WO DER WETTERGOTT WOHNT ...
F ragt man die Einheimischen der Azoren nach dem Wet- ter, so hört man sie oft scherzhaft sagen, dass man hier alle Jahreszeiten an einem Tag erleben könne. Das stimmt natürlich nur bedingt: Schnee sehen die Bewohner dieser portugiesischen Inselgruppen nie. Einzig ihr höchster Vulkanberg Ponta do Pico, der sich auf der gleichnamigen Insel Pico befindet, wird in den Wintermonaten ab und zu von Schnee bedeckt. Aber man merkt, dass man hier als Reisender ein gewisses Maß an Flexibilität braucht. Die Temperaturen auf den neun Azoreninseln sind angenehm ausgeglichen, ob im Sommer oder Winter. Allerdings kann sich die Wetterlage hier sehr abrupt ändern. Wanderer müssen damit rechnen, mor- gens bei dichtem Nebel zu starten, kurz darauf blauen Himmel und Sonnenschein zu genießen und dann von einem heftigen Regenschauer überrascht zu werden. Auf der Insel São Miguel kommt es sogar zum Phänomen, dass sich die Wetterlage zwi- schen der Ostseite und der Westseite völlig unterscheidet. Aber wie beeinflussen die Azoren nun unser Wetter in Mitteleuropa? Die Azoren sind den meisten von uns aus dem Wetterbericht bekannt. Vom berühmten Azorenhoch ist da immer die Rede. Aber was hat es damit auf sich? Wir lichten den Nebel.
■ Reisende müssen auf den Azoren für alle Wetterlagen gerüstet sein. Dafür wird man aber regelmäßig mit atem- beraubenden Panoramen und Landschaften belohnt.
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