COLUMBUS Magazin 2023 Herbst

LESE TIPPS

SICHER.ENTSPANNT.UNTERWEGS

Weil jede Reise auch das perfekte Buch braucht. VOR AUS (GE) LESEN

Urlauberin. Globetrotterin.

Nach Jamaika:

Auf die Galapagos-Inseln:

Erholungssuchende. Backpacker. Cruiser. Workationer. Strandläuferin. Faulenzer. Camper. Glamper.

Diese spannende Biografie zeichnet Flemings Leben und Werk anhand seiner Aufenthalte in seinem Bungalow „Golden- eye“ auf Jamaika nach und verbindet die Entwicklung der Person und des Werkes mit den politischen Entwicklungen der Nachkriegszeit, wie etwa dem Kalten Krieg, dem Weg Jamaikas in die Unabhän- gigkeit und dem Zerfall des British Empire. Unbedingt dazu lesen sollte man „The Man with the Golden Typewriter – Ian Fleming’s James Bond Letters“: Flemings private Briefe an seine Frau, seinen Verleger, Freunde, Fans und Kritiker. Matthew Parker „Goldeneye. Ian Fleming und Jamaika“

Margret Wittmer Postlagernd Floreana

In dieser Autobiografie, basierend auf ihrer persönlichen „Buchführung im Paradies“, blickt Margret Wittmer auf ihr ereignisrei- ches Leben zurück und schildert eindrucks- voll, welche Mühen und Entbehrungen sie mit ihrer Familie auf sich genommen hat, um sich auf der Galapagos-Insel Floreana fernab jeder Zivilisation eine neue Existenz zu schaffen. In den abenteuerlichen Ge- schichten des Galapagos-Archipels spielt die „Königin von Floreana“ aber auf jeden Fall eine Hauptrolle. Ergänzend dazu emp- fehlen wir „Als Robinson auf Galapagos – Dr. Ritters Berichte von der Insel Floreana“.

BusinessTraveller. Snowboarderin. Rundreisender. Interrailerin.

Auf die Kapverden:

Nach Sylt:

Nach Japan:

Germano Almeida „Der treue Verstorbene“

Arthur Golden „Geisha“

Silke von Bremen „Gebrauchs- anweisung für Sylt“

Almeida, der bekannteste Autor der kap- verdischen Inseln, präsentiert in seinem Roman humorvoll, mit Melancholie und feinsinniger Ironie Konventionen und Gewohnheiten und einen satirischen Blick auf seine Heimat – eine postkoloniale Ge- sellschaft, die sich inzwischen als moderne Demokratie versteht, eine der wenigen in ganz Afrika. Das Augenzwinkern ist bei Almeida nicht bloß ein Nebeneffekt, sondern Programm, denn was wie ein Krimi beginnt, entpuppt sich als fesselnde, facettenreiche, vielfältige und teils auch abgründige Geschichte.

Sylt ist viel mehr als nur die Insel der Reichen und Schönen – Einheimischen und Stammgästen gilt sie als Königin der Nordsee, als Paradies und Weltanschauung. Liebevoll räumt die Autorin augen- zwinkernd mit Sylt-Klischees auf, erklärt Dinge wie „Wohnen im Warftgeschoss“ und worin der feine Unterschied zwischen schick und Schickimicki liegt. Eine mit Herz für die besonderen Sylter Marotten aus- gestattete, aber dennoch nicht unkritische Gebrauchsanweisung für ein besonderes Eiland und seine teilweise doch recht speziellen Bewohner.

Zu Beginn der 1930er-Jahre wird das einfache Fischermädchen Chiyo in ein Geisha-Haus in der alten Kaiserstadt Kyoto verkauft. Nach leidvollen Lehr- jahren wird sie in die hermetische Gesell- schaft der Geishas aufgenommen und ist bald die begehrteste und mächtigste von allen. Doch ihr Traum vom privaten Glück erfüllt sich erst nach dem Untergang der alten Geisha-Kultur gegen Ende des Zwei- ten Weltkrieges. Der Roman öffnet die Tür zu einer geheimnisvollen Welt, wie es sie in dieser Art und Weise nur in Japan gab.

Der Reisedoc ist mit dir.

europaeische.at

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