COLUMBUS Magazin 2023 Herbst

MITTELAMERIKA KARIBIK

„MUSTIQUE IST EIN STÜCK VOM HIMMEL“ Rockstar Mick Jagger

nommierte Architekten aus aller Welt trugen im Laufe der Jahrzehnte dazu bei, dass diese Mischung aus modernem Design, Karibik- $air und viel Natur Einheimische und Be- sucher gleichermaßen inspiriert. Neben dem einzigen Hotel der Insel, dem Cotton House, ist seit den 1970er-Jahren Basil’s Bar das Zentrum des gesellscha!lichen Insellebens und genießt sogar über die Meeresgrenzen hinaus Kultstatus. Im Jahr 2010 wurde Basil’s Bar umfassend renoviert, wobei Star-Archi- tekt Philippe Starck eine wesentliche Rolle bei der Gestaltung des neuen Looks spielte. Sei- ne kreative Vision brachte einen modernen Touch in die ikonische Strandbar, während gleichzeitig der ursprüngliche Charme und die entspannte Atmosphäre erhalten blieben. Entgegen aller Vorurteile ist ein Urlaub auf der ehemaligen Zuckerrohrinsel nicht nur für „Reich und schön“ erschwing- lich. Zugegeben, man muss ein bisschen tiefer in die Tasche greifen als bei einigen anderen Inseln, aber dafür bekommt man ein außer- gewöhnliches Erholungserlebnis. Und selbst wenn Sie einen prominenten Nachbarn haben sollten, dann de"nitiv ohne „Star-Allüren“, denn die sind hier nicht erwünscht. Gemein- sam mit Freunden in einer Villa amüsiert man sich hier dann auch garantiert königlich, ganz so wie einst Princess Margaret.

WIEGE DES DIGITAL DETOX Heute in Privatbesitz, ha!et dieser Insel im- mer noch eine gehörige Portion Exklusivität an. Einige der beeindruckendsten Anwesen gehören Berühmtheiten wie Mick Jagger, Bryan Adams und Tommy Hil"ger. Dabei geht es auf Mustique vergleichsweise boden- ständig und entspannt zu. Es gibt keine Stra- ßennamen, Golfwagerl sind das Verkehrsmit- tel der Wahl. Hier gilt die informelle Regel: „No Shoes, No News“. Ersteres bedeutet, dass die Insulaner ganz locker und meist barfuß unterwegs sind. Auf Mustique geht es darum, sich von den formalen Konventionen des All- tags zu lösen und eine ungezwungene Um- gebung zu genießen. Zweiteres bezieht sich darauf, dass es auf der Insel von Beginn an keine TV-Geräte, keine Zeitungen und keine ständige Berichterstattung gibt. Gäste sollen die Möglichkeit haben, die Außenwelt we- nigstens für eine gewisse Zeit auszuschließen, ohne abgelenkt zu werden. Man könnte also sagen, Mustique Island ist der Geburtsort von Digital Detox. COTTON HOUSE & BASIL'S BAR O#ene Patios, großzügige Veranden mit Lounge-Möbeln, viel Holz und kunstvoll ge- $ochtenes Rattan – Elemente, die den typi- schen Mustique-Stil bis heute de"nieren. Re-

LUST AUF KARIBIK BEKOMMEN? 8 TAGE AUF MUSTIQUE

Auf dieser Karibikinsel werden Ihnen die Wünsche jederzeit von den Augen abgelesen. In allen Villen steht den Gästen ein Team mit Butler, Koch und Hauspersonal zur Verfügung sowie – je nach Größe – zumindest ein „Mule“, wie die E-Golfcarts genannt werden, mit denen man sich traditio- nell auf der Insel fortbewegt. HIGHLIGHTS: SPIELEN UND WELLEN Die herrlichen Wellen am Macaroni Beach und die wöchentliche Backgammon- Nacht in der Great Room Bar im Cotton House: wahrlich

Entmystifiziert: Der Inselname stammt vom Wort Moustique (französisch für „Mücke“) und ist den vielen Zuckerrohrplanta- gen geschuldet, die Insekten magisch anziehen.

Was auf der privaten Karibikinsel Mustique passiert, bleibt auch dort. Bis heute wird hier Diskretion großgeschrieben: keine Marina, keine Aus ! ugsboote, keine Hotelketten und natürlich – keine Kameras. Dennoch steckt die ehemalige Zuckerrohrinsel voller einzigartiger Geschichten. EIN ORT VOLLER GESCHICHTE

besondere Erlebnisse. Villa Messellia für 6 Personen 7 Nächte ab € 19.000 pro Woche

Ein Ort, der die gelassene Lebensweise auf Mustique perfekt verkörpert, ist The Cotton House Boutique Hotel.

Einsam und intim. Romantisch und doch mit Kultstatus aufgeladen. So sind die Strände von Mustique.

S chon die spanischen Seeleute, die die Inseln der Grenadinen im 15. Jahr- hundert entdeckten, waren fasziniert von ihrem Anblick. Sie nannten die Inselgruppe im Karibischen Meer „Los Pajoros“, also „die Vögel“. Aus der Fer- ne sahen die Inseln wie kleine $iegende Vö- gel aus. In den folgenden Jahrzehnten waren es hauptsächlich Piraten, die diese schönen Eilande genossen. Die vielen Inseln dienten ihnen als idealer Unterschlupf. Der Zucker- rohranbau in den nächsten Jahrhunderten brachte speziell der Insel Mustique Erfolg und schlussendlich auch ihren heutigen Namen. Denn durch das Zuckerrohr und sein süßes Endprodukt entstand ein wah- res Paradies für Mücken aller Art – und die

nennt man auf Französisch eben „Mousti- que“. Der Name ist also gar nicht so mys- tisch, wie er anfangs vielleicht vermuten lässt. Ebenfalls kein Mysterium ist der Aufstieg Mustiques von der eher unbe- kannten Destination zum glamourösen In- sider-Hotspot. Schuld daran war Princess Margaret, die schillernde Schwester von Kö- nigin Elizabeth II., die sich in die Karibik- insel schon beim ersten Besuch verliebte. In vielerlei Hinsicht eine Trendsetterin, erwarb sie in den 1960er-Jahren gar die Villa „Les Jolies Eaux“ und wurde damit zur Pionierin des exklusiven Insellebens. Ihre Anwesen- heit lockte bald andere Prominente an und lieferte den Startschuss zur Entwicklung die- ses Ortes in einen luxuriösen Rückzugsort.

UNSER EXPERTE

HARALD SCHOIHSEL

harald.schoihsel@columbus.at 01/534 11 121

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