COLUMBUS Magazin 2023 Herbst

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COLUMBUS DAS MAGAZIN

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SALZBURG COLUMBUS Salzburg Julius-Welser-Straße 8 A- 5020 Salzburg Tel.: 0662 / 42 40 00 40 Mail: salzburg@columbus.at

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TIROL COLUMBUS Innsbruck Leipziger Platz 1 A-6020 Innsbruck Tel.: 0512 / 33 060 Mail: innsbruck@columbus.at VORARLBERG COLUMBUS Wolfurt Kirchstraße 20 A-6922 Wolfurt Tel.: 05574 / 90300 Mail: wolfurt@columbus.at

ISLANDS IN THE SUN Abenteuerlust, ultimative Erholung und maximale Freiheit – das verbinden wir mit Insel-Feeling. Doch auf mancher Insel gibt es noch weit mehr Schätze zu entdecken!

BURGENLAND COLUMBUS Eisenstadt Hauptstraße 21 A-7000 Eisenstadt Tel.: 02682 / 626 63 Mail: eisenstadt@columbus.at

OBERÖSTERREICH COLUMBUS Linz Lustenauer Straße 39 A-4020 Linz Tel.: 0732 / 77 47 44 Mail: linz@columbus.at

JAMAIKA Wie Ian Fleming auf Jamaika James Bond Leben einhauchte.

EXKLUSIV Der größte Insel- makler der Welt im Exklusivinterview.

JAPAN Warum auf Japans Insel Okinawa so viele 100-Jährige leben.

EDI TORIAL

REIF FÜR DIE INSEL

Planeten geführt – ohne Anspruch auf Voll- ständigkeit natürlich. Dabei dur#en wir ler- nen, dass Inseln ihren Reiz verlieren können, wenn sie zu groß sind. Dass Inseln nicht nur vergrabene Schatzkisten preisgeben können, sondern dass man auf ihnen andere Schätze heben kann, die uns andernorts stets verborgen bleiben. Und wir haben gelernt, dass Inseln gar menschengemacht oder vom Menschen ver- gessen sein können. Kleiner Hinweis: Wussten Sie, dass New York auf 26 Inseln erbaut wurde? Uns jedenfalls hat diese Menge an einzelnen Eilanden dann doch überrascht. Genauso wie die Tatsache, dass dem Roman „Robinson Crusoe“ von Daniel Dafoe eine echte Geschich- te und Insel als Grundlage dienten. Weniger überraschend der Name: Robinson Crusoe Island, im Südpazi"k vor Chile gelegen. In der Tat aber ist bei uns die Faszination für das Thema „Inseln“ bei genauerer Be- trachtung bloß noch weitergewachsen und gewiss nicht kleiner geworden. Möge es Ihnen bei der Lektüre dieser vielen Insel- geschichten ebenso ergehen. Und ich ver- spreche Ihnen an dieser Stelle sogleich: Wir von COLUMBUS haben garantiert Ihren perfekten Traum(insel)urlaub im Portfolio. Ihr Mag. Alexander Richard, Geschä ! sführer COLUMBUS Reisen

VEREHRTE LESERINNEN UND LESER DES COLUMBUS MAGAZINS!

Vergegenwärtigen wir uns bitte kurz dieses Wort: Insel! Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber in mir erwacht sofort der junge Bub. Mei- ne innere Kinderstimme schwärmt von Pira- tenabenteuern, einer Schatzinsel und mutigen Segelfahrten über Wellen und Gischt. Insel. Dazu gesellt sich sogleich die Stimme des Fa- milienvaters. Sie schwärmt von Strand, Sonne, Büchern – irgendwo im Hintergrund lachen spielende Kinder. Und jetzt stimmt natürlich der Reiseunternehmer mit ein: Seele baumeln lassen. Ruhe. Sehnsucht nach Nichtstun. Großes Naturerlebnis ... Es ist unglaublich spannend, mit wie vielen unterschiedlichen Emotionen, Bildern und Assoziationen ein so kurzes Wort verbunden werden kann. Insel. Und dabei reden wir jetzt bloß von der buchstäblichen Bedeutung dieses Begri!s, nicht etwa von der metaphorischen – wie der „Insel der Seligen“, die einen "ktiven Rückzugsort beschreibt. Heute bleiben wir aber bei jener Insel, die wir als klar de"niertes Urlaubsziel, als geographisch de"nierten Ort verstehen. Die Recherchen zu den in diesem neuen COLUMBUS MAGAZIN enthaltenen Geschichten haben uns genauso zu den un- gewöhnlichsten und entlegensten als auch zu den schicksten und schlichtesten Inseln dieses

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7 HONEYMOON-INSELN Verliebt, verlobt, verheiratet. Diese sieben Inseln sind ideal für die Zeit zu zweit.

REIF FÜR DIE (EIGENE) INSEL Farhad Vladi ist der bedeu- tendste Inselmakler. Was also macht eine Insel wertvoll?

VIEL GESCHICHTE Himmel auf Erden – oder was die Karibikinsel Mustique mit Moskitos zu tun hat.

LIEBESGRÜSSE AUS JAMAIKA Was hat der weltbekannte Spion James Bond mit der Antilleninsel zu tun?

DIE URU DES TITICACASEES Das Volk der Uru ist das älteste der Welt – und lebt auf selbstgebauten Strohinseln.

GEHEIMSTE INSEL DER WELT Was Lord Howe Island zum verstecktesten Juwel im Pazifischen Ozean macht.

WOHIN

DIE REISE GEHT ...

INSELN AUF 10.000 METER Wie Singapore Airlines Luftoasen schafft 42

KAPVERDEN-LIEBE Fünf gute Gründe, um die Kapverden zu bereisen 48

DIE GALAPAGOS-AFFÄRE Die Insel Floreana und ihr düsteres Geheimnis 24

WO APHRODITE DEM MEER ENTSTIEG Zypern oder die Insel der Liebesgöttin 46

VORAUS(GE)LESEN Weil jede Reise auch das perfekte Buch braucht 50

BILDWELTEN New York | Bahamas | Dubai 06

INSELN DER STARS Welche Weltstars auf private Inseln flüchten 30

HANSEATISCHES WINTERMÄRCHEN Sylt – Deutschlands nördlichste Insel 12

IMPRESSUM: Medieninhaber & Herausgeber: COLUMBUS Reisen GmbH & Co KG; Geschäftsführer: Mag. Alexander Wenzel Richard, Universitätsring 8/24, A-1010 Wien; Kontakt: Telefon +43 1 534 11-0, Fax +43 1 5330072, E-Mail: office@columbus-reisen.at; FN 285867v; ATU 62961502; Handelsgericht Wien | Projektleitung COLUMBUS Reisen: Michaela Haipl, Mario Steinwedel | Konzeption & Herstellung: UND Kommunikation GmbH, Pilgramgasse 22/7, A-1050 Wien | Creative Director: Denise Katzensteiner | Chefredaktion: Johannes Stühlinger | Autorinnen: Jenni Koutni, Sandra Rainer, Michi Reichelt, Resi Reiner | Lektorat: Carola Kilga | Fotos: Shutterstock, iStock, Nino Fanuko, Augustin Ravnić, Austrian Airlines, Sedmak, Luftaufklärung | Key Account & Consulting: Roland Gölles 202122021

DEM FLIEGEN DIE EMISSIONEN NEHMEN Wie die AUA Kurs auf eine grüne Zukunft nimmt 32

INSEL DER HUNDERTJÄHRIGEN Was Okinawa zur besonderen „Blue Zone“ macht 18

EIN LESEN BILDWELTEN NEW YORK

GROSSE ÜBERRASCHUNG Wir haben New York als Weltstadt, als pulsierende Metropole im Kopf. Weniger bewusst ist uns jedoch, dass der Big Apple in Wahrheit gleich aus mehreren Inseln besteht. Tatsächlich liegen vier der fünf Bezirke New Yorks nicht auf dem Festland. Brooklyn und Queens etwa sind größtenteils auf Long Island zu verorten, vor allem aber liegt mit Manhattan selbst die spektaku- läre Skyline der Millionenstadt auf insgesamt acht Inseln, die durch bauliche

Maßnahmen eine Halbinsel ergeben. Wenn man alle einzelnen Landschollen, auf denen New York errichtet ist, zählt, kommt man gar auf 26 Inseln, die allesamt eigene Namen tragen. Allein der Stadtbezirk Bronx liegt zumindest großteils auf waschechtem Festland.

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BILDWELTEN BAHAMAS

SÜSSE SAUEREI Vermutlich sind diese Schweine die glücklichsten der Welt. Sie leben auf der idyllischen Bahamas- insel Big Major Cay in der Karibik, liegen entweder auf der faulen Haut oder nehmen ein chilliges Bad. Wie diese süße Sauerei entstanden ist? Manche sagen, dass einst Piraten die Schweine ausgesetzt haben, um sie wohl zur gegebenen Zeit frisch ver- speisen zu können. Andere berichten von einem Schiffsuntergang, den die borstigen Tiere überlebt haben. Die Wahrheit dieser „Meerschweinchen“ ist aber eine ganz andere: Ende der Neunziger brachten zwei Männer ein paar Schweine auf die Insel, um sich selbst versorgen zu können. Sie hatten gedacht, dass mit der Jahrtausendwende das zivilisierte Leben ein

Ende finden würde. PS: Die beiden sind bis heute die Besitzer und versorgen die Schweine und ihre Ferkel!

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BILDWELTEN DUBAI

VERRÜCKTE KUNST Es sind vielleicht die verrücktesten Bauwerke der Menschheit – zumindest in diesem Jahrtausend: Seit 2001 schüttet Dubai tonnenweise Sand ins Meer, um künstliche Inseln und Halbinseln in bestimmten Formen zu erschaffen. Von zwei geplanten „Palm Islands“ wurde bis dato eine realisiert – sie heißt offiziell „The Palm, Jumeirah“ und beherbergt 30 luxuriöse Hotels und einige tausend Villen und Ferienhäuser. Noch verrückter: das Projekt „The World Islands“ – eine aus ins- gesamt 300 kleinen Sandinseln bestehende Nach- bildung der Weltkugel. Allein dafür wurden 321 Millionen Kubikmeter Sand verwendet. Kosten- punkt: mindestens 14 Milliarden US-Dollar. Diese

Inseln sind aktuell jedoch noch nicht besiedelt – es scheitert unter anderem bis heute an der nötigen Stromversorgung ...

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HANSEATISCHES WINTERMÄRCHEN

EUROPA DEUTSCHLAND

Sylt, Deutschlands nördlichste Insel, zeigt ihren Charme auch in der kalten Jahreszeit: Kenner schwören auf jene Saison, in der sich ihr rauer Charme erst richtig entfaltet.

„Das bisschen Reiseplanung macht sich von allein!“

LUST AUF SYLT BEKOMMEN?

6 TAGE INKLUSIVE SILVESTER AUF SYLT

Den Jahreswechsel hier zu erleben hinterlässt gewiss besondere Eindrücke: Open-Air-Silvesterparty auf der Promenade in Wester- land, Höhenfeuerwerk über dem Hörnumer Hafen und Silvestermenü im Restaurant „Hummerkoje“ inklusive. HIGHLIGHT: SCHWIMMEND INS NEUE JAHR Zum Neujahrsschwimmen am 1. Jänner dürfen Sie gerne als Warmduscher kommen – Sie müssen nur zuvor in die Nordsee rennen. Oder: Zuschauen und anfeuern ist gut eingemummelt ein Spaß! Lindner Hotel Sylt Standard-Zimmer mit Frühstück 29.12.2023 bis 05.01.2024 Ab € 1.100 p. P.

Schneebedeckt, aber nicht vollends im Winterschlaf: Statt Touristentrubel genießen Gäste der Nordfrieseninsel abseits der Hauptsaison die Natur in angenehmer Ruhe.

D ie Nordseeinsel Sylt ist bekannt für ihre sommerliche Schönheit, ihre endlosen Sandstrände und ihre mon- dänen Badeorte. Sylt ist Kult, das ist klar. So denken viele beim Wort Sansibar zum Beispiel nicht vorrangig an eine Inselgruppe vor der Küste Ostafrikas, sondern an das Kult-Restaurant in den Sylter Dünen. Doch wer nun glaubt, dass Deutschlands nördlichste Insel im Winter bloß ein grau- er, verschlafener Fleck in der Nordsee ist, irrt gewaltig. Tatsächlich bietet die Winterzeit auf Sylt eine ganz besondere Atmosphäre und ei-

nige einzigartige Vorteile für Reisende, die die Insel von ihrer ruhigen und natürlichen Seite erleben möchten. Denn nun bietet das hansea- tische Urlaubsziel von allem etwas mehr: mehr Platz für ausgedehnte Spaziergänge am Strand, mehr stimmungsvolle raue Brandung und mehr Freiraum von anderen Touristen. BEZAUBERNDE NEBENSAISON In den Wintermonaten geht der Tourismus auf Sylt deutlich zurück und die sonst so belebten Plätze werden zu stillen Orten der Entspan- nung. Die traditionellen Reetdachhäuser er- innern dank der verschneiten Kulisse plötzlich an Lebkuchenhäuschen, in den Cafés und Res- taurants macht man es sich bei einem heißen Getränk und regionalen Spezialitäten gemüt- lich. Äußerst beliebt an kalten Tagen ist Kakao mit Schlagobers und einem Spritzer Rum, ge- nannt „Tote Tante“. Um den Ursprung dieses makabren Namens ranken sich Mythen. So soll er u. a. von einer nach Amerika emigrier- ten Dame stammen, die Übersee das Zeitliche segnete. Da den Verwandten die Kosten für die Überführung zu teuer waren, packten sie die Asche des Tantchens in eine Kakaokiste. Die Dünenlandscha!en und Natur- schutzgebiete jedenfalls sind im Winter Rück- zugsoasen zahlreicher Vogelarten. Und mit etwas Glück beobachtet man sogar Schweins- wale, Seehunde oder Kegelrobben, die sich vor der Küste tummeln. Abseits der Hauptsaison können also die Vorteile dieser einzigartigen Jahreszeit in vollen Zügen genossen werden – ganz ohne volle Züge bei der Anreise.

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somit rund um die Uhr sicher betreut. Wann lernen wir einander kennen?

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Oben: Sylts Reetdachhäuser wirken im Winter wie angezuckert. Unten: Mit etwas Glück zeigen sich Schweinswale, Seehunde oder Kegelrobben an der menschenleeren Küste.

AMERIKA JAMAICA

Was der weltbekannte Spion James Bond mit der Antilleninsel zu tun hat? Auf Jamaika jagte er nicht nur Dr. No – er wurde hier sogar geboren. In seinem Domizil „Goldeneye“ schrieb Ian Fleming seine berühmten Romane und legte den Grundstein für das heutige Luxusresort. LIEBESGRÜSSE AUS JAMAIKA

James-Bond-Autor Ian Flemming am Schreibtisch seiner Villa Goldeneye, dem tropischen Rückzugsort des Briten.

„Sage niemals NEIN zu Abenteuern. Sag immer JA, sonst wird dein Leben sehr langweilig.“

gen und schwimmen und Bücher schreiben“, soll er einst gesagt haben. Drei Jahre später, nach seiner Karriere beim Geheimdienst, verwirklichte er seinen Plan. Bis zu seinem Tod 1964 entkam er hier jedes Jahr für min- destens zwei Monate dem kalten, dunklen Londoner Winter. Frau und Sohn ließ er aber stets daheim – der Autor wollte beim Schrei- ben nicht abgelenkt werden. Der Name, den er seinem Urlaubsdomizil gab? Goldeneye. So lautete der Deckname einer Mission, an der Fleming teilgenommen hatte. Im Au#rag des britischen Marinegeheimdienstes sollte Commander Fleming einst Gerüchten über feindliche U-Boote in der Karibik nachgehen. Die berühmten Spionageromane des Autors

wurzeln also tatsächlich in dessen Leben. Den Namen des Helden verdanken wir aber einem gänzlich anderen Genre: Das Buch „$e Birds of the West Indies“, noch heute ein Standard- werk für Vogelkundler, diente als Inspiration. Der Autor des Werkes: Ornithologe James Bond. Im Laufe der Jahre entstanden alle zwölf Bond-Romane und neun Kurzgeschich- ten am Schreibtisch in Goldeneye. Dabei hätte der literarische Werdegang Flemings ganz an- ders aussehen können. Im Erstlingswerk „Oc- topussy“ spielt, anders als im gleichnamigen Bond-Film aus dem Jahr 1983, ein Mann na- mens Dexter Smythe die Hauptrolle. Ehemals Major der Königlichen Marine, verlebt dieser

Die besondere Atmosphäre Jamaikas inspirierte bereits unzählige Autoren.

D ass die berühmteste Bikiniszene der Welt auf Jamaika gedreht wurde, ist kein Zufall. Als Bond-Girl Ursula Andress 1962 im Film „007 jagt Dr. No“ aus dem Wasser stieg, tat sie das in der Oracabessa Bay, nicht weit entfernt von jenem Ort, an dem Autor Ian Fleming am Schreibtisch die Buchvorlage dazu geschrie- ben hatte. Der Erscha!er des Kult-Spions James Bond erwarb nämlich im Jahr 1946 ein Grundstück an der Nordküste Jamaikas in einer ruhigen Bucht, östlich des heutigen Touristenhotspots Ocho Rios. Ursprünglich eine verlassene Eselrennbahn, sah der Brite das Potenzial dieses 15 Hektar großen Grund- stücks und baute hier sein Traumhaus. Spar- tanisch eingerichtet, lichtdurch"utet und fast

vollständig von tropischem Grün umgeben. Mit Aussicht auf Sand und Meer saß Fleming an seinem Schreibtisch und erdachte jene Spi- onagegeschichten, die ihn bis heute unsterb- lich gemacht haben. Dass hier die Sonne so perfekt auf die sandige Bucht fällt, ist übrigens auch Fleming zu verdanken: In echter Agen- tenmanier sprengte er mit ein paar Stangen Dynamit einen störenden Felsen einfach weg. LIEBE AUF DEN ERSTEN BLICK Wegen einer geheimdienstlichen Mission war Fleming im Jahr 1943 erstmals auf Jamaika. Ein Besuch, der o!ensichtlich sofort Eindruck hinterließ: „Wenn wir diesen verdammten Krieg gewonnen haben, werde ich auf Jamai- ka leben. Ich werde einfach leben, es aufsau-

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Einst Rückzugsort des Bond-Autors, ist Goldeneye heute eines der berühmtesten Luxusresorts der Insel.

KARIBIK JAMAICA

entfernt. Der große Einfluss, den der britische Romanautor auf diese Insel hatte, ist bis heute spürbar. Obwohl sich die Region dadurch bei Touristen aus aller Welt größter Beliebtheit erfreut, kann man immer noch das ursprüng- liche Jamaika erleben. Die faszinierende Na- turlandschaft Dunn’s River Falls, die ebenfalls im berühmten Bond-Film gezeigt wird, liegt beispielsweise nur wenige Autominuten von Ocho Rios entfernt, der Hafenstadt in der Nähe von Flemings Domizil. Dichte Mangro- venwälder, weiße Pulverstrände und kleine Wasserfälle prägen diese Landschaft.

war für den Ausbau des heute berühmten Luxusresorts Half Moon verantwortlich und gilt, was die Verbindung von Luxus mit ökologischer Nachhaltigkeit und ge- meinnützigen Ansätzen angeht, als Pionier. Im Jahr 2017 erhielt er an seinem 90. Ge- burtstag den ersten Icon of Hospitality Award der Caribbean Hotel and Tourism As- sociation (CHTA) für seinen unermüdlichen Einsatz für die Hotellerie der Region. Ein anderer berühmter Österreicher in Jamaika residiert im Round Hill Hotel und Villas in Montego Bay. Seit 1989 ist Josef Forstmayr hier Gastgeber der Schönen und Reichen. Er über- nahm das 1952 entstan- dene Luxusresort, in dessen Villen Persön- lichkeiten wie Pierce Brosnan, Ralph Lauren oder Regisseur Robert Zemeckis Villen besa- ßen oder immer noch besitzen. J. F. Kennedy verbrachte mit seiner Jackie in der Nummer 10 seine Hochzeitsreise. Ob weltbekannte Spionageromane oder Erfolgsgeschichten berühmter Österrei- cher – Jamaika hält so einige Überraschungen für Reisende bereit. Doch ein Urlaub hier ist erst vollständig mit jenen Dingen, für die die- se faszinierende Insel berühmt ist: ein Schluck Rum am Strand, während aus dem Radio Ska und Reggae tönen, und ein Besuch des Rasta- fari Indigenous Villages sowie des Bob Marley Museums in Kingston.

LUST AUF JAMAICA BEKOMMEN? 8 TAGE AUF JAMACIA GENIESSEN Auf Jamaica bieten viele Hotels immer wieder Specials an. So gibt das Round Hill Hotel & Villas pro 3 bezahlten Nächten die jeweils 4. Nacht frei. Das „Jamaican Hut Life“ im Goldeneye Resort kann man saisonal für 7 Nächte zum Preis von nur 5 genießen. HIGHLIGHT: MIT DELFINEN AUF FLOSSENFÜHLUNG In den Dolphin Cove Parks bei Montego Bay und Ocho Rios kann man mit Delfinen schwimmen sowie Haie, Stachelrochen, Leguane und Papageien in ihrer natürlichen Umgebung erleben und sogar streicheln. ANREISETIPP: Condor bringt Sie 3-mal pro Woche nach Montego Bay – in Economy, Premium Economy und Business Class.

„Wären diese Bücher entstanden, wenn ich nicht im herrlichen Jamaika gelebt hätte? Ich bezweifle es.“

Ein Hain schatten- spendender Bäume schützt die Kaska- den an Süßwasser, die am Ende ins Meer übergehen. Von der Natur ge- schaffene Becken zwischen den Felsen laden zum Baden ein. Eingebettet in

Reggae-Musik gehört genauso zum jamaika- nischen Urlaubsfeeling wie Kokoswasser mit Rum – geschüttelt, nicht gerührt!

den Freizeitpark Dunn’s River Falls & Park können die Wasserfälle mit einem einhei- mischen Guide vom Strand aus erklommen werden. ÖSTERREICHER AUF JAMAIKA 1964, als Bond-Autor Ian Fleming ver- starb, ließ sich der in Österreich geborene Hotelier Heinz Simonitsch auf Jamaika nie- der und sorgte ab da für Meilensteine in der jamaikanischen Tourismuslandschaft. Der vor Kurzem verstorbene Simonitsch

seine Tage im Ruhestand an der Nordküste Jamaikas. Nach dem Tod seiner Frau noch melancholischer als ohnehin, gibt sich Smy- the den jamaikanischen Cocktails hin, füttert Vögel und versucht wie besessen, das Vertrau- en eines Kraken zu gewinnen, den er in einem Sack gefangen hält. Nicht gerade ein Plot, der die Kinokassen zum Klingeln bringt. Wie gut, dass Smythes Vergangenheit ihn eines Tages einholt und ihn ein Gentleman namens James Bond aufsucht. Der Rest ist Filmgeschichte. GOLDENEYE HEUTE Seine Tage auf Jamaika startete Fleming früh- morgens, schwimmend im türkisblauen Was- ser seiner Bucht. Geschrieben wurde aus- schließlich bei geschlossenen Jalousien, denn der wunderschöne Blick aufs Meer lenkte ihn zu sehr ab. Verständlich, genauso wie die

Tatsache, dass sich Goldeneye mittlerweile zu einer immer noch wachsenden, exklusiven Ferienanlage entwickelt hat. Kein Schild weist an dessen Eingang auf den Namen des Resorts hin. Warum auch, denn heute ist es eines der berühmtesten High-End-Resorts Jamaikas. Ein weitläufiges Anwesen, eingehüllt in tropi- sche Fauna und Flora, das stilistisch zwischen elegantem Luxus und der Identität seines Rei- seziels balanciert. Das Resort ist eine Mischung aus fotogenen Villen, Cottages und Strandhüt- ten. Wer sich in Goldeneye gleich einkaufen möchte, muss zwar kein Dr. No sein, etwas Kleingeld schadet aber nicht. Die Preise für Ferienhäuschen gehen angeblich bei 1,4 Mil- lionen Dollar los. Dass Service und Diskretion hier beinahe auf Geheimdienstniveau funk- tionieren, versteht sich von selbst. Einer der Gründe, warum hier regelmäßig Prominente einchecken. Mitten im Resort befindet sich immer noch das Domizil des berühmten Au- tors. Es heißt nun „The Fleming Villa“, ist nicht einmal für Gäste des Resorts zugänglich und damit passenderweise streng geheim. BADESPASS À LA BOND Heute nennt sich die berühmte Bucht, in der Sean Connery und Ursula Andress einst plantschten, offiziell „James Bond Beach“, der Ian Fleming Airport ist nur einen Steinwurf

Die Wiege des Reggaes richtig erleben? Ein Besuch im Rastafari Indigenous Village lohnt sich dafür besonders.

UNSERE EXPERTIN

KARIN MAIER

karin.maier@columbus.at 02252/908 263

Alle James-Bond-Romane und legendären Sprüche entstan- den am Schreibtisch des heutigen Goldeneye-Resorts.

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ASIEN JAPAN

und Obst – also wahre Anti-Aging-Mittel mit entzündungshemmenden Eigenscha#en, ohne Pestizide und Co. Könnte diese regiona- le, großteils p%anzliche Ernährung der Grund für das lange Leben sein? Die Wissenscha# ist sich darüber bis heute nicht einig. Vielleicht ist es aber auch das japanische Prinzip „Iki- gai“, das hier vorgelebt wird. Übersetzt be- deutet der Begri$ so viel wie „der Wert des Lebens“ und besagt, dass materieller Erfolg nicht so wichtig ist wie seine Berufung zu &n- den. Etwas, für das man jeden Tag gerne aus dem Bett steigt – bis ins hohe Alter. So &ndet man auf Okinawa tatsächlich Achtzigjährige, die jeden Tag mit Begeisterung für den jähr- lichen Zehnkampf trainieren – weil das ihre Leidenscha# ist. INSEL DER LEBENSFREUDE Mit Sandstränden, die sogar der Karibik Kon- kurrenz machen, ist Okinawa immer noch ein Geheimtipp in unseren Breitengraden. Beliebt ist die Inselgruppe vor allem bei japanischen Urlaubern, ausländische Touristen tri' man

LUST AUF JAPAN BEKOMMEN? KULINARISCHE REISE ZUR KIRSCHBLÜTE ERLEBEN Sakura, wie die Kirschblüte auf Japanisch heißt, ist eines der wichtigsten Symbole im Land. Sie steht für Schön- heit, Au ! ruch und gleich- zeitig Vergänglichkeit. Das Land der aufgehenden Sonne bietet eine unvergleichliche Mischung aus Exotik, Gast- freundscha " und Reise- luxus sowie ausgezeichnete Kulinarik. HIGHLIGHT: BESUCH DER INSEL OKINAWA Verlängern Sie diese be- sondere Japan-Reise, um die Geheimnisse von Okinawa und der dort so alt werden- den Menschen (siehe Story links) zu erleben. 25.03. bis 05.04.2024 ab 14.790 € p. P.

Fisch, Gemüse und viele Nährstoffe: „Nuchi gusui“ ist eine lokale Redewendung und bedeutet „Lass Essen deine Medizin sein“.

eher selten. Neben der Hauptinsel Okinawa lohnt sich eine Tour zu den Kerama- und Ku- me-Inseln sowie den Inseln Miyako-jima und Yaeyama. Für welche auch immer man sich entscheidet, den besonderen Charme dieser „Blue Zone“ machen ohnehin die Menschen aus. Ganz im Gegensatz zum Leistungsdruck, der auf dem japanischen Festland herrscht, lassen es die Inselbewohner nämlich gemüt- lich angehen. Mit Augenzwinkern nennt man diesen entspannten Tagesablauf „Okinawa Time“. Die Uhren ticken hier langsamer und Stress hat keinen Platz. Wie heißt es so schön: Mit dem Al- ter kommt die Weisheit. Vielleicht sollte man sich beim Besuch dieses Urlaubsparadieses ein bisschen „Okinawa Time“ als Souvenir mit nach Hause nehmen.

Ob es an den Genen liegt oder der entspannten Lebensart – Menschen auf Okinawa werden besonders gesund alt.

Die japanische Insel Okinawa ist nicht nur ein Geheimtipp für ruhige Strände mit Karibik-Feeling, sie gehört außerdem zu den fünf sogenannten „Blue Zones“. Rund um den Globus erreichen Menschen an diesen Orten ein besonders hohes Alter. Was steckt hinter diesem Mysterium? INSEL DER HUNDERTJÄHRIGEN

Seychellen? Sansibar? Falsch gedacht: Drei Flugstunden von Tokio entfernt liegt die Inselgruppe Okinawa. Highlights wie die Burg Shuri (links) lassen auch Kulturfans nicht zu kurz kommen.

M it 70 Jahren bist du ein Kind, mit 80 ein Jugendlicher. Wenn dich deine Vorfahren mit 90 in den Himmel rufen, bitte sie zu warten, bis du 100 bist – dann kannst du darü- ber nachdenken.“ So steht es geschrieben. Graviert in einen Steinblock im Dorf Ogimi im Norden von Okinawas Hauptinsel. Dieses Sprichwort nimmt man auf dem paradiesi- schen Fleckchen besonders wörtlich. Nach der letzten Zählung waren 15 der rund 3.000 Dor!ewohner von Ogimi hundert Jahre oder älter. 171 befanden sich in ihren Neunzigern. In ganz Okinawa sind stattliche 900 der insge- samt 1,3 Millionen Einwohner hundert Jahre oder älter. Was ist das Geheimnis dieses lan- gen und überraschend gesunden Lebens?

MYSTERIÖSE ENTDECKUNG Im Jahr 2005 machte Autor Dan Buettner mit seinem Artikel „"e Secrets of Long Life“ im Magazin National Geographic auf dieses Phä- nomen aufmerksam. Zusammen mit Wissen- scha#ern war er jahrelang in Regionen gereist, in denen die Menschen besonders gesund sind und sehr alt werden. Er entdeckte fünf dieser Orte und nannte sie „Blue Zones“: Og- liastra auf Sardinien, Ikaria in Griechenland, Loma Linda in Kalifornien, die Halbinsel Ni- coya in Costa Rica und eben auch Okinawa. Auf der Insel im Süden Japans herrscht ein subtropisches Klima, Menschen bauen ihr Gemüse, Getreide und Soja selbst an. Auf dem Speiseplan stehen Süßkarto$eln, Reis, frische Meeresfrüchte, Algen, grünes Blattgemüse

REISETHEK Eine Marke der Gruppe

UNSERE EXPERTIN

SILKE KANEIDER

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HONEY MOON

Verliebt, verlobt, verheiratet: Auf das Ja-Wort folgen meist die Flitterwochen. Und wo lässt sich die Zeit zu zweit besser genießen als auf einer romantischen Insel? Zum Glück gibt es hiervon einige! 7 INSELN FÜR VERLIEBTE

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APHRODISIAKUM INKLUSIVE. Im karibischen Meer liegt die Insel Grenada, ein verstecktes Juwel. Sie gehört zum gleichnamigen Inselstaat und ist übersät mit üp- pigen Gärten sowie türkisen Buchten und sieht wohl so aus, wie man sich das Paradies vorstellt. Gerade für Flitterwochen ist sie ideal, denn die Mischung aus Romantik und Exotik lässt Paare dort unvergessliche Momente erleben. Das Hinterland punktet mit tropischer Vege- tation und Wasserfällen, während die Küste mit weißen und schwarzen Sandstränden und Mangrovenwäldern überzeugt. Und zwischen den Ri!en wartet der mystisch anmutende Unterwasser-Skulpturenpark darauf, entdeckt zu werden. Außerdem ist Grenada auch als Gewürzinsel bekannt und liefert neben Nelken, Ingwer, Zimt und Pfe!er auch ein Drittel des Weltbedarfs an Muskat. Da ist mit Zimt jedenfalls zumindest ein Aphrodisia- kum dabei ...

F ür viele ist die Hochzeit der schönste Tag ihres Lebens. Und damit die dar- au!olgenden Flitterwochen der groß- artigste Urlaub aller Zeiten werden, sollte man – ähnlich wie beim Partner fürs Leben – auch hierbei nicht wahllos vor- gehen. Champagner am Strand, romantisches Candlelight-Dinner bei Sonnenuntergang, Spaziergänge und viel Zeit zu zweit. So stellen sich Romantiker in der Regel ihre Hochzeits-

reise vor. Deswegen zieht es Paare meist an exotische und abgelegene Orte. Denn Honey- moon ist mehr als nur ein Urlaub. Es ist auch die Zeit, in der sich Paare endlich nach dem ganzen Wirbel auf sich konzentrieren kön- nen. Und dafür ist eine Insel wahrlich perfekt. Nicht umsonst suchen auch Stars auf einem schicken Eiland das Liebesglück. Denn am Ende des Tages wollen alle Paare das Gleiche: pures (Urlaubs-)Glück "nden.

GRENADA KLEINE ANTILLEN

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KAUAI HAWAII

1 BORA-BORA FRANZÖSISCH-POLYNESIEN

ROMANTISCHER GEHT'S NICHT. Weiße Sandstrände, türkises Meer und die schönsten Lagunen der Welt. Das ist Bora-Bora – eine Insel für Verliebte. Die Insel liegt ungefähr 260 Kilometer nordwestlich von Tahiti und ist etwa 2,5 Kilometer lang. Die Küste lässt sich am besten mit dem Roller, dem Quad, ei- nem Mietwagen oder dem ö!entlichen Bus auf einer Ringstraße erkunden. Neben den ewigen Stränden "ndet hier auch unter dem Meeres- spiegel einiges statt. Auf Schnorcheltouren kann man Fischschwärme und bunte Koral- len entdecken. Bora-Bora ist schon lange das Ziel vieler Hochzeitreisender, vor allem be- liebt bei Amerikanern und Australiern, die es ja nicht ganz so weit haben wie wir. Aber der weite Weg lohnt sich, denn angeblich gibt es keine romantischere Insel als Bora-Bora.

INSEL DER WALE. Üppiger Regenwald, smaragdgrüne Ber- ge und wunderschöne Strände "ndet man auf der Insel Kauai. Sie diente schon in über 60 Filmen als Kulisse, darunter beispielsweise „Jurassic Park: Vergessene Welt“ (1997). Und ganz ehrlich: Was ist romantischer, als Buckelwale aus nächster Nähe beobachten zu können? Vielleicht nur der „Allerton Garden“, der als Arche für hawaiianische P#anzen fungiert. Oder die wunderschönen Strände. Oder die sa$igen P#anzen. Die Insel trägt nicht umsonst den Spitznamen „Die Garteninsel“, und manche Gebiete sind nur über das Wasser oder über den Lu$weg erreichbar – Zeit zu zweit ist also jedenfalls garantiert. Die Zweisamkeit sollten Sie aber zumindest einmal unterbre- chen für ein „Luau“: ein Fest mit Hulatänzen, Feuertänzern und traditionellem hawaiiani- schem Essen.

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HONEY MOON

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MAHÉ SEYCHELLEN

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WIE EIN GEMÄLDE. Mit 70.000 Einwohnern ist die Insel Mahé die größte und am dichtesten besiedelte Insel der Seychellen. Trotzdem sind mehr als zwei Drit- tel der Insel mit Wald und Dschungel bewachsen. Die Strände laden zum Entspannen ein, und falls man sich nach Action sehnt, kann man Wandern, Baden und Tauchen. Die tradi- tionellen Märkte, lokalen Kunsthandwerks- läden und charmanten Restaurants bieten Einblicke in das Leben der Seychellois. Und bei Sonnenuntergang, wenn der Himmel in Orange, Pink und Lila erstrahlt, verwandelt sich die Insel in ein magisches Gemälde aus Farben. Perfekt für einen romantischen Strandspaziergang. Und wenn es regnet, ist Mahé immer noch wunderschön, denn küh- ler als 27 oder 28 Grad ist es so gut wie nie.

HERRLICH KITSCHIG. Angeblich hat schon Mark Twain ge- sagt, dass das Paradies nur eine Kopie von Mauritius sei. Zwar ist diese Insel auf der Landkarte nur ein kleiner, unscheinbarer Punkt im Indischen Oze- an, doch ist man erst einmal zu Besuch, möch- te man hier sicher nicht mehr weg. Von den 330 Kilometern Küste erfüllen ungefähr 160 Kilometer das absolute Sandstrand-Palmen-

Sonnen-Klischee. Außerdem ist die Insel umgeben von einem der größten ununter- brochenen Ri!s der Erde. Ein Paradies für Taucher und Schnorchler, die in den glas- klaren Gewässern eine schillernde Unter- wasserwelt mit farbenfrohen Fischen und lebendigen Korallen entdecken können. Ein idealer Ort, um die Grundlage für eine lebens- lange gemeinsame Reise zu legen.

MAURITIUS MASKARENEN

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STERNE VOM HIMMEL HOLEN. Ein wenig unerwartet, aber nicht weniger paradiesisch als andere Inseln: Palawan besteht aus wild bewucherten Felswänden, klarem Wasser und einem mystischen Dschungel. Die Insel liegt im Westen der Philippinen und gehört zur gleichnamigen Provinz Palawan. Die Ge- gend lässt sich gut zu Fuß, aber auch mit dem

WASCHECHTER GEHEIMTIPP. Die Inseln des Quirimbas-Ar- chipels liegen abseits der touristischen Routen im Indi- schen Ozean – das macht sie besonders interessant. Der Archipel besteht aus 32 Inseln, die sich etwa 400 Kilometer von Pemba bis zur tansanischen Grenze erstrecken. Ideal für frisch Verheiratete, denn hier ist man abgeschottet vom Rest der Welt und kann sich nur auf sein Gegenüber konzentrieren. Die Inselerlebnisse reichen von Abenteuern bis zu intimen, romanti- schen Verstecken. Und die warmen Gewäs- ser sind die Heimat von Schildkröten, Del"- nen und wandernden Buckelwalen mit ihren Kälbern. Außerdem warten schneeweiße Strände und dunkle Felsen, die hier und da zwischen dem türkisen Meer hervorblitzen. Hier können sich frisch Vermählte in einer Oase der Ruhe und Romantik verlieren und die unberührte Natur genießen. Noch ist dieses Ziel ein echter Geheimtipp!

Boot erkunden. Dabei hat man natürlich die Gelegenheit, mit dem Schnorchel ins Wasser zu springen und die Schönheit unter Wasser zu entdecken. Auch die Sonnenuntergänge auf Palawan sind spektakulär – aufgrund der geringen Lichtverschmutzung ist der Nachthimmel ideal, um Sterne zu beobach- ten. Vielleicht erwischt man hier auch die ein oder andere Sternschnuppe – selbst wenn die Flitterwochen wunschlos glücklich verlaufen sollten.

QUIRIMBAS-ARCHIPEL MOSAMBIK

PALAWAN PHILIPPINEN

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SÜDAMERIKA ECUADOR

Kampf um die wenigen Ressourcen der kleinen Insel. Es kam, wie es komme musste: Aus Sti- cheleien und Spannungen wurden Eifersuchts- dramen. Bald stand das fragile Gleichgewicht der Zwangsgemeinscha& an der Kippe – und es kristallisierten sich zwei Parteien heraus: jene, die zuerst auf der Insel waren, und das Trio, das später dazugestoßen war. Diesem gelang es schließlich, einen Großteil der Inselressourcen an sich zu reißen, bis es im Jahr 1934 zur Eska- lation kam. In ihrem Buch „Postlagernd Flo- reana. Ein außergewöhnliches Frauenleben am Ende der Welt“ berichtet später Margret Witt- mer, die Baronin habe sich am 26. März von ihr verabschiedet, Lorenz zurückgelassen und zusammen mit Philippson die Insel auf einer Privatjacht verlassen. Beide wurden nie mehr gesehen. Am 21. November verstarb Friedrich Ritter nach dem Konsum von verdorbenem Hühner!eisch, das Strauch zubereitet hatte. Bald darauf wurden zudem auf der Galapagos- Insel Marchena die Leichen zweier Schi$- brüchiger entdeckt – einer davon war Rudolf Lorenz. Er war ebenso verdurstet wie der Fischer, mit dessen Boot er Floreana verlassen hatte ... UNGELÖSTE RÄTSEL Die Ereignisse werfen bis heute Fragen auf: Was geschah wirklich mit der Baronin und ihrem Liebhaber? Hat Dore Strauch wirklich Friedrich Ritter vergi&et? Und wieso glitt die Gemeinscha& auf Floreana so schnell in eine Abwärtsspirale aus Gewalt und Paranoia? Bücher und Dokumentationen versuchen seit Jahren, Antworten zu 'nden, und stoßen da- bei auf immer mehr Rätsel. Bis heute bleibt die Galapagos-A$äre somit ein düsteres Kapitel in der Geschichte der Inselgruppe. Die Behörden Ecuadors beließen es bei einer laschen Unter- suchung und Strauch entkam. Die Wittmers aber blieben auf Floreana, bekamen dort zwei

Gut 1.000 Kilometer vor der Küste Ecuadors liegt im Pazi ! k das Galapagos-Archipel mit der Insel Floreana – und auf ihr ist ein düsteres Geheimnis verborgen. Ausgerechnet an diesem paradiesischen Ort ereignete sich in den 1930er-Jahren ein Drama, das bis heute Rätsel aufgibt. DIE GALAPAGOS-AFFÄRE

LUST AUF ECUADOR & GALAPAGOS BEKOMMEN? 17 TAGE SPANNENDE WELTEN WARTEN Erleben Sie die faszinierende Vulkanlandscha " des kleins- ten Staates Südamerikas, entdecken Sie eindrucksvolle Inka-Ruinen, koloniale Städt- chen und außergewöhnliche Landscha " en oder tauchen Sie in das einzigartige Natur- paradies der Galapagos-Inseln ein. Der Archipel beherbergt unzählige seltene und gefähr- dete Tierarten und überrascht mit traumha " en Stränden. HIGHLIGHT: AUSFLUG NACH FLOREANA Auf Ihrer Reiseroute liegt auch ein Abstecher auf die sa- genumwobene Insel Floreana – siehe Story links.

Inselparadies mit Vergangenheit: Auch die spektakuläre Galapagos- Affäre macht heute die besondere Aura Floreanas aus.

Kinder. Heinz Wittmer starb 1963, Margret wurde 95 Jahre alt. Die Pension, die sie einst gegründet hatte, besteht noch immer und wird von ihren Nachkommen betrieben. Das Paradies von damals hat seine Unschuld verloren, doch die Faszination für die Galapagos-Inseln und ihre mysteriöse Ver- gangenheit ist ungebrochen. Ironischerweise zählt der Ort der ersten menschlichen Sied- lung auf Floreana heute zu den beliebtesten Touristenattraktionen und trägt den Namen „Asilo de la Paz“, also „Hafen des Friedens“. Die nicht ganz so friedvolle Vergangenheit dieser Insel bestätigt zu guter Letzt die Ansicht Charles Darwins: Die Natur ist kein friedliches Paradies, es überlebt der Stärkste oder der am besten Angepasste.

17 Tage/15 Nächte jederzeit buchbar ab € 6.890 p. P.

Hauptprotagonisten des Krimis: Die Deutschen Friedrich Ritter, Dore Strauch, Heinz und Margret Wittmer sowie Eloise Wagner de Bousquet besiedelten Floreana erstmals.

F riedrich Ritter, Zahnarzt aus Berlin, war fest entschlossen, der dekadenten Zivilisation zu ent!iehen und eine neue Utopie zu gründen. Mit seiner Gefährtin Dore Strauch ließ er sich also auf einer noch unbewohnten Vulkaninsel im Galapagos- Archipel nieder, wo Charles Darwin 100 Jahre zuvor die "ese vom „Survival of the Fittest“ erstellte. Auf Floreana. In regelmäßigen Ab- ständen schrieb Ritter über den Alltag auf der Insel, warf die Ergebnisse in einen Brie#asten am Strand, der von vorbeifahrenden Schi$en hin und wieder geleert wurde, und scha%e es so in Zeitungen rund um den Globus. In- spiriert durch den fantastischen Sto$ des

Neo-Robinson Crusoes, beschlossen 1932 auch Heinz und Margret Wittmer aus Köln, nach Floreana zu ziehen. Der Startschuss für ein Inseldrama, wie man es sonst nur aus Bü- chern kennt. GEHEIMNISVOLLE NEUZUGÄNGE Ein weiteres Jahr später erreichten die letzten Protagonisten dieses ungewöhnlichen Krimis die Insel: Eloise Wagner de Bousquet, die sich als reiche Baronin ausgab, samt ihrer Lieb- haber Robert Philippson und Rudolf Lorenz. Mit im Gepäck: große Pläne, ein Luxushotel namens „Hacienda Paradiso“ zu errichten. Das Resultat war ein immer schlimmer werdender

UNSER EXPERTE

Heute leben etwa 200 Menschen auf der tropischen Insel, die für Taucher und Naturliebhaber einiges bereithält.

HANNES METZLER

hannes.metzler@columbus.at 05574/90300

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INTER VIEW

REIF FÜR DIE (EIGENE) INSEL

Farhad Vladi ist einer der bekanntesten Inselmakler. Heißt: Er verkau ! Privatinseln an Prominente und Privatpersonen. Wie aber kommt man auf so eine Idee? Wer kann sich eine Privatinsel leisten? Und was macht eine Insel wertvoll?

FARHAD VLADI Der Hamburger Geschä ! smann Farhad Vladi verkau ! seit mehr als fünfzig Jahren Inseln auf der ganzen Welt. Er studierte Volkswirtscha ! und ging dann zur Deutschen Bank. Im Jahr 1971 verkau ! e er die erste Privatinsel und im Jahr 1986 gründete er „Vladi Private Islands“. Zu seinen Kunden zählen Milliardäre, Topmanager und Hollywoodstars.

Privatinseln über Columbus buchen

D ie Luxusinseln, die es auf dem Markt gibt, kennt der Hamburger Farhad Vladi alle. Er verkau! und vermietet Privatinseln mit seinem Unterneh- men „Vladi Private Islands“. Und er erzählt, warum man kein Millionär sein muss, um eine Insel zu besitzen. WOHER RÜHRT AUS IHRER EXPERTENSICHT DIESE FASZINATION FÜR INSELN? FARHAD VLADI: Eine Insel ist eine Apothe-

auf einer Insel, dass sie plötzlich eine ganz andere Kommunikation mit ihren Kindern entwickeln als in der zivilisierten Welt, wo die Kinder nur am Smartphone sitzen. Man spricht plötzlich über simple Dinge und "ndet zum eigentlichen Menschenleben zurück. IST DESHALB IHR INTERESSE AM INSELLEBEN ENT- STANDEN? Schon als Schüler wollte ich eine Insel besitzen. Als ich dann mit meinen Eltern auf Urlaub

ke für die Seele. Man fühlt Kontrolle über die Umgebung und ist gleichzeitig der Natur nah. Dieses Gefühl ist befreiend, gerade weil die Natur als Souverän immer präsent ist und man lernt, sich danach

in der Schweiz war, haben mir besonders jene Häuser gefallen, die dort liegen, wo kein Mensch hinkommt. Später habe ich ver- schiedene Inseln gese- hen und dachte, dass es mein Traum wäre,

Mietet euch eine Insel. Seht selbst, wie ihr klarkommt.

zu richten. Und wenn jemand Zweifel hat, ob es einem auf einer Insel nicht vielleicht lang- weilig werden würde, sage ich: „Mietet euch eine Insel. Seht selbst, wie ihr mit der Insel klarkommt.“ In den meisten Fällen kaufen die Menschen danach auch eine. ALSO BRAUCHE ICH NICHT EINMAL DREI DINGE AUF EINE INSEL MITZUBRINGEN, UM GLÜCKLICH ZU SEIN? Nein, brauchen Sie nicht. Aber natürlich nehmen die meisten ihre Familie mit. Und bei vielen Vätern sieht man nach ein paar Tagen

einmal auf einer zu leben. Irgendwann stand dann in der Zeitung, dass man für 5.000 Deut- sche Mark eine Insel kaufen könne. Ich dach- te, das bringe ich zusammen, und habe richtig hart gearbeitet. Bis ich festgestellt habe, dass es keine Insel für 5.000 Deutsche Mark gibt, da hatte sich der Journalist wohl vertan. Doch das #ema hat mich einfach nicht losgelassen, und irgendwann ist mir aufgefallen, dass die schönsten Inseln der Welt bei den Seychellen liegen. Dort gibt es diese Granitfelsen, die sehr beeindruckend sind, traumha! schön! Also

Im Herzen der Bahamas liegt Little Whale Cay, eine 16-Hektar-Insel, auf der bis zu zwölf Gäste Platz haben. Ihr Preis liegt bei circa 26 Millionen Euro. Auf der Insel stehen drei Luxusvillen. Außerdem gibt es einen Hafen, einen Tennisplatz, eine Kapelle und vieles mehr. Mit dem Flugzeug ist die Insel in fünf Minuten vom Flughafen Chub Cay erreichbar.

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INTER VIEW

In Neuseeland liegt Farhad Vladis Privatinsel. Sie ist 750 Hektar groß und kann ab 1.000 Euro pro Tag exklusiv gemietet werden. Hier leben auch Schafe, Kaschmirziegen und Lamas.

Mit 2,4 Hektar ist St. Elmo Island, New York sehr überschaubar. Trotzdem stehen auf der Insel zwei Häuser, in denen insgesamt mehr als sechzehn Personen Platz haben. Außerdem gibt es Terrassen, ein Bootshaus und vieles mehr. Der Preis liegt bei 1.693.209 Euro.

wollte ich unbedingt dort eine kaufen und bin mit einem alten VW nach London gefahren. Genauer gesagt zum Botscha!er der Seychel- len. Aber er meinte, dass es nichts zu verkaufen gibt. Beim Hinausgehen habe ich einen Stapel von Seychellen-Zeitungen gesehen, eine mit- genommen und in einer ein Inserat geschaltet: „Vladi sucht Privatinsel“, stand da drauf. Mir wurden dann zwei oder drei angeboten. Eine von einem Juristen, der einen Italiener vertre- ten hat, der eine Insel zu verkaufen hatte. Die war allerdings für eine Million Deutsche Mark auf dem Markt, nicht für 5.000. Da habe ich gesagt: „Das geht nicht.“ Ich habe die Bilder und die Landkarte zusammengesteckt und sie innerhalb Hamburgs versandt, dorthin, wo die Leute Geld haben. Jemand hat sich gemeldet und gesagt: „Die Insel kaufen wir, kommen

Sie mal zu uns.“ Er hat mir dann drei Prozent Provision angeboten, und so habe ich 30.000 Mark verdient. Das war die erste Insel, die ich verkau! habe. WIE VIELE INSEL HABEN SIE SEITHER VERKAUFT? Über 3.000. Das hab’ ich sogar nachgerechnet! DAS IST EINE GANZE MENGE. KÖNNEN SIE UNS SAGEN, WAS EINE INSEL WERTVOLL MACHT? Sie sollte nicht gepachtet werden müssen, son- dern als Eigentum erworben werden können. Sie sollte in einem angenehmen Klima und po- litisch stabilen Umfeld liegen. Eine Baugeneh- migung ist wichtig, um bequem darauf zu le- ben. Die Erreichbarkeit, idealerweise per Boot, ist essenziell. Und auch die Größe beein%usst das Inselgefühl: Zu klein oder zu groß kann

„Auch Mel Gibson, Celine Dion, Ralph Lauren und Nicolas Cage habe ich Inseln verkauft.“

Farhad Vladis letzter VIP-Kunde: Schauspieler Jeremy Irons.

problematisch sein. Denn dann geht das Insel- gefühl verloren. UND WER SIND DIE MENSCHEN, DIE EINE INSEL KAUFEN? Man muss nicht unbedingt Millionär sein. Wer sich ein gutes Auto leisten kann, kann sich auch eine Insel leisten. Die Preise variieren je nach Angebot und Lage. Vor Stockholm liegen beispielsweise Hunderte von Inseln, die sind nicht so teuer. Ich habe gerade Jeremy Irons eine in Irland verkau!. Der ist glücklich damit und musste keine Millionen auf den Tisch le- gen. Auch Kanada hat viele Inseln, die verkaufe ich zwischen 50.000 und 200.000 Euro. Damit möchte ich sagen, dass man nicht reich sein muss, um eine Insel zu kaufen. Aber wenn Sie an die Côte d’Azur gehen oder in die Karibik, da sind die Preise natürlich höher. SIE HABEN GERADE DEN SCHAUSPIELER JEREMY IRONS ERWÄHNT. WELCHE PROMINENTEN HABEN BEI IHNEN SCHON INSELN GEKAUFT? Zum Beispiel Johnny Depp. Er hat auch ein gu- tes System eingeführt, denn er lässt die Insel so, wie sie ist, und kommt mit seiner Motorjacht, auf der er schlä!. Auch Mel Gibson, Celine

Dion, Ralph Lauren und Nicolas Cage habe ich Inseln verkau!. Ich muss aber dazu sagen, dass nur vielleicht ein Prozent der Menschen, die eine Insel kaufen, prominent ist. Denn Pro- minente mieten eigentlich lieber eine Insel, für ihr persönliches Sicherheitsgefühl. Die Ö$ent- lichkeit erfährt meistens erst danach, dass sie dort waren. UND HABEN SIE SELBST HOFFENTLICH AUCH EINE PRIVATE INSEL? Ja, meine ist in Neuseeland. Das ist eine schöne Insel, wunderbares Wetter, nette Leute und kei- ne stechenden Insekten. Da stehen drei Häuser darauf, eines zum Vermieten, eines für die Ver- walter und eines für meine Familie und mich. Das läu! ganz gut, und ich bin ein wenig stolz, denn die Insel hat ein gutes Image bekommen. Das kam so: Damals, als die Premierministe- rin von Neuseeland, Jacinda Ardern, zurück- getreten ist, hat sie das damit begründet, dass sie nicht mehr genug Kra! für das Amt hat. Da hat die neuseeländische Zeitung ihr drei Tipps zur Erholung mit auf den Weg gegeben. Und ein Tipp davon war meine kleine Insel. Leider hat sich Ardern bis heute nicht gemeldet. Aber wir sind jedenfalls jederzeit für sie bereit.

Auf diesem sattgrünen Bergplateau von Vladis Insel thront die exklusive Lodge „Te-Paruparu“. Der maorische Name bedeutet „Die Gute“. Die Lodge ist mit drei Schlafzimmern ausgestattet.

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Manche Stars kaufen sich gleich eine Privatinsel für den Luxusurlaub. Wo aber liegen die Inseln von Copper ! eld, Depp und Co.? Und auf welchen kann man sich gar einmieten? INSELN DER STARS

David Copperfield MUSHA CAY, BAHAMAS

Richard Branson NECKER ISLAND, KARIBIK

Der Magier kau!e die Insel für rund 50 Millionen Dollar. Auf einer Fläche von 280 Hektar "nden fünf Villen samt jeweiligem Privat- strand Platz. Eine Nacht kostet mindestens 50.000 Euro.

Korallenbänke, türkisfarbenes Meer und Sandstrände. So sieht Necker Island aus. Branson ver- mietet seine Insel exklusiv. 34 Gäste und sechs Kinder "nden in den neun Häusern Platz.

Mark Mateschitz LAUCALA ISLAND, FIDSCHI

Johnny Depp LITTLE HALL’S POND, BAHAMAS

Im Jahr 2003 kau!e sein Vater Dietrich Mateschitz die Insel um 10,1 Millionen Euro. Darauf be"n- den sich 25 Privatvillen, jede mit eigenem Butler und Pool. Eine Nacht kostet 8.000 Euro.

Eine spektakuläre Aussicht, end- lose Strände, kein Handyempfang und eine Lagune – das ist Johnnys Insel. Allerdings teilt er diesen privaten Rückzugsort mit niemandem.

Mel Gibson MAGO ISLAND, FIDSCHI Satte 15 Millionen Dollar war Mel Gibson Mago Island in Fidschi wert. Mit 22 Quadratkilometern gilt sie als eine der größten Privatinseln des Pazi"ks. Einmieten kann man sich trotzdem nicht.

Jörg Pilawa HUNT ISLAND, KANADA

Seine Insel liegt im Ponhook Lake in Kanada und bietet viel Natur und Abenteuer. Wem Wassertemperaturen von knapp 20 Grad nicht zu kalt sind, kann sich hier einmieten.

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