RZ_KW19_2018

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Riehener Zeitung DI E WOCHENZE I TUNG FÜR R I EHEN UND BETT INGEN

FReitag, 11.5.2018 97. Jahrgang | Nr. 19

Redaktion und inSeRate: Riehener Zeitung AG Schopfgässchen 8 , Postfach 198 , 4125 Riehen 1 Telefon 061 645 10 00 , Fax 061 645 10 10 www.riehener-zeitung.ch Erscheint jeden Freitag Preis: Fr. 2.– , Abo Fr. 80.– jährlich

Bannumgang: Viel Wissenswertes auf dem Weg zum Bäumlihofgut

Konzert: Lech Antonio Uszynski entlockt seiner Viola zauberhafte Klänge Seite 7

Fussball: Der FC Amicitia geht als Tabellenführer ins Spitzenspiel gegen Muttenz Seite 12

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Bürgergemeinde riehen Viele Neubürger, eine neue Bürgerrätin und ein neuer Bürgerratsschreiber Alles neu macht der Bürgerrat

gemeinde riehen Überschuss übertrifft Erwartungen rz. Die Gemeinde Riehen kann mit ei- nem guten Jahresergebnis 2017 auf- warten. Bei Gesamterlösen von rund 142 Millionen Franken wurde ein Überschuss von 4,7 Millionen Fran- ken erzielt, ganze vier Millionen mehr als im Budget erwartet. Die Verbesse- rung zum Budget basiere auf tieferen Gesamtkosten der Produktgruppen und ausserordentlichen, einmaligen Ausgleichszahlungen des Kantons im Rahmen der Neukalibrierung des kantonalen Finanz- und Lastenaus- gleichs, teilt die Gemeinde mit. Zu- dem musste Riehen 800’000 Franken weniger für den innerkantonalen Res- sourcenausgleich bezahlen. ImVergleich zumVorjahr 2016 sind die Gesamtnettokosten aller Pro- duktgruppen um rund eine Million Franken angestiegen. Diese Zunahme setzt sich zusammen aus rund zwei Millionen Franken Mehrkosten im Politikbereich Gesundheit und Sozia- les, vor allem in den Bereichen Asyl, Alter und Pflege, Ergänzungsleistun- gen und Beihilfen, sowie 1,9Millionen Franken im Politikbereich Bildung und Familie, wo hauptsächlich stei- gende Kinderzahlen zu einemAnstieg der Gesamtkosten geführt hatten. Im Politikbereich Mobilität und Versor- gung sind hingegen tiefere Nettokos- ten von rund drei Millionen Franken zu verzeichnen, vornehmlich auf- grund ausserordentlicher Mehrein- nahmen bei den Kanalisationsbeiträ- gen und tieferen kalkulatorischen Zinsbelastungen. Investitionen wegen Kauf der Primarschulhäuser sehr hoch Periodenbereinigt bewegen sich die Steuererlöse gemäss Medienmit- teilung im Bereich des Vorjahrs. Zu- dem hat der Kanton Basel-Stadt im Geschäftsjahr 2017 gemäss Artikel 12 des Finanz- und Lastenausgleichsge- setzes eine einmalige ausserordentli- che Restausgleichszahlung von rund 3,2 Millionen Franken für Schulkos- ten des Jahres 2016 vergütet. Die In- vestitionen des Verwaltungs- und Fi- nanzvermögens waren im Jahr 2017 aufgrund des Kaufs der Primarschul- häuser für 66,8 Millionen Franken ausserordentlich hoch. Deshalb re- sultiert in diesem Jahr ein negativer Selbstfinanzierungsspielraum von 56 Millionen Franken. Davon wurden 35 Millionen mit Krediten bei Dritten fi- nanziert. Der ausführliche Geschäftsbericht 2017 mit Jahresrechnung ist wie üb- lich im Internet auf der Webseite www.riehen.ch (Schwerpunkte der Politik) aufgeschaltet.

Der Bürgerrat für die neue Legislaturperiode steht fest: Willy Rinklin wurde verab- schiedet und Ursina Kissling in absentia gewählt. Was gibt es an der diesjährigen Bür- gerversammlung wohl zu feiern? Statt wie üblich im Bürgersaal sind die Rie- henerinnen und Riehener in den Fest- saal des Landgasthofs geladen, wo das Licht gedämpft und stimmungsvoll und die Bühne mit dem fünfköpfigen Gremium und dem Bürgerratsschrei- ber höher ist. Fast hat man sogar das Gefühl, dass sich die Mitglieder des Bürgerrats noch ein wenig schicker gemacht haben als sonst. Und auch der im Vorfeld verschickte Geschäfts- bericht kommt als elegante Broschüre mit Farbfotos und professionellem Logo daher. Bürgersaal wurde zu eng Bürgerratspräsident Martin Lem- menmeier begrüsste zur aufgrund der Wahl des Bürgerrats speziellen Ver- sammlung. Die Wahl und die vielen Neubürgerinnen und Neubürger wa- ren denn auch der Grund für denOrts- wechsel – der Bürgersaal im Gemein- dehaus fasst nur 220 Sitzplätze. Ob man in Zukunft wieder oder ganz auf den Landgasthofsaal setzen wolle, sei noch offen, sagte Lemmenmeier nach der Versammlung. Nachdem die vier anwesenden Jungbürger mit einem Applaus be- grüsst worden waren, schritt Tages- präsident Willy Rinklin, der sein Amt als Bürgerrat niederlegte, zur Wahl. «Ichmöchte Ihnen beliebt machen, den Präsidenten zu wählen, den wir schon haben», so Rinklin. «Martin Lemmen- meier ist seit 27 Jahren im Bürgerrat, acht Jahre davon als Präsident, und ist durch seine lange Amtszeit gut vernetzt mit den Basler Behörden.» Während der Ermittlung des Wahl- ergebnisses unter der Leitung von Alt-Bürgerrätin Rosmarie Mayer-Hirt begann die feierliche Bürgerbrief- übergabe an die zahlreich erschiene- nen Neubürgerinnen und Neubürger. 69 Einbürgerungsgesuche sind vom Bürgerrat gutgeheissen worden und auch dank den 103 Personen aus 17 Ländern belief sich die Gesamtzahl der Riehener Bürgerinnen und Bürger Ende 2017 auf 3620 Personen. «Unser Dorf ist jetzt auch Ihr Heimatort geworden», sagte der Bür- Michèle Faller

Willy Rinklin, Daniele Agnolazza, Andreas Künzi, Präsident Martin Lemmenmeier, der neue Bürgerratsschreiber Christian Heim und Elisabeth Näf-Breiter. Fotos: Philippe Jaquet

Viele strahlende Gesichter gab es bei der Übergabe des Bürgerbriefs.

Neue «Corporate Identity» Bei der Bürgergutsrechnung er- klärte Künzi den höheren Aufwand für Sitzungsgelder mit den gestie- genen Einbürgerungsanträgen und kündigte an, dass der konstant gebliebene Posten «Büromaterial, Drucksachen» nächstes Jahr wegen der neuen «Corporate Identity» mit- samt Bürgergemeinde-Kugelschrei- bern höher sein werde. Als «höchst erfreulich» bezeichnete er die Buch- gewinne auf Wertschriften über 119’022 Franken. Mit dem bereits vor einem Jahr platzierten Hinweis, dass die Bürgergemeinde Riehen im Sinne der Diversifikation gerne ein Mehrfamilienhaus kaufen würde – auch Waldstücke kaufe sie gerne hinzu –, schloss Künzi seine Aus- führungen. Der von der Bürgerge- meinde offerierte Apéro rundete die Versammlung ab.

son und eine weitere Frau würde dem Bürgerrat guttun.» Darauf erhob sich Werner Bracher und stellte sich selber zur Wahl, indem er seine Vorzüge als Parteilosen anpries: «Wählt mich und ihr wählt einen, der nicht politisch verfilzt ist!» Von den 224 gültigen Stimmen der insgesamt 227 ausgeteilten Wahlzet- tel erhielten Andreas Künzi 218, Elisa- beth Näf-Breiter 216, Daniele Agno- lazza 213 und Ursina Kissling 166 und wurden damit gewählt. Werner Bra- cher erhielt 28 Stimmen. Noch vor der mit Applaus quittierten Bekanntgabe der Wahlergebnisse präsentierte Bür- gerrat Andreas Künzi Bilanz und Bür- gergutsrechnung. Er verwies unter anderem auf die liquiden Mittel von 742’959 Franken, zirka 53 Prozent mehr als letztes Jahr, und auf das an- gestiegene Vermögen: von 1,542 Milli- onen im Vorjahr auf 1,663 Ende 2017.

gerratspräsident, verwies auf das dreistufige Verfahren, das die auslän- dischen Bewerber durchlaufen müs- sen und meinte: «Heute Abend haben Sie es überstanden und können sich hoffentlich freuen.» Das machte ganz den Anschein, wenn man die mehr- heitlich lachenden Gesichter der frischgebackenen Riehenerinnen und Riehener betrachtete, wie sie symbol- trächtig unter dem Riehener Wappen, dem Schweizerkreuz und dem Basler- stabdenBürgerbrief undalsGeschenk der Einwohnergemeinde das aktuelle Riehener Jahrbuch entgegennehmen durften. Mittlerweile stand der neue Präsi- dent fest. Martin Lemmenmeier wur- de mit 216 von 217 gültigen Stimmen gewählt und wurde enthusiastisch beklatscht. Er gab Luc Schultheiss das Wort, der Ursina Kissling zur Wahl vorschlug. «Sie ist eine engagierte Per-

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Sie alle sind nun Teil der Bürgergemeinde Riehen: die Neubürgerinnen und Jungbürger im Landgasthofsaal.

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