COLUMBUS Magazin 2023 Herbst

ASIEN JAPAN

und Obst – also wahre Anti-Aging-Mittel mit entzündungshemmenden Eigenscha#en, ohne Pestizide und Co. Könnte diese regiona- le, großteils p%anzliche Ernährung der Grund für das lange Leben sein? Die Wissenscha# ist sich darüber bis heute nicht einig. Vielleicht ist es aber auch das japanische Prinzip „Iki- gai“, das hier vorgelebt wird. Übersetzt be- deutet der Begri$ so viel wie „der Wert des Lebens“ und besagt, dass materieller Erfolg nicht so wichtig ist wie seine Berufung zu &n- den. Etwas, für das man jeden Tag gerne aus dem Bett steigt – bis ins hohe Alter. So &ndet man auf Okinawa tatsächlich Achtzigjährige, die jeden Tag mit Begeisterung für den jähr- lichen Zehnkampf trainieren – weil das ihre Leidenscha# ist. INSEL DER LEBENSFREUDE Mit Sandstränden, die sogar der Karibik Kon- kurrenz machen, ist Okinawa immer noch ein Geheimtipp in unseren Breitengraden. Beliebt ist die Inselgruppe vor allem bei japanischen Urlaubern, ausländische Touristen tri' man

LUST AUF JAPAN BEKOMMEN? KULINARISCHE REISE ZUR KIRSCHBLÜTE ERLEBEN Sakura, wie die Kirschblüte auf Japanisch heißt, ist eines der wichtigsten Symbole im Land. Sie steht für Schön- heit, Au ! ruch und gleich- zeitig Vergänglichkeit. Das Land der aufgehenden Sonne bietet eine unvergleichliche Mischung aus Exotik, Gast- freundscha " und Reise- luxus sowie ausgezeichnete Kulinarik. HIGHLIGHT: BESUCH DER INSEL OKINAWA Verlängern Sie diese be- sondere Japan-Reise, um die Geheimnisse von Okinawa und der dort so alt werden- den Menschen (siehe Story links) zu erleben. 25.03. bis 05.04.2024 ab 14.790 € p. P.

Fisch, Gemüse und viele Nährstoffe: „Nuchi gusui“ ist eine lokale Redewendung und bedeutet „Lass Essen deine Medizin sein“.

eher selten. Neben der Hauptinsel Okinawa lohnt sich eine Tour zu den Kerama- und Ku- me-Inseln sowie den Inseln Miyako-jima und Yaeyama. Für welche auch immer man sich entscheidet, den besonderen Charme dieser „Blue Zone“ machen ohnehin die Menschen aus. Ganz im Gegensatz zum Leistungsdruck, der auf dem japanischen Festland herrscht, lassen es die Inselbewohner nämlich gemüt- lich angehen. Mit Augenzwinkern nennt man diesen entspannten Tagesablauf „Okinawa Time“. Die Uhren ticken hier langsamer und Stress hat keinen Platz. Wie heißt es so schön: Mit dem Al- ter kommt die Weisheit. Vielleicht sollte man sich beim Besuch dieses Urlaubsparadieses ein bisschen „Okinawa Time“ als Souvenir mit nach Hause nehmen.

Ob es an den Genen liegt oder der entspannten Lebensart – Menschen auf Okinawa werden besonders gesund alt.

Die japanische Insel Okinawa ist nicht nur ein Geheimtipp für ruhige Strände mit Karibik-Feeling, sie gehört außerdem zu den fünf sogenannten „Blue Zones“. Rund um den Globus erreichen Menschen an diesen Orten ein besonders hohes Alter. Was steckt hinter diesem Mysterium? INSEL DER HUNDERTJÄHRIGEN

Seychellen? Sansibar? Falsch gedacht: Drei Flugstunden von Tokio entfernt liegt die Inselgruppe Okinawa. Highlights wie die Burg Shuri (links) lassen auch Kulturfans nicht zu kurz kommen.

M it 70 Jahren bist du ein Kind, mit 80 ein Jugendlicher. Wenn dich deine Vorfahren mit 90 in den Himmel rufen, bitte sie zu warten, bis du 100 bist – dann kannst du darü- ber nachdenken.“ So steht es geschrieben. Graviert in einen Steinblock im Dorf Ogimi im Norden von Okinawas Hauptinsel. Dieses Sprichwort nimmt man auf dem paradiesi- schen Fleckchen besonders wörtlich. Nach der letzten Zählung waren 15 der rund 3.000 Dor!ewohner von Ogimi hundert Jahre oder älter. 171 befanden sich in ihren Neunzigern. In ganz Okinawa sind stattliche 900 der insge- samt 1,3 Millionen Einwohner hundert Jahre oder älter. Was ist das Geheimnis dieses lan- gen und überraschend gesunden Lebens?

MYSTERIÖSE ENTDECKUNG Im Jahr 2005 machte Autor Dan Buettner mit seinem Artikel „"e Secrets of Long Life“ im Magazin National Geographic auf dieses Phä- nomen aufmerksam. Zusammen mit Wissen- scha#ern war er jahrelang in Regionen gereist, in denen die Menschen besonders gesund sind und sehr alt werden. Er entdeckte fünf dieser Orte und nannte sie „Blue Zones“: Og- liastra auf Sardinien, Ikaria in Griechenland, Loma Linda in Kalifornien, die Halbinsel Ni- coya in Costa Rica und eben auch Okinawa. Auf der Insel im Süden Japans herrscht ein subtropisches Klima, Menschen bauen ihr Gemüse, Getreide und Soja selbst an. Auf dem Speiseplan stehen Süßkarto$eln, Reis, frische Meeresfrüchte, Algen, grünes Blattgemüse

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