche sie immer, das grosse Ganze imBlick zu haben und zugleich die Menschen, die aus irgendeinem Grunde am Rand der Pfarrei oder der Gesellschaft stehen, nicht aus dem Blick zu verlieren. Bei all dem sei ihr bewusst, sagt die 56-Jährige, dass sie dies alles nur aus dem Grund heraus tue, auf dem sie stehe: ihremGlauben. «Ich hoffe, dass dies auch in meiner Arbeit und in der Art und Weise, wie ich Gottesdienste feiere, zum Aus- druck kommt.» Auf die Frage nach ihrem Bezug zu Riehen und Bettingen antwortet Dorothee Becker offen, dass sie bis vor Kurzem vor allem die Fondation Beyeler und den Friedhof am Hörnli gekannt habe. Seit ihrer Wahl habe sie einige Spaziergänge durch die beiden Gemeinden gemacht, um sich mit ihnen vertraut zu machen. Das werde sie weiterhin tun und sie freue sich schon auf Begegnungen, die auch schon vor ihrem Dienstantritt im No- vember möglich seien. Beispielsweise beim Begegnungsabend am 10. Juni um 19.30 Uhr im Pfarreiheim an der Aeusseren Baselstrasse 168 und in den beiden Gottesdiensten am 20. und

sion sei aber durchaus eine Theologin infrage gekommen, sie selbst sei über dieWahl sehr erfreut. AmBewerbungs- gespräch im Pfarreiheim St. Franziskus sass Dorothee Becker alleine vor acht Personen (alle Mitglieder der Pfarr­ wahlkommission plus Stefan Kemmler, Leiter des Pastoralraums der Römisch- Katholischen Kirche Basel-Stadt). Sie habe sich im zweieinhalbstündigen Gespräch authentisch, sehr dialogbereit undmit Freude ander Seelsorge gezeigt, blickt Raingard Lötscher-Booz zurück. Auch deshalb stellt die Kommissions- präsidentin klar, dass die neue Gemein- deleiterin keine Lückenbüsserin sei, nur weil sonst keine Bewerbung vorlag: «DorotheeBecker ist eineunverfälschte, kompetente Person. Das hat den Aus- schlag für ihreWahl gegeben.» Die deutsche Theologin wird die erste Leiterin einer Pfarrei im Pastoral- raum Basel-Stadt sein. Für Lötscher- Booz durchaus ein gutes Modell: «Rom kann konservativ bleiben, doch an der Basis bewegt sich etwas», fügt sie be- stimmt an. Doch ganz ohne Priester geht es (noch) nicht: Die Theologin kannWortgottesdienste feiern, doch für Eucharistie mitWandlung und die meis- ten Sakramente braucht es noch einen Leitenden Priester mit einem Pensum von rund 10 bis 30 Prozent. Pfarreirat, Pastoralraum- und Bistumsleitung ar- beiteten intensiv an einer tragfähigen Lösung, sagt Raingard Lötscher-Booz.

21. Juni. Um auf dem Laufenden zu bleiben, werde sie ab sofort regelmä- ssig die Riehener Zeitung lesen, damit sie im November nicht völliges Neu- land betrete, sagt Becker mit einem Lächeln. Bistum Basel brachte Dorothee Becker ins Spiel Die Bewerbung Dorothee Beckers kam für die im vergangenen Septem- ber konstituierte Pfarrwahlkommissi- on unverhofft. Nachdem eine imOkto- ber eingegangene andere Bewerbung einstimmig als ungeeignet abgelehnt worden war, lief die Ausschreibung der vakanten Pfarrstelle zum 30. Janu- ar ohne Eingang von Interessenten ab. Der Priestermangel im Allgemeinen und der beschädigte Ruf von St. Fran- ziskus im Besonderen seien wohl die Hauptgründe für die fehlenden Be­ werbungen gewesen, erklärt Raingard Lötscher-Booz, Präsidentin der sie- benköpfigen Pfarrwahlkommission, und präzisiert, dass die Stelle auch für einen Theologen oder eine Theo­ login ausgeschrieben gewesen sei. Es sei schliesslich «nach guten Ge- sprächen» dem Bistum Basel und ge- nauer gesagt dem Personalverant- wortlichen in Solothurn, Fabian Berz, zu verdanken, dass Becker sich Ende März in Riehen gemeldet habe. «Sie war die Idee des Bistums», gesteht Lötscher-Booz ein. Für die Kommis­

Reklameteil

TIGERMÜCKEN Bei Bekämpfung kann Bevölkerung mithelfen

Neu: saftiger Rinds-Wellenspiess auch erhältlich auf www.goldwurst.ch/Shop

FONDATION BEYELER 26. 1. –17. 5. 2020

Stehendes Wasser vermeiden rz. Die Tigermücke hat sich in der Re- gion Basel weiter verbreitet. Sowohl beimRheinhafen als auch in der Nähe des französischen Autobahnzolls hat sie sich laut Basler Gesundheitsdepar- tement fest niedergelassen. Im Neu- badquartier in Basel sowie in zwei Gemeinden imKantonBaselland gebe es neueHinweise auf eine Ansiedlung. Die Bevölkerung werde deshalb gebe- ten, sich auch dieses Jahr wieder aktiv an der Bekämpfung der Tigermücke zu beteiligen und Brutstätten in ste- hendemWasser inGärten und auf Ter- rassen zu vermeiden, heisst es in der Medienmitteilung.

Tigermücken gehören zu den soge- nannten «Containerbrütern» und le- gen ihre Eier typischerweise in kleine Gefässe mit stehendem Wasser. Am erfolgreichsten ist es deshalb, das Vor- handensein solcher Brutstätten für die Eiablage zu vermeiden. Die wich- tigsten Tipps: Auf Pf lanzenunterset- zer undWasserbehälter in Gärten und Terrassen verzichten oder sie mindes- tens einmal wöchentlich leeren. Re- gentonnen abdecken und unbenutzte Behälter wie Giesskannen, Eimer oder Spielsachen unter einem Dach lagern oder umdrehen, damit sich darin kein Regenwasser ansammeln kann.

Telefon 061 643 07 77

200505_FB_HOPPER_Riehener_Zeitung_113x50_01.indd 1

07.05.20 11:00

www.riehener-zeitung.ch

2 1

9 771661 645008

Made with FlippingBook - professional solution for displaying marketing and sales documents online