■ Die Royal Opera in Maskat beeindruckt bereits von außen. Innen warten feinster Marmor, Goldverzierungen und kunstfertig geschnitztes Teakholz auf die Besucher.
D er Kontrast zwischen Wüste, kilometerlangen einsa- men Stränden, dem smaragdgrünen Meer und beein- druckenden Gebirgslandschaften macht das Sultanat im Südosten der Arabischen Halbinsel zu einem besonderen Reiseerlebnis. Das Land, das als eines der aufgeschlossensten im arabischen Raum gilt, hält für Reisende immer noch einige Geheimnisse bereit. Wussten Sie beispiels- weise, dass hier das einzige Opernhaus auf der Arabischen Halbinsel zu finden ist? Oder dass sogenannte Wadis temporä- re Oasen sind, die nur für kurze Zeit zum Baden einladen? 1. LUXURIÖSER KUNSTGENUSS Das Land wird derzeit vom ehemaligen Kulturminister Sultan Haitham ibn Tariq regiert, der im Jänner 2020 seinem verstor- benen Cousin Sultan Qabus ibn Said folgte. Der Herrscher regierte sein Land 50 Jahre lang, galt als liberal und katapul- tierte das Sultanat in die Neuzeit. Bestes Beispiel dafür ist die Royal Opera Muscat, die der kulturbegeisterte Sultan seinem Volk aus eigener Tasche finanzierte. Das Opernhaus in der Hauptstadt Maskat ist das einzige auf der Arabischen Halbin- sel und macht seinem Namen alle Ehre: ein Palast aus Mar- mor und leuchtendem Blattgold mit kunstfertig geschnitzten Vertäfelungen aus Teakholz. Neben der opulenten Orgel, die 4.542 Pfeifen besitzt und von der Manufaktur Klais, einem der renommiertesten Orgelbauer weltweit, gebaut wurde, gehört auch die auf Schienen verstellbare Bühne zu den Highlights. Dank ihr verwandelt sich das königliche Opernhaus ruckzuck in einen Konzertsaal. Ende 2011, zehn Jahre nach Planungs- beginn, wurde das Opernhaus mit Verdis Oper „Rigoletto“ eröffnet.
Der Oman hält viel mehr bereit als 1001-Nacht- Klischees: sagenumwobene Städte, traumhaftes Badevergnügen und bezaubernde Architektur. Fünf Geschichten, die überraschen.
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