RZ_KW44_2019

AZA 4125 Riehen 1

Buchen Sie jetzt Ihr Inserat auf der Front

Riehener Zeitung DI E WOCHENZE I TUNG FÜR R I EHEN UND BETT INGEN

Kleiner Preis – grosse Wirkung! Ihr Frontinserat

FREITAG, 1.11.2019 98.Jahrgang | Nr.44

Fr. 550.– Fr. 700.–

Aboausgabe

Grossauflage

REDAKTION UND INSERATE: Riehener Zeitung AG Schopfgässchen 8 , Postfach 198 , 4125 Riehen 1 Telefon 061 645 10 00 , Fax 061 645 10 10 www.riehener-zeitung.ch Erscheint jeden Freitag Preis: Fr. 2.– , Abo Fr. 80.– jährlich

Sanierung: Alterssiedlung am Bäumliweg 30 erhält eine Frischzellenkur SEITE 2

Theateradaption: «Ziemlich beste Freunde» ist auch bühnentauglich SEITE 3

Volleyball: Zwei Siege und eine Niederlage in vier Tagen für den KTV Riehen SEITE 14

PILOTPROJEKT Neue Strassenbeleuchtung mit Bewegungssensoren Massgeschneidertes Licht ins Dunkel

EINWOHNERRAT Entwicklungshilfe wird nicht gekürzt rs. Im neuen Leistungsauftrag «Ge- sundheit und Soziales» hatte der Gemeinderat die Beiträge an die Entwicklungszusammenarbeit im In- und Ausland gekürzt, und zwar von 1 Prozent auf 0,75 Prozent der Ein- kommenssteuereinnahmen des Vor- jahres, maximal jedoch 500’000 Fran- ken. Während die FDP und die LDP diese Sparmassnahme rechtfertigten mit dem Argument, Steuermehrein- nahmenseien indievonderGemeinde neu übernommenen Aufgaben zu in- vestieren, wehrten sich die SP, die EVP und auch die CVP vehement gegen diesen «Angriff auf die Solidarität» einer wohlhabenden Gemeinde. Der SP-Antrag auf Wiedereinsetzung der 1-Prozent-Klausel ohne Kostendecke- lung wurde mit 24:14 Stimmen dann doch noch überraschend deutlich angenommen. Ansonsten gab es imLeistungsauf- trag «Gesundheit und Soziales» wie auch im Leistungsauftrag «Siedlung und Landschaft» keine bedeutenden inhaltlichen Änderungen. Für viel Gesprächsstoff sorgte aber bei bei- den Leistungsaufträgen die Laufzeit. In beiden Fällen konnte sich der Ge- meinderat mit der vorgesehenen vier- jährigen Laufzeit nicht durchsetzen, obwohl er angekündigt hatte, die Ver- kürzung der Leistungsaufträge werde einen beträchtlichen Mehraufwand für Verwaltung und Einwohnerrat bedeuten. Thomas Strahm (LDP) setzte in beiden Fällen die Linie der Finanz­ koordinationskommissiondurch, wo- nach sämtliche sieben Leistungsauf- träge der Gemeinde auf das Jahr 2021 zu beschränken seien, um mit der gleichzeitigen Behandlung sämtli- cher Leistungsaufträge Aufgabenver- schiebungen zwischen den einzelnen Politikbereichen zu erleichtern. So wurden beide Leistungsaufträge noch nicht definitiv beschlossen, sondern werden im November einer zweiten Lesung unterzogen. Auf Antrag der Petitionskommis­ sion beschloss der Rat die Überwei- sung der Petition «Kein Leistungs­ abbau der Gemeinde Riehen bei der Grünabfuhr der Familiengärten in Riehen» an die Sachkommission Mo- bilität und Versorgung SMV. Diese soll eine Neuregelung erarbeiten, die der Gemeinde die Entsorgung von Grüngut aus den Familiengärten in einem noch zu definierenden Rah- men erlaubt. Nicht eingegangen wer- den konnte auf eine Petition für ein von 5G-Antennen freies Erlensträss- chen, da dies nicht in der Kompetenz der Gemeinde liegt.

Dank der dynamischen öffent- lichen Beleuchtung in einer Quartierstrasse in Bettingen kann Strom gespart und Licht- verschmutzung minimiert werden. Wer in den letzten Tagen nach dem Eindunkeln Im Speckler in Bettingen unterwegs war, dem ist sicherlich et- was aufgefallen: Nähert man sich dort einer Strassenlaterne, vergrössert sich plötzlich der Lichtkegel am Bo- den und es wird heller. Grund dafür ist die sogenannte dynamische öffentli- che Beleuchtung, die IWB in der Bet- tinger Quartierstrasse vor gut zwei Wochen eingerichtet hat (RZ42 vom 18.10.2019, «Drei Fragen an Daniel Schmid, IWB»). Dabei wurden LED- Leuchten installiert, die zusätzlich mit Bewegungssensoren ausgerüstet sind. Sobald sich jemand einer Lampe nähert, wird er von den Sensoren re- gistriert und das Licht wird stärker. Ein Novum im Kanton Das Beleuchtungsprojekt ist das erstedieser Art imKantonBasel-Stadt, es handelt sich also um ein Pilotpro- jekt, das für die Energieversorgerin IWB dazu dienen soll, die Steuerung und die Leuchten für die zukünftige öffentliche Beleuchtung zu testen. Die Initiative, diese neue Techno- logie am genannten Ort einzuführen, sei von Bettingen ausgegangen, er- klärt Daniel Schmid, Planungsingeni- eur für öffentliche Beleuchtung beim Unternehmen IWB, das imAuftrag der baselstädtischen Landgemeinden Ar- Michèle Faller

Die neuen LED-Leuchten mit Bewegungssensoren wurden an den alten Standorten installiert.

Foto: Daniel Schmid, IWB

Beitrag zum Energiesparen leisten können», sagt Mauch, imGemeinderat zuständig für die Bereiche Umwelt, Raumordnung, Volkswirtschaft und Verkehr. Computergesteuerte Leuchten Was für IWB ein Pilotprojekt sei, sei für den Speckler in Bettingen im Prin- zip definitiv, führt Mauch weiter aus. Nach der Auswertung der gewonnenen Daten würden die Leuchten nach etwa sechs Monaten wahrscheinlich noch- mals neu eingestellt. Diese würden via Computer gesteuert, erklärt Schmid. Das sogenannte Dimmprofil weist eine Grundbeleuchtung von 40 Prozent auf. Zwischen 17 und 22 Uhr wird die Be- leuchtung, sobald sich eine Person oder ein Fahrzeug nähert, auf 100 Prozent hochgefahren. Ist die Strasse wieder leer, dimmen die Leuchten wieder auf die Grundbeleuchtung ab. Nach 22 Uhr wird nur noch auf 60 Prozent hochge- fahren. Vielleicht ergebe sich aber nach einer ersten Probephase, dass ein Hochfahren auf 50 statt 60 Prozent be- reits reiche, erläutert Schmid. Oder dass diese Einstellung bereits nach 21 Uhr zum Tragen komme. Mit LED, also lichtemittierenden Dioden, könne im Vergleich zur alten

Beleuchtung generell schon mehr als die Hälfte des Stroms eingespart werden, betont der Planungsingenieur weiter. Die Zukunft gehöre klar dieser Technologie und bei Neuanlagen in derStadtBaselwürdenstandardmässig LED-Leuchten eingesetzt. Mit dyna- mischer Beleuchtung spare man noch- mals Strom und damit auch Geld. Na- türlich müssten vorher Investitionen geleistet werden, doch mit dem Mehr- wert der Stromreduktionholemandie- se wieder herein. Ausserdem mindere man mit der dynamischen öffentli- chen Beleuchtung auch die Lichtver- schmutzung in naturnahen Gebieten und in Wohnquartieren. Und wo sind die nächsten Leuch- ten mit Bewegungsmelder im Kanton anzutreffen? «In der Innenstadt und in belebten Quartieren machen diese natürlich keinen Sinn», sagt Schmid, «aber die dynamische Beleuchtung könnte auch in einem ruhigen Stadt- quartier getestet werden.» In Bettin- gen werden es möglicherweise noch mehr dieser ausgeklügelten Leuchten, wie Gemeinderat Mauch berichtet: «Wir überlegen bereits, ob es noch an- dere Strassen in Bettingen gibt, wo eine dynamische Strassenbeleuch- tung sinnvoll wäre.»

beiten an der öffentlichen Beleuch- tung ausführt. Vorletztes Jahr sei der Bettinger Gemeinderat Ueli Mauch mit dem Wunsch, die ganze Strassen- beleuchtung zu überprüfen und eine dynamische Beleuchtung zu testen, auf IWB zugekommen. «In anderen Kantonen wie zum Beispiel dem Aar- gau gibt es bereits dynamische Stras­ senbeleuchtungen und wir freuen uns, dass nun auch wir damit einen

Die neue Strassenbeleuchtung Im Speckler im Einsatz.

Foto: Michèle Faller

Reklameteil

FRIEDHOF HÖRNLI Traditionelles Konzert zu Allerheiligen mit Organist und Sopranistin Töne als Himmelskörper

Jetzt vom Baselbieter Reh Rücken, Schnitzeli und frische Bratwürstli

FONDATION BEYELER 6. 10. 2019–26. 1. 2020

und Schumann zu hören sein. So dürfen die Töne der Musik als klin- gend-leuchtendeHimmelskörper über diesem Gedenktag aufgehen. In der Kapelle 5 auf dem Friedhof am Hörnli steht leihweise ein histo­ rischer Bösendorfer-Flügel, der bei diesem Konzert erstmals öffentlich zum Einsatz kommt. Das Instrument wurde Mitte des 19. Jahrhunderts im Klavieratelier von Ignaz Bösendorfer in Wien produziert und fand im letz- ten Sommer seinen Weg nach Riehen. Bösendorfer-Klaviere gelten in der Musikszene als High-End-Instrumen- te. Sie sind bekannt für ihre feinen Klangnuancen und eignen sich beson-

ders gut für Kammermusik und zur Liedbegleitung. Der Orgeldienst der Abteilung Friedhöfe Basel steht das ganze Jahr über für die musikalische Gestaltung von Trauerfeiern zur Ver­ fügung. Zu Allerheiligen veranstaltet er ein Konzert für alle Friedhofsbe­ sucher und sorgt so für einen feier­ lichen Rahmen am Tag, an dem der Verstorbenen gedacht wird. Der Eintritt zum Konzert ist frei. Besucher sind gebeten, die öffent­ lichen Verkehrsmittel zu benutzen. Auf dem Friedhof am Hörnli fährt der be- hindertengerecht eingerichtete Fried- hofbus ab Haupteingang direkt zum Veranstaltungsort.

rz. Auch dieses Jahr lädt die Abteilung Friedhöfe Basel der Stadtgärtnerei zu einem Konzert zu Allerheiligen ein. Das Konzert mit dem Titel «Himmels- körper» beginnt heute um 16 Uhr in der Kapelle 5 auf dem Friedhof am Hörnli. Jan Šprta, Organist der Abteilung Friedhöfe Basel der Stadtgärtnerei, wird zusammen mit der Sopranistin Sara-Bigna Janett das berühmte «Lied an den Mond» aus der Oper Rusalka von Antonín Dvorˇák zur Aufführung bringen, ebenso eine weniger be­ kannte Arie aus Felix Mendelssohns Choralkantate «Vom Himmel hoch». Ausserdem werden Werke von Mozart

Resonating Spaces

TobaKhedoori, Untitled (grid), 2015 (Detail),Öl auf Leinen, 94×94×2,5 cm, LosAngelesCounty Museum ofArt, erworbenmit zurVerfügung gestelltenMitteln von Lenore S.undBernardA.Greenberg, © TobaKhedoori,CourtesyRegenProjects, LosAngeles&David Zwirner. Foto: FredrikNilsen

Telefon 061 643 07 77

190910_FB_RRESONATING_SPACES_Riehener_Zeitung_54x55.indd 1 10.09.19 11:13 Riehener Zeitung Mitten im Dorf – Ihre …

4 4

9 771661 645008

Made with FlippingBook Ebook Creator