RZ_KW20_2017

AZA 4125 Riehen 1

19. MAI 2017

Riehener Zeitung DI E WOCHENZE I TUNG FÜR R I EHEN UND BETT INGEN

96. Jahrgang | Nr. 20

Redaktion und Inserate: Riehener Zeitung AG Schopfgässchen 8 , Postfach 198 , 4125 Riehen 1 Telefon 061 645 10 00 , Fax 061 645 10 10 www.riehener-zeitung.ch Erscheint jeden Freitag Preis: Fr. 2.– , Abo Fr. 80.– jährlich

Befragung: Was gefäält den Riehenern an ihrer Gemeinde, was weniger? SEITE 2

Konzert: Tenöre im Duett – Christoph und Julian Prégardien SEITE 3

Wenkenhofgespräche: Der Wandel der Gesellschaft hat viele Gesichter SEITE 11

Schwingen: 16-jähriger Riehener steigt auf der Grendelmatte ins Sägemehl SEITE 21

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AUFRICHTEFEST Die Bauarbeiten am Doppelkindergarten an der Paradiesstrasse sind trotz einem Zwischenfall auf Kurs

Ein Kindergarten in Holz als Erlebniswelt

Vier Handwerker verlesen auf einer Holzplattform am Dach ihre Aufrichtesprüche und stossen auf gutes Gelingen an.

Das neue Kindergartengebäude an der Paradiesstrasse im Rohbau, vom Schulhaus Burgstrasse her gesehen. Fotos: Rolf Spriessler-Brander

Reklameteil Gültig auch auf Hemdenabos 20% Auf alle Artikel Alle Filialen Am 9. Januar 2017 um 14.30 Uhr geriet in Haltikon ob Küssnacht die Sägerei Schilliger in Brand. Der Grossbrand wütete mehrere Tage, zwei grosse Hallen brannten total aus. Der Brand machte schweizweit Schlagzeilen. Was das mit Riehen zu tun hat? Zu jenem Zeitpunkt wurde dort Riehener Holz der Raurica Wald AG verarbeitet, um für den Neubau des Doppelkinder- gartens an der Paradiesstrasse herge- richtet zu werden. «Als deshalb die Bauarbeiten einige Wochen still stan- den, wurde ich mehrmals gefragt, ob der Gemeinde das Geld ausgegangen sei», erzählte Gemeinderätin Silvia Schweizer anlässlich der Aufrichtefei- er vom vergangenen Mittwoch. Nein, das Geld war vorhanden, aber die Bau- Für den Doppelkindergarten mit Tagesstruktur an der Paradiesstrasse wurde diese Woche Aufrichte gefeiert – der Neubau soll im Februar 2018 bezugsbereit sein. Rolf Spriessler-Brander

Danach gab es Speis und Trank für die Projektverantwortlichen und vor allem für die Handwerksleute und Bau- arbeiter, für die der Anlass ja in erster Linie gedacht war. Und auch dasWetter stimmte. Vielleicht ein gutes Omen… Projekt Siegwaldweg in Vorbereitung Der Doppelkindergarten an der Pa- radiesstrasse ist der erste Kindergar- tenneubau dieser Dimension, den die Gemeinde Riehen stemmt, und er wird in dieser Art wohl auch der einzige blei- ben. Er ersetzt zwei kleinere Kindergar- ten-Pavillons, die den heutigen An- sprüchen nicht mehr genügten. Um den Kindergartenbetrieb während der Bauzeit aufrechterhalten zu können, wurde auf der Essiganlage ein Proviso- rium errichtet. Ein weiterer Kindergartenbau ist allerdings noch in Planung. Der bis- herige Kindergarten am Siegwaldweg ist nämlich stark sanierungsbedürftig und soll durch einen Neubau ersetzt werden. Die Gemeinde plant inzwi- schen ein Projekt mit zusätzlichen Wohnungen. Eine entsprechende Vor- lage an den Einwohnerrat ist in Vor- bereitung.

teile, die in Riehen gebraucht worden wären, mussten nochmals vorbereitet und produziert werden. Im Nachhinein könne sie darüber schmunzeln, erzählte Silvia Schweizer. Doch im Januar seien Patrick Scheffler und Tobias Betschart, die das Projekt seit 2012 in Planung und Realisierung von Gemeindeseite her begleiten, stark gefordert gewesen, um die verantwort- liche Gemeinderätin zu beruhigen. Holz nochmals beschafft Inzwischen ist das Projekt längst wieder auf Kurs. Der Holzlieferant konnte Holz aus Riehener Beständen nachliefern, die Teile wurden gefertigt und verbaut, die daraus entstandene Verzögerung betrug sechs Wochen. Weil die Bauleitung einen guten Job macht und die Handwerker sauber, spe- ditiv und unfallfrei arbeiten, zweifelt heute niemand daran, dass der Doppel- kindergarten mit Tagesbetreuung im Februar 2018 an die Schulbehörden zum Betrieb übergeben werden kann. Silvia Schweizer dankte allen Betei- ligten für ihren grossen Einsatz und wand auch demArchitekten einKränz- chen, dass dieser auch die Herausfor- derung vorzüglich gemeistert habe,

das Projekt nachträglich auf achtzig statt ursprünglich sechzig Kinder aus- zulegen und, wie vom Einwohnerrat ausdrücklich gewünscht, einen Keller ins Raumprogramm aufzunehmen. Als Vertreter des Kantons, der für die Tagesbetreuung 1,6 Millionen Franken zum Projekt beisteuert, sprach Stephan Hug, Leiter Raum und Anlagen des Erziehungsdepartements Basel-Stadt. Er könne sich den Worten der Gemeinderätin nur anschliessen, danke speziell den Handwerkern und hoffe zuversichtlich auf eine rechtzei- tige und unfallfreie Fertigstellung. Architekt Quintus Miller gab seiner Bewunderung für die Handwerksleute Ausdruck, denn diese seien es, die mit Kopf und Hand das Projekt vomPlan in die Realität übertrügen, und zwar mit viel Ausdauer und grosser Robustheit. Ein Lob gebühre in diesem Zusam- menhang auch Rolf Eigenmann, dem es als Kostenplaner gelinge, ein kom- plexes Projekt präzise umzusetzen. Kindergarten als Erlebniswelt Architekt Quintus Miller sprach vor allem auch über die Philosophie, die hinter den Plänen stehe. Er habe ein Haus entwerfen wollen, bei dem

sich alle Kinder vorwiegend im Erd- geschoss aufhielten und damit direk- ten Zugang zur Gartenanlage hätten. Der Pavillon, ein reiner Holzbau, sei in hohemMass identitätsstiftend und biete den Kindern viele Wahrneh- mungserfahrungen und Impulse für eigene Ideen. Die auffällige Dach- form sei eine optische Anlehnung an das Kinderbuch «Die drei Räuber» von Tomi Ungerer. Die Kinder sollten sich später an den Kindergarten mit dem grossen Dach erinnern. Hier werde die Zukunft der nächsten Generation mitgeprägt, erklärte der Architekt. Im Rohbau ist der heimelig-kreative Charakter des entstehenden Gebäu- des bereits zu spüren. Das Holz strahlt Wärme aus, die Räume wirken hell und einladend. Und nachdem die Gemeinderätin, der Raumverantwort- liche des Kantons und der Architekt geredet hatten, schritten vier Männer in Zimmermannstracht zur Tat. Sie stiegen auf eine Holzplattform am Dach des Gebäudes, verlasen vier ausführliche Sprüche, prosteten sich zu und warfen die Gläser weg, auf dass die Scherben Glück bringen mögen.

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