Wie kann eine Branche, die kaum alternative Antriebsmöglichkeiten hat, CO 2 -neutral werden? Austrian Airlines und die Lu ! hansa Group sind auf ihrem CO 2 -Reduktionspfad eine Flügellänge voraus. DEM FLIEGEN DIE EMISSIONEN NEHMEN
FLIEGEN MIT DEN „GREEN FARES“
CO 2 -AUSGLEICH DURCH INVESTMENT IN KLIMASCHUTZPROJEKTE
CO 2 -REDUKTION MIT NACHHALTIGEN KRAFTSTOFFEN
In Zusammenarbeit mit Climate Austria, einer Initiative des Klimaschutzministeriums, fördert Austrian Airlines gezielt messbaren Klimaschutz und mehr Nachhaltigkeit. Dazu gehören zum Beispiel
Durch den Einsatz von Sustainable Aviation Fuels (SAF) wird nachhaltigeres Fliegen möglich. Dieser nachhaltige Treibsto% wird meist aus altem Speiseöl hergestellt. SAF reduzieren die CO 2 -Emissionen gegenüber fossilem Treibsto% um etwa 80 % über den Lebenszyklus.
Photovoltaik- und Windkra#projekte.
W enn es um den Klimaschutz geht, spürt man die Au!ruchs- stimmung überall. Für die Reisebranche waren die letz- ten Jahre besonders schwierig. Jetzt, wo wieder Normalität einkehrt, ist es besonders wichtig, einen Reiseweg zu "n- den, der auch nachhaltigere Optionen bietet. Somit ist klar, dass gerade in der Lu#fahrt Nachhaltigkeit im Fokus der Gegenwart und Zukun# steht. Immerhin gehen drei Prozent der globalen CO 2 -Emissionen auf den Flug- verkehr zurück. „Mehr als 99 Prozent unseres direkten CO 2 -Footprints fallen durch das Ver- brennen von Kerosin beim Fliegen an. Durch den Einsatz von möglichst e$zienten Flug- zeugen, durch Optimierungen im Flugbetrieb und durch den Einsatz nachhaltiger Flug- kra#sto%e haben wir uns einen wissenscha#- lich validierten CO 2 -Reduktionspfad gesetzt“, sagt Annette Mann, seit März 2022 CEO von Austrian Airlines.
Reststo%en wie Altspeiseöl hergestellt und reduzieren die CO 2 -Emissionen gegenüber Kerosin über den Lebenszyklus um etwa 80 %. Denn auch wenn Flugzeughersteller an alternativen Antriebsmöglichkeiten forschen, werden SAF für Mittel- und Langstrecken- &üge auch in Zukun# die einzige Möglich- keit zur Dekarbonisierung sein. „SAF sind unser wichtigster Hebel. Daher investieren wir schon seit Jahren in unseren SAF-Einkauf weltweit und haben 2022 die ersten Mengen an regional produziertem SAF erhalten“, sagt Annette Mann. Denn während sich elektrisch oder mit Wassersto% betriebene Fluggeräte noch in Entwicklung be"nden, können SAF schon heute fossilem Kerosin beigemischt werden und lassen sich über die bestehende Infrastruktur in die Flugzeuge tanken. VORREITER: AUSTRIAN AIRLINES Noch sind die verfügbaren Mengen sehr be- grenzt und um bis zu ein Fün%aches teurer
als fossiles Kerosin. Austrian Airlines hat 2022 als erste Airline in Österreich mit einer frei- willigen Betankung von SAF begonnen. In Kombination mit stetigen Optimierungen des Flugbetriebes und Investitionen in neue und treibsto%e$zientere Flugzeuge lässt sich die CO 2 -Reduktion erreichen, ist sich Annette Mann sicher. Die „Green Fares“, die Austrian Air- lines über Website, App und ausgewählte Reisebüros anbietet, inkludieren neben dem CO 2 -Ausgleich extra Statusmeilen und &exib- le Umbuchungsmöglichkeiten. Die Kosten für einen „grünen“ Flug variieren nach Strecke; ein Hin- und Rück&ug von Wien nach Barcelona ist ab 199 Euro zu haben. „Fliegen wird mit hoher Wahrscheinlichkeit teurer. Das ist auch okay, denn Flugpreise sollen ja die ehrlichen Kosten abbilden – und Nachhaltigkeit ist nun mal nicht umsonst.“ Austrian Airlines setzt hier die ersten Schritte in die richtige Richtung, die ho%entlich bald auch andere einschlagen.
AN DIE ZUKUNFT DENKEN Austrian Airlines setzt laufend Schritte zur CO 2 -Reduktion und möchte im Vergleich zum Jahr 2019 ihre Netto-CO 2 Emissionen bis 2030 halbieren. Bis 2050 will das Unterneh- men sogar zur Gänze CO 2 -neutral werden. Dabei will die Airline ihre Gäste mit auf die Reise nehmen und bietet mehrere Optionen, um die eigene Flugreise schon jetzt nachhalti- ger zu gestalten. Eine davon sind die erst kürz- lich eingeführten „Green Fares“. Hier können Passagiere schon bei der Tarifauswahl neben den bestehenden Optionen (z. B. Classic) für Economy- und Business-Flüge in Europa die „Green Fares“ wählen, die die &ugbezogenen CO 2 -Emissionen durch den Einsatz nachhal- tiger Flugkra#sto%e (Sustainable Aviation Fu- els, SAF) und der Investition in Klimaschutz- projekte ausgleicht. Sustainable Aviation Fuels (SAF) sind die erste tatsächliche Alternative zu fossilen Kra#sto%en. Sie werden aktuell aus
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