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ETT INGEN

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10. JUNI 2021 | NR. 23

«Nachbarschaftshilfe – Ettigä hilft» wird eingestellt Eine Gemeinde prosperiert dann, wenn das Ge- mein(de)wohl funktioniert. Natürlich bedarf es dazu der Behörden, Institution und (Gemeinde-) Verwaltung. Aber das höchste Gut ist und bleibt der Mitmensch. Vor allem in schweren Zeiten, wo nicht alles eitel Sonnenschein ist. Handynummer werden ab dann nicht mehr in Betrieb sein. Die Facebook-Gruppe wird umbenannt zu «Ettigä – ei Dorf, ei Gmeinschaft» und darf unter diesem Namen wei- terleben.

KulturWerk Die Pandemie hat das künstlerische Schaf- fen nicht nur tangiert, sondern zeitweise «stillgelegt», so dass der Slogan «Ohne Kunst und Kultur wird es still» vollauf zu- trifft. Aber mit den Lockerungen und Öff- nungen gibt es Licht und Hoffnung – und BiBo kann seiner Leserschaft freudig be- richten, dass seit diesem Frühjahr das Kul- turWerk (Ettingen) unter neuer Leitung und als Verein organisiert ist. Präsidentin ist Anna Schaub, ihr Ehe- mann Christian ist für die «Medienarbeit» zuständig. «Wir wollen das KulturWerk ei- nerseits weiterführen und – wie bisher – dem lokalen Kunstschaffen eine Plattform bieten. Bereits sind einige Ausstellungen für dieses Jahr fix eingeplant. Darüber hin- aus sind wir derzeit dabei, weitere Ideen zu entwickeln,wie wir das Haus an der Haupt- strasse kulturell nutzen können (zum Bei- spiel mit Lesungen, Kooperationen mit dem Kunstunterricht der Schule). Ausser- dem geplant ist ein Sommerfest am 21. August – mit der ersten Ettiger Kunst-Tom- bola», so das Ehepaar Schaub im Gespräch mit BiBo. Die Idee ist: Man feiert den Neustart mit einem Fest, das an eine Kunst-Aktion gekoppelt wird. Überthema der Kunstak- tion: Kunst aus Ettinger Haushalten. Wel- che Kunst(-Schätze) hängen in Ettinger Stuben, lagern in Ettinger Kellern, ver- staubt auf Ettinger Estrichen? Für die Kunst-Aktion soll imVorfeld ein Aufruf an alle Ettingerinnen und Ettinger platziert werden, private Kunstwerke für dieseAusstellung vom 21. August und eine Tombola zur Verfügung zu stellen.  Georges Küng

Aber gerade in dieser Pandemie-Zeit rückten die Men- schen – symbolisch – näher zusammen. Die Solidarität «stark für den Schwachen» war nicht eine Floskel, son- dern wurde tagtäglich vorgelebt. Und engagierte Frauen (kein Zufall, dass es Frauen sind, welche mit Taten voran- gehen!) gründeten einen Verein, der aussagt und bewies, dass in Ettingen niemand alleine und in Stich gelassen wurde. Juni 2021 ist nicht mehr März 2020. DieWelt-Gemein- schaft sieht wieder ein Licht am Ende dieses elend langen Tunnels. Nein, auch jetzt ist es nicht wie «früher». Wir können maximal von einer «neuen Normalität» reden. AmWochenende erreichte uns ein Schreiben, das wir 1:1 publizieren: «Die letzten Monate haben gezeigt, dass sich die Ettingerinnen und Ettinger bestmöglich mit der Pan- demie arrangiert haben – die Nachbarschaftshilfe wurde kaum bis gar nicht mehr genutzt. Wir haben uns daher entschieden, die Nachbarschaftshilfe – Ettigä hilft – per Ende Juni 2021 einzustellen. Die E-Mail-Adresse und die

An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an alle Mit- wirkenden – wir sind nach wie vor berührt, was vor allem im letzten Jahr alles auf die Beine gestellt wurde. Und für uns gilt in Ettigä auch weiterhin, ob mit oder ohne Pande- mie: Gemeinsam schaffen wir das!»  Das Team der Nachbarschaftshilfe – Ettigä hilft Sévérine Gorrengourt, Sybille Striby, RamonaWunderlin Diesen wunderbaren Worten von Sévérine, Sybille und Ramona kann ich mich nur anschliessen. Ihre Initiative fand sofort fruchtbaren Boden – ein Dank allen, die sich so selbstlos eingesetzt haben und aufgezeigt haben, dass man zueinander schaut. Und wichtig für die Ge- genwart und Zukunft. Im Guggerdorf gilt: Ettigä – ei Dorf, ei Gmeinschaft! Georges Küng

Als imMärz 2020, unverhofft, das Coronavirus (Covid-19) aufkam,war innertTagen alles anders.DerAlltag zu Hause, das «daily business» (Beruf, Geschäft, Job), der Umgang in Familien und miteinander in den Ortsvereinen. Das vorher so pulsierende Leben musste «herunter- gefahren» werden. Die Pandemie, wie sie die Schweiz in diesemAusmass noch nie gekannt hatte, tangierte jeden. Ob Klein oder Gross, Männlein oder Weiblein – unbeach- tet von Herkunft und des sozialen Status. Dieser unsicht- bare Feind namens «Covid-19» liess uns nicht mehr los – und ist auch heute noch, trotz Lockerungen, weiterhin präsent.

Ramona

«Gorrengourt»

Striby

PARTEIEN

VEREINE

REKLAME

SP ETTINGEN

FRAUENVEREIN ETTINGEN

Abstimmungen vom 13. Juni 2021 Ja zum CO2-Gesetz! Unbedingt ab- stimmen gehen! Uns droht der Klimakollaps, doch Erdöl- lobby und SVP argumentieren noch immer dumm, egoistisch und völlig verantwor- tungslos gegen das neue CO2-Gesetz. Fakt ist, wir müssen so rasch als mög- lich den Ausstoss von Treibhausgasen auf Null reduzieren, sonst drohen unumkehr- bare Rückkopplungseffekte, die dieAtmo- sphäre massiv aufheizen werden. Die Schweiz spürt den Klimawandel heute schon überdurchschnittlich, gleichzeitig haben wir mit unserem enormen Ressour- cenverbrauch eine besondere grosse Ver- antwortung. Das moderate CO2-Gesetz ist ein längst überfälliger erster Schritt auf dem steilen Weg zur Stabilisierung des Klimas. Es stärkt die Schweizer Wirtschaft durch Innovationsbeiträge, schafft neueArbeits- plätze und führt zu einer geringeren Ab- hängigkeit von Erdöl- und Erdgaslieferun- gen aus autoritär regierten Staaten. Und wer sich privat auch nur ein bisschen um- weltbewusst verhält, bekommt netto so- gar noch Geld zurück. Jetzt Ja stimmen und Freunde zum Ab- stimmen bewegen!

Rundgang Merian Gärten Montag, 14. Juni, 18.20–21.30 Uhr Die Merian Gärten locken mit üppiger Blütenpracht und einer schier unglaubli- chen Pflanzenvielfalt. Auf 18 Hektar Flä- chen fügen sich wertvolle Zierpflanzen- sammlungen, herrliche Beete, Nutzpflan- zengärten, ein historischer Englischer Garten und Naturschutzflächen zu einem ganz besonderen botanischen Garten zu- sammen. In einem geführten Rundgang werden Ihnen die aktuellen Blütenhighlights und die schönsten Ecken der Gärten gezeigt. Dabei erfahren Sie ebenfalls Spannendes über die bewegte Geschichte der Gärten. Die Führung findet bei jedem Wetter statt. Bitte achten Sie auf geeignete Klei- dung und Schuhe für unebenen Naturbo- den. Treffpunkt ist am 14. Juni um 18.20 Uhr amBahnhöfli Ettingen oder vor Ort «beim Lehmhaus». Der Rundgang be- ginnt um 19.15 Uhr und dauert eine Stunde. (Bitte beachten Sie, dass der Ein- gang St. Jakob wegen Bauarbeiten ge- schlossen ist.) Für Mitglieder des Frauenvereins ist der Anlass kostenlos. Von Nichtmitglie- dern verlangen wir einen Kostenbeitrag von CHF 10.–. Das Trambillet bezahlt jeder selbst. Anmeldung über Barbara Brodmann, Tel. 076 761 36 44. Die Teilnehmerzahl ist leider beschränkt. Während des Anlasses gilt voraussichtlich Maskenpflicht.

Grafik: Quelle meteoschweiz. • 2 x Ja zu Pestizid- und Trinkwasser-Ini- tiativen, für eine gesunde Landwirt- schaft. • Ja zum Covid-19-Gesetz für Gesund- heit und Gewerbe. • Nein zum Anti-Terror-Gesetz, da nicht rechtsstaatlich. • Ja zur Verlängerung der Tramlinie 14 – ÖV stärken.

LESERBRIEFE

➭ Leserbriefe zu den aktuellen Abstimmungen finden Sie auf der Seite Leimental

www.sp-ettingen.ch Für alle statt für wenige

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