Entdecken Sie das COLUMBUS Magazin.
DAS MAGAZIN COLUMBUS
ENDLICH WIEDER WEG!
ITALIEN & LIPAREN Schönheit, die Sie erleben sollten.
MARRAKESCH Gärten, die Sie gesehen haben müssen.
OMAN Geheimnisse, die Sie erforschen wollen.
Austrian Melangerie Lassen Sie sich unsere neuen Menüs auf der Zunge zergehen. Entdecken Sie die Austrian Melangerie: Ab sofort verwöhnen wir Sie auf Europaflügen mit einer großen Auswahl an österreichischen Spezialitäten.
WIEDER IN DIE FERNE SCHWEIFEN.
Das Ferne liegt so nah! Wir bei COLUMBUS Reisen sind davon überzeugt, Ihnen schon bald wieder einmalige Erlebnisse auf diesem schönen Planeten bieten zu können.
COLUMBUS MAGAZIN 03
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WOHIN DIE REISE GEHT.
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BILDWELTEN Griechenland | Tansania | Island 06
KASACHSTAN: DER APFEL FÄLLT WEIT VOM STAMM Warum ein 200 Jahre alter Fund uns alle betrifft. 22
KURZ & GUT Lyon: Auf den Spuren der Gourmets. 12
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DIE GÄRTEN VON MARRAKESCH Eine Reise in die Oasen dieser pulsierenden Stadt.
GOETHES GEHEIMES SIZILIEN. Auf Goethes Wegen & zu Besuch auf den Liparischen Inseln.
INTERVIEW MIT COLUMBUS-CHEF ALEXANDER RICHARD „Ich rechne mit einem wahren Reiseansturm!“ 26
18 IRLANDS ERSTE PIRATIN Wo einst die berüchtigte Grace O’Malley segelte, gibt es heute viel zu entdecken!
AZOREN: WO DER WETTERGOTT WOHNT Was die Azoren mit unserem Wetter zu tun haben. 30
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GEHEIMNISVOLLER OMAN Der Oman hält viel mehr bereit als nur Klischees! Eine Reise zwischen Tradi- tion und Moderne.
Kurz mal weg Malta | Baskenland | Estland 20
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EDI TORIAL
HUNGRIG AUF DIE WEITE WELT Manchmal lernen wir den Wert gewisser Dinge erst zu schätzen, wenn wir auf sie verzichten mussten. Das haben wir alle in den vergangenen Monaten wohl auf neue Art und Weise erkannt. Vieles von dem, was wir lieben, konnten wir nicht genießen. Und wenn man sich den aktuellen Stimmungs- barometer ansieht, dann steht auf der unerfüllten Wunschliste das Thema „Reisen“ ziemlich weit oben. Das machte zuletzt der Ansturm auf britische Reisebüros deutlich, nach- dem der britische Premier- minister eine Öffnung der Grenzen in Aussicht gestellt hatte. Wir von COLUMBUS Reisen haben jedenfalls die vergangenen Monate dazu genützt, uns auf diesen gro- ßen Moment vorzubereiten. Und einen Vorgeschmack dazu servieren wir in unse- rem neuen COLUMBUS Magazin. Viel Freude beim Lesen und Träumen! Ihr Mag. Alexander Richard, Geschäftsführer COLUMBUS Reisen
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38 REISETHEK: ERLESENE REISEN MIT ANSPRUCH Trüffel im Piemont | Oper in Tallin | Wein aus Georgien | Genuss an der Amalfiküste | Mit dem Zug durch die Schweiz.
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WHAT A WONDERFUL CRUISE! Seit vielen Jahren leitet Axel Melhardt Wiens ältesten Jazzkeller, das „Jazzland“. Aber den besten Ohrenschmaus serviert er an Deck der MS Nestroy auf der Donau.
VORAUS(GE)LESEN Weil jede Reise auch das perfekte Buch braucht. 50
IMPRESSUM: Medieninhaber & Herausgeber: COLUMBUS Reisen GmbH; Geschäftsführer: Mag. Alexander Wenzel Richard, Universitätsring 8/24, A-1010 Wien; Kontakt: Telefon +43 1 534 11-0, Fax +43 1 5330072, E-Mail: office@columbus-reisen.at; FN 285867 v; ATU 62961502; Handelsgericht Wien | Projektleitung COLUMBUS Reisen: Michaela Haipl, Mario Steinwedel Konzeption & Herstellung: UND Kommunikation GmbH, Margaretenstraße 56/4/46, A-1050 Wien Creative Director: Pepo Possmann | Chefredaktion: Johannes Stühlinger | Autorinnen: Jenni Koutni, Sandra Rainer | Lektorat: Carola Kilga | Fotografie: Philipp Horak, Shutterstock, iStock | Consulting & Anzeigen: Roland Gölles
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BILDWELTEN GRIECHENLAND
DER GRIECHISCHEN MYTHOLOGIE SO NAH
Die Farbe Blau ist in unserer Welt mit Weite und Schönheit verbunden. Vermutlich gibt es deshalb zumindest 84 konkret benannte Blautöne. Einer davon: das Ägäis-Blau. Der Name Ägäis stammt vom Vater des Helden Theseus, Aigeus. Dieser ging als erster König Athens in die griechische Mythologie ein. Wer hier in die Fluten taucht, nimmt also ein wahrlich göttliches Bad!
COLUMBUS MAGAZIN 07
BILDWELTEN TANSANIA
WO TANSANIAS WILDNIS SPÜRBAR WIRD
Sie gilt als eines der spektakulärsten Naturschauspiele unseres wunderschönen Planeten: die große Tierwande- rung in Tansania, auch „Great Migration“ genannt. Jedes Jahr zum Ende der Regenzeit setzen sich 1,3 Millionen Gnus gemeinsam mit Zebras, Gazellen, Antilopen und Impalas in Bewegung. Ihr Ziel: der nordwestliche Teil der Serengeti. Anfang Juli gelangen die Wildtiere dann zu den beiden Flüssen Grumeti und Mara. In einem atembe- raubenden Schauspiel überqueren sie diese und zeigen eindrücklich, wie kraftvoll die Natur ist.
COLUMBUS MAGAZIN 09
BILDWELTEN ISLAND
EIN FANTASY-ROMAN NAMENS ISLAND Wenn in den Westfjorden am helllichten Tag plötzlich dichte Nebel aufkommen, wenn Gey- sire zischend aus dem Boden schießen, wenn man glaubt, inmitten eines Fantasy-Romans zu sein – dann ist man in Island. Und in Anbetracht der atemberaubenden Naturschauspiele wun- dert es nicht, dass die Menschen hier davon überzeugt sind, von Elfen, Trollen und Feen umgeben zu sein. In Zahlen heißt das: Mehr als die Hälfte der isländischen Bevölkerung glaubt an Elfen. Und immerhin neunzig Prozent hält deren Existenz für möglich. Das ist doch auf wundervolle Weise fantastisch!
COLUMBUS MAGAZIN 11
KURZ & GUT
Will man die französische Küche verstehen, muss man nach Lyon. Hier kreierte der berühmte Paul Bocuse die „Nouvelle Cuisine“, und noch heute dreht sich alles um den Genuss. Die Stadt, die zum Welt- kulturerbe der UNESCO zählt, ist außerdem Heimat der Gebrüder Lumière, deren Familiendomizil in ein charmantes Museum verwandelt wurde. Hier revolutionierten Auguste und Louis Lumière nicht nur die Fotografie, mit ihrem Kinematographen brachten sie den Bildern außerdem das Laufen bei. Ebenfalls einzigartig in Frankreich ist das Musée Cinéma et Miniature, eine Initiative des Miniaturkünstlers Dan Ohlmann. Seit 25 Jahren fertigt er hier entzückende, maßstabgetreue Miniaturen. Hunderte originale Requisiten begeistern außerdem Film- liebhaber von jung bis alt. UNSER TIPP: Bouchons Lyonnais – Lyons typische kleine Restaurants mit Beislcharakter – versprechen gemütliche Atmosphäre, gekocht wird aber immer auf hohem Niveau. Bestes Beispiel dafür ist „Le Bouchon des Carnivores“, ein Geheimtipp für authentische französische Gaumenfreuden. LYON: AUF DEN SPUREN DER GOURMETS
LUST AUF LYON BEKOMMEN? 4 TYPISCH FRANZÖSISCHE TAGE WARTEN! Genießer fühlen sich auf dieser Reise besonders wohl. 22. bis 25. Oktober 2021 ab € 1.090 p. P.
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COLUMBUS MAGAZIN 13
DESTINATION ITALIEN
Goethes
geheimes Sizilien
A ls Johann Wolfgang von Goethe nach Italien auf- brach, war es alles andere als eine einfache Urlaubs- reise. Es war viel eher etwas, das wir derzeit alle gut nachvollziehen können, nämlich eine Flucht vor dem Alltagstrott. Als sich der Dichter am 3. September 1786 in die Postkutsche setzte, war es drei Uhr nachts. Er hatte die Reise im Geheimen geplant, verab- schiedete sich von niemandem und reiste eine Zeit lang sogar unter dem falschen Namen Johann Philipp Möller. Er wollte die Reise genießen, ohne jemandem dafür Re- chenschaft ablegen zu müssen. Zu Hause in Weimar hatte ihn die Arbeit als Minister völlig ausgelaugt, seine litera- rische Kreativität war blockiert. Der Dichterfürst unter- nahm diesen radikalen Tapetenwechsel, weil er nicht mehr dichten konnte. Von der reichen Kultur Italiens erhoffte er sich eine künstlerische Wiedergeburt. AUF SINNSUCHE Goethes Reise war in vielerlei Hinsicht ungewöhnlich. Allein die Schiffsreise von Neapel nach Sizilien war ein mutiges, nicht ungefährliches Unterfangen; für den damals 37-Jährigen stellte sie noch dazu die erste Seereise seines Lebens dar. „Hat man sich ringsum vom Meere umgeben gesehen, so hat man keinen Begriff von Welt“, schrieb er in sein Tagebuch. Zudem zählte Italien zu dieser Zeit noch nicht zu den Top-Destinationen, Bildungsreisen in den Sü- den endeten meist in Rom. Doch was Goethe suchte, war nicht das Italien der Maler Michelangelo oder da Vinci, er interessierte sich auch nicht für die Bauwerke der Renais- sance und des Barocks, die bis heute Millionen Touristen begeistern. Erst mit der imposanten, 30 n. Chr. erbauten Arena in Verona fand er, was er insgeheim suchte: Inkognito trat Johann Wolfgang von Goethe eine Reise nach Sizilien an, die sein Leben für immer veränderte. Eine Spurensuche.
COLUMBUS MAGAZIN 15
DESTINATION ITALIEN
■ Ob mit der „Isola Bella“ (rechts) oder der Hafen- stadt Castellammare del Golfo (unten) – Sizilien weiß zu bezaubern.
ein Monument des römischen Altertums, die ursprüngliche Seele Italiens. DAS ENDE DER SCHREIBBLOCKADE Nach seinem Beschluss, noch weiter nach Süden vorzudringen, fühlte sich Goethe wie ein Pionier, der hier das Paradies entdeckte. „Italien ohne Sizilien macht gar kein Bild in der Seele, hier ist erst der Schlüssel zu allem“, schrieb er nach seiner Ankunft. Sizilien mit seinen Düften, seiner ursprünglichen Architektur und prächtigen Vegetation zog Johann Wolfgang von Goethe sofort in den Bann. Ursprünglich sollte die gesamte Reise einige Monate dauern, am Ende wurden daraus beinahe zwei Jahre. Hier wurde Goethe wieder zu dem kreativen Genie, das er einst war, und er begann wieder zu schreiben. Wie sehr er in seiner Kreativität aufging, bezeugt die Suche nach der „Ur- pflanze“, die er, überwältigt von der Natur Palermos, genau hier zu finden glaubte. In seiner Begeisterung war er sich sicher: Wo sonst, wenn nicht in diesem prächti- gen Artenreichtum, sollte sich die Wiege
der gesamten Pflanzenwelt befinden? Aus späteren Briefwechseln lässt sich herausle- sen, dass Goethe diese damalige Euphorie nach seiner Reise ein wenig belächelte, es sei der guten Reisestimmung geschuldet gewesen. Ein fruchtbares Ergebnis dieser Leidenschaft ist allerdings sein botani- sches Hauptwerk, das 1790 erschien. SEHEN, WAS GOETHE SAH Das Tagebuch, das der Dichter während seines zweijährigen Abenteuers führte, wurde als „Italienische Reise“ zum Best- seller, den er allerdings erst 30 Jahre nach seiner Rückkehr veröffentlichte. Wer auf den Spuren dieses großen Mannes wan- deln möchte, packt am besten den Koffer und durchquert Sizilien von Palermo bis in die historische Hafenstadt Catania. Gestoppt wird beispielsweise in Agrigent, das vor allem für das UNESCO-Weltkul- turerbe „Valle dei Templi“ bekannt ist, einen Landstrich voller antiker Tempel und Ruinen. Oder in Enna, das auf einem 970 Meter hohen Bergrücken über dem Meer thront und eine unvergleichliche
AUF DEN SPUREN VON GOETHES BESTSELLER
LUST AUF SIZILIEN BEKOMMEN? 12 BEEINDRUCKENDE TAGE WARTEN! Trockene Lavaebenen,
fruchtbare Weingärten sowie einsame Buchten und Strän- de: Die Gegensätze Siziliens locken! Von Wien geht es gleich direkt nach Catania auf Sizilien. Und von dort zu den unberührtesten und spektakulärsten Flecken dieser Insel. HIGHLIGHT: DIE LIPARISCHEN INSELN Schwarze Sandstrände, kristallblaues Meer, aktive Vulkane – die vor Sizilien gelagerten Liparischen Inseln gelten als der letzte Geheim- tipp im Mittelmeer. Auf dieser Rundreise fangen wir das Glitzern dieser Urlaubs- juwelen ein.
■ Der Blick auf den Vulkan Stromboli ist selbst für Sizilianer immer noch faszinierend (oben). Und das römische Amphitheater auf Syrakus (unten) erzählt die griechische Geschichte überraschend italienisch.
15. bis 26. September 2021 ab € 2.490 p. P.
Aussicht bietet. Hier befindet man sich außerdem exakt im Mittelpunkt Siziliens. In der Hafenstadt Castellammare del Golfo schaut man Fischern beim Flicken ihrer Netze zu oder gönnt sich eine der fangfrischen Fischspezialitäten in einem der vielen Hafenrestaurants. Und wo fände diese Pilgerfahrt ein würdigeres Ende als im Osten, am Fuße des beeindruckenden
Vulkans Ätna, der sogar zu einer aben- teuerlichen Wanderung einlädt? Egal, auf welcher Route man unterwegs ist, man trifft sicherlich auf Gleichgesinn- te. Goethes Reiseberichte im Gepäck, sind sie ebenfalls auf der Suche nach der Lebenslust, die der Dichter spürte, damals, als er sich nachts rausschlich und dem Alltagstrott entfloh.
UNSERE EXPERTIN IRIS BUSCHE
iris.busche@columbus-reisen.at 02252 / 908263
COLUMBUS MAGAZIN 17
DESTINATION IRLAND
IRLANDS ERSTE PIRATIN An Irlands Westküste
segelte einst Piratin Grace O’Malley über die stürmische See.
Heute kann man sich an ihre Fersen heften. S teile Klippen, altertümliche Burgen und sat- tes Grün, so weit das Auge reicht: In der Grafschaft Mayo zeigt sich Irland von sei- ner ursprünglichsten Seite. Und dort, wo das Meer allgegenwärtig ist, lebte einst eine Frau, so wild wie der Atlantik selbst: Grace O’Malley. Um die imposante Persönlichkeit, die im 16. Jahrhundert lebte und die See un- sicher machte, ranken sich viele spannende Geschichten. Es war die Zeit von Königin Elisabeth I., in der sich Grace O’Malley selbst beför-
derte – von der Gattin des Oberhaupts zur Anführerin ihres Clans, damals eine äußerst ungewöhnliche Posi- tion für eine Frau. Doch Grace
bewies Durchsetzungsver- mögen, was ihr bald auch eine eigene Schiffsflotte mit großer Gefolg- schaft einbrachte.
LUST AUF IRLAND BEKOMMEN? 9 ORIGINAL IRISCHE TAGE WARTEN! Begeben Sie sich mit uns auf die Spuren der „Lebens- wasser“ Whiskey, Guinness und Gin. Alte Klöster und verwunschene Buchten machen den besonderen Reiz der grünen Insel aus, scheint es doch, als würden geheimnisvolle Leprechauns um jede Ecke schauen, um den Besucher in ihr Reich zu entführen. HIGHLIGHT: DIE KLIPPEN VON MOHER Über ganze fünf Kilometer erstrecken sich die berühm- testen Klippen Irlands und erreichen eine Höhe von 215 Metern. Auch wenn wir alle die Fotos kennen – das Erlebnis lässt diese schlagartig verblassen. 18. bis 26. September 2021 ab € 1.890 p. P.
■ Wer Grace O’Malleys Spuren folgt, kommt unweigerlich zu den Klippen von Moher und an den alten Gemäuern von Trim Castle vorbei. Beides einmalige Orte!
Es dauerte nicht lange und sie kontrollierte die irische Küste; Handelsfahrten brachten sie sogar bis Südeuropa. Auch bei Rivalitä- ten mit konkurrierenden Seeleuten und der englischen Krone war O’Malley nicht zim- perlich und trat ihnen stets mit erhobenem Schwert entgegen – ihr Ruf als berüchtigte Seefahrerin und Piratin war geboren. Ein Augenblick, der in die Geschichte einging, war ihre Audienz bei der Königin höchst- persönlich: Die Piratin rechtfertigte ihre Plündereien als die einzige Möglichkeit, den Lebensunterhalt ihrer Crew zu sichern, wo- raufhin sich Elisabeth I. sogar kulant zeigte. Als Gegenleistung für dieses Entgegenkom- men schwor Grace O’Malley der Königin ihre Treue. Wo genau die Piratin ihre letzte Ruhestätte fand, wurde nicht überliefert, man vermutet aber auf ihrer Burg Rockfleet Castle. Man kann diesen Ort besichtigen, und manch einer munkelt sogar, dass die Aura seiner besonderen Bewohnerin dort noch heute spürbar ist. AUF DEN SPUREN DER ABENTEURERIN Folgt man Grace O’Malleys Spuren, kommt man unweigerlich an einigen von Irlands malerischsten Orten vorbei. Da wäre das imposante Trim Castle, das eine einstündi-
ge Autofahrt nordwestlich von Dublin aus der sattgrünen Hügellandschaft emporragt. Bereits 1173 legte man den Grundstein für die für Besucher geöffnete Festung, die mit ihren drei Meter dicken Mauern die Zeit überdauerte. Im Herzen des Boyne Valleys empfehlen wir stilgerecht den Besuch der Listoke Gin Destillerie. Im beschaulichen Fischerort Howth kann man nicht nur aus- gezeichnet bummeln, mit etwas Glück sieht man auch noch wilde Seehunde. Für einen beeindruckenden Schnappschuss sollte man in den Südwesten zu den berühmten Klippen von Moher reisen. Steht man dann rund 200 Meter über dem Wasser, den Blick auf die raue See, die Meeresluft im Gesicht, erwacht die Legende der unerschütterlichen Piratin Grace O’Malley erneut zum Leben.
UNSER EXPERTE KONSTANTIN KOZLIK
konstantin.kozlik@columbus-reisen.at 01 / 505 23 86
COLUMBUS MAGAZIN 19
KURZ MALWEG
Diese Reise führt von Bilbao ausgehend bis nach Haro, dem Hauptort der Rioja Alta. Kulinarische Sternstunden stehen genau- so auf dem Speisezettel wie Stationen bei archi- tektonisch interessanten Weingütern, z. B. Marqués de Riscal (siehe Foto) und Ysios. 16. bis 21. September 2021 ab € 1.835 p. P. BASKEN- LAND
Drei Reisen – viele
einmalige Erlebnisse.
MALTA
ESTLAND
Die kleine Insel kann man buch- stäblich über ihre Küche erforschen! Maltas einzigartige Geschichte hat sich auch in der maltesischen Küche niedergeschlagen. Und die dazu- gehörigen Sehenswürdigkeiten sind ein wahrer Augenschmaus. 1. Mai bis 31. Oktober 2021 jeden Donnerstag antretbar. 4 Tage/3 Nächte ab € 490 p. P.
Eulen im Moor beobachten, Auerhähne in freier Wild- bahn erspähen und wilde Bären, Luchse & Elche durch die Taiga streichen sehen: Diese und viele andere spektakuläre Naturerlebnisse bietet unsere 5-Tagesreise in die Wildnis des Baltikums. 30. Juni bis 4. Juli 2021 ab € 1.590 p. P.
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COLUMBUS MAGAZIN 21
DESTINATION KASACHSTAN
■ Sowohl auf dem Land als auch in der Hauptstadt Nur-Sultan trifft Modernes auf Tradition.
DER APFEL FÄLLT WEIT
A ls der junge deutsche Botaniker Johann August Carl Sievers im Jahr 1790 im Auftrag von Katharina der Großen von Sankt Petersburg Richtung Sibirien auf- bricht, ahnt er nicht, dass er ganz nebenbei die wichtigste Entdeckung seines Lebens machen wird. Schauplatz: der Tarbagatai, ein knapp 2.000 Meter hoher Gebirgszug nahe der Grenze des heutigen Kasachstans zu China. Hier sollte der Botaniker nach neuen Heilpflanzen für das russische Volk suchen. Zur Stärkung pflückte Sievers einen Apfel von einem der vielen, knorrigen Bäume, biss hinein und war überrascht: Er schmeckte nicht sauer und herb wie all die Äpfel, die er bisher kannte, sondern ange- nehm süß. Im Glauben, es handle sich um eine bisher unbekannte Birnenart, sammelte er Blätter und Samen. Ohne es zu ahnen,
Hätten Sie geahnt, dass der Urahn unserer Äpfel aus Kasachstan kommt? Den Beweis liefert ein über 200 Jahre alter Zufallsfund.
hatte Sievers den Urahnen aller Äpfel ent- deckt, den asiatischen Wildapfel. Zu Hause angekommen, landeten seine Proben im historischen Archiv und wurden 200 Jahre lang vergessen. Anfang der 1990er-Jahre stießen amerikanische Forscher auf diese Archivdaten, sammelten Samen von einigen der bis zu 300 Jahre alten Apfelbäume in Kasachstan und bewiesen Sievers zufällige Entdeckung: Egal, ob wir heute in einen Golden Delicious, Granny Smith oder eine der über 30.000 anderen Sorten beißen, sie alle tragen ein Stück Erbgut dieses kasachi- schen Apfels in sich. Heute wird der „Malus Sieversii“ in Kasachstan als wichtiges natio- nales Gut behandelt, davon zeugt der Name der ehemaligen kasachischen Hauptstadt Almaty, der übersetzt „Stadt der Äpfel“ bedeutet.
LUST AUF KASACHSTAN BEKOMMEN? 8 FASZINIERENDE TAGE WARTEN!
Das neuntgrößte Land der Welt bietet schier endlose Steppenlandschaften, eine imposante Bergwelt und Zukunftsstädte mit architek- tonischen Meisterwerken. Eine abwechslungsreiche Ge- schichte – von den Karawa- nen der Seidenstraße über die Horden Dschingis Khans – hat ein faszinierendes Land mit einer freundlichen Bevölkerung hervorgebracht. HIGHLIGHT: TRADITION IN DER JURTE Dem Nomadenidyll kommt man vermutlich nirgendwo so nahe wie in der Steppe Kasachstans. In einer Jurte mit Einheimischen speisen und alles über deren Tradi- tionen zu erfahren, ist ein wahrer Höhepunkt dieser Reise. 26. August bis 3. September 2021 ab € 2.595 p. P.
VOM STAMM ...
VIEL ZU ERLEBEN Aber natürlich machen nicht nur die jährlich stattfindenden Apfelfeste Kasachstan zu einem Geheimtipp unter abenteuerlustigen Reisen- den. Es ist viel eher die Freundlichkeit der Ein- wohner und die gewisse Mystik, die das Land mit seinen endlosen Steppen umgibt. So kann man hier an einem Tag bei der Jahrtausende alten Tradition der Falknerei zusehen, Gazellen über die weitläufigen Steppen hüpfen sehen und an der singenden Düne heruntergleiten. Zum Abschluss empfiehlt es sich, in der spek- takulären Hauptstadt Nur-Sultan einen Schluck Kumys zu probieren. Das berühmte Getränk der Nomaden hat eine lange Tradition, besteht aus vergorener Stutenmilch und ist eher etwas für mutige Gaumen. Aber sind es nicht gerade diese völlig neuen Eindrücke, die das Reisen so wertvoll machen?
■ Die Falknerei hat in Kasachstan eine besonders lange Tradition. Die imposanten
UNSERE EXPERTIN MICHAELA HAIPL
Tiere halfen bereits den Nomaden bei der Jagd.
michaela.haipl@columbus-reisen.at 01 / 534 11 340
COLUMBUS MAGAZIN 23
DESTINATION MAROKKO
WIE OASEN aus einem Märchen wirken diese vier
Gärten. Vom magi- schen Kunstgarten bis zum versteckten Ruhepol mitten in der Stadt ist alles dabei.
MARRAKESCH Die Gärten von
JARDIN MAJORELLE Angelegt wurde dieser beeindruckende Garten vom Maler Jac- ques Majorelle, der als einer der größten Pflanzensammler sei- ner Zeit galt. Dass der Garten noch existiert, verdankt er dem Modeschöpfer Yves Saint Laurent und seinem Lebensgefährten Pierre Bergé. Nach Majorelles Tod lag der Garten brach, bis ihn das Paar 1980 kaufte und die Zahl der Pflanzen sogar verdop- pelte. Über den 300 verschiedenen Pflanzenarten aus allen fünf Kontinenten schwebt heute der Geist des ikonischen Mode- designers: Er liebte diesen Ort so sehr, dass man seine Asche im privaten Rosengarten verstreute.
KAKTEENFARM Die deutsch-marokkanische Familie Thiemann erschuf 15 Minuten außerhalb der Stadt eine Kakteenfarm in beeindruckendem Ausmaß: Mit 7 Hektar ist sie die größte ihrer Art in ganz Afrika. Die Farbenvielfalt der Kakteenblüten entschädigt schnell für das Fehlen von schattigen Plätzchen. Zum Beschweren bleibt ohnehin keine Zeit, viel zu faszinierend ist der Artenreichtum dieser stacheligen Schönheiten – vom 50 Jahre alten Winzling bis zum acht Meter hohen Säulenkaktus.
LUST AUF MARRAKESCH BEKOMMEN? 5 TAGE VOLL EINPRÄGSAMER NATURMOMENTE WARTEN! Lassen Sie sich in die schöns- ten Gärten entführen, die Sie sich ausmalen können! Unser Experte serviert Ihnen zu jedem überraschende Ge- heimnisse und Geschichten.
HIGHLIGHT: TRADITION IM TOPF In fast jedem Haushalt steht sie in großen Töpfen kochend auf dem Herd: die Harira. Die Suppe aus Kichererbsen, Linsen und den Geheimzutaten des Zubereitenden wird mit Zitrone und Datteln serviert. Entweder als Mittagssnack oder als ganze Mahlzeit, ist sie eine köstliche Alternative zum allseits belieb- ten Couscous. 9. bis 13. Oktober 2021 ab € 1.220 p. P.
ANIMA GARDEN Diesen Garten, der als einer der fantasievollsten der Welt gilt, muss man mit allen Sinnen erleben. Die 2016 eröffnete Anlage ist das Werk des Univer- salkünstlers André Heller, der ihn als magischen Ort voller Blüten, Ge- wächse und Kunstwerke konzipierte. Besucher werden eingeladen, diese botanische Attraktion mit spielerischer Neugier zu erforschen.
LE JARDIN SECRET Mitten in der Medina von Marrakesch versteckt sich der paradiesische Le Jardin Secret, der seinem Status als Geheimtipp bereits entwachsen ist. Dennoch entflieht man hier der Hitze und Lautstärke der Souks, das quirlige Stadtleben scheint kurzzeitig stillzustehen. 2013 öffnete diese Oase, deren Ursprünge über 400 Jahre zurückliegen.
UNSER EXPERTE PETER GALLHOFER
pg@airtour.at 01 / 523 46 30
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INTER VIEW
Ein ganzes Jahr waren COLUMBUS Reisen-Chef Alexander Richard sozusagen die Hände gebunden. Jetzt aber sieht er eine regelrechte Reisewelle auf sich und seine 200 Mitarbeiter zukommen. Ein nicht ganz einfaches Kalt-Heiß-Spiel. Interview: Johannes Stühlinger U ngefähr 80 Prozent weniger Umsatz. Viele Reisebüros stehen mit dem Rü- cken zu Wand. Statt mit neuen Rei- setrends oder spannenden Destinati- onen macht die Reisebranche in den chen, treffen Entscheidungen sehr schnell und gemeinsam. Dieser Zusammenhalt zwi- schen allen 200 Mitarbeitern im Unterneh- men hat dazu geführt, dass alle die notwen- digen Entscheidungen, die etwa durch die Kurzarbeit für alle auch finanzielle Einbußen bedeuten, mitgetragen haben. Aber es soll auch nicht unerwähnt bleiben, dass es ohne die Unterstützung durch die Regierung sehr schwierig geworden wäre. „ICH RECHNE MIT EINEM WAHREN REISEANSTURM!“
vergangenen Monaten fast ausschließlich mit solchen Meldungen Schlagzeilen. Keine Fra- ge: Kaum eine andere Branche wurde von der Pandemie und den damit einhergehenden Lockdowns so hart getroffen wie die Urlaubs- welt. Doch das österreichische Familienun- ternehmen COLUMBUS Reisen wird dieses geschäftliche Tief überfliegen. Und seit der Zulassung der ersten Impfstoffe spricht Ge- schäftsführer Alexander Wenzel Richard gar von einem nahenden Hoch der Reisebranche. SEIT ÜBER EINEM JAHR SIND SIE ALS REISEUNTER- NEHMER SOZUSAGEN ZWANGSBEURLAUBT. WIE IST ES IHNEN GELUNGEN, COLUMBUS REISEN TROTZ STÜRMISCHER SEE AUF KURS ZU HALTEN? Alexander Richard: Auf den Punkt gebracht: der Zusammenhalt im Unternehmen. Wir sind ein Familienunternehmen, das seit 1932 als Reisebüro besteht. Ich denke, dass dieser Spirit eines Familienunternehmens bei den Mitarbeitern ankommt und auch sehr ge- schätzt wird. Unsere Hierarchien sind sehr flach, wir können immer miteinander spre-
INZWISCHEN BESTEHT DIE BERECHTIGTE HOFF- NUNG, DASS WIR DANK DER NUN ZUGELAS- SENEN IMPFSTOFFE IM LAUFE DIESES JAHRES WIEDER ENTSPANNT REISEN KÖNNEN. ERWAR- TEN SIE EINEN REISEANSTURM? Ja, damit rechne ich fest. Ich hoffe es auch, muss ich ehrlich sagen. Es stehen alle in den Startlöchern. Was jetzt noch dagegen spricht, ist, dass die Geschwindigkeit beim Impfen doch schneller sein könnte. Aus mei- ner Sicht sollte ein Zusammenspiel zwischen der Gesundheits- und Reisebranche möglich sein: Während Herr und Frau Österreicher geimpft werden, können parallel für die be- reits Geimpften die ersten Flugzeuge aus dem Hangar gerollt werden. Es können schritt- weise die Kapazitäten der Hoteliers vor Ort hochgefahren werden. Und dann könnten
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INTER VIEW
„ICH WÜRDE SEHR RASCH DAS REISEBÜRO BESUCHEN, UM MEINEN ERSEHNTEN URLAUB ZU BUCHEN!“
etwa können zum Beispiel ihre bestehenden normalen Zimmer nicht plötzlich als Luxus- zimmer verkaufen. Außerdem würde man so die kaufkräftigste Einkommensschicht ver- ärgern, indem man einen Corona-Zuschlag einhebt. Das kann ich mir nicht vorstellen. Das würde nicht gut gehen. Aber was ich mir vorstellen kann, ist, dass es in den kommen- den Monaten zu Engpässen kommt. So wie es schon in der Vergangenheit in der Hochsai- son mit den Plätzen knapp war. DAS HEISST, ICH SOLLTE MEINEN SOMMERUR- LAUB AM BESTEN JETZT RASCH BUCHEN? ABER WAS, WENN GENAU DA DANN DIE NÄCHSTE CORONA-WELLE KOMMT? Ja. Ich würde sehr rasch das Reisebüro be- suchen, um meinen ersehnten Urlaub zu buchen. Und Sorgen bezüglich etwaiger Stor- nogebühren braucht sich niemand machen! Viele Veranstalter reagieren sehr kundenori- entiert, indem sie sehr flexible Reisebedin- gungen, also sehr flexible Stornomöglichkei- ten, anbieten. Bei vielen kann man bis zwei Wochen vor Abflug kostenlos stornieren. Was ich sagen will: Man kann nur gewinnen, wenn man jetzt bucht! Sonst darf man sich nicht wundern, wenn man im Mai für Juli oder August keine Reise mehr für seine Fa- milie findet, weil alles schon ausgebucht ist. HAT DIESE LANG ANHALTENDE „REISELOSIG- KEIT“ IHRER MEINUNG NACH AUSWIRKUNGEN AUF UNS ALS MENSCHEN? Ja. Ich glaube, im Zusammenspiel mit den fehlenden sozialen Kontakten, die auch je- dem Einzelnen fehlen, ist die Sache durchaus schwierig. Man sehnt sich danach, endlich wieder etwas erleben zu können, wovon man sehr lange im positivsten Sinne zehrt. Wenn ich etwa auf meinem Smartphone die Fotos der letzten Reise mit meiner Frau ansehe,
wir alle im Juni oder Juli wieder entspannt verreisen. Ich denke, wenn sich der Ansturm von einem Bach hin zu einem großen Fluss entwickelt, kann die Branche konzentriert mithochfahren und alle Reisenden glücklich machen. BESTEHT NICHT VIELLEICHT DIE GEFAHR, DASS SO EIN ANSTURM DIE PREISE DER REISEN NACH OBEN TREIBT UND VIELE DANN ERST WIEDER ZU HAUSE SITZEN, WEIL SIE SICH KEINEN URLAUB LEISTEN KÖNNEN? Nein, das kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen. Das ist ja ganz etwas anderes als die Schlangen vor den Shops, nachdem die Geschäfte wieder aufgesperrt haben. Hotels
■ Wohin soll die Reise gehen? Alexander Richard hat schon viele Pläne für sich und seine Familie.
„DIE VORFREUDE AUF DAS REISEN IST BEI UNS
ALLEN SCHON SEHR GROSS.“
INFOS ZUR PERSON ALEXANDER RICHARD
WENN SIE HEUTE BUCHEN KÖNNTEN: WELCHE REISE WÜRDEN SIE PERSÖNLICH ALS IHRE ERSTE POST-CORONA-REISE BUCHEN? Mit meinem fünfzehnjährigen Sohn Wen- zel würde ich umgehend nach New York fliegen. Mit meiner Tochter Constanze würde ich nach Sylt reisen, am liebsten in ein wunderschönes Hotel mit Oma und Opa, wo sich alle gemeinsam erholen können. Und mit meinem jüngsten Sohn Ferdinand würde ich nach Manchester fliegen, zu einem Spiel unseres Lieb- lingsclubs, Manchester City. Mit meiner Frau würde ich wahnsinnig gerne nach St. Petersburg, Moskau oder Edinburgh fliegen. Oder auf die Malediven, wenn die Kinder anderswo unterkommen (lacht). Und ich will wieder nach Schottland. Das ist so gewaltig schön dort, die Leute sind so freundlich, und ich hab’ die Pub-Stimmung so gerne. Oder New York! Nein, Hamburg! Meine Frau und ich waren oft dort, in einem ganz kleinen, feinen Hotel an der Elbe. Ach, ich freue mich einfach sehr aufs Reisen!
dann bin ich emotional sofort wieder ge- nau dort. Aber: Das ist jetzt schon drei Jah- re her … Wir wollen, glaube ich, alle wieder neue nachhaltige Erinnerungen sammeln können, danach sehnen wir uns. WIRD SICH DIE PANDEMIE WOMÖGLICH AUCH LANGFRISTIG AUF UNSER REISEVERHALTEN AUSWIRKEN ODER GAR NEUE TRENDS KREIEREN? Wenn sich beim Reiseverhalten etwas ver- ändert, dann wird es sich eher aufgrund der Bedenken, die den Klimawandel betreffen und auf Nachhaltigkeit abzielen, verändern. Genauso wie man im Supermarkt inzwischen darauf achtet, woher das Produkt stammt, wird man auch beim Reisen achtsamer wer- den. Und da wird es auch zeitgemäße An- gebote brauchen und geben. Reiseangebote, die einen geringen Kerosinausstoß ausweisen oder einen geringen Energieverbrauch bei Kreuzfahrtschiffen möglich machen. Neue technische Lösungen werden das Wohlbe- finden von der gesamten Reiseplanung bis zum Abschluss der Reise für alle Reisenden erhöhen.
Im Jahr 2010 übernahm Alexander Richard die Geschäftsführung der COLUMBUS Gruppe von seinem Vater KR Dr. Carl Ludwig Richard. Er ist verheiratet, hat drei Kinder und einen Hund.
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WO DER WETTERGOTT WOHNT ...
F ragt man die Einheimischen der Azoren nach dem Wet- ter, so hört man sie oft scherzhaft sagen, dass man hier alle Jahreszeiten an einem Tag erleben könne. Das stimmt natürlich nur bedingt: Schnee sehen die Bewohner dieser portugiesischen Inselgruppen nie. Einzig ihr höchster Vulkanberg Ponta do Pico, der sich auf der gleichnamigen Insel Pico befindet, wird in den Wintermonaten ab und zu von Schnee bedeckt. Aber man merkt, dass man hier als Reisender ein gewisses Maß an Flexibilität braucht. Die Temperaturen auf den neun Azoreninseln sind angenehm ausgeglichen, ob im Sommer oder Winter. Allerdings kann sich die Wetterlage hier sehr abrupt ändern. Wanderer müssen damit rechnen, mor- gens bei dichtem Nebel zu starten, kurz darauf blauen Himmel und Sonnenschein zu genießen und dann von einem heftigen Regenschauer überrascht zu werden. Auf der Insel São Miguel kommt es sogar zum Phänomen, dass sich die Wetterlage zwi- schen der Ostseite und der Westseite völlig unterscheidet. Aber wie beeinflussen die Azoren nun unser Wetter in Mitteleuropa? Die Azoren sind den meisten von uns aus dem Wetterbericht bekannt. Vom berühmten Azorenhoch ist da immer die Rede. Aber was hat es damit auf sich? Wir lichten den Nebel.
■ Reisende müssen auf den Azoren für alle Wetterlagen gerüstet sein. Dafür wird man aber regelmäßig mit atem- beraubenden Panoramen und Landschaften belohnt.
LUST AUF DIE AZOREN BEKOMMEN? 10 IMPOSANTE TAGE WARTEN Wer keine der vielen Facet- ten der Azoren auslassen möchte, ist auf dieser Reise goldrichtig: In zehn Tagen geht es gleich auf vier Inseln! Erster Stopp: São Miguel. Dann geht’s weiter nach Faial und auf die berühmte Insel Pico. Für einen atem- beraubenden Abschluss sorgt das sagenumwobene Eiland Terceira. HIGHLIGHT: WUNDERBARES WANDERN Gleich drei prachtvolle Wandertouren stehen bei dieser Reise zur Auswahl: Auf São Miguel führt ein Weg durch den Dschungel zum Wasserfall Salto do Prego. Auf Terceira lockt ein unberührter Nationalpark, und auf Faial wartet mit dem Besuch des Lagoa da Caldeira ein spektakulärer Höhepunkt auf alle, die gut zu Fuß sind. 27. August bis 6. September 2021 ab € 2.735 p. P.
■ Neben malerischen Landschaften kommt auch das Abenteuer nicht zu kurz: Von Kajaktouren über Höhlenerforschung bis hin zum Whale- Watching im Schlauch- boot ist alles dabei.
EIN PHÄNOMEN ERKLÄRT Das Azorenhoch, das uns laut Wetterbericht oft warme bis heiße Temperaturen beschert, ist ein Hochdruckgebiet, das sich im Nordatlantik nahe der Azoren bildet. Im Sommer heißt das meist: warmes, trockenes Wetter mit strahlend blauem Himmel. Je stärker das Azorenhoch, desto stabiler ist die schöne Großwetterlage. Im Winter bringt es Regen, Stürme, aber milde Temperaturen. Wie ausgeprägt das Azo- renhoch ist, kommt darauf an, wie der Kampf mit seinem Gegenspieler ausgeht, dem Islandtief. Das Zusammentreffen dieser beiden ist es nämlich erst, was unser Wetter in Mittel- und Nordeuropa ausmacht. Es entsteht durch die ständige Neubildung von Tief- und Hochdruckgebieten von den Azo- ren und von Island aus. Je nachdem, auf welchen Weg sie der Wind dann treibt, bestimmen sie das Wetter vor Ort. Island beschert uns kältere, die Azoren wärmere Temperaturen. LIVE VOR ORT Als Tourist kommt man auf den Azoren also oft vom Regen in die Traufe, das aber im besten Sinne, denn im Gegen- zug wird man mit malerischen Panoramen in sattem Grün belohnt. Vor allem Wanderer kommen auf ihre Kosten. Ob man nun über azurblaue Kraterseen blickt, in heißen Schwe- felquellen in Furnas badet oder das westlichste Dorf Europas, Fajã Grande, besucht. Kein Wunder, dass die Inselgruppe im Atlantik als Geheimtipp unter den ganzjährigen Reisezielen gilt. Und egal, was das Wetter den Daheimgebliebenen bringt – man kann sagen: „Ich war dabei.“
UNSER EXPERTE HANNES METZLER
hannes.metzler@columbus-reisen.at 05574 / 90300
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GEHEIMNIS- VOLLER OMAN
■ Die Royal Opera in Maskat beeindruckt bereits von außen. Innen warten feinster Marmor, Goldverzierungen und kunstfertig geschnitztes Teakholz auf die Besucher.
D er Kontrast zwischen Wüste, kilometerlangen einsa- men Stränden, dem smaragdgrünen Meer und beein- druckenden Gebirgslandschaften macht das Sultanat im Südosten der Arabischen Halbinsel zu einem besonderen Reiseerlebnis. Das Land, das als eines der aufgeschlossensten im arabischen Raum gilt, hält für Reisende immer noch einige Geheimnisse bereit. Wussten Sie beispiels- weise, dass hier das einzige Opernhaus auf der Arabischen Halbinsel zu finden ist? Oder dass sogenannte Wadis temporä- re Oasen sind, die nur für kurze Zeit zum Baden einladen? 1. LUXURIÖSER KUNSTGENUSS Das Land wird derzeit vom ehemaligen Kulturminister Sultan Haitham ibn Tariq regiert, der im Jänner 2020 seinem verstor- benen Cousin Sultan Qabus ibn Said folgte. Der Herrscher regierte sein Land 50 Jahre lang, galt als liberal und katapul- tierte das Sultanat in die Neuzeit. Bestes Beispiel dafür ist die Royal Opera Muscat, die der kulturbegeisterte Sultan seinem Volk aus eigener Tasche finanzierte. Das Opernhaus in der Hauptstadt Maskat ist das einzige auf der Arabischen Halbin- sel und macht seinem Namen alle Ehre: ein Palast aus Mar- mor und leuchtendem Blattgold mit kunstfertig geschnitzten Vertäfelungen aus Teakholz. Neben der opulenten Orgel, die 4.542 Pfeifen besitzt und von der Manufaktur Klais, einem der renommiertesten Orgelbauer weltweit, gebaut wurde, gehört auch die auf Schienen verstellbare Bühne zu den Highlights. Dank ihr verwandelt sich das königliche Opernhaus ruckzuck in einen Konzertsaal. Ende 2011, zehn Jahre nach Planungs- beginn, wurde das Opernhaus mit Verdis Oper „Rigoletto“ eröffnet.
Der Oman hält viel mehr bereit als 1001-Nacht- Klischees: sagenumwobene Städte, traumhaftes Badevergnügen und bezaubernde Architektur. Fünf Geschichten, die überraschen.
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DESTINATION OMAN
WER DEN OMAN BESUCHT, GEHT AUF EINE REISE ZWISCHEN TRADITION UND MODERNE.
2. SMARAGDGRÜNE NATUR-POOLS Wen es nach so viel Kultur in die wilde Na- tur zieht, der findet ein abwechslungsrei- ches Angebot vor. Die weißen Sandstrände bei Salala im grünen Südwesten des Landes gelten beispielsweise als „Karibik des Orients“. Eine echte Besonderheit sind aber die Wadis: Täler und Flussläufe, die sich erst nach starken Regenfällen in temporä- re Oasen verwandeln. Dabei gleicht kein Badeerlebnis dem anderen: Mal plantscht man inmitten karger Wüstentäler mit bizarren Felsformationen, mal lädt ein palmengesäumter Natur-Pool mit sma- ragdgrünem Wasser zum Schwimmen ein. Als besonders schön gelten die Wadis Shab, Tiwi und Bani Khalid.
3. ZAUBERHAFTE MYTHEN Die sagenumwobene Stadt Suhar liegt nahe der Grenze zu den Vereinigten Arabischen Emiraten und hat eine aufregende Ge- schichte hinter sich. Als ehemals reichste Handelsmetropole musste sie sich regel- mäßigen Angriffen stellen. Das imposante, über dem Hafen thronende Fort zeugt noch heute von dieser abenteuerlichen Zeit. Apropos: Der Mythos besagt, dass hier einer der berühmtesten Abenteurer aller Zeiten geboren wurde. Seefahrer Sindbad soll von Suhars Hafen aus zu sei- ner legendären Reise aufgebrochen sein. 4. GEBURTSORT DER „TRÄNEN ALLAHS“ Wie wäre es mit einem Besuch des einzigen Weihrauchbasars in ganz Arabien? Im Süden des Landes, genauer gesagt in der Provinz Dhofar, findet man die Wiege dieses aromatischen Baumharzes. Bereits in der Antike wurde hier mit den „Tränen Allahs“ gehandelt, die als Opfergaben, aber auch als Heilmittel genutzt wurden. Noch heute umgibt diesen Ort eine einzigartige Atmosphäre. 5. EIN BOOT IN HANDARBEIT Steht man vor einem der imposanten Holzschiffe namens Dhau, kann man fast nicht glauben, dass diese im Oman noch in purer Handarbeit gefertigt werden. Der Clou daran: Die Handwerker erschaffen sie ohne Pläne, Bauanleitungen werden ledig- lich mündlich an die nächsten Generatio- nen weitergegeben. Wie lange es dauert, bis so ein mit Schnitzereien verziertes Dhau fertig ist, weiß hier niemand. Denn was zählt, ist nicht die Stoppuhr, sondern das Zelebrieren dieses alten Kunsthandwerks.
■ Smaragdgrünes Wasser und schattenspendende Dattelpalmen: Oasen wie der Wadi Bani Khalid laden zum Plantschen ein.
LUST AUF DEN OMAN BEKOMMEN? 9 UNVERGESSLICHE TAGE WARTEN! Auf dieser Rundreise erleben Sie charmante Altstädte, be- suchen farbenfrohe Märkte und erhalten tiefe Einblicke in die Jahrtausende alte Kultur des Orients. Bei auf- regenden Fahrten durch die Wüste und über imposante Gebirge genießen Sie faszi- nierende Landschaftsbilder und lernen das echte Leben in dem Land aus 1001 Nacht hautnah kennen.
HIGHLIGHT: EINE NACHT IN DER WÜSTE
Neben ausgiebigen Entde- ckungsreisen durch die ein- malige Hauptstadt Maskat, zu naturbelassenen Wadis und landestypischen Lehm- siedlungen ist eine Nacht in der Wüste gewiss einer der Höhepunkte dieser Reise. Im Anschluss geht’s zum nächs- ten Hoch – auf den Gipfel des Dschabal Schams, dem höchsten Berg des Omans. 19. bis 27. November 2021 ab € 2.190 p. P.
UNSER EXPERTE CHRISTIAN NEURAUTER
■ Oben: In Salala und Suhar weht noch heute ein Hauch Seefahrerluft. Links: Auf das Nationalgut Weihrauch ist man im Oman besonders stolz und gibt gerne Einblicke in seine Gewinnung, Weiterverarbeitung und dessen Brauchtümer.
christian.neurauter@columbus-reisen.at 0732 / 774 744
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REISE THEK
REISETHEK
Wer das Außergewöhnliche, das Exklusive sucht, der ist bei der Reisethek goldrichtig. Lassen Sie sich auf überraschende Reisen entführen, die alle Ihre Sinne ansprechen. Erleben Sie mit einem erlesenen Kreis Gleichgesinnter kulinarische, kulturelle und kunstvolle Abenteuer, von denen jedes für sich einen Höhepunkt in der persönlichen Biografie darstellen wird. ERLESENE REISEN MIT ANSPRUCH
DAS PIEMONT
AUF DEN SPUREN DER WEISSEN TRÜFFEL Die Region am Fuße der italienischen Alpen bezaubert nicht nur mit ihren sonnigen Hügellandschaften. Vielmehr verbergen sich in ihren typisch italienischen Städtchen und Winkeln wahrlich kulinarische Schätze, die jeden Liebhaber der gehobenen Küche glück- lich machen. Die Stadt Alba ist zu Recht weltweit als Stadt der Trüffel bekannt. Nirgendwo sonst auf der Welt gibt es Trüffel dieser Qualität. Und nirgendwo sonst wird diese beson- dere Frucht der Erde auch so zelebriert wie in der kleinen Stadt im Piemont. Dies wird bei der alljährlichen Trüffelmesse eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Gerne darf man auch darüber streiten, ob die piemontesische Küche nicht viel- leicht sogar die beste der Welt ist. Garantiert aber ist sie außergewöhnlich und so vielfältig, dass jeder Gourmet auf seine Kost(en) kommt. Hier isst man, was in der Re- gion wächst und erlebt somit den garantierten Genuss von Frische und Qualität. Ge- nießen Sie auf diesem Feinschmecker-Kurzurlaub all das, was im Piemont schon viele Generationen an Genussmenschen verzauberte! Die Besichtigung exklusiver Weingüter steht neben dem Besuch großartiger Sterne-Restaurants genauso auf dem Speisezettel dieser Reise wie eine Stadtführung durch das historische Zentrum von Alba. Diese Genussreise in das Piemont wird Sie verzaubern! 21. bis 24. Oktober 2021, ab € 1.690 p. P.
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reisethek.at
REISETHEK
AUF DER HOCHZEIT DES FIGARO Es ist dieses reizende Potpourri aus Historie und Moderne, das der Hauptstadt Estlands eine beson- dere Atmosphäre verleiht. Umrahmt von der bestens erhaltenen historischen Stadtmauer, versprüht die Altstadt, die zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt wurde, einen verträumten Charme. Und der Blick von den Wachtürmen der Mauer ist genauso atembe- raubend wie ein Opernabend in der beeindrucken- den und im Jugendstil erbauten Estonian National Opera. Genießen Sie im Herzen Tallinns „Die Hoch- zeit des Figaro“ von Wolfgang Amadeus Mozart! 9. bis 13. Juni 2021 ab € 1.070 p. P. TALLINN 2
AN DER KÜSTE DER GENÜSSE Ein malerisches Netz von Gassen und Frei- treppen, die auf ein Meer unermesslicher Schönheit blicken: Das alles heißt den Besucher in Amalfi willkommen, die Ortschaft, die der gesamten Küste ihren Namen gibt. Genießen Sie auf unserer Reise die Gastfreundschaft der Menschen in Kampanien und einige der köstlichsten italienischen Spezialitäten: Büffelmozzarella, Limoncello aus Amalfi, frische Fischgerichte und bezaubernde Weine. Lorenzo Cuomo, Chefkoch des 1-Stern-Restaurants „Re Mau- rì“, wird Ihren Gaumen bei seinem Degusta- tionsmenü verwöhnen. 27. September bis 3. Oktober 2021 ab € 2.490 p. P. AMALFI 1 WO LUXUS AUF SCHIENE IST Reisen Sie mit Klasse – erster Klasse, um genau zu sein. Zurücklehnen, abschalten und die vorüber- ziehende Landschaft vom bereits für Sie reser- vierten, komfortablen Zugabteil aus genießen, so lautet das Motto dieser besonderen Zugreise durch die Schweiz. Der Bernina Express und der Glacier Express bringen Ihnen auf dieser spektakulären Strecke beeindruckende alpine Gletscher- und See- nerlebnisse genauso nahe wie das mediterrane Flair dieses Landes. Und keine Sorge: Sie übernachten in ausgewählten Hotels der gehobenen Kategorie in mondänen Orten wie Lugano, St. Moritz und Zermatt. Und bevor Sie Ihre Rückreise antreten, bekommen Sie noch einen einmaligen Einblick in die Welt von Charlie Chaplin in Vevey. 18. bis 25. Juni 2021 ab € 4.090 p. P. SCHWEIZ 3
MONTENEGRO
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ZWISCHEN HIMMEL UND MEER Meer und Berge. Atemberaubende Aus- blicke und bezaubernde Küstenorte. Genau das alles vereint Montenegro. Seine be- merkenswerte landschaftliche Vielfalt und ursprüngliche Schönheit machen den süd- lichen Nachbarn Kroatiens (noch) zu einem echten Geheimtipp. Bester Beweis dafür: Wussten Sie, dass es am Balkan waschechte Fjorde gibt? Damit aber nicht genug: Tiefe Schluchten, dichte Wälder und malerisch gelegene, teils denkmalgeschützte Orte sind eine wahre Augenweide. Naturliebhaber, Abenteurer und Kulturinteressierte kom- men hier gleichermaßen auf ihre Kosten. Genießen Sie die prachtvolle Landschaft bei entspannten Bootsfahrten und spektakulä- ren Panoramafahrten. Freuen Sie sich auf magische Orte und unvergessliche Eindrü- cke, umgeben von mediterranem Flair und
authentischem Charme. 2. bis 9. Oktober 2021 ab € 1.990 p. P.
reisethek.at
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DESTINATION FRANKREICH
EDLE AUSLESE
W ill man unter Weinkennern eine hitzige Diskussion entfachen, muss man lediglich eine ein- fache Frage stellen: Kommt der beste französische Wein aus dem Burgund? Egal, wie man diese Frage beantwortet – Burgunder sollen jedenfalls besonders viel Herz und Seele besitzen. Sie gelten, ob weiß oder rot, als die hohe Schu- le des Genusses, äußerst komplex sind die Unterschiede in puncto Herkunftsgebiet und Winzer. Genug Gründe also, um die Geschichte der Region Burgund zu erzäh- len. Und die ist alles andere als trocken. PITTORESKE SCHÖNHEIT Reist man ins Burgund, ist es schwer zu übersehen, dass man sich in einem der re- nommiertesten Anbaugebiete der Welt be- findet: Weinberge und endlose Rebenfelder, wohin man blickt. Weinverkostungen gibt es
Das Burgund ist bis heute weltwei- ter Maßstab für die besten Pinot Noirs und Char- donnays. Ein paar handverlesene Fakten über den
hier an jeder Ecke, oft sogar kostenlos. Auch Traditionsgerichte wie die Vorspeise Oeufs en meurette kommen nicht ohne herzhafte Rotweinsoße aus, und das berühmte Boeuf Bourguignon kennen auf der ganzen Welt wohl nicht nur Gourmet-Insider. Durchzo- gen wird diese Landschaft von zahlreichen Flüssen, auf denen man kleine Hausboote entlanggleiten sieht, vorbei an weidenden, schneeweißen Charolais-Rindern, pittores- ken Ortschaften und Châteaus. Einem ge- wissen Kaiser Probus ist es zu verdanken, dass hier im 3. Jh. nach Christus der Wein- bau ermöglicht wurde. In den Klöstern wur- de das Wissen über Kelterkunst überliefert, die Mönche des Zisterzienserklosters Cî- teaux entdeckten schon früh das Potenzial dieses Gebiets, dessen Erzeugnisse lange Zeit dem französischen Adel vorbehalten waren. Bis heute ist das größte Geheimnis des Bur- gunds wohl seine außergewöhnliche Lage.
Zauber dieses Weingebiets.
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